Seeflieger der Deutschen Luftwaffe auf dem Bug

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Re: Seeflieger der Deutschen Luftwaffe auf dem Bug

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Beitragvon Eddy » Montag 29. Oktober 2018, 21:02

Noch ein paar Fotos.

KFK Gotland 07.jpg

1937 Wappen Seenotdienst DLW.jpg
Wappen BFG 196.jpg
Wappen SAG 126.jpg
Lobbe.jpg


Und was wäre der Bug ohne Winter. 1940/41 hat es ähnliche Bilder gegeben wie 1978/79.
Arbeitskommandos auf der Straße nach Dranske
1940-41 Winter (1).jpg
1940-41 Winter (2).jpg
1940-41 Winter (3).jpg

1940-41 Winter (4).jpg
1940-41 Winter (5).jpg


So, nun ist erst einmal die Luft bei mir raus. Ein paar Episoden werden noch folgen.
Bis denne
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Re: Seeflieger der Deutschen Luftwaffe auf dem Bug

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Beitragvon ManneTS » Donnerstag 1. November 2018, 11:03

- ich komm ja aus dem staunen nicht mehr raus, wo Du das alles nur herholst und dann auch noch gleich mit Fotos im heutigen Zustand
belegst, das ist Recherche vom feinsten ! Wir wissen alle Eddy wie fiel Zeit und Kraft Du dafür investierst und unserer Hochachtung dafür
kannst Du gewiss sein ! Ich hoffe und wünsche mir nur , dass Dein Heimatort das endlich auch mal bemerkt und Dir die Anerkennung
dessen was Du für Deine " große und windige Insel- Heimat" leistest entgegenbringt !!
-------- Danke -------

Gruß Manne :ahoi:



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Re: Seeflieger der Deutschen Luftwaffe auf dem Bug

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Beitragvon mechaniker » Samstag 16. Februar 2019, 17:57

Ein höchst interessanter Beitrag. Vielleicht kann ich mit meinen 'gefundenen' Karten auch einen geringen Beitrag dazu leisten? Wie schon an anderer Stelle die Quelle genannt:
https://contentdm.lib.byu.edu/digital/c ... aps/search
Bug FP.jpg
Bug Nord.jpg
Dranske.jpg

Flugplatz Dranske.jpg
Seeflieger Dranske.jpg
Südbug.jpg

Wieker Bodden.jpg
Wieker Bodden beschriftet.jpg

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Re: Seeflieger der Deutschen Luftwaffe auf dem Bug

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Beitragvon grauer Wolf » Sonntag 17. Februar 2019, 10:49

Ahoi :ahoi: ,
toller Überblick über die Seefliegerstandorte auf dem Bug :streichel: , hätte ich beinahe gesagt aber ich finde da hast Du dir viel Mühe gegeben um mir Landei den Bug um 1937 noch einmal nahezubringen. :ok: . ich möchte nur noch einmal Danke sagen. :genau: :yes:
Mit seemännischen Grüßen
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Re: Seeflieger der Deutschen Luftwaffe auf dem Bug

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Beitragvon Eddy » Sonntag 3. November 2019, 17:24

Wir haben ein Fotoalbum von 1931 erstanden und darin wird im Detail fotografisch gezeigt, wie Halle 1 vom FH Bug entsteht. Es handelte sich um eine Flugzeughalle Junkers Stahllamellendach, Hangar Typ 14, 40 M Spannweite, 30 m lang. Aufgebaut vom 27.07. bis 19.09.1931.
1931 Fotoalbum Bug (3).jpg
1931 Fotoalbum Bug (4).jpg
1931 Fotoalbum Bug (5).jpg

1931 Fotoalbum Bug (6).jpg
1931 Fotoalbum Bug (7).jpg
1931 Fotoalbum Bug (8).jpg

1931 Fotoalbum Bug (9).jpg
1931 Fotoalbum Bug (15).jpg
1931 Fotoalbum Bug (16).jpg

1931 Fotoalbum Bug (18).jpg
1931 Fotoalbum Bug (1).jpg

Die Gebäude, die auf den nächsten zwei Fotos zu sehen sind (von der Halle oben fotografiert) zeigen ehemalige Gebäude der Seeflugstation Bug 1916-1920. Richtung Norden sind die Wache, ein Trafohaus und das kleine Wetterhaus zu sehen. In südlicher Richtung ist das große Gebäude die Mannschaftsunterkunft, die Baracken davor und dahinter sind Lehrgebäude. Hinter dem großen Gebäude guckt eins der Häuser raus, die auch noch zur VM-Zeit standen. Alle anderen Gebäude sind zurzeit für uns leider nicht zu identifizieren.
1931 Fotoalbum Bug (25).jpg
1931 Fotoalbum Bug (24).jpg

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Re: Seeflieger der Deutschen Luftwaffe auf dem Bug

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Beitragvon Eddy » Sonntag 3. November 2019, 17:27

Zum Vergleich
1931 Fotoalbum Bug (2).jpg
Seefliegerhorst Bug (110).jpg


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Re: Seeflieger der Deutschen Luftwaffe auf dem Bug

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Beitragvon Eddy » Montag 24. August 2020, 20:35

Männer,
ich muss an dieser Stelle noch mal einen Schwenk zur Kaiserlichen Marien machen. Die Seeflieger auf den Stationen Stralsund, Wiek und Bug hatten wie alle anderen Stationen Brieftauben als Nachrichtenmittel im Einsatz.
Ich habe lange recherchiert und bin trotz Hilfe nicht auf eine eindeutige Antwort gekommen. Aber der Reihe nach.

Brieftauben und Seeflieger

Brieftauben wurden bereits sehr früh in der Geschichte für Nachrichtenübermittlung genutzt.
Anfang der 1870er Jahre gab es in Süddeutschland Zuchtvereine, die eine enge Zusammenarbeit mit dem Kriegsministerium anstrebten. So gaben die Züchter regelmäßig Ergebnisse über geleistete Flüge über längere Strecken bekannt und bewerteten diese. Um gesetzliche Reglungen für den Taubensport zu schaffen, nutzten die Vereine der Züchter alle Möglichkeiten. Ging es doch auch um den freien Transport des Begleiters per Bahn zum Auflassort. Selbst der Wunsch nach staatlichen Medaillen für den Sport und der Schutz der Tauben vor Greifvögeln sowie deren Abschuss wurde vorgetragen.
Am 13.01.1884 wurde dann der Verband deutscher Brieftauben-Liebhaber-Vereine gegründet.
„In den Statuten des Verbandes vom 24. Oktober 1886 nennt § 1 als Zweck des Verbandes "die Vereinigung der Vereine bezwecke das Brieftaubenwesen in Deutschland zu heben und zu einer im Falle eines Krieges dem Vaterlande nützlichen Sache heranzubilden". Insbesondere sollten Beziehungen zum Königlich Preußischen Kriegs-Ministerium unterhalten werden. Desweiteren verpflichtete man die Mitglieder der verbandsangehörigen Vereine ihre Tauben im Kriegsfall dem Staate zur Verfügung zu stellen.“
1888 wird der deutsche Kaiser Schirmherr des Verbandes deutscher Brieftaubenliebhaber-Vereine und damit waren diese Tiere ab sofort für den militärischen Einsatz vorgesehen.
Es folgten verstärkt Dressurübungen über Land und ab 1893 auch über See für die Tauben.
„Im Jahr 1894 verordnete Kaiser Wilhelm dann unter Beteiligung und nach Zustimmung des Reichtags und des Bundestags das "Gesetz, betreffend den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege".
So wurden auch Brieftauben von militärischen Schiffen gestartet. Wie an Land, war es auch hier so, dass die Tauben häufig das letzte Mittel waren, um Nachrichten zu übermitteln. Wenn die Funk- oder Telegrafentechnik ausfiel, griff man zum letzten Mittel, die Brieftaube.
„Teilweise wurden Brieftauben aber eben auch eingesetzt, wenn der Funk wahrscheinlich abgehört wurde und der Inhalt der Nachricht geheim bleiben sollte.“
https://www.brieftauben-historiker.de/b ... n-im-militär/


Im 1. Weltkrieg wurden schätzungsweise bis zu 100.000 Brieftauben zur Nachrichtenübermittlung eingesetzt. Ihre Erfolgsrate bei der Überbringung von Nachrichten lag bei ungefähr 95 Prozent. Zum Transport einer Botschaft muss eine Brieftaube von ihrem Heimatschlag an den Abflugort gebracht werden, wo sie bis zu ihrem Einsatz festgesetzt wird. Die Nachricht wird auf einem zusammengerollten Zettel in einem Behältnis am Fuß oder Rücken der Taube befestigt. Nach dem Auflaß fliegt sie zu ihrem Heimatschlag zurück, wo die von ihr mitgebrachte Botschaft in Empfang genommen werden kann.
Dazu wurden in den wichtigsten SFS´en je ein Taubenschlag errichtet und das Training der Tauben mit den Flugzeugen sicher gestellt.
Wenn man aber denkt, dass man einfach eine Brieftaube von einem zum anderen Ort verlegen kann und erwartet, dass sie diesen Heimatschlag auf Anhieb wiederfindet, der irrt. Es ist ein Entwicklungsprozess, der vom Jungtier bis zum „Nachrichtenträger“ durchlebt werden muss.
1917 brieftaube mit Nachricht.jpg

