"a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

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"a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

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Beitragvon Hannes53 » Dienstag 12. Februar 2019, 13:39

Hallo Seeleute,
in der letzten Zeit taucht bei mir beim Lesen von Artikeln in maritimen Zeitschriften folgende nicht ganz so lebenswichtige Frage in Bezug des Tragens des Zusatzes „a.D.“ bei ehemaligen Admiralen und anderen Berufssoldaten der Volksmarine auf.
Meines Wissens ist der Sachverhalt so, daß dieser Zusatz nur von Berufs- und Zeitsoldaten getragen werden darf, die in der Bundeswehr bzw. Bundesmarine gedient haben.

Für Berufs- und Zeitsoldaten der NVA trifft dies nun nicht zu. Sie waren laut Einigungsvertrag und den dazu erlassenen Bestimmungen Soldaten, die in fremden Streitkräften bzw. wohl ab 2005 als nicht in der Bundeswehr gedient klassifiziert worden und dürfen daher den Zusatz a.D. nicht rechtmäßig tragen.
Das gilt für allen Berufs- und Zeitsoldaten, die die NVA vor dem 3.10.1990 verlassen haben.
Was ist eigentlich mit denen, die ab 3.10.1990, wenn auch nur bedingt bis Ende 1990 bzw. 1991 weiterdienten und Soldaten im besonderen Dienstverhältnis waren?

Tragen bzw. trugen also unser letzter Chef VM Vizeadmiral Born und auch unser Letzter Chef der NVA Admiral Hofmann das „a.D.“ rechtens oder galt für die obere Ränge/ Dienststellungen eine gesonderte Regelung bzw. wird es nur geduldet?

Wie gesagt eigentlich keine lebenswichtige Frage, aber vielleicht können unsere Experten da weiterhelfen?
Gruß aus dem kalten Süden
Hannes53



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Re: "a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

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Beitragvon Eddy » Dienstag 12. Februar 2019, 20:22

Hannes53 hat geschrieben:....
Für Berufs- und Zeitsoldaten der NVA trifft dies nun nicht zu. Sie waren laut Einigungsvertrag und den dazu erlassenen Bestimmungen Soldaten, die in fremden Streitkräften bzw. wohl ab 2005 als nicht in der Bundeswehr gedient klassifiziert worden und dürfen daher den Zusatz a.D. nicht rechtmäßig tragen.
Das gilt für allen Berufs- und Zeitsoldaten, die die NVA vor dem 3.10.1990 verlassen haben.
.....
Tragen bzw. trugen also unser letzter Chef VM Vizeadmiral Born und auch unser Letzter Chef der NVA Admiral Hofmann das „a.D.“ rechtens oder galt für die obere Ränge/ Dienststellungen eine gesonderte Regelung bzw. wird es nur geduldet?

Hannes,
das ist das was die Politik für uns festgelegt hat, da spielt die Dienststellung nach oben keine Rolle. Ich habe im Gespräch mit Kapitän zur See a.D. Eichhoff, meine ehemaligen BCH bei KTS mal gesagt, dass ich Fregattenkapitän war. Da hat er mir geantwortet: "Du warst nicht Fregattenkapitän, du bist Fregattenkapitän, diesen Dienstgrad kann dir keiner wegnehmen." Und damit hat er Recht, für diesen Dienstgrad habe ich schließlich 21 Jahre gedient und eine Menge Entbehrungen auf mich und meine Familie nehmen müssen. Also, können mich die Politiker mit ihren Vorstellungen mal. Es gibt wohl auch nur einzelne ehemalige Bundeswehr- und Bundesmarineangehörige, die und dieses !a.D." nicht zugestehen. Die Masse duldet es und ich erhalte für das Museum immer Post mit der Anrede "Fregattenkapitän a.D.". ES ist nicht verboten bzw. strafbar. Ehemalige Wehrmachtsangehörige tragen auch das a.D.

Hannes53 hat geschrieben:Was ist eigentlich mit denen, die ab 3.10.1990, wenn auch nur bedingt bis Ende 1990 bzw. 1991 weiter dienten und Soldaten im besonderen Dienstverhältnis waren?

Nun hier dürfte es wohl bei Zeit- und Berufssoldaten keine Probleme geben und das "a.D." gerechtfertigt sein.

Hannes53 hat geschrieben:Wie gesagt eigentlich keine lebenswichtige Frage, aber vielleicht können unsere Experten da weiterhelfen? ....

Nee lebenswichtig nicht aber ungerecht und von Leuten festgelegt, die die Geschichte zu ihren Gunsten drehen wollen. Wer nicht auf seine Leistungen stolz ist oder wer mit der Volksmarinezeit "abgeschlossen" hat und nichts mehr davon hören will, der kann gerne darauf verzichten. Ich werde nicht darauf verzichten. Meinen Stolz auf mein Leben nimmt mir kein Politiker, der noch in der "Windelphase" war als ich schon mit der Nase im Dreck lag und schon gleich keiner, der sich in der ehemaligen, ach so schlechte DDR, hochgelogen hat und der Bundesregierung buckelt.
:salut: Eddy Fregattenkapitän a.D.
"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Berndt Borrmann, Fregattenkapitän a.D.
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Re: "a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

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Beitragvon Kennedy » Dienstag 12. Februar 2019, 20:50

Unabhänig von der mir nicht in allen Stücken bekannten Rechtslage halte ich es für eine Selbstverständlichkeit, dass der Dienstgrad mit dem Zusatz "a.D." geführt wird. "Dienst in fremden Streitkräften" ist ohnehin nicht nur Quatsch, sondern eine ehrenrührige Unverschämtheit. Die NVA war keine Fremdenlegion.
Dazu dieses: Unser Admiral Theo, der übrigens in meinem Zuständigkeitsbereich 3 Vorträge gehalten hat (auch im Pfarrhaus übernachtet) sagte mir, dass Konteradmiral a.D. Friedrich Elchlepp seinerzeit angefragt hätte, wie das mit der Führung des Dienstgrades wäre. Man antwortete ihm, so unser AdmiraL, dass er den Dienstgrad "Oberleutnant z.See a.D." führen dürfe, aber nicht den letzten Rang, der er in der Volksmarine begleitet hat. Das verschlägt einem doch glatt die Sprache: Hitlers Kriegsmarine JA, Volksmarine NEIN.

Schönen Abend

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Re: "a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

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Beitragvon Silvio » Mittwoch 13. Februar 2019, 10:10

In vielen Medien wird Hendrik Born und auch Theo Hoffmann mit dem Titel a.D. geführt
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Re: "a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

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Beitragvon Silvio » Mittwoch 13. Februar 2019, 10:18

Dienstgrade der Soldaten der ehemaligen Nationalen Volksarmee

Im Bericht des Bundesministeriums der Verteidigung vom 9. Februar
1993 an den Unterausschuss „Streitkräftefragen in den neuen Bundesländern" heißt es u. a.:

„Soldaten der ehemaligen Nationalen Volksarmee, die vor dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 aus der NVA ausgeschieden sind und nicht als Soldaten in der Bundeswehr gedient haben, sind keine Reservisten der Bundeswehr. Sie gelten als Gediente in fremden Streitkräften. Einen Dienstgrad der Bundeswehr
besitzen sie nicht. Der in der ehemaligen NVA erworbene Dienstgrad darf nicht mit dem Zusatz ,der Reserve' oder ,außer Dienst' geführt werden. "

1. Wie begründet der Bundesminister der Verteidigung, daß die Nationale Volksarmee der durch Staatsvertrag der Bundesrepublik Deutschland beigetretenen Deutschen Demokratischen Republik keine deutsche, sondern eine „fremde Streitkraft" war?
Welches Kriterium gilt für die Kennzeichnung „fremd"?

Die Bezeichnung „Wehrdienst in fremden Streitkräften" ist ein Begriff des Wehrpflichtrechts. Es handelt sich um die amtliche Überschrift des § 8 des Wehrpflichtgesetzes. Dort wird als Wehrdienst in fremden Streitkräften der Militärdienst eines Deutschen angesprochen, den dieser außerhalb der eigenen Streitkräfte der
Bundesrepublik Deutschland (Bundeswehr) geleistet hat. Wenn der Wehrdienst in der ehemaligen NVA als in fremden Streitkräften abgeleistet bezeichnet wird, handelt es sich somit um die wehrpflichtrechtliche Einordnung dieses Dienstes. Sie bringt,ohne daß damit eine Diskriminierung verbunden ist, lediglich zum Ausdruck, daß die Dienstleistung nicht in der Bundeswehr erfolgte. Nach § 8 Abs. 2 des Wehrpflichtgesetzes kann Wehrdienst in fremden Streitkräften auf den in der Bundeswehr zu leistenden Wehrdienst angerechnet werden, um Härten zu vermeiden, die
ansonsten in einer doppelten Heranziehung zum Wehrdienst liegen könnten. Ebenso wie ggf. der Militärdienst, den ein Deutscher mit einer weiteren Staatsbürgerschaft in Streitkräften eines anderen Landes geleistet hat, wird auch der in der ehemaligen NVA geleistete Wehrdienst nach dieser Vorschrift auf den Grundwehrdienst angerechnet.

2. Mit welcher Begründung verweigert der Bundesminister der Verteidigung bzw. die Bundesregierung den ehemaligen Angehörigen der Nationalen Volksarmee das bisher auch in der Bundesrepublik Deutschland akzeptierte und angewandte internationale Gewohnheitsrecht, wonach gediente Soldaten ihren Dienstgrad mit dem
Zusatz „außer Dienst" tragen können, und dies ohne Beachtung dessen, ob diese Armee noch besteht oder nicht?

3. Wie erklärt der Bundesminister der Verteidigung, daß die ehemaligen Angehörigen
früherer deutscher Armeen — z. B. der Reichswehr oder der Wehrmacht — auch wenn sie nie Angehörige der Bundeswehr waren, zu keiner Zeit als „Gediente in fremden Streitkräften" galten und es ihnen nie untersagt war, ihren letzten Dienstgrad mit dem Zusatz „außer Dienst" zu führen?

Die Befugnis für Soldaten der NVA, die Bezeichnung des dort zuletzt erreichten Dienstgrades nach dem Ausscheiden aus dem Wehrdienstverhältnis mit den Zusätzen „a. D."oder „d. R."weiter führen zu dürfen, war eine gesetzliche Folge der Reservistenordnung der DDR. Nach dem Einigungsvertrag ist diese Reservistenordnung kein fortgeltendes Recht. Die früher aus ihr abzuleitenden Befugnisse sind erloschen. Für die Weiterführung von Dienstgradbezeichnungen der ehemaligen NVA gibt es keine Rechtsgrundlage. Es liegt folglich nicht in der Hand des Bundesministeriums der Verteidigung, die Weiterführung von Dienstgradbezeichnungen der ehemaligen NVA zu gestatten.
Für Angehörige der Reichswehr oder der Wehrmacht hat sich die
Frage einer Anrechnung von Wehrdienst gemäß § 8 des Wehrpflichtgesetzes nie gestellt, da diese Streitkräfte nicht zeitgleich neben der Bundeswehr bestanden haben. Das Berufssoldaten der Wehrmacht ihre letzte Dienstgradbezeichnung mit dem Zusatz „a.D."weiterführen dürfen, ist in § 53 Abs. 5 des Gesetzes zur
Regelung der Rechtsverhältnisse der unter Artikel 131 des Grundgesetzes fallenden Personen geregelt.
Die entsprechende Bestimmung für Soldaten der Bundeswehr enthält § 44 Abs. 7 des Soldatengesetzes.
Ein in der Bundesrepublik Deutschland akzeptiertes und angewandtes internationales Gewohnheitsrecht, das eine
Dienstgradführung ohne eine ausdrückliche Rechtsgrundlage erlaubt, läßt sich damit nicht feststellen.

4. Welche politischen, juristischen und versorgungsrechtlichen Konsequenzen gedenkt der Bundesminister der Verteidigung bzw. die Bundesregierung aus der Einstufung der ehemaligen Angehörigen der Nationalen Volksarmee als „Gediente in fremden Streitkräften" abzuleiten bzw. werden durch diese Kennzeichnung ermöglicht?

