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Re: Erlebnisse aus meiner Dienstzeit

BeitragVerfasst: Mittwoch 28. Januar 2015, 07:23
von Bootsmann 49
Moin Lutz

Ich lese Deine Beiträge sehr gerne, auch dieser hier hat sich sehr
gut lesen lassen.
Ja wenn es bei Birne und Apfel Verwechslungen gibt kann da schon mal
eine größere Sache daraus werden sprich 1700 km.

Aber wie heißt es " Wenn Einer eine Reise tut dann kann er was erzählen "

Re: Erlebnisse aus meiner Dienstzeit

BeitragVerfasst: Mittwoch 28. Januar 2015, 14:47
von Titus052
Hallo fuß822,Obermaat Braun wurde im Herbst 1970 mit mir entlassen und das ,wenn ich mich richtig erinnere ,sogar als Meister.Kann sein es gab noch einen der Braun hies .aber eher nicht.
Gruß Jürgen

Re: Erlebnisse aus meiner Dienstzeit

BeitragVerfasst: Samstag 28. Februar 2015, 18:13
von rainertheo
Meine Gedanken über die Vergangenheit im Allgemeinen und zu meiner Dienstzeit in der Volksmarine

1967-1971

1967 nach dem Abitur und Berufsausbildung als Betonfacharbeiter in Jüterbog begann mein Dienst als Offiziersschüler der VM in Stralsund. Aufgewachsen in einem bürgerlichen Elternhaus wurde mein Entschluß, Offizier zu werden, mit Mißtrauen aufgenommen. Meine Brüder wesentlich älter als ich und auch mein Vater ( Steuerberater) versuchten vergeblich mich von meinem Vorhaben abzubringen. Sämtliche Verwandte väterlicherseits lebten in der BRD und in Westberlin, im Elternhaus wurden außer der Rumpelkammer des DDR-Fernsehens nur ARD- und ZDF-Programme angeschaut. Aus mehreren hundert Bewerbern wurde ich aber dennoch ausgewählt, eine Ausbildung zum Seeoffizier zu starten. - Bis heute ist dieser Umstand für mich Rätselhaft,da jeder Kontakt zur SED und zur Stasi fehlte-
Nach anfänglichen Problemen, die sich bis zum 2.Ausbildungsjahr hinzogen, gelang es mir nach und nach mich dem allgemeinen Zwang unterzuordnen und meine Leistungen stetig zu verbessern. Auch die politische Ausbildung zeigte ihre "Erfolge", da ich mich im Urlaub nach und nach mit dem Gedankengut meiner Brüder auseinandersetzen mußte und immer einen Spagat zwischen Urlaub in der Heimat und meinem Dienst in der VM realisieren mußte.
Im 3. Ausbildungsjahr an der Offz.-Schule wurde ich als Zugführer meiner Ausbildungsgruppe eingesetzt, was meinen ständig gewachsenen Leistungen zu verdanken war. Nach Absolvierung meines Abschlußbordpraktikums im 4. Lehrjahr in der 7.LTSB im Sommer 1971 wurde ich auf Grund meiner Leistungen von allen Abschlußprüfungen befreit und hatte meinen letzten unbeschwerten Sommer während meiner gesamten Dienstzeit in der VM.

- Fortsetzung folgt -

rt

Re: Erlebnisse aus meiner Dienstzeit

BeitragVerfasst: Montag 2. März 2015, 08:05
von fuß822
Hallo Titus052,
wenn wir den gleichen Braun meinen, er hatte eine Narbe am Kinn. Es kann sein, daß er nur zwei Monate bei uns auf der 822(206) war. Wenn du 1970 im Herbst entlassen wurdest, sind wir uns bestimmt über den Weg gelaufen. Er war bei uns im Kreis Gräfenhainichen im Wehrkreiskommando, habe öffters getroffen.

Gruß

Reinhard

Re: Erlebnisse aus meiner Dienstzeit

BeitragVerfasst: Montag 2. März 2015, 17:36
von Sir Henry
Nordperd hat geschrieben:....... Ich wurde mit zur Übernahme des zweiten Bootes eingeteilt. Es war schon erstaunlich, was da alles abgebaut, ausgesondert und abtransportiert wurde. Das gleiche erlebte ich dann nochmals, als "mein" Boot, der der die 843 bereitstand.
.....

Gruß Nordperd


Noch mal etwas zum Thema Bootsübernahme.
Bei uns an Bord 206/7, gab es auch diese Taschen, die waren aus Persenning und wurden von der russ. Besatzung für vielerlei Zwecke genutzt.

EX-ZS20080 (Medium).JPG
EX-ZS20081 (Medium).JPG
EX-ZS20083 (Medium).JPG
EX-ZS20085 (Medium).JPG


Für uns waren sie neu.
Die gingen nach der Übernahme auch von von Bord, für uns gab es keine Verwendung.
Ich habe sie genutzt für meine Taucherausrüstung.

Sie waren jedenfalls praktisch. Der Strick wurde durch die Ösen gezogen dann verknotetet schon war sie geschlossen. die Lasche schützte vor Spritzwasser.
[Beitrag moderiert, Bilder in Tabelle eingefügt - Kommandant 924]

Re: Erlebnisse aus meiner Dienstzeit

BeitragVerfasst: Mittwoch 27. Mai 2015, 18:27
von Nordperd
Ein kleines Erlebnis, was auch mit der Bootsübernahme zu tun hatte.
Und ...... inspiriert durch den Beitrag von @Dietrich Lücke zu Theaterbesuchen in Putbus.
Entweder war es zur Übernahme der 02/206 oder der 03/206 (zu deren Besatzung ich dann gehörte) Ende 1968. Als kulturellen Beitrag anlässlich der Bootsübernahme unternahmen wir gemeinsam mit der sowj. Besatzung einen Ausflug mit dem Bus zu einer Vorstellung in`s Theater Putbus. auf dem Spielplan stand "Die Räuber" von Friedrich Schiller. Die sowj. Matrosen sahen die Gelegenheit gekommen, sich doch, wenn möglich, bereits während der Hinfahrt geistigen Getränken zu widmen. Nun dachten wir, es müsste Wotka sein. Denkste ! Die wollten Weinbrand. Also ging schon mal die Flasche heimlich im Bus die Runde. Am Theater in Putbus angekommen, waren alle guter Laune. Es war noch Zeit und so wurde in einer Gaststätte in der Nähe Nachschub besorgt. Einer hatten nun die Idee, eine Flasche gleich mit in die Vorstellung zu nehmen. Dem Vorhaben wurde aber Einhalt geboten. Wohin nun mit dem Proviant ? Was wir erst während der Vorstellung erfuhren: ein ganz Schlauer hatte die Flaschen auf den Zwillingsreifen des wartenden Busses versteckt. :grübel:
Die Vorstellung verlief recht lustig. Erstens waren wir in guter Stimmung und zum anderen wollten wir unseren sowