Sperrzeiten nach der Dienstzeit

allgemeine maritime Themen, die woanders nicht passen

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Re: Die Hochseefischereiflotte von Sassnitz bis Rostock

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Beitragvon ManneTS » Samstag 19. August 2017, 12:59

Moin, moin @Kennedy

zu diesem Thema Hochseefischerei brennt mir eine Frage unter den Nägeln, da Du ja auch Steuermannsgast warst
und somit ja GVS- Träger , so war es jedenfalls zu meiner Zeit ( 72 - 75 ) , da bekamen die Kameraden nach der Versetzung in die
Reserve eine Sperrfrist für drei oder fünf ? Jahre ! Unser Steuermannsgast war von der Hochseefischerei und wollte natürlich nach der
Armeezeit gleich wieder an Bord und in seinem gelernten Beruf als Vollmatrose der Hochseefischerei arbeiten. Aber da hatte er die Rechnung ohne den
Wirt gemacht ! Er ging ein halbes Jahr vor mir und ich weiß noch heute wie sauer er war weil er nur Hafendienst ausüben durfte.
Laut seiner Aussage bekam er diese Information bei seiner Musterung und Einberufung nicht mitgeteilt ! Wie wurde das in den 60er Jahren
gehandhabt ?

Gruß Manne



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Re: Die Hochseefischereiflotte von Sassnitz bis Rostock

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Beitragvon Brotteröder » Samstag 19. August 2017, 19:54

He Manne,

bei der Erfassung wurde eine Übernahme nach Soldat auf Zeit durch die Seeredeerei zugesagt.
Erste Lüge. Nach den drei Jahren Dienstzeit, wir waren ja in Parow zusammen - nur im Nebenzimmer - dann das große Erwachen mit drei Jahren Sperrfrist, da ja Geheimnisträger. Von da an war mein Glaube an irgendwelche Versprechen durch irgendwelche Institutionen dieses Landes mehr als erschüttert. Mal ganz davon abgesehen was während der Dienstzeit beim allmonatlichen Komplektetag so von sich gegeben wurde. Aber trotz der ganzen Schwindelei habe ich dem Staat weiterhin treu gedient - was blieb sonst übrig ?

Bis dahin ... :ahoi:
Grüße Peter v. d. 2. RTK - RTA 16,i maginato magis valet quam scientia, nam haec est finita ( Phantasie ist wichtiger als Wissen,
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Re: Die Hochseefischereiflotte von Sassnitz bis Rostock

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Beitragvon bitti » Sonntag 20. August 2017, 20:33

Ja, dass mit den Sperrzeiten war eine böse Falle. Die standen in der DV 010/009, aber die hat man ja auch erst zu lesen bekommen wenn man schon bestätigt war. Und UaZ/Saz hatten mit einer Bestätigung schon mal mit 2 Jahre weg. Je nach Einschätzung durch die Vorgesetzten konnte die Sperrzeit bei VVS dann schon mal bis zu 5 Jahren und bei GVS bis zu 8 Jahren betragen (Stand 1989).



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Re: Die Hochseefischereiflotte von Sassnitz bis Rostock

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Beitragvon Thommy206 » Montag 21. August 2017, 10:46

Brotteröder hat geschrieben:[...]
bei der Erfassung wurde eine Übernahme nach Soldat auf Zeit durch die Seeredeerei zugesagt.
Erste Lüge.
[...]

Naja, ich würde mal behaupten, die Seeredeerei hat nicht unbedingt gelogen. Die konnten/durften wahrscheinlich nicht wissen, welche Dienststellung/Verwendungszweck Du in der VM ausüben wirst.
Denen ist sicher kein Vorwurf zu machen. Alles andere beschrieb @Bitti schon sehr treffend.
mit kameradschaftlichem Gruß
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Re: Die Hochseefischereiflotte von Sassnitz bis Rostock

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Beitragvon Brotteröder » Montag 21. August 2017, 14:27

Hallo Thommy 206,

völlig richtig.

Bis dahin ... :ahoi:
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Re: Die Hochseefischereiflotte von Sassnitz bis Rostock

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Beitragvon bitti » Montag 21. August 2017, 15:35

Als erstes möchte ich vorschlagen, die Sperrzeitendiskussion in ein eignes Thema auszulagern. Eigentlich sind wir ja hier in der Bücherlast...

Zu Thommys Meinung bezüglich des Nichtwissens geh ich teilweise in Widerspruch.

