Handelsmarine und Fischfangflotte

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Re: Handelsmarine und Fischfangflotte

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Beitragvon Helmut42 » Freitag 7. Februar 2020, 15:29

Dietrich ,

Mit Deinen Bericht zu den Verdiensten von Mitarbeitern der Fischfangflotte und zu Deinem Erleben von Familien aus diesem Arbeitskreis im Urlaub ,hast du denen die in diesem harten Job,bei jedem Wind und Wetter ihr Brot verdient haben einen richtigen Bärendienst erwiesen .Wenn Du bei der Fahne erlebt hast ,wie sich welche aus Geldscheinen Zigaretten gedreht haben, muß man doch die Frage stellen ,wie ihr regiert habt und ob bei denen im Kopf alles klar war !
So etwas kann man nur im Suff tun .
Ich bin gespannt auf Antworten von ehemaligen Mitarbeitern der Fischfangflotte aus unserem Forum ,

Nebenbei ,auch ich habe studiert und konnte mir als Akademiker von meinem Moneten keine Zigaretten drehen , habe aber auch nie neidvoll auf jene gesehen ,die oft monatelang von der Heimat und der Familie getrennt waren und bei oft sagenhaften klimatischen Bedingungen Leistungen erbringen mußten .


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Re: Handelsmarine und Fischfangflotte

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Beitragvon Dietrich Lücke » Freitag 7. Februar 2020, 16:12

Helmut,

darum geht es doch gar nicht. Versuche mal meinen Text richtig zu lesen und zu interpretieren.

Dieter



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Re: Handelsmarine und Fischfangflotte

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Beitragvon Fritz Gast » Freitag 7. Februar 2020, 16:58

Hey Leute,
es ist nun mal so, dass es auch einige gab die überheblich und protzerisch und prahlerisch mit Ihrem Verdienst umgegangen sind. Es gab auch Fischer die mit 2 Taxis zu Hause vorfuhren, eins für sie und eins fürs Gepäck, aber das waren Ausnahmen.
Stellt Euch doch mal vor, teilweise 120 Tage auf See, jeden Tag, Sonnabend und Sonntag, Ostern, Himmelfahrt, Weihnachten, Silvester 12 Stunden Schicht. Das hast Du 2- 3 Reisen gemacht, dann frei, manchmal 2 Reisen ausgesetzt, also ein halbes Jahr zu Hause, ohne Verdienst, denn die freien Tage wurden ja mit dem Lohn abgegolten. Also mein Geld lag auf der Sparkasse und nach einer langen Freizeit schmolz auch das Konto, ohne das ich 100 Mark- Scheine rauchte. Und mit dem Alkohol lag immer im Toleranzbereich. Man trank ja nicht allein nur auf Kammer, War eine Party angesagt, war die Kammer mit 8- 10 Leuten überfüllt. Und es wurde auch nicht bis zur Gesichtslähmung getrunken. 12 Stunden Freiwache, da ging Duschen, Essen, Versammlungen etc. ab, und paar Stunden Schlaf mussten auch sein. Und taumelnd an Deck hatte keiner was zu Suchen, es sei denn es war schwere See.
Der Verantwortung war sich jeder bewusst, schließlich musste man sich auch bei der Fischerei auf seinen Nebenmann verlassen.
Seid gegrüßt.



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Re: Handelsmarine und Fischfangflotte

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Beitragvon Zahlmeister » Freitag 7. Februar 2020, 17:39

Auch ich sehe das so, Dienst war Dienst und Schnaps war Schnaps ! Wir konnten auch nicht angesoffen Brückenwache gehen oder an Deck arbeiten. Man musste schon wissen, wann der letzte Kronkorken knallen konnte. :schlafen:



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Re: Handelsmarine und Fischfangflotte

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Beitragvon Fritz Gast » Freitag 7. Februar 2020, 18:24

