Bergen auf Rügen als Hafenstadt

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Bergen auf Rügen als Hafenstadt

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Beitragvon Eddy » Samstag 8. Februar 2020, 18:31

Wer im Urlaub die große Insel besucht und sich intensiv umsieht, findet viele Zeugnisse als längst vergangenen Zeiten. So bin ich unlängst auf einen Artikel gestoßen, der von einem Hafen für unsere "Hauptstadt" Bergen berichtet. Nun habe ich aus maritimen Interesse etwas gesucht und bin auf Kürschnermeister Uwe Hinz in Bergen gestoßen, der auch historische Stadtführungen in Bergen durchführt. Wer durch die Dammstrasse in Bergen fahren sollte, wird sein Kürschnergeschäft finden. Als geborener Rüganer und echter Bergener berichtet er folgendes:
"Stets erstaunt sind Besucher von Bergen, wenn sie während einer historischen Stadtführungen mit Uwe Hinz an der oberen Wasserstraße mit dem einstigen Hafen von Bergen konfrontiert werden.
Dabei müssen wir uns an die Bedeutung der slawisch – wendischen Besiedlung Gatemunde (südöstlich am Fuße Bergens), sowie an die sporadischen fürstlichen Besuche mit Sitz auf der Burg im Rugard und der ständigen Präsenz des Landvogtes in Gora (slawisch Berg) erinnern.
Wann genau eine Besiedlung von Gatemunde (erste Erwähnung 1294) als Fischersiedlung begonnen hat ist nicht mehr eindeutig nachweisbar. Im 19. Jahrhundert sprach man von Gatmund und heute existiert noch die Gadmundstraße. Die Bedeutung kommt von „trübes Wasser“. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Siedlung Gadmund nach Bergen eingemeindet. Interessant ist, dass die hier ansässigen wendischen Fischerfamilien das verbriefte Recht hatten das „Meerwasser“ zu beschiffen. Damit war natürlich u.a. der Kleine Jasmunder Bodden gemeint.
Eine lange Wasserzunge zog sich vom Kleinen Jasmunder Bodden ins Land und sogenannte Sooten (schiffbare Wassergräben) führten bis an die Fischersiedlung heran.
Mit den flachen Uferbooten, den Schuten, schwammen die Boote bis an den „Fischersteig“. Dort entlud man den Fang und sicherlich wurden auch andere Waren transportiert, die der Versorgung der Bewohner galten. Von hieraus transportierten die Menschen ihre Produkte zum Marktflecken Gora und zur Burg über die heutige Vieschstraße. Durch die Jahrhunderte verlandete der Wasserlauf des Kleinen Jasmunder Boddens mehr und mehr und heute erkennt der sensible Beobachter aus der Königstraße kommend noch eine tiefe Senke und die sich hinziehenden Feuchtgebiete.
Als historische Verbindung zwischen Mönchgut und Putbus fungierte noch erkennbar eine gepflasterte Straße und von einem Wassergraben begleitet. Die beschiffbaren künstlichen Sooten waren wichtige Verkehrwege. Hinzufügen möchte ich auch, dass es einen steten Konflikt zwischen den Gutsbesitzern des Grund und Bodens und den Fischern gab. Die Wasserläufe wurden willkürlich verschmutzt oder verschüttet und so das Beschiffen erschwert. Dabei spielten einige Gutsbesitzer, wie die von Normann und von Scheelen aus Stedar oder aus Dumsevitz die Familie Tiburtius eine nicht förderliche Rolle. Darauf weigerten sich einige Fischer Gebühren zu zahlen.
Da am Fuße von Gora lange Zeit der einzige Brunnen, der Balkensood existierte, versorgte dieser die Bewohner von Siedlung, Marktflecken und Burg.
An dieser Stelle befindet sich heute ein kleiner Spielplatz mit der „verwunschenen Mühle“, eine Reminiszenz an die einst zahlreichen Mühlen um Bergen herum. Es gab eine Verordnung, dass in sehr trockenen Wochen des Sommers das Wasser nicht in Fässern auf Fuhrwerken den Berg hinauf transportiert werden durfte. Dann kamen 2 Eimer an ein Joch gekettet und über die Schultern einer kräftigen Person gelegt zum Einsatz.
In der oberen Wasserstraße befindet sich noch heute ein giebelständiges Haus, einst ein Fischerhaus wohl im Ursprung 17. Jahrhundert.
1795 wird es im Bürgerbuch als Eigentum des Fischers Möller mit Haus, Hof, kleiner Scheune und Garten geführt. Vor einigen Jahren war das mittlerweile marode Haus von der Stadt zum Abriss freigegeben worden. Es konnte jedoch ein Meister der Zimmermannszunft aus Leipzig für das erhaltenswerte Haus interessiert werden und so erstrahlt es wieder im neuen Glanz und kündet von Bergener Geschichte. Davor soll zukünftig ein kleines Denkmal an das Wirken der Bergener Fischer so der von Gatemunde erinnern.
Es wird uns Menschen des 21. Jahrhunderts die Bedeutung des fließenden Wassers in Gora als Lebensgrundlage erklärbar.
Dem Wunsch der Bergener nach einem eigenen größeren Hafen erfüllten sich die Bürger dann mit den Anlagen für einen Hafen zwischen Zittvitz und Buschvitz, mit dem sogenannten „Brahm“ ursprünglich „Bram“. Im Sprachgebrauch von Brombeere oder Ginster kommend."

Messtischblatt-von-1836-mit-dem-Bergener-Stadthafen-Brahm.jpg
Reymann´s Special-Karte Nr.13 Bergen (1842).jpg


Teil 2 folgt
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Re: Bergen auf Rügen als Hafenstadt

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Beitragvon Eddy » Samstag 8. Februar 2020, 18:44

Teil 2

"In der Urkunde über die städtische Gerechtsamkeit vom 19. Juni 1613 befürwortete der Herzog vom Pommern- Wolgast Philipp Julius ausdrücklich Privilegien für die Fischer, indem er das Fischen vom Bram nach beiden Seiten bis an den offenen Strand erlaubte. Am 30. Juni des Jahres wurde im fürstlichen Schloss zu Bergen der Inhalt verkündet. Daraus soll hier die betreffende Passage kund getun werden:
„Nachdem die Fischerey sehr eingezogen ist, als wollen Wir den Bürgern gemeldeter Stadt die freye Fischerey vom Bram an bis an den offenen Strand, altem Gebrauche nach, an beyden Seyten hiemit aus Gnaden mitgetheilet haben, also dass dem Rathe zu Bergen von den Fischern die Wasserpacht einzuheben verstattet seyn soll. Wie Wir dann auch gemeldeter Stadt den Ort, welchen man anjetzo Bram nennet, den Ort, da sie vor diesem ihre Schiffahrt gehalten haben, jure prorietatis et domini mit der halben Jurisdiction hiemit zur Ab- und Zufuhr einräumen und übergeben.“
Aus der Urkunde wird ebenso ersichtlich, dass wohl bereits im 16. Jahrhundert die Schifffahrt zum Bergener Hafen von Bedeutung war. Über den Magistrat von Bergen wurde nun die sogenannte Wasserpacht von den Fischern eingefordert.
Im Laufe der Zeit ging der Hafen in die Verantwortung der Kaufmanns- und Kramer Companie zu Bergen.
Der Hafen von Bergen lag ca 3 km in Richtung Kleiner Jasmunder Bodden. Ein heutiger Fußweg von Bergen nach der Bootstelle lässt die Entfernung gut nachvollziehen mit den topographischen Besonderheiten. Im Archiv des Kreises Vorpommern Rügen in Stralsund existiert noch eine Bauzeichnung mit den maßstabsgerecht eingetragenen Gegebenheiten für die Pfähle der Brücke und des Bollwerks. Aus Unterlagen sind auch die vorrangigen Umschlaggüter, wie Langholz, Steine und Salz ersichtlich. Salz war ein wichtiges und wertvolles Gut und erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das fürstliche Monopol der Heringssalzerei aufgehoben und damit zum bürgerlichen Allgemeingut. 1806 wurde durch die Kaufmanns und Kramer Companie notwendige Sanierungen am Hafenbollwerk durchgeführt. Das belegt eine Handzeichnung.
Die Sanierung fand tatkräftige Unterstützung durch die heimischen Fischer. Auf einem Meßtischblatt des Leutnants Schultze aus dem Jahre 1836 ist die genaue Lage des Brahms am Bodden eingezeichnet.
Im Hafen von Bergen konnten nun auch größere Lastkähne ankern und ihre Ladung löschen. Der weitere Transport ging dann mit den gestakten Schuten durch die Sooten nach Bergen oder per Fuhrwerk über die Wege.
Die Anbindung Bergens an die Kleinbahn 1896 und der Anschluss an die Reichsbahn mit der Einweihung des Bahnhofs in Bergen 1883 veränderte die ökonomische Situation des Bergener Hafens.
Nicht zu unterschätzten war Anfang des 20. Jahrhunderts das Zeitalter des Automobils als Transportmittel. Dazu kamen noch der Bau des Lietzower Dammes 1868 und die Erweiterung über den Damm des Bahn- und Straßennetzes 1891 und 1930. Eine Doppelschleuse, sowie eine Straßenklappbrücke und eine Eisenbahndrehbrücke ermöglichten weiter die Schifffahrt durch den Lietzower Damm.
Die Ära der Bergener Schifffahrt ging 1935 zu Ende. Der Schiffer Meister aus Ralswiek passierte mit seinem Frachtsegler„Käte“ letzmalig die Durchfahrt vom Großen zum Kleinen Jasmunder Bodden und löschte eine Ladung Ziegelsteine im Bergener Stadthafen Brahm.
Damit vollendete sich die Hafengeschichte von Bergen auf Rügen. Erhalten geblieben sind dem aufmerksamen Beobachter Relikte dieser Epoche und in Ralswiek liegt heute im Trockendock und restauriert der Frachtsegler„Käte“ des Eigners und Schiffers Meister. Die Restaurierung erfolgte nach dem Stand von 1934. Der Frachtsegler ist eines der letzten noch existierenden Schiffe aus dem beginnenden 20. Jahrhundert dieser Art. Es wurde 1905 auf der Werft J.J. Sietas in Cranc-Neuenfelde bei Hamburg gebaut. Es hat einen Stahlrumpf mit Holzplankenboden eine Länge von 19,81m, eine Breite von 5,00m und einen Tiefgang von 1,50m. 1925 kaufte der Schiffer Friedrich Meister aus einer alteingesessenen Ralswieker Familie, den Frachtsegler mit Heimathafen Ralswiek. 1927 wurde ein heute seltener 35 PS Glühkopfmotor eingebaut. Der Segler, meist mit Stückgut beladen, belegte die Route Stralsund nach Stettin und auch Fracht in den Bergener Hafen.
Die Wertschätzung für den Erhalt unserer Kulturgüter können wir nicht hoch genug schätzen!
So haben die Bürger von Bergen zu allen Zeiten ihre Chance wahrgenommen das Leben in der Stadt zu halten und den Menschen Identität zu geben."

Flurkarte-mit-Bergener-Stadthafen-von-1806.jpg
Der-alte-Frachtsegler-liegt-heute-in-Ralswiek.jpg
Das-einstige-Schleusentor-heute-ein-technisches-Denkmal.jpg


Soweit unser kleiner Ausflug in die alte maritime Geschichte der Insel mit Uwe Hinz aus Bergen. Heute muss man da ganz schön überlegen und Vorstellungskraft haben, um das alles nachzuvollziehen. Aber aus der Geschichte weiß ich auch, vielleicht auch einige Andere von Euch, aus dem Großen Jasmunder Bodden haben lange Fahrgastschiffverbindungen nach Stralsund bestanden. Und nicht zu letzt soll ja Ralswiek ein "Seeräubernest" gewesen sein, auch Schlupfwinkel für Störtebeker und seine Mannen (sagt man).
Bis denne und schönes Wochenende. Wir bereiten uns auf "SABINE" vor, die morgen Abend kommen soll und bis Montag uns um die Ohren pfeift.
:augenzuhalt: Eddy
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Re: Bergen auf Rügen als Hafenstadt

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Beitragvon Helmut42 » Samstag 8. Februar 2020, 19:03

Hallo Eddy
Danke für den tollen Abriss aus der Geschichte über Bergen auf Rügen als Hafenstadt . Das war wieder sehr
interessant !
Da hast Du im Archiv wieder ganz schön gestöbert -