Sicher kannten Hochseefischerei und Handelsflotte die genauen Regelungen der NVA bezüglich der Sperrzeiten nicht. Aber trotzdem haben sie in meinen Augen zu Unrecht den Ahnungslosen gespielt. Denn die genannten Fälle sind bestimmt nicht die einzigen. Ich meine das man schon von der Möglichkeit der Sperrzeit wusste, wenn junge Männer von der NVA und insbesondere der VM kamen. Wen es trifft, konnten sie nicht wissen. Aber über die Möglichkeit einer eventuellen Sperrzeit haben sie offensichtlich auch nicht gesprochen. Der Hafendienst musste ja auch abgesichert werden... ;-)



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Re: Sperrzeiten nach der Dienstzeit

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Beitragvon ManneTS » Montag 21. August 2017, 18:51

... natürlich war es richtig diese Diskussion in ein neues Thema zu verschieben, danke dafür .
Diese Art und Weise wie es mit den Sperrzeiten gehandhabt wurde , war natürlich und das hat sich in den Beiträgen ja
dargestellt, blanke Willkür und in meinen Augen auch Verrat an denen die sich schon für ein längeren Dienst " an der Waffe "
verpflichtet hatten ! Es hat auch mein Leben bzw. Werdegang total verändert. Damals wollte ich zusammen mit meiner ,zu dieser Zeit dann schon
Frau , zur Handelsmarine und das Ergebnis könnt ihr euch schon ausrechnen und das natürlich ohne einer triftigen Begründung !
Man,man hatte ich eine Wut im Bauch, aber gut, wir sind auch so gut durchs Leben gekommen und ein Stück von der Welt haben wir auch schon
gesehen .
Eigentlich wollte ich noch von @Kennedy wissen ,wie dieses Thema in den 60er Jahren gehandhabt wurde, auch schon so rigoros ?

Gruß Manne !



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Re: Sperrzeiten nach der Dienstzeit

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Beitragvon rolfstralsund » Montag 21. August 2017, 23:08

Hallo @ManneTS,

direkt wurde ich von dir ja nicht angesprochen. Da ich aber im Frühjahr 1968 entlassen wurde, kann ich dir auch vom „ Dank unserer Republik “ als Soldat auf Zeit nach ordentlicher Ableistung meiner freiwilligen Dienstzeit berichten. Als Obermaat und Bootsmann eines 183er TS-Bootes hatte ich nach guter Dienstdurchführung und einer guten Beurteilung durch die TS-Abteilung eine Zusicherung des Kaderleiters des Lotsen-Bugsier-Bergungsdienstes, die Stelle als Steuermann auf einem Schlepper gleich nach der Entlassung aus der Marine anzutreten. Da ich in meiner Ausbildung die terrestrische Navigation erlernte, war eine Weiterbildung in Sachen Patent angedacht und die Anträge zur Erteilung des Seefahrtsbuches rechtzeitig eingereicht. Nach meiner Entlassung kam dann die erste große Enttäuschung.
Wir hatten im Januar 1967 geheiratet und im Stralsunder Wohnungsamt einen von der Marine unterstützten Wohnungsantrag für Soldaten auf Zeit eingereicht. Nach der Entlassung standen wir mit zwei Kleinkindern ohne Wohnung da, weil im Stralsunder Wohnungsamt kein Antrag zu "finden" war. Auch der Mitarbeiter, mit dem wir zwei Jahre lang über eine Wohnungsbereitstellung für Soldaten auf Zeit gesprochen hatten, konnte sich auf „keinen Antrag erinnern“. Auch mit der Unterstützung des Wehrkreiskommandos Stralsund konnte keine Lösung gefunden werden und wir zogen aus Not in eine baupolizeilich gesperrte Kellerwohnung im Hause meines Schwiegervaters ein.
Ein Zimmer im 2. Stock stand schon längere Zeit leer und das Wohnungsamt hatte auf mehrere Anfragen meines Schwiegervaters nicht geantwortet, der ja auch die Miete dieses Zimmers für die Erhaltung des Hauses benötigte. Ohne Genehmigung zogen wir in dieses Zimmer ein. In dieser Wohnung lebten aber schon zwei Familien. Im Keller wohnten wir, dann ausziehen, waschen, in den zweiten Stock zum Schlafen gehen. Das mit zwei Kleinkindern, ohne Toiletten- und Küchenbenutzung. Als später nach einem Brand in der Stadt das Zimmer benötigt wurde, ging der Krawall mit schweren Drohungen gegen mich los. Nach einem Gespräch beim Stralsunder Oberbürgermeister und dem Bekanntwerden der Verfehlungen beim Wohnungsamt, musste ich am nächsten Tag dorthin. Für die Strafe hatte ich mir etwas Geld eingesteckt, bekam aber wortlos einen Einweisungsschein für dieses Zimmer.
Dann kam der zweite Schlag, der mich fast entwurzelte und alles gute Gedankengut über unsere Republik kam in Schräglage. Mein beantragtes Seefahrtsbuch kam nicht. Es war inzwischen Ende Juni und die Stelle in Warnemünde war weg. Bei der SED-Bezirksleitung in Rostock wurde ich zwar vom persönlichen Mitarbeiter von Harry Tisch zum Gespräch empfangen und nach Einsichtnahme in meine Papiere und Belobigungen versprach er, sich für mich ein zu setzen. Es geschah trotz Unterstützung des Lotsen- B.- Bergungsdienstes nichts. Nun bat ich die SED-Kreisleitung in Stralsund um Unterstützung bei der Ausstellung des Seefahrtsbuches, denn das Geld wurde auch knapp und ich erhielt nach einigen Tagen die vage Mitteilung, dass ich auch in den nächsten Jahren kein Seefahrtsbuch bekommen würde. Dieses erhielten, wie oben schon angekündigt Obermaate, einer ist als Bootsmann gefahren und hatte sogar mehrere Bestrafungen. Er stiegt auf und fuhr bei der Seereederei Linien nach Ostafrika, der zweite war Kraftfahrer in der Abteilung und Koch. Er stieg sofort nach seiner Entlassung auf die „Fiete Schulz“ auf und ging auf seiner ersten Fahrt leider mit dem Schiff unter. Nach der, für mich nicht mal erlaubten Schlepperarbeit im Rostocker Hafen, ging ich wieder in meinem erlernten Beruf des Sattlers und Polsterers und hatte schöne Erfolge im Sport.
Später habe ich mich dann gesellschaftlich doch wieder beteiligt und wurde mit dem vorbildlichen Nachbarschaftshilfeset (Münzenset), der Ehrennadel der nationalen Front in Silber und Gold und wurde vom Nationalrat der Nationalen Front als Aktivist ausgezeichnet. Drei Tage vor dem „Zusammenbruch“ wurde ich mit der Medaille 40 Jahre DDR geehrt.
Heute würden das viele nicht mehr erwähnen und obwohl ich nicht in die SED eingetreten bin, habe ich das als Querschnittgelähmter erreichen können und bin stolz darauf.
Immer wieder Aufstehen, das ist meine Devise und hilft auch in der jetzigen Zeit.
Mit vielen Grüßen euer
@rolfstralsund.
Zuletzt geändert von rolfstralsund am Donnerstag 24. August 2017, 17:01, insgesamt 1-mal geändert.