Eben, und wenn bei uns Aussetzen oder Hieven war, bewegten sich auf dem Arbeitsdeck Tonnen von Material mit unwahrscheinlicher Geschwindigkeit und geballter Kraft. Bei Seegang umso schwerer. Die Verbindung zum Windenfahrstand, ca. 40 m nur über Handzeichen. Da musste alles passen. Das Netz 180 Meter lang, der Steert bis 60 Tonnen Fassungvermögen, ein Grundgewicht 250 kg, davon 2-4, je nach Fangtiefe, rauschten in Sekunden in die Heckslip. die Jagerleinen sprangen manchmal 1,5 m über Deck.
Es gab, Gott sei Dank, bei uns nie einen schlimmen Unfall oder gar lebensbedrohliche Situationen.



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Re: Handelsmarine und Fischfangflotte

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Beitragvon Fritz Gast » Freitag 7. Februar 2020, 20:24

Aber jetzt wieder was, das zu jeder Äquatorüberquerung als Äquatorüberquerungszeremonie dazu gehört, die Äquatortaufe.
Neptun, der Herrscher über Ozeane, Meere, Seen, Flüsse, Bäche und Rinnsale hat festgelegt, das jeder Seemann, so er die südliche Erdhalbkugel mit einem Schiff befährt, vom Dreck und Schmutz der Nördlichen zu reinigen ist um so Einlass zu erhalten. Unser nächstes Einsatzgebiet war vor der Küste Namibias, südlich des Äquators. Je südlicher wir dampften umso angespannter wurde die Stimmung. Ich war Täufling. Kaum noch Kammertreffen, Gruppen bildeten sich, komische Situation. Es wurde die Taufe vorbereitet. Alles im Geheimen aber für jeden spürbar.
Neptun musste besetzt werden, wer anders als der Käpt`n, Häscher, Arzt, Barbier, Astrologe, Henker und, und, und .....
Die Lukenbretter der Fischmehlluke wurden aufgebaut,und mit Persenning ausgelegt. An Deck wurde gehäkelt und gestrickt, obwohl die Netze schon vorher repariert wurden und einsatzklar waren. Keiner wusste genau wann, aber die Aktivitäten an Deck nahmen zu, eine gewisse Spannung war zu spüren. Ich Ruderwache, Käptn ( wir sprachen uns mit Dienststellung an ) wann ist es soweit. Dauert noch. Nach eienr halben Stunde Thyphon, 3x lang, aha, Äquator. Was dann geschah glich einem Überfall einer wilden Horde, auf ahnungslose, nichtswissende und wirklich unvorbereitete Täuflinge. Akribisch wurde jeder erfasst. Wir wurden mit aufgedrehten Tampenenden gepeitscht, teilweise gefesselt, getreten, und je mehr man sich wehrte, wehe dem. Eingesperrt in einer Last, 5 m2, ca. 8 Leute. Ein Delequent nach dem anderen musste die Tortur durchlaufen. Der letzte nach fast 3 Stunden.
Erst rein in den Dreck der nördlichen Halbkugel, Fischmehlluke, Persenning ? Da wurden seit Tagen die Kombüsenabfälle und noch einiges Unrat gesammelt. Mit Meerwasser aufgefüllt und bei 40°C schön gären lassen. Was soll ich sagen, es lebte. Da rein. Dann zum Arzt, unwürdig, dann zum Barbier unwürdig, der Henker verlangte eine Kiste Bier, damit er nicht tätig wird, der Astrologe verpasste einen neuen Südhalbkugelnamen, Neptun lehnte ab. Der Dreck der nördlichen Halbkugel missfiel ihm, es fing schon an zu krusten und roch nicht nach Chanel Nr.5.
Also durch den Netzschlauch, daher die Arbeiten an Deck, ziehmilch eng, ca. 10 m lang, Durchmesser, 1. Meter. Also rein und durch, aber denkste, von vorn mit vollem Druck Wasser marsch mit C- Strahlrohr. Die letzte Prüfung war geschafft, man konnte gereinigt vor Neptun treten, entrichtete seinen Obulus, 3 Flaschen Schnaps, durfte der Meerjungfrau die Füße küssen und war berechtigt alle Zeit in südliche Gewässer zu fahren.
Das ganze Spektakel dauerte so von 8-12 Uhr, danach Deck aufklaren, Reinschiff und abends Bordfest. Die entrichteten Obulen, oder Obulusse ? wurden verkonsumiert, der Chefkoch zauberte eine herrliche Tafel und die Krönung war das Spanferkel am Spieß.
Sowas vergisst man nicht, nie, niemals, zumal der Taufschein einen Ehrenplatz im Wohnzimmer hat.
Die blauen Flecken und Striemen waren nach einigen Tagen auch nicht mehr zu sehen. Sowas schweiß die ganze Besatzung zusammen. Da gibt es kein Ich und Du, kein Ihr und Wir, sondern nur UNS. Ein Kapitän und eine Besatzung.
Vor Namibia erwarteten uns dann auf der Fangreise ein Menge Überraschungen.
Und Tschüß bis Morgen.



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Re: Handelsmarine und Fischfangflotte

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Beitragvon Helmut42 » Samstag 8. Februar 2020, 11:19

Guten Tag Frank
Diese Zeremonie ist ja richtiger Stress . Das die Äquatortaufe in diesem Umfang ,als großes Bordfest ,durchgeführt
wurde kannte ich nicht .
In Deinen Bericht hast Du , wie in allen vorherigen Schilderungen , alles sehr genau erörtert.

Danke - große Klasse !!

Hast Du von Deinen Reisen Tagebuch geführt , weil Du jedes Detail von Deinen Erlebnissen sehr genau schilderst .
Ich als neugieriger Leser Deiner Berichte bin gespannt auf das was noch kommt .

Ein schönes Wochenende und Gruß

Helmut 42



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Re: Handelsmarine und Fischfangflotte

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Beitragvon Fritz Gast » Samstag 8. Februar 2020, 11:34

Guten Tag Helmut,
nein , Tagebuch hab ich nicht geführt. Hab mein Seefahrstbuch zur Hand genommen und die wichtigsten Stationen herausgesucht. und diese dann mit den alte Fotos abgeglichen. Da fällt Dir wirklich manchmal jede Kleinlichkeit und jedes Detail ein.
Vielleicht mach ich auch noch eine Fotostrecke von den einzelnen Fanggebieten, ich muss die Bilder aber erst digitalisieren, da einige auch noch schwarz- weiß. Mal sehen.
Schönes WE Frank



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Re: Handelsmarine und Fischfangflotte

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Beitragvon Kennedy » Samstag 8. Februar 2020, 19:35

Auf den Rostocker Seitenfängern gab es keine Möglichkeit sich an Bord zu betrinken (vielleicht mal 1951) und Mitgebrachtes wude -wenn entdeckt-konfisziert.
Gelgentlich gab der Kapitätn einmal eine Kleinigkeit raus. Als ich 17 geworden bin, liefen wir mit einem Logger aus einem norwegischen Hafen aus und ich war Rudergänger. Ich durfte mir dann eine Flasche Rotwein vom Balkan bestellen, dann wurde Glühwein gemacht:
je eine Tasse,Kapitän, Steuermann, Funker, Ausguck und ich. Da konnte keiner betrunken werden. Bei langen Törns brachten auslaufende Schiffe auch mal Post mit. Alle Pakete wurden vom I. geschüttelt, ggf. geöffnet im Beisein des Empfängers. Alkohol wurde konfisziert und evtl. in kleinen Dosen verabreicht. Auf FVS gab es pro Woche -Ausgabe durch den Bootsmann- zwei Flaschen Bier und einen Schnaps.



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Re: Handelsmarine und Fischfangflotte

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Beitragvon Fritz Gast » Sonntag 9. Februar 2020, 19:38

So, hab mal einen Tag Pause eingelegt. Weiter ging es ja Richtung Süden bis zum Fangplatz vor der namibischen Küste.Haben eigentlich immer gute Hols gehabt, aber wenn man bloß 100 Korb im Steert hat, drückt das schon die Stimmung. Da hast Du dann auch mal Schleppzeiten von 5- 10 Stunden. Und dann drehen und zurück. Bei solch einem Manöver werden die Scherbretter bis ans Heck gehievt und dann das Schiff um 180° gewendet. Einmal waren komische Geräusche zu hören, die nicht zu lokalisieren waren. Maschine, alles klar, Produktion alles klar, dann wurden die Welle und die Stopfbuchsen kontrolliert, aber bei jedem Wendemanöver das gleiche Geräusch vom Heck. Also könnte nur Schraube oder Corddüse was nicht rund laufen. Mit der Zeit nahmen die Geräusche auch zu und wurden lauter, das Heck vibrierte. Was war da los ? Hatten wir Taucher an Bord ? ja, hatten wir . Unser 3. WO sollte runter und nachschauen. Also ein ruhiges Plätzchen gesucht, Taucher und Leinenführer wurden eingewiesen, Schlauchboot zur Sicherheit mit raus. Eine Sicherheitsleine wurde achtern, ca. 4 m vom Heck unter Wasser von Back- nach Steuerbord angebracht. Dort sollte sich der 3. WO einklinken und den Schaden suchen. gesagt ,getan . Er runter , und nichts passiert, es wurde immer mehr Sicherheitsleine gesteckt. Ich denk mal 30 m hätten dicke gelangt, aber als der Netzmacher meldete 100 m sind raus, wurde uns allen mulmig . 100 m, Wo ist der 3. WO ? Selbst die Leine über den Spill einholen erwieß sich als riskant, es war so ein Druck drauf, das sie brechen konnte. Es dauerte gefühlte Minuten, bis der Ausguck querab was sah und meldete. Schlauchboot hin, der Dritte war wieder an Bord. Total erschöpft, aber lebend, Gott sei Dank. Was war passiert.
Der Tauchgang war so geplant, das er vom Schlauchboot runter geht, sich in die Sicherheitsleine einklinkt und dann die Untersuchung beginnt.
Womit aber keiner gerechnet hat, war die starke Unterwasserströmung. Er hat die Sicherheitsleine nicht erreicht und wurde so abgtrieben. Den Bleigürtel hat er dann abgemacht, um so wieder an die Oberfläche zu gelangen.
Nach 4 Std. Ruhe sagt er, ich gehe nochmal runter, wir müssen wissen was da los ist. Kurze Untersuchung durch den Schiffsarzt, Puls, Reflexe, Blutdruck, alles i.O. Diesmal aber gleich im Schlauchboot an die Sicherheitsleine geklinkt. Maximale Tauchleine 20 m.
Der 2.te Tauchgang war erfolgreich, die Ursache gefunden. Tolle Leistung.
Was war passiert ? Von der Corddüse hatten sich 3 Stahlplatten gelöst, die bei entsprechender Ruderlage gegen die Schraube schlugen.
Dann folgte das allgemeine Prozedere mit Rostock. Im Endeffekt kam nach paar Tagen die Order, Duala, einen Hafen in Kamerun anzulaufen. Mit eigener Kraft konnten wir ja noch dampfen, nur harte Ruderlage sollten vermieden werden. Ein Schiff der DSR sei unterwegs mit einer neuen Schraube und Stahlplatten für die Corddüse.
Zum ersten mal im Trockendock, imposant so 102 Meter Unterwasserschiff zu sehen. Die Reparatur ging zügig von statten, und so schön der Aufenthalt auch war, wir waren Fischer und konnten es kaum erwarten, den ersten Hol wieder an Deck zu haben. :yes: :yes: :yes:
Na dann, lasst Euch nicht wegwehen.



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