Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Beitragvon Eddy » Freitag 21. Februar 2020, 21:43

Da haben wir ein sehr altes und ehrwürdiges Dokument was sich "Schulchronik Dranske" nennt. Es beginnt 1868 und endet im 1. Teil 1945.
Ich möchte Euch mit einigen Passagen bekannt machen. Einmal in Originalschrift (Handschrift Sütterlin) und dazu die "Übersetzung".
Wo unsere Schule gestanden hat und noch heute steht wisst Ihr sicher fast alle.
1868 Schule Dranske - Kopie.jpg

1872 original SchChr (1).jpg
1872 original SchChr (2).jpg

1872 original SchChr (3).jpg
1872 original SchChr (4).jpg

So, da ist die Geschichte in "Sütterlin" und damit müssen wir auskommen. Beschwert Euch beim zuständigen Lehrer, dass er nicht ordentlich geschrieben hat. Bild
:totlach: Eddy
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Re: Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Beitragvon Eddy » Freitag 21. Februar 2020, 22:03

Ich merke schon, ich kann Euch nicht begeistern. Diese Schrift ist die unserer Altvorderen und wenige können sie noch lesen.
Weil Ihr es seit, übersetzen wir das Ganze.
1872 Schulchronik (1).jpg
1872 Schulchronik (2).jpg
1872 Schulchronik (3).jpg

Das war wohl ein Ereignis, wo unsere Boote, wenn es sie schon gegeben hätte, nicht mal in Dranske anlegen konnten. Es war für den kleinen Fischerort eine wahre Katastrophe aber das Leben ging trotzdem weiter. Was wäre wenn es heute passieren würde? Ich mag es mir nicht vorstellen.
Könnte es wieder passieren? Das ist die Frage, die die Klima-Experten beantworten könnten. Ich denke, es wäre möglich aber nicht von der Seeseite sondern von der Boddenseite. Dann aber nicht mit Strömung sondern mit Hochwasser im allgemeinen. Ich wage eine Behauptung, dass unser Ort durch die T-Buhnen und die vorgelagerten Granitblöcken relativ sicher gegen Sturmfluten ist. Das Problem liegt eindeutig im Boddenbereich. Drückt der Sturm das Wasser in den Bodden und dieser hat ja auch ein Ufer und einen normalen Wasserstand, dann gibt es kein Halten mehr. Das Wasser würde (hat es schon) den Boddenbereich überfluten und langsam in den Ort vordringen. Aus diesem Grund hat der Küstenschutz schon vor ca. 20 Jahren vorgeschlagen das Boddenufer mit einem drei Meter hohen Schutzwall zu versehen. Aufruhr bei den Einwohnern und Gästen der Hotels am Bodden. Die Wassersicht wäre total weg und der eigentlich schöne Blick auf dieses Gewässer dahin, wir wären "eingemauert". Der Schiffsanleger hätte absolut keinen Sinn mehr, alle Angler und Wassersportler müssten über einen "Berg" zum Wasser. Wer will das, sicher keiner. Also stellen wir uns den Gewalten.
Demnächst eine weitere Episode.
:augenzuhalt: Eddy
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Re: Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Beitragvon Kennedy » Freitag 21. Februar 2020, 22:58

Eddy hat geschrieben:Ich merke schon, ich kann Euch nicht begeistern. Diese Schrift ist die unserer Altvorderen und wenige können sie noch lesen.
Weil Ihr es seit, übersetzen wir das Ganze.
1872 Schulchronik (1).jpg
1872 Schulchronik (2).jpg
1872 Schulchronik (3).jpg

Das war wohl ein Ereignis, wo unsere Boote, wenn es sie schon gegeben hätte, nicht mal in Dranske anlegen konnten. Es war für den kleinen Fischerort eine wahre Katastrophe aber das Leben ging trotzdem weiter. Was wäre wenn es heute passieren würde? Ich mag es mir nicht vorstellen.
Könnte es wieder passieren? Das ist die Frage, die die Klima-Experten beantworten könnten. Ich denke, es wäre möglich aber nicht von der Seeseite sondern von der Boddenseite. Dann aber nicht mit Strömung sondern mit Hochwasser im allgemeinen. Ich wage eine Behauptung, dass unser Ort durch die T-Buhnen und die vorgelagerten Granitblöcken relativ sicher gegen Sturmfluten ist. Das Problem liegt eindeutig im Boddenbereich. Drückt der Sturm das Wasser in den Bodden und dieser hat ja auch ein Ufer und einen normalen Wasserstand, dann gibt es kein Halten mehr. Das Wasser würde (hat es schon) den Boddenbereich überfluten und langsam in den Ort vordringen. Aus diesem Grund hat der Küstenschutz schon vor ca. 20 Jahren vorgeschlagen das Boddenufer mit einem drei Meter hohen Schutzwall zu versehen. Aufruhr bei den Einwohnern und Gästen der Hotels am Bodden. Die Wassersicht wäre total weg und der eigentlich schöne Blick auf dieses Gewässer dahin, wir wären "eingemauert". Der Schiffsanleger hätte absolut keinen Sinn mehr, alle Angler und Wassersportler müssten über einen "Berg" zum Wasser. Wer will das, sicher keiner. Also stellen wir uns den Gewalten.
Demnächst eine weitere Episode.
:augenzuhalt: Eddy

Da bin ich so richtig froh, dass ich als Kind bereits in Sütterlin eingeführt worden bin. Später musste ich ja für Zwecke der Familienforschung auch alte Kirchenbücher durchforsten (ab 1649 geschriebene) und für das wissenschaftliche Journal of Namibian Studies habe ich zweimal ehrenamtlich viele Briefe von zwei historischen Figuren transkribiert. Danke, Eddy, ich kann den geleisteten Aufwand einschätzen.



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Re: Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Beitragvon Fritz Gast » Freitag 21. Februar 2020, 23:00

Hallo Eddy,
ist doch ne schöne Schrift, aber eben nicht zu entziifern. Deine Übersetzung liest sich deutlich besser.
Kann man sich gar nicht vorstellen, wie das ausgesehen haben muss.



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Re: Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Beitragvon Eddy » Freitag 21. Februar 2020, 23:19

Kennedy hat geschrieben:....
Da bin ich so richtig froh, dass ich als Kind bereits in Sütterlin eingeführt worden bin. Später musste ich ja für Zwecke der Familienforschung auch alte Kirchenbücher durchforsten (ab 1649 geschriebene) und für das wissenschaftliche Journal of Namibian Studies habe ich zweimal ehrenamtlich viele Briefe von zwei historischen Figuren transkribiert. Danke, Eddy, ich kann den geleisteten Aufwand einschätzen.

Ja Hartmut,
das ist wenn ich es heute mal ganz salopp sagen/schreiben darf, eine Begabung, die man sich als "Historiker" aneignen sollte. Wer es nicht lesen kann, und Handschriften sind nicht so ohne weiteres gleich und entzifferbar, ist stark benachteiligt, wenn er keine kennt, der .... Aber diese Zeitzeugen sterben langsam aus und dann stehen wir da. Ich habe es mir im Rahmen des Möglichen selbst angeeignet, habe immer noch eine 92jährige ehemalige Lehrerin an der Hand, die Gott sei Dank immer noch klar im Kopf ist. Traurig aber wahr. Freiwillig wird sich niemand mit dieser Schrift beschäftigen, es sein denn, er ist Historiker.
Bis denne
Eddy
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Re: Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Beitragvon Helmut42 » Samstag 22. Februar 2020, 11:15

Hallo Eddy

Meine Mutter war Jahrgang 1906 . Sie ist im Juni 2007 verstorben , Ein sehr ehrbares Alter !
Sie hatte u.a. noch sehr viel mit dieser Schriftart korrespontiert .
Selbst Behörden viel es seiner Zeit schwer amtliche Schreiben von ihr richtig zu deuten .

Das ist der Umstand , das auch ich sehr häufig mit der Handschrift Sütterlin konfrontiert wurde.
Aber es stimmt schon , das es gar nicht so einfach ist diese Texte lesen zu können geschweige denn zu Schreiben .
Viele Passagen des Originalschreiben von Dir konnte ich lesen , aber es fällt einen schon schwer , vor allem wenn
nicht oft damit übt .
Solche Dokumente sind ein sehr interessantes Faktum , vor allem wenn man sich sehr gerne mit historischen Niederschriften beschäftigt . Aber lieber Eddy Du hast absolut recht ,das wie in vielen Dingen des Lebens , nur
Übung den Meister macht .

Ich bin zwar kein Historiker ,aber mit derartigen Schriftstücken und alten Chroniken aus meiner unmittelbaren Heimat beschäftige ich mich auch sehr gerne und habe auch in meinen Bestand einige sehr alte Dokumente
und Niederschriften . Ein Goldstück ist u.a. eine Jahresausgabe der Heimatzeitung aus meiner Region vom Jahr 1845 .

