Wohnschiff - Projekt 62.4 / H-67, H-97, H-71 ... N 61

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Re: Fäkalienentsorgung

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Beitragvon Tarzan1510 » Samstag 27. Februar 2010, 16:26

:hello: Fred!!!

Nein die 162-er hatten eine Abwasserbehandlungsanlage (SABA). Die war mein Job als Pumpengast.
Als die Anlage mal ausfiel wurde uns eine Schute an die Seite gelegt und wurde von uns befüllt .
Es durfte nicht mehr aussenbords gepumpt werden!



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Re: Wohnschiff - Projekt 62.4 H97/H67/H71/H91/N61 FOR-TRA V

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Beitragvon Torpedomechaniker » Samstag 27. Februar 2010, 22:14

Hallo Tarzan,
danke für die Antwort auf meine Frage zur
Entsorgung der 162iger.
Nun fehlt bloß noch die Antwort zu den 62igern.
Ich hoffe,daß Eddy da was genaues zu sagen kann.
Herzliche Grüße Fred von der H97



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Re: Wohnschiff - Projekt 62.4 H97/H67/H71/H91/N61 FOR-TRA V

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Beitragvon Helfried » Samstag 27. Februar 2010, 23:50


  1. Hallo Fred,
    Antwort auf Deine Frage zum Lenzen der Fäkalien- und Kombüsenzellen. Zum Lenzen wurde gegen Abend der Schwimmende Stützpunkt see- und gefechtsklar gemacht. Nach dem Auslaufen bis hinter Tonne Anton 1 im offenen Seegebiet wurde geankert und über Nacht die Zellen gelenzt, soweit ich mich noch erinnern kann.
    :ahoi: Helfried


  2. von Helfried » Sonntag 28. Februar 2010, 10:19

    :ahoi: Fred,

    :sorry: muss mich korrigieren, die Kombüsenzellen konnten nicht so lange warten bis einmal oder zweimal zum Lenzen gefahren wurde. Die Kombüsenzellen befanden sich im Doppelboden unter der Kombüse und waren immer sehr schnell voll, da unsere Smutje viel mit Wasser gepanscht haben. Die Zellen wurden bei Dunkelheit im Hafen gelenzt.

    Gruß Helfried

[2 aufeinander folgende Beiträge zusammengeführt(Mariner-cb)]
Zuletzt geändert von Helfried am Sonntag 28. Februar 2010, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wohnschiff - Projekt 62.4 H97/H67/H71/H91/N61 FOR-TRA V

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Beitragvon Torpedomechaniker » Sonntag 28. Februar 2010, 13:27

Moin Helfried,
da kann man mal sehen,daß doch mit der Zeit einige Dinge
in Vergessenheit geraten.Mir fällt jetzt wieder ein,daß die Kombüsenzellen
während des lentzens mit Spachtel und Drahtbürste von
anhaftenden Schmutz gereinigt wurden.Dies war wohl so die
unangenehmste Arbeit die es je gab.Wenn ich mich recht erinnere,
war es in den Kombüsenzellen wahnsinnig warm und es herrschte
da drinnen ein widerlicher Gestank.
Herzliche Grüße Fred von der H97



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Re: Wohnschiff - Projekt 62.4 H97/H67/H71/H91/N61 FOR-TRA V

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Beitragvon Helfried » Montag 1. März 2010, 23:14

Moin, Moin Fred,

so wie Du es im letzten Beitrag beschrieben hast, habe ich es nicht mit erlebt. Die H-94 war ja zur Generalüberholung von Okt. 1974 bis ca. Okt.1975 in der Peenewerft. Dieses "Großreinemachen" der Kombüsenzellen könnte aber bei dem Lenz-Törn mit enthalten gewesen sein. Vielleicht kann sich ein anderer Wohnschiffer besser daran erinnern.

Grüße von Helfried
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Re: Wohnschiff - Projekt 62.4 H97/H67/H71/H91/N61 FOR-TRA V

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Beitragvon Harald » Samstag 5. März 2011, 12:30

Helfried hat geschrieben:so wie Du es im letzten Beitrag beschrieben hast, habe ich es nicht mit erlebt. Die H-94 war ja zur Generalüberholung von Okt. 1974 bis ca. Okt.1975 in der Peenewerft. Dieses "Großreinemachen" der Kombüsenzellen könnte aber bei dem Lenz-Törn mit enthalten gewesen sein. Vielleicht kann sich ein anderer Wohnschiffer besser daran erinnern.

Hallo Helfried!
Hallo Fred!

Das Wohnschiff For Tra V (ehem. H-97) wurde bis 1996 als Wohnschiff für Flüchtlinge von der Stadt Mainz angemietet. Eigner war die: For-Tra Meyer GmbH Foreign & Transports, Zum Walkmüller 10-12, 47269 Duisburg.
Das ist die Antwort aus der schriftlichen Anfrage an den OB der Stadt Mainz.

Nach schriftlicher Antwort des Amtsgerichtes ist dieses Schiff immer noch in dem amtlichen Register eingetragen. Der Eigner ist noch immer der selbe, allerdings unter einer anderen Adresse.

