Entmagnetisierung

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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon smutjekalisch » Freitag 5. November 2010, 17:22

hübi hat geschrieben:Hallo :ahoi:
noch mal zur 611 1976 vor Lauterbach. Es hieß damals wir werden entmagnetisiert und das wurde von Polen gemacht.
Unser Schiff wurde mit Kabel eingepackt ( umwickelt ) ca. jeden Meter eine Schleife.
Gruß hübi :brandenburg:


Die 611 eingepackt wie der Reichstag?? Ein Landungsschiff mit einem Kabel umwickelt wie ein Rollbraten? :totlach:
Sorry, aber davon höre ich zum ersten Mal. :genau:
Kannst Du das eventuell noch genauer beschreiben. Es ist so es stimmt, sehr interressant zu erfahren wie das gemacht wurde.



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon gusi » Montag 8. November 2010, 14:55

Hallo Burkhard, :ahoi:
was hübi da geschrieben hat, ist schon wahr, bei den Landungsschiffen aber eher selten gewesen. Bei einem Neubau der aus der Werft kommt kann durch Schweißen oder Richten der Platten das Magnetfeld des Schiffes so außerhalb der Norm sein, dass eine Spezialbehandlung notwendig wird. Dann wurde das Schiff regelrecht "umwickelt". Nicht so Kabel direkt neben Kabel, aber so wie hübi es beschreibt. Ich selber habe mit MSR-Schiffen das ein paar mal mitgemacht. Ursachen waren meist die 24 m Hohlstäbe. Diese erzeugen ja das starke Magnetfeld zum Räumen von Magnetminen. Sie behalten dann einen Restmagnetismus, der zum Abschluss eigentlich heruntergefahren werden musste. Das geschah durch periodisches verändern der Stromstärke und Polrichtung. Leider war das nicht immer möglich (Wetterlage) oder wurde vergessen. Dann frage mal die Barkassenfahrer oder die Schlepperkapitäne was ihr Magnetkompass dann machte wenn sie Hohlstäbe zurück in den Nordhafen brachten. Burkhard, auch ein Smutje kann dazu lernen. Die Kombüse war wohl eine wichtige Gefechtsstation, das gebe ich zu, aber es gab auch noch mehr Dinge die da herum passierten und nicht geflunkert sind, wirklich!
Gruß Wolfgang :streichel:



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon hübi » Montag 8. November 2010, 15:20

Hallo Wolfgang :ahoi:
danke für Deine Richtigstellung. Habe schon gedacht ich habe das alles nur geträumt. Na ja nach so langer Zeit.
An die Polen kann ich mich aber noch gut erinnern. Die habe solche Hefte verkauft mit Bilder so wie an der Spindtür
nur schärfer.
Gruß hübi :brandenburg:



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon smutjekalisch » Montag 8. November 2010, 15:58

gusi hat geschrieben:Burkhard, auch ein Smutje kann dazu lernen. Die Kombüse war wohl eine wichtige Gefechtsstation, das gebe ich zu, aber es gab auch noch mehr Dinge die da herum passierten und nicht geflunkert sind, wirklich!

Hallo Wolfgang,
Sehr interessant, danke für die spezielle Beantwortung meiner Frage. Von Flunkern war aber zu keiner Zeit die Rede.



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon Puster62-65 » Montag 8. November 2010, 18:02

Hallo Wolfgang und Burkhard!
Nicht nur ein Smut lernt noch dazu. Auch einer, der gern und viel mit Strömlingen umging, ist baff!
Habe diese Technologie in den sechziger Jahren auf MLR auch nicht kennengelernt. Wolfgang, das zitierte Ereignis war ja erst ca. zehn Jahre nach meinem Weggang von der Flotte. Nun mal Butter bei die Fische! Das Kielholen der "Bootskörperwicklung" wurde von Tauchern durchgeführt oder wurde die Querachse des MSR nur an Oberdeck umwickelt? Und wer lieferte die Energie, die Polen? Mussten Magnetkompasse und mechanische Uhren, wie Chronometer, vorher in Sicherheit gebracht werden? (nicht wegen der Polen, sondern wegen der Pole!) Wieviel Zeit in etwa nahm eine solche Prozedur in Anspruch? Ist bekannt, ob auch heute noch die Methode praktiziert wird? Genug gefragt, ich harre der Antworten. Bis denne!
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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon wozan » Montag 8. November 2010, 19:21