Wenn die Jungtiere nach etwa vier Wochen selbstständig werden, folgen die ersten Übungsflüge.
Sobald diese ersten Flüge geglückt sind, und die jungen Tauben die nähere Umgebung ihres Taubenschlags erkundet haben, fliegen sie in Gemeinschaft im Schwarm oft bis zu mehreren Stunden am Stück. Das ist den Tieren angeboren und auch die Voraussetzung ihres körperlichen und geistigen Aufbaus für ihre zukünftigen Aufgaben.
taubenschlag.png


Bei den Seefliegern der Stationen Stralsund, Wiek und Bug erfolgte das Training mit den Tauben ab 1916 regelmäßig. So wurden bei Aufklärungs- und Trainingsflügen immer mehrere Tauben mitgeführt und wenn eine Meldung erforderlich war, wurde diese durch den Beobachter notiert und eine Taube damit auf die Heimreise geschickt. Es war auch eine Art Gewöhnungstrainings für die Tiere, die ja bei Fluggeschwindigkeiten zwischen 100 und 130 km/h ausgesetzt wurden. Wie der Einsatz aus einem fliegenden Flugzeug erfolgte, ist bisher nicht schriftlich nachgewiesen. Zu vermuten ist ein Start durch einen Wurf der Taube nach oben hinten, um ohne Verletzung in die Luft zu kommen.
Im Zusammenhang mit Wasserungen gibt es mehrere Beispiele, weil es sich dabei um Notfälle handelte und man hoffte auf diesem Weg Rettung rufen zu können, was auch meist gelang.
Die Brieftauben für den Einsatz über Wasser wurden deshalb speziell dazu ausgebildet, weil sie von Natur aus ungern über Wasser fliegen. Dadurch kam es auch zu Verlusten, weil die Tiere bei langen Strecken über Wasser keine Möglichkeiten einer Zwischenrast hatten. Auch die schnell wechselnden Wetterbedingungen über See hatten auf die Leistungen der Tiere ihren negativen Einfluss. Es sei denn, auf ihrer Flugstrecke fuhr zufällig ein Schiff, was sie als Zwischenstopp nutzen konnten. Aber die Entfernungen im Ostseebereich waren nicht so groß, dass Erholungspausen für die Tauben erforderlich waren. Im Nordsee- und Atlantikbereich sah das ganz anders aus.

Beispiele für Trainingsflüge
17.06.1916 Flz. Nr 506 (FF 33E) mit Fl.Mst. Behrend (F) und Ob.Mtr. Hartz (B)
startet 10.10 Uhr in Stralsund mit 18 Tauben und setzt diese unterwegs ab.
10.45 Uhr Notwasserung wegen defekten Motors vor Altefähr.

20.07.1916 Flz. Nr. 686 (FF 33H) mit Fl. Mst. Behrend (F) und Ob.Mtr. Hartz (B)
Start um 11.00 Uhr in Stralsund zum Trainingsflug mit 6 Tauben, Landung um 11.30 Uhr in Stralsund.
aus: KTB SFS Stralsund-Wiek-Bug


1894 stiftete Kaiser und König Wilhelm II. die Medaille für Verdienste um das Marine-Brieftaubenwesen in drei Stufen, Bronze, Silber und Gold.
1894 Medaille um das Marine-Brieftaubenwesen.jpg

1899 Urunde für Züchter.jpg

Was nicht unbedingt eindeutig geklärt ist, ist die Einsatzart der Tiere, wenn ein Flugzeug im Einsatz war, dass heißt über See. Einige vermuten, dass die Flugzeuge deshalb gewassert sind, andere behaupten, dass die Tiere während des Fluges aufgelassen worden. Im KTB der SFS Borkum ist verzeichnet, dass Tauben während eines Fluges aufgelassen worden. Wenn ich mir vorstelle, dass die Flugzeuge damals ca. 180 km/h flogen mussten die Tauben beim Auflassen während des Fluges einen kräftigen Windschlag bekommen haben. Selbst die Gefahr des Anschlagend am Hohen- bzw Seitenleitwerk war vorhanden. Die einzige für mich schlüssige Auflassart wäre die nach oben hinten. Also die Taube wird nach oben hinten geworfen und kommt damit nicht unmittelbar in die Gefahr des Schlages. Bei den Recherchen habe ich nur gestellte Fotos gefunden.
taube 2.jpg
taube3.jpg

Eine eindeutige Antwort darauf ist vorerst nicht zu finden und Taubenzüchter vor Ort halten sich in einer Festlegung zurück.

Fakt ist aber, dass die Brieftaube eine nicht unbedeutende Rolle als Nachrichtenübermittelung im 1. Weltkrieg gespielt hat. Den Leistungen der Tiere zu Ehren hat man an verschiedenen Orten Denkmale aufgestellt, so zum Beispiel in Lille und Berlin Spandau.
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