Proj.151 allgemein

kleine Raketenschiffe des Projekt 151
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Re: Proj.151 allgemein

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Beitragvon Thommy206 » Sonntag 2. März 2014, 19:35

mechaniker hat geschrieben:...äh, dass mit der Bezahlung von Berichterstattungen-könntest Du das mal genauer beschreiben? Gab es konkrete Belege/Summen etc. ?...


Könnte ich, ist aber wohl nicht unbedingt Zielführend im Thema.
Nur soviel als Erläuterungsansatz:
Wenn auch die weitaus meisten IM(E); GM(E) usw. auf der Basis " einer politischen Überzeugung" ihre Dienste geleistet haben (wollen), spielte Geld (als Preis einer „Ware“ Information/Bericht) bei manchen eingesetzten "Berichterstatter" eine vielleicht doch nicht so kleine Rolle.
Die Geldmittel der Staatssicherheit (Gesamtbereich) hätten zwar sicher für eine regelmäßige nennenswerte Entlohnung von ca. 175.000 IM wohl eh kaum gereicht.
Aber symbolische Geschenke, militärische Belobigungen und (konspirativ) überreichte Auszeichnungen hatten sicher auch zur damaligen Zeit einen materiellen Wert.
Mehr sag ich zu dem Bereich MfS rein politisch nicht, is eh Wurscht.

Militärfachlich/-politisch allerdings schon, ich muss nur noch ein bisschen mehr Zeit finden, um das Material zu sichten und ordentlich aufzuarbeiten.
Gerade die Einführung neuer Geräte mit (damals) leistungsfähiger Geheimhaltungstechnik in der Volksmarine ist in Bezug auf die „politisch-operative Mitwirkung“ der Abteilung XI (Chiffrierwesen) des MfS insofern interessant, weil etwas über Einführungszeiträume, Einsatzgebiete und Einsatzorte (Schiffe, Boote, Flottillen-Stäbe etc.) zu erfahren ist.
mit kameradschaftlichem Gruß
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Re: Proj.151 allgemein

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Beitragvon mechaniker » Sonntag 2. März 2014, 20:02

na ja, gut. Immerhin, im letzten Satz vom Beitrag 89/91 kam es zumindest bei mir so rüber als wenn die benannte Berichterstattung dauernd mit Kosten behängt waren. Natürlich gibt es auch Aussagen, die eine Bezahlung von Auskünften in Aussicht stellte. Du hast nun mal die Sache so dargestellt, deshalb würde es mich schon interessieren wie es im konkreten Fall gehandhabt wurde. Vielleicht gibt es dazu mal ein 'Extra-Thema'.
Alles was ein Loch hat, muss nicht unbedingt kaputt sein.



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Re: Proj.151 allgemein

[93 / 113]

Beitragvon Pumpengast » Dienstag 4. März 2014, 20:35

Hallo zusammen
Ich bin gerade mit der Lektüre von „Raketen über See“ fertig geworden. Darin wird auch das Raketensystem URAN beschrieben, was ursprünglich ja unter anderem für das Projekt 151 vorgesehen war. Wenn ich mir die Beschreibung des Systems und seine technischen Daten ansehe, wäre das damals ein ganz schöner Sprung gewesen. Da Projekt 151 und 1241 meiner Meinung nach bei der Funkmessausrüstung und Feuerleitung etwa vergleichbar sind, wäre doch eine nachträgliche Umrüstung der Tarantuls durchaus praktikabel gewesen. Ein indisches Tarantul wurde z.B. auf diese Weise mit insgesamt vier Containern (16 Raketen) ausgerüstet. Was ich von meinem Standpunkt aus natürlich nicht beurteilen kann, sind die anfallenden Kosten. Zumindest wäre aber theoretisch eine Verdopplung bzw. Vervierfachung der Angriffskraft der verfügbaren 5 Tarantuls möglich gewesen. Aber das ist nur reine Spekulation von mir.

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Re: Proj.151 allgemein

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Beitragvon Thommy206 » Freitag 7. März 2014, 10:23

Abnahme der auf Projekt 151.0 installierten SAS-Technik und Genehmigung zur Truppennutzung durch MfNV/Verwaltung Nachrichten/8. Abteilung

Am 11.September 1989 wurde die Abnahme durch das MfNV und das ZCO (Zentrales Chiffrier-Organ) sowie durch Mitarbeiter der BVMfS Rostock in der Peenewerft Wolgast durchgeführt.
Nicht zur Abnahme berechtigt, aber anwesend waren auch Vertreter des KVM/Abtlg. Nachrichten (FK Kli.).

Die Genehmigung wurde für folgende Gerätekonfigurationen erteilt –

Nachrichtenübermittlung mit geringer Sicherheitsstufe: - KW-Funkanlage -
1x Gerät T-617, Funkbedieneinrichtung FBE-400, SEG 100 D, KSG 1311.

Nachrichtenübermittlung mit hoher Sicherheitsstufe: - UKW-Funkanlage -
3x Gerät T-612, 3x Gerät R-625 und Fernbedienung.