Hallo...

im Forum der 6.Flottille wurde mal ein Foto der "Ostseebad Binz" (Proj. 151) mit dem Titel "Binz entmagnetisiert" gezeigt.
Ich glaube, auf diesem Foto konnte man die um den Schiffsrumpf gewickelten Kabel deutlich erkennen.
Bis bald mal wieder
Wolfgang
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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon smutjekalisch » Montag 8. November 2010, 20:20

Hallo Wolfgang,
wann soll das denn in der Sechsten gewesen sein?
Die Suchfunktion bringt mir nur Lauterbach zum Vorschein. Weder Ostseebad Binz noch Projekt 151 werden gefunden.



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon epilog » Montag 8. November 2010, 20:28

Hallo Burkhard,

mit der Suchfunktion kannst Du keine Dateianhänge finden!!!



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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon Puster62-65 » Montag 8. November 2010, 20:33

Moin, Moin Wolfgang Z.!
Schön mal wieder direkt ein paar Worte zu wechseln! Aber du bist nicht nur ein :5: , sondern auch ein Schelm. Da du den Link zur "eingewickelten Binz" schuldig geblieben bist, wurde ich schon stutzig. Aber alle Suchversuche meinerseits verliefen in Untiefen! Vielleicht kann noch ein Anderer helfen.
Trotzdem besten Dank und noch einen schönen Abend!
P.S.
Nach meinem Abschicken sehe ich auch noch Burkhard und Eberhard an der Tastatur, ein Hallo! nach Rand-Berlin und Rand-Greifswald.
Großer Adminral! Hilfreich war dein Hinweis jedoch auch nicht gerade. Wie geht das Suchen denn???
Zuletzt geändert von Puster62-65 am Montag 8. November 2010, 20:45, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Entmagnetisierung

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Beitragvon gusi » Montag 8. November 2010, 20:35

Hallo, jetzt will man es wissen, :help:
nun gut ich habe ja damit angefangen. Meine Fahrenszeit ist vor 30 Jahren zu Ende gegangen. Ich werde meine grauen Zellen noch mal anstrengen und was geht herausholen. Das Einfache zuerst: Ja, alle Magnetkompasse, Chronometer, Armbanduhren usw. wurden vorher von Bord gebracht. Da es damals noch keine Herzschrittmacher gab, brauchte auch keiner von der Besatzung von Bord. Während der Behandlung verblieb die Besatzung in der Regel unter Deck und nur die Wache auf der Brücke. Die Dauer hing von den erreichten Werten ab. Insgesamt war das sehr langweilig. Entmagnetisieren ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck. Das Schiff besteht aus Eisen und wird immer ein Restmagnetismus haben, der mit der Behandlung in Grenzen gehalten wird. Warum bei der 611 Polen an Bord waren, kann ich nicht sagen. Bei einem 108er stelle ich mir die "Verkabelung" auch gar nicht so einfach vor, schon wegen der Schiffsgröße. Vielleicht konnten das nur die Polen? Taucher habe ich bei meinem Schiff nicht gesehen. Zu meiner Zeit gab es auch keine MLR mehr. Als Offiziersschüler bin ich aber 1971 mit den MLR-Schiffen der Schulbootsbrigade zur Ausbildungsfahrt in Riga und Gdynia gewesen (habe im Heldenkeller geschlafen). Deshalb kann ich auch nicht sagen, ob diese Schiffe über eine Mineneigenschutz-Anlage (MES) verfügten. Die etwa armdicken Kabel wurden wie die Leinen vom Leckwehrsegel vom Bug aus an festgelegte Punkte gezogen, befestigt und verbunden und dann irgendwo angeschlossen. Fragt mich nicht wo, ein extra Stromaggregat gab es meiner Meinung dafür nicht. Das E-Werk konnte soviel Strom erzeugen. Eingespeist wurde Gleichstrom.
So nun lasst es gut sein. Eine ganz gute Erklärung findet ihr auch in Wikipedia unter Megnetischer Eigenschutz. Wie die Kabel um die 611 gekommen sind, steht da auch nicht. Das können nur die sagen, die dabei waren.
Gruß Wolfgang



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