Diese Adresse, wie auch eine weitere führen leider nicht zum Kontakt mit dem Eigner.

In meinem Beitrag "Volksmarine in der russischen Sprache" (erster Beitrag) findet sich in einem Link die H-97. Dort erscheint der Name Heuvelman.

Bei Heuvelman kann es sich um einen niederländischen Stahlhändler handeln. Eine schriftliche Anfrage habe ich gestellt.

Über weitere Ergebnisse werde ich Euch informieren.

Gruss Harald :steuermann:



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Re: 62.4 H-97, H-67, H-71, H-91, N-61

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Beitragvon Torpedomechaniker » Sonntag 6. März 2011, 18:25

Moin Harald,
was du da bisher recherchiert hast,ist ja sehr interessant.
Ich kann mir vorstellen,daß es sehr schwierig ist nach sovielen
Jahren noch etwas über den wahren Verbleib von Schiffen und Booten
unserer VM herauszubekommen.Ich hoffe das deine Bemühungen
letztendlich den gewünschten Erfolg bringen,um wieder eine Lücke
zu schließen. :genau:



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Re: 62.4 H-97, H-67, H-71, H-91, N-61

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Beitragvon Mariner-CB » Montag 7. März 2011, 02:09

Hallo Kameraden, :hello:
wenn das Wohnschiff auf Toilette musste, ging es so zu wie Helfried geschrieben hat. Kombüsenzelle lenzen und danach mit Spachtel und Kehrschaufeln von anhafteten Rückständen befreien war immer mit dabei. Da es eine sehr ekelige Angelegenheit war, wurde diese Aufgabe von Freiwilligen erledigt, zumindestens kenne ich es so aus meiner Zeit auf H-96/94 und auf H-93. Die Jungs, die diese Arbeit erledigt haben, bekamen dann immer 1-2 Tage Sonderurlaub. Während der Zeit des Reinigens der Kombüsenzelle stank es auf dem ganzen Dampfer fürchterlich, aber man(n) konnte ja dagegen etwas tun und die Kehle scharf spülen und dabei das Näschen übers Glas halten. Da erwies sich die Anwesenheit der Schlepper als sehr praktisch, denn die hatte ja Getränke an Bord die beim Vergessen halfen. :prost:
Außerdem wurden damals auch Sachen, die an Bord überflüssig waren, über Bord geworfen. Waren es Gegenstände die schwammen, wurde eben etwas als Gewicht angebändselt zb.alte Handräder oder andere schwere Teile.
Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, daß die Kombüsenzelle im Hafen gelenzt wurde, denn das hätte sicherlich großen Ärger gegeben.
Gruß Georg :ahoi:
" Was soll die Furcht - es ist das Meer, das vor uns erzittert."
Vasco da Gama
11/69 - 10/70 Parow; 1.LG, Lehrgr. U-217
10/70 - 10/72 6.Flott.; 6./3.TSA, H-96/94,Torp.Mech.Mstr.
11/72 - 03/73 Dänholm; Saniuffz.Lehrg / MKF Lehrg.
04/73 - 11/75 6.Flott.; Flott.Laz., Saniuffz./ 3.RTSB, Brigadesani auf H-93

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Re: 62.4 H-97, H-67, H-71, H-91, N-61

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Beitragvon Torpedomechaniker » Montag 7. März 2011, 13:24

Moin Georg,
du hast vollkommen recht,wie du es beschrieben hast.
Bei uns an Bord war das gar nicht so einfach daran zu kommen.
Es hingen ja immerhin 1-2 Tage Sonderurlaub daran.
In der Zelle selber konnte man aber auch schön mal eine
Runde kot....Das fiel da drinnen überhaupt nicht auf.
Wir haben die Zelle auch nie im Hafen geleert.
Wenn die Fäkalienzellen gelenzt wurden,kam immer
über alle Lautsprecher Pfeifen und Lunten aus und kurze Zeit
später verbreitete sich ein fürchterlicher Gestank.So,jetzt mache
ich aber Schluß mit dem Thema.



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Re: 62.4 H-97, H-67, H-71, H-91, N-61

[20 / 44]

Beitragvon Sachse » Montag 7. März 2011, 21:10

Hallo Wohnschiffer,
wir waren ja bis zur Übernahme von 733/734 Besatzungen ohne Boote und verbrachten unsere Zeit auf dem Wohnschiff. Ich dächte H-97, weiß es aber nicht mehr genau.
Beim lenzen der Fäkalienzellen blieben wir an Bord und wurden mit hinaus geschleppt.
Wohin weiß ich nicht mehr, aber es waren glaube zwei Tage. Vom Gestank haben wir nicht viel mitbekommen, denn wir hatten Polit-Unterricht in der Manschaftsmesse.
Allerdings zur Werftliegezeit 1974 in der Peene-Werft hatte ich die Ehre, die Treibstoffzellen mit zu reinigen. Einen großen Teil machten die „Bilgenweiber“ der Werft mit Säcken von Putzlappen und Putzwolle. Es war bestimmt eine Sau Arbeit.
Gruß Gert.



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