Entmagnetisierung

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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon epilog » Donnerstag 14. Oktober 2010, 10:53

Hallo Paul-Richard,

das, was Du da beschreibst ist das Kompensieren!
Heute legen die Kompensierer (Regulierer :PDT01: ) jedoch Wert darauf, dass "regulieren" gesagt wird!
Hieß früher zwar auch schon so, hat aber keiner gesagt.



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon Gerzie13 » Donnerstag 14. Oktober 2010, 11:02

:ok: Tach ook

Es kann sich dabei nur um das kompensieren handeln.Entmagnetisiert wurde zu meiner Zeit nur in der Nähe von Lauterbach.
Auf Höhe Neptun-Werft muß es zu Zeiten der KM auch noch eine Entmagnetisierungsstelle gegeben haben. Als ich auf dem Bagger
Wolgast war,haben wir dort Tonnenweise Kupferkabel hochgezogen.Diese Menge Kabel können eigentlich nur zu so einer Anlage
gehört haben. :guckstduhier:

Scheun Tach noch Gerd


Noch nen Spruch: Die Welt kann man nicht verändern,aber gewisse Sauereien kann man abstellen.
Simmel



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon Stmhdg » Freitag 15. Oktober 2010, 00:51

Hallo
Das Entmagnetisiern war ,denke ich in Lauterbach. da waren wir mit der V81 nach dem Umbau als Minenräumer.
Paul der Dalben und rum Fahren das war wohl zur Kompensierung. Dazu waren wir in der Nähe von Peenemünde , so ich mich Recht entsinne
Horst-Dieter



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon Phobos » Freitag 15. Oktober 2010, 23:02

Jungs, bringt nichts durcheinander...
Am Dalben wurde kompensiert.
Das "Vermessen" ( d.h. in der Schleife fahren auf der Reede P'mnde) diente zum vermessen des Magnetfeldes eines Schiffes. Dies erfolgte regelmäßig, die Werte kamen in eine Kladde.
Das Entmagnetisieren war vor Lauterbach, dahin fuhr man nach der Werft oder bei Bedarf, d.h. wenn die Werte beim vermessen nicht stimmten.



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon Paul-Richard » Samstag 16. Oktober 2010, 00:54

:ahoi:Hallo Seemänner muss das " Regulieren " beim Kreisel-Kompass " auch durchgeführt werden ? Der ist doch schon
richtig Justiert vor dem Einbau .Oder nicht ?
Gruß Paul-Richard :brandenburg:
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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon Phobos » Samstag 16. Oktober 2010, 13:25

Bin ja kein GA-I Mensch gewesen, aber der Kreiselkompass schwang sich ja selbst ein, da hätte ein Dalben wohl auch nicht mehr geholfen. Soweit mich mein Gedächtnis nicht im Stich lässt, ging es am Dalben um den Abgleich Kreisel-Magnetkompass.
Haben wir hier einen Navigator unter uns?



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon Kapitän S » Samstag 16. Oktober 2010, 19:17

Hallo Seeleute !

Ist schon richtig ,der Kreiselkompas hat sich selbst eingeschwungen.Aber auch ein Kreiselkompass
muste überprüft werden.Auch ein kreiselkompas hatte seinen Fehler,das war das Kreisel A,daß man
mit hilfe einer Peilung ( während des Auslaufen im Fahrwasser mit Richt feuer) überprüfte.Man
kannte aus der Seekarte des genauen Kurs und so bestimmte man die Abweichung,Entweder man
hatte keine abweichung,was sehr selten war und ist,oder man hatte abweichungen .Und so arbeitete
man während der Reise mit ,zumbeispiel +1Grad oder minus 1Grad .Besser kann ich es nicht
erklären.


:ahoi: :mecklenburg-vorpommern: Hartmut



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon Sperrmaat314 » Samstag 16. Oktober 2010, 21:45

Sperrmaat314 hat geschrieben:Hallo alle zusammen. Heute eine neue Frage von mir. Könnt ihr mir sagen wie unsere Schiffe entmagnetisiert wurden? Wie funktionierte das zu unserer Zeit? Ich weiß nur das wir immer dazu nach Stahlbrode gefahren sind. Ich bedanke mich im Vorraus m.f.G. Carsten



Ja sorry, war mein Fehler. Es war Lauterbach. Ich komm langsam in die Jahre. Gruß Carsten



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Re: Entmagnetisierung

[19 / 54]

Beitragvon OW336 » Sonntag 17. Oktober 2010, 13:37

Das war bestimmt ein Kompensier-Dalben. Dabei wird das Schiff langsam in 5 oder 10 - Grad Schritten gedreht und die angezeigten Werte des Magnetkompass notiert. Sind die Abweichungen von den Sollwerten zu groß-zum Beispiel nach einer Werftliegezeit- können die Abweichungen mit Hilfe von elektromagnetischen Spulen am Gehäuse des MKP- verkleinert werden. Die Tabelle mit den Werten wurde dann in der Brücke / Kartenraum angebracht, damit die "Steuer-Leute" dann den angezeigten MKP-Kurs berichtigen und in den rechtweisenden Kurs umrechnen konnten.
P.S.
Das Kompensieren steht natürlich im engen Zusammenhang mit der MES(Minen-Eigenschutz-Anlage) sowie der schon beschriebenen Entmagnetisierung in der EM-Stelle z.B.in Lauterbach.(in P'mde gab es für die kleineren Einheiten auch eine !)

Gruß vom früheren "Holzboot-Fahrer"
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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon gusi » Freitag 22. Oktober 2010, 20:45

Hallo Paul-Richard,
am Dalben drehen war das Kompensieren des Magnetkompasses. Das Vermessen erfolgte wie das Kompensieren in festgelegten Zeitabständen. Beim Vermessen wurde das Magnetfeld des Schiffes ausgemessen. Dazu lagen Kabelschlaufen auf Grund, die das Schiff mit Nord-Süd bzw. Ost-West Kurs durchlaufen musste. Ein Durchlauf war immer ohne zugeschalteter MES-Anlage (Mineneigenschutz-Anlage) an Bord und der zweite Durchlauf mit MES. Die Werte kamen in das MES-Tagebuch (GVS) des Schiffes. Waren sie außerhalb der Toleranz musste das Schiff zur magnetischen Behandlung. Das Schiff wurde dazu im Behandlungsfeld zwischen Tonnen genau positioniert und mit dicken Kabeln umwickelt, vergleichbar mit einer Spule. Das Schiff war dabei der Spulenkern. Wird nun Strom durch die Kabel gegeben, dann ändert sich das Magnetfeld des Schiffes. Dann wird wieder vermessen und anschließend kompensiert. Vor der Behandlung wurden alle Kompasse und Uhren abgegeben. Manchmal dauerte die Behandlung auch mehrere Tage. Die Peene-Werft hatte einen eigenen Kompensierdalben und eine eigene Vermessungs- und Behandlungsstelle. Neubauten oder Werftlieger hatten dort das Vergnügen. In Penemünde konnte nur Kompensiert oder Vermessen werden. Vor Lauterbach war wieder alles möglich. Für die MSR-Schiffe war das alles sehr wichtig, schließlich mussten sie über die Magnetminen fahren bevor das Räumgerät seine Arbeit tat. Mit gut eingestellter MES-Anlage war ein relativer Schutz vorhanden, der Gott sei dank in der Praxis nie bewiesen werden musste.
Gruß Wolfgang



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