Viele Grüße und alles Gute
Helmut42 aus Halle



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Re: Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Beitragvon Eddy » Samstag 22. Februar 2020, 11:46

Da wollen wir mal sehen wie der Lehrer über die Seeflugstation schreibt. Ich habe mal das interessante Jahr 1918 heraus gesucht. Es lebe die Novemberrevolution.
000.jpg

chronik 1918 (1).jpg
chronik 1918 (2).jpg
chronik 1918 (3).jpg

chronik 1918 (4).jpg
chronik 1918 (5).jpg


Und nun die "Übersetzung dazu.
1918 Schulchronik (1).jpg
1918 Schulchronik (2).jpg
1918 Schulchronik (3).jpg

1918 Schulchronik (4).jpg
1918 Schulchronik (5).jpg


... und zum Schluss noch ein paar persönliche Daten zum ehemaligen Stationsleiter 1918, Kpt.Lt. Hans Fenner (der Lehrer hat den Namen mit "V" geschrieben)

Hans Fenner

geb. am: 23.08.1877

Diensteintritt: 10.01.1895

Laufbahn
09.1917------ Kommandiert zur I. SFA
07.12.1917------- Kommandiert zur SFS Wiek zum Offizier-Beobachterlehrgang
11.06.1918------ Kommandiert zur SFS Norderney als Aufklärungsbeobachter
16.07.1918 -- 12.1918----- Kommandiert zur SFS Bug
12.09.1918 -- 01.10.1918----- Ernennung zum Leiter der SFS Bug / Wiek bis zum Eintreffen des Kpt.Lt. Bertram
05.11.1918----- Kommandiert zur SFS Wiek / Bug als Leiter der Flieger-Beobachterschule
Beförderung
19.10.1912------ Befördert zum Kpt.Lt.d.R.
Auszeichnungen
26.07.1918------ Beobachterabzeichen


Schönes Wochenende
Eddy
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Re: Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Beitragvon Zahlmeister » Samstag 22. Februar 2020, 14:01

Ja Eddy, es ist schon verdammt schwer Sütterlin zu lesen, geschweige denn zu schreiben. Ich war früher auch geübter darin, denn meine Mutter als auch Großmutter haben nur Sütterlin geschrieben. Daher komme ich aber mit den familiären Unterlagen ganz gut zurecht.
Eine echte Herausforderung war es aber, als ich vor Jahren zur Erstellung eines Familienstammbaumes, die Einträge in den Kirchenbüchern zu Geburten, Hochzeiten, Todesfällen in mehreren Pfarrämtern einsehen konnte. Da war es erstmal Schluß mit Sütterlin. Ich habe die Familie von hinten aufgerollt; d.h., mit dem Tod meines Großvaters 1950, rückwärts bis zum Jahr 1620 recherchiert und fündig geworden ! Das meiste Zeitvolumen hat eigentlich die Spanne zwischen 18./17. Jahrhundert zum Entziffern gefressen. Nicht nur das jeder Pfarrer eine andere Handschrift hatte, sondern wahrscheinlich alles, was damals an Schriftarten üblich war, in den Dokumenten auftauchte. Glücklicherweise konnte ich damals sämtliche Seiten kopieren und gegen Bezahlung mitnehmen. Dann habe ich noch eine ganze Weile damit zugebracht im PC nach Schriftarten der vergangenen Jahrhundert zu suchen.
Die "Übersetzung" ins heutige Deutsch ging dann aber schneller als angenommen. Ich habe jede Kirchenbuchseite und die dazugehörige "Übersetzung" für meine Enkelkinder laminiert und geordnet, sodaß eine absolute Verständlichkeit des Stammbaumes erreicht wurde. Somit kann meine Familie in diesem Jahr auf 400 Jahre [u]nachweisbare[u] Familiengeschichte zurückblicken. Und ich bin auch ein bischen stolz, das ich das als Erster in der langen Familiengeschichte angepackt und auch zu Ende gebracht habe. :yes: :niedersachsen:



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Re: Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Beitragvon E-Nautiker » Samstag 22. Februar 2020, 17:21

Hallo Eddy. Vielen Dank für die sehr interessanten Beiträge. Bin auch noch mit der Schrift Sütterlin vertraut da ich durch die Kriegswirren bei meinen Großeltern aufgewachsen bin. Meine Großeltern waren Geburtsjahrgänge voen 1888 und 1892. Zu dieser Zeit wurde in der Schule nur die Schrift Sütterlin gelehrt. :hello:
Gruß Dietmar ___der E-Nautiker ___________________________________________________

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Nov.


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Re: Aus der Schulchronik Dranske geplaudert

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Beitragvon murzy » Sonntag 23. Februar 2020, 16:43

Hallo Eddy,

herzlichen Dank für Deine umfangreichen Geschichten aus meiner unmittelbaren Heimat und Geburtsort Wiek. Einiges habe ich ja gewusst, aber vieles ist ach für mich neu. Die Sütterlinschrift kann ich auch noch entziffern. Meine Großeltern und meine Mutter schrieben so und haben erst mit meinem Schulbeginn umgelernt

Beste Grüße in die Runde

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