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Re: Die Hochseefischereiflotte von Sassnitz bis Rostock

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Beitragvon Kennedy » Dienstag 22. August 2017, 23:40

ManneTS hat geschrieben:Moin, moin @Kennedy

zu diesem Thema Hochseefischerei brennt mir eine Frage unter den Nägeln, da Du ja auch Steuermannsgast warst
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Gruß Manne

Guten Abend Manne,

bei uns war das anders. 1. Das FIKO Rostock hatte da natürlich Ihre Fahrensleute wieder an Bord gelassen. 2. EK'S waren bereits Schiffe vorgeschlagen worden.
Auch Werber der DSR erschienen bei uns auf der Bildfläche. In irgendeinem Saal war das. Da mag sich später manches geändert haben.

Grüße

Kennedy



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Re: Sperrzeiten nach der Dienstzeit

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Beitragvon ManneTS » Donnerstag 24. August 2017, 12:08

... vielen Dank für die Antworten @kennedy und @rolfstralsund !
Mein Gott, wie sich doch manches wiederholt rolf, auch ich wurde mit einer Wohnung ganz schön verschaukelt, durch Freunde damals
erfuhr ich, das man mit Hilfe des Wehrkreiskomandos noch während des aktiven Dienstes Hilfe bei der Wohnungssuche nach der Versetzung
in die Reserve erhalten kann. Kontakt aufgenommen und siehe da diese Möglichkeit gab es wirklich! Groß war bei mir natürlich die Freude
nach Beendigung der Dienstzeit mein erstes eigenes Quartier in meiner Heimatstadt Potsdam zu bekommen. Zweimal nachgefragt und
jedes mal die gleiche Antwort, sofort nach der Entlassung mich dort zu melden, was ich natürlich auch tat, logisch !
Bis heute kann ich nur erahnen was man von mir vor Ort hören wollte, da das nicht kam , war es auch mit der Freundlichkeit vorbei
und erst Recht mit der Hilfe bei der Wohnungssuche. Zu meinen Eltern ( wir waren 7 Geschwister ) , wollte ich natürlich nicht mehr zurück,
zumal nach drei Jahren Abwesenheit dort nicht mal ein letztes Taschentuch an mich erinnerte. Schön das dann meine zukünftigen
Schwiegereltern uns zwei Zimmer ( Bad und Küche gemeinsam ) anboten, was natürlich eine Riesen Freude war und ein Anfang !
Ja, so habe ich mein Thüringen lieben gelernt und es lässt mich bis heute nicht los, auch wenn ich in der Zwischenzeit wieder ein Brandenburger
geworden bin, aber das ist eine andere Geschichte !

Gruß Manne !



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