Aus der wehrpflichtrechtlichen Einordnung des in der ehemaligen NVA abgeleisteten Wehrdienstes allein können keine politischen, anderen juristischen oder versorgungsrechtlichen Konsequenzen abgeleitet oder ermöglicht werden.
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Re: "a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

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Beitragvon SeeStern » Mittwoch 13. Februar 2019, 12:23

Hallo Kameraden,
danke das dieses Problem mal angesprochen und so sachlich erläutert und beschrieben worden ist.
Ich stimme den Beiträgen von Eddy und Kennedy zu und bin doch recht nachdenklich geworden,
als ich die sachliche Kommentierung von Silvio verinnerlicht habe.
Wie verhält es sich eigentlich mit dem einst geleisteten "Fahneneid"?
Hannes :sachsen:



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Re: "a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

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Beitragvon Hannes53 » Mittwoch 13. Februar 2019, 14:36

Eddy hat geschrieben:Nee lebenswichtig nicht aber ungerecht und von Leuten festgelegt, die die Geschichte zu ihren Gunsten drehen wollen. Wer nicht auf seine Leistungen stolz ist oder wer mit der Volksmarinezeit "abgeschlossen" hat und nichts mehr davon hören will, der kann gerne darauf verzichten. Ich werde nicht darauf verzichten. Meinen Stolz auf mein Leben nimmt mir kein Politiker, der noch in der "Windelphase" war als ich schon mit der Nase im Dreck lag und schon gleich keiner, der sich in der ehemaligen, ach so schlechte DDR, hochgelogen hat und der Bundesregierung buckelt.


Möchte den Worten Eddies sowie der Einschätzung von Kennedy voll zustimmen. "Rechtsfrage" ist in meinen Augen auch weiterhin unzufriedend gelöst. Von meinen hiesigen Bekannten, die selbst in der Buma und sogar noch in der Kriegsmarine gedient haben, wird der Dienstgrad anerkannt. Aber nur geduldet ist trotzdem diskriminierend.
Bin gespannt, ob es wirklich einmal zu einer echten Anerkennung kommen wird. Unser letzter Chef VM Born hat diese Hoffnung ja auch noch.
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Re: "a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

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Beitragvon TSB-Fan » Mittwoch 13. Februar 2019, 15:38

Hallo Freunde,

mir ist es egal ob die BRD meinen Dienstgrad anerkennt oder nicht.
Ich bin und bleibe Korv.kpt. a.D., meinetwegen auch noch n.e. (nicht erwünscht) hinten dran!

Viele Grüße
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Re: "a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

[9 / 33]

Beitragvon fuß822 » Mittwoch 13. Februar 2019, 17:27

Hallo Jungs,
ich kann den Beiträgen nur beipflichten. :genau:

Gruß aus Sachsen- Anhalt
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Re: "a.D." oder nicht "a.D." - das ist die Frage!

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Beitragvon bitti » Mittwoch 13. Februar 2019, 18:00

SeeStern hat geschrieben:
Wie verhält es sich eigentlich mit dem einst geleisteten "Fahneneid"?
Hannes :sachsen:


Zu dem Thema wurde ja in diversen Militärforen auch schon diskutiert. Der Tagesbefehl vom 02.10.1990 hat unter anderem folgenden Satz zum Inhalt:

Hiermit entlasse ich, Sie als Angehörige oder Zivilbeschäftigte der Nationalen Volksarmee aus Ihren Verpflichtungen, die Sie gegenüber der Deutschen Demokratischen Republik zu erfüllen hatten.


Für mich ist die Entlassung aus den Verpflichtungen gegenüber der DDR durch den Minister für Abrüstung der DDR auch eine Entbindung vom Fahneneid.

Ich finde die ganze Diskussion dazu eher müßig, denn ein Eid gegenüber einem Staat der nicht mehr existiert ist zumindest für die heutige Zeit ein Muster ohne Wert. Ich persönlich weiß was viele andere und ich selbst damals geleistet haben und mache für mich an des Thema einen Haken.



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