Festgestellte Mängel im Funkraum:
Das Zylindersicherheitsschloss der Funkraumtür ist nicht bündig.
Der verwendete Stahlpanzerschlauch im Verteiler ist 15cm zu kurz, dadurch sind die abisolierten Kabelenden ca. 2cm ohne Abschirmung (Möglichkeit der Abschöpfung von übertragenen Daten).

Konsequenz:
das gleichzeitige Führen von offenen und gedeckten Gesprächen über Funk auf der Brücke ist verboten und wurde im Bordbuch vermerkt.
Das Zylindersicherheitsschloss muss mit einer Abdeckung bis zur Bündigkeit der Stirnseite des Schlosses versehen werden. Bis zur Truppenübergabe des Schiffes ist ein bündiges Zylinderschloss einzubauen.
Erst ab dem nächsten Schiff des Projektes 151 ist es möglich, den verwendeten Stahlpanzerschlauch so zu verlegen, dass die vollständige Abschirmung der abisolierten Kabelenden gewährleistet ist.

Quelle:
MfNV/Verwaltung Nachrichten/8.Abteilung
NFD - Nur für den Dienstgebrauch
Az: 40 62 00


Auch zum Ende der 1980'er Jahre war der mat.-techn. Versorgungs/Ausrüstungsstand bei Elementen der gedeckten Nachrichtentechnik auf diesem Projekt der VM offensichtlich von Mangel und Provisorien begleitet.
mit kameradschaftlichem Gruß
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Re: Proj.151 allgemein

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Beitragvon Thommy206 » Montag 10. März 2014, 11:20

Nichtlieferung des Gerätes T-617 für das Projekt 151 / Exportstopp 1987

Im Beitrag #87 habe ich über die verbaute Sicherheitstechnik SAS-Fernsprech geschrieben.
[…] Der Plan der Ausrüstung des Schiffes vom Projekt 151 sah folgende SAS-Technik vor:
3x T-612; 1x T-617; 1x M-125.
Der Einsatz und die Installation vom Gerät T-230* vor zum Zeitpunkt der Seeerprobung (1988) vorgesehen, stand jedoch nicht zur Verfügung.[…]


Interessantes Detail dazu: Das Gerät T-617* musste, wie viele andere Geräte ja auch, in der damaligen SU per Importplan bestellt werden.
Dies übernahm auf diesem Projekt die ausführende Peene-werft Wolgast durch sogenannte „periodische Vertragsverhandlungen“.

Eine solche Vertragsverhandlung fand vom 15.07.-24.07.1987 in der UdSSR statt.
Ergebnis: die die bestellte Technik T-617 wird nicht mehr gebaut !!!
Als Ersatz empfahl die sowjetische Seite lapidar den Einsatz des Gerätes T-230.
Anfang September 1987 informierte der damalige Werftdirektor Gerstmann den Chef der Verwaltung Schiffbau im MfNV, KA Laue über diesen Umstand.
Da die Geräteabmessungen bei der Projektierung des Schiffes noch voll auf das Gerät T-617 ausgelegt waren, standen die Haare bei den Schiffbauern natürlich hoch.
Gerstmann bat also dringend um entsprechende Geräteabmessungen, Schaltpläne, Verkabelungsläufe und Schnittstellen, damit die sich ergebenen Konsequenzen beim Zusammenwirken der Nachrichtentechnik und deren Abnahme (hier auch ZCO und MfNV/ 8.Abteilung) geregelt werden konnten.
Offensichtlich gelang es bei der Projektierung des Projektes 151 dennoch, ein Gerät T-617 gemäß der ursprünglichen Konzeption „aufzutreiben“, zu projektieren, einzubauen und die Endabnahme erfolgreich umzusetzen, da das als „Ersatz“ gedachte Nachfolgemodell T-230 offensichtlich nicht mehr rechtzeitig von „den Freunden“ bereitgestellt und aufgerüstet werden konnte.

*T-617 (Elbrus-K)
War ein SAS-Fernsprechgerät und diente der Übertragung von Informationen über Fernsprech-Nachrichtenkanäle bis max. "VVS"-Gehalt.
Die T-617 wurde direkt an den betreffenden Nachrichtenkanal angeschaltet und konnte per Chiffrierung Sprachimpulse verschlüsseln.

*T-230
Das Gerät war ein sogenanntes Bündelchiffriergerät für Fernschreib-, sprech und andere Datenverbindungen.
Die Übertragung von Informationen bis zu dem Geheimhaltungsgrad "GVS" waren möglich.
Mit der T-230 konnte über Draht-, Funk-, Richtfunk-, Troposphären- und ggf. Satellitenkanäle gearbeitet werden.

Quelle:
Schriftverkehr MfNV, KA Laue mit Peenewerft Wolgast
Kenntnis durch BVMfS Rostock, Abteilung XI
September 1987
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Re: Proj.151 allgemein

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Beitragvon Hogo » Montag 10. März 2014, 13:12

Hier etwas zur Entwicklungsgeschichte der Geräte, damit man auch mal sieht, worüber geschrieben wird. Sonst ist das zu trocken.
http://scz.bplaced.net/t217.html#t217-3
http://scz.bplaced.net/t617.html
Und hier, beim runterscrollen ungefähr in der Mitte der Seite neben dem Gerät mit dem Telefonhörer, das Gerät T-230.
http://lib.rushkolnik.ru/text/28574/index-3.html



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Re: Proj.151 allgemein

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Beitragvon Thommy206 » Montag 10. März 2014, 17:25

Hogo hat geschrieben:...Hier etwas zur Entwicklungsgeschichte der Geräte, damit man auch mal sieht, worüber geschrieben wird. Sonst ist das zu trocken...


Tja, @Hogo, da legst Du den "Finger in die Wunde" - das leidige Thema bei Technikfragen mit Geheimhaltungsgraden - war halt notwendig, aber eben nicht für jeden "sichtbar".
Danke für die Fotoerklärungen.
Immer wieder erstaunlich, wie rigide und verständnislos die Verteilung der benötigten Nachrichtentechnik aus Importen manchmal gehandhabt wurde.

....jenes Gerät (T-617) haben wir nicht mehr (1987), nehmt lieber das andere (T-230), das können wir aber auch wahrscheinlich nicht liefern. .... :frechlach:
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Re: Proj.151 allgemein

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Beitragvon Foxderringer » Dienstag 11. März 2014, 00:06

:ahoi: Seemänner ! Die Entscheidung der Freunde war eventuell gar nicht so dumm nichts zu liefern. Eventuell schwante ihnen schon 1989 das alles was an die DDR geliefert wurde kampflos in die Hände des Feindes fallen würde . Man sollte Russland nicht unterschätzen. :salut: :berlin:
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Re: Proj.151 allgemein

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Beitragvon Foxderringer » Dienstag 11. März 2014, 00:34

mechaniker hat geschrieben:na ja, gut. Immerhin, im letzten Satz vom Beitrag 89/91 kam es zumindest bei mir so rüber als wenn die benannte Berichterstattung dauernd mit Kosten behängt waren. Natürlich gibt es auch Aussagen, die eine Bezahlung von Auskünften in Aussicht stellte. Du hast nun mal die Sache so dargestellt, deshalb würde es mich schon interessieren wie es im konkreten Fall gehandhabt wurde. Vielleicht gibt es dazu mal ein 'Extra-Thema'.
:ahoi: Mechaniker ! Die Verteilung von Geldprämien und Auszeichnungen durch das MfS war analog wie in der NVA und in anderen Organen " Gute Leistung -gute Prämie " :frechgrins: :salut: Ich diente der DDR :berlin:
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Re: Proj.151 allgemein

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Beitragvon Hogo » Dienstag 11. März 2014, 08:28

Foxderringer hat geschrieben::ahoi: Seemänner ! Die Entscheidung der Freunde war eventuell gar nicht so dumm nichts zu liefern. Eventuell schwante ihnen schon 1989 das alles was an die DDR geliefert wurde kampflos in die Hände des Feindes fallen würde . Man sollte Russland nicht unterschätzen. :salut: :berlin:


1987 vielleicht noch nicht. Aber der Hersteller der Technik war ja nicht immer gleich dem, der als Außenhandelsunternehmen die Verhandlungen führte. Und auf russischen Werften war man gewohnt, das Änderungen während der Bauzeit gemacht werden. Kein Schiff wurde dort so gebaut, wie es 10 Jahre vorher geplant wurde. Wenn es eben nötig war, etwas zu ändern, wurde das gemacht. Technischer Fortschritt wurde mit eingeplant, man war ja selbst von Exporten nicht abhängig. Bei uns sah das etwas anders aus. Das betraf übrigens auch Technik die ins Ausland geliefert wurde, sprich komplette Schiffe.
Beispiel: 1984 waren wir zur Baubelehrung Prj.1241 in Riga. Bis ca. Mitte Februar 1984 war der mit uns dort anwesende Vertreter des Kommandos der VM (zur Baubelehrung waren auch Vertreter der OHS, der Flottenschule, vom Dänholm, vom RD der 6. Flottille, sprich Werkstättenpersonal, und eben auch vom Kommando entsprechende Fachoffiziere mit) der Meinung, das wir ein Funk- bzw. FuM Aufklärungsgerät mit an Bord bekommen würden. Es stellte sich dann heraus, das ein es Gerät zur Bestimmung der Windrichtung und Stärke war. Seinen Ausruf mitten im Unterricht "Und wir glaubten, wir kriegen endlich vernünftige Technik, und die glauben das immer noch, ich muss gleich anrufen" hab ich immer noch im Ohr. Beide Geräte hatten denselben Namen. Etwas Aufklärungstechnik hatten wir dann aber doch. Man konnte mit der FuM Anlage "Harpun" auch passiv orten.



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