Ich wünsche ein schönes Wochenende und schließe richtig die Schotten und Fenster das " SABINE
kein Unheil anrichtet . Da wirst Du mit Deiner Frau sicher auch keine Strandwanderung unternehmen
können .
Nochmals viele Grüße aus Halle

Helmut42



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Re: Bergen auf Rügen als Hafenstadt

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Beitragvon mechaniker » Samstag 8. Februar 2020, 20:23

Wirklich ein hervorragender und lehrreicher Beitrag !!!
Übrigens, ich habe noch einen Link für Karten-Liebhaber.
http://www.susudata.de/
Erstaunlich, was man hier noch alles so heraus ersehen kann. Allerdings reicht das Material nicht soweit zurück wie Eddy's gezeigte Karten.
Alles was ein Loch hat, muss nicht unbedingt kaputt sein.



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Re: Bergen auf Rügen als Hafenstadt

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Beitragvon Nordperd » Sonntag 9. Februar 2020, 17:15

Hallo Eddy,
wirklich wieder ein sehr schöner interessanter Beitrag von dir - Danke.
Nie hätte ich Bergen mit einem Hafen in Verbindung gebracht. Selbst in den letzten 2/3 Jahren, wo ich im Urlaub zwangsweise - auf Grund der Umleitungen - durch Bergen geirrt bin, wäre mir nicht der Gedanke gekommen hier einen Hafen (oder die Reste davon) zu suchen. Zu meiner Marinezeit in Dranske (68 - 71) kannte man ja von der Stadt nur den Weg vom Bahnhof bis zur Bushaltestelle und vielleicht mal einen kurzen "Abstecher" bis zum Markt. Gut kann ich mich aber noch daran erinnern, dass am Lietzower Damm noch Fahrgastschiffe lagen. Traurig anzusehen ist das alte Schleusentor. Wenn schon "techn. Denkmal" ,wäre ihm mehr Aufmerksamkeit und Pflege zu wünschen.
Grüße aus :sachsen: von der wieder gefüllten Elbe.
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Re: Bergen auf Rügen als Hafenstadt

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Beitragvon Fritz Gast » Sonntag 9. Februar 2020, 20:07

Hallo Eddy,
ein sehr interessanter Beitrag über Bergen. Hätte auch nie Bergen in Verbindung mit einem Hafen gebracht. Na gut, kannte ja damals auch nur den Bahnhof und das WKK. Aber da fallen mir auch Parallelen zu meiner alten Heimat ein. Liegt ja mitten in der Schorfheide. Altenhof, Werbellinsee, Kloster Chorin, Schiffshebewerk und ja, Finowfurt hatte auch mal einen Hafen. Über den Finowkanal zur Oder, bis zur Ostsee und andere Richtung bis Berlin. Ladegut war hauptsächlich Holz aus den Wäldern der Schorfheide. Und gegen den Strom wurde getreidelt. Wo es möglich war mit Pferdekraft, ansonsten auch mit Menschenkraft. Als dann der Oder- Havel- Kanal gebaut wurde, geriet der Finowkanal in Vergessenheit. Erst durch die Gründung des Finowfurter Flößervereins wurde er zu neuem Leben erweckt und ist heute ein beliebtes Ziel für Motorboote, Kanus und Touristen, die noch die unberührte Natur an den Ufern genießen wollen.
Gruß Frank



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Re: Bergen auf Rügen als Hafenstadt

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Beitragvon Kennedy » Sonntag 9. Februar 2020, 23:51

Danke, lieber Eddy,

da gehen mir ja gleich ganz neue Positionslichter auf.

Herzliche Grüße auf die Insel

Kennedy



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Re: Bergen auf Rügen als Hafenstadt

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Beitragvon grauer Wolf » Montag 10. Februar 2020, 11:04

Eddy,
da hast du wieder einmal ein riesiges Wissensloch aufgefüllt :yes: . Das es in Bergen einen Hafen gab war völlig neu, aber das unsere Altvorderen beim Transport alle Möglichkeiten genutzt haben war mir klar. Denn beispielsweise hat mir mein Schwiegervater erzählt, das sie die geernteteten Zuckerrüben per Schiff oder Kleinbahn von der ganzen Insel nach Dusswitz, Schaprode oder Altefähr transportiert haben und von dort dann nach Stralsund in die Zuckerfabrik.
Danke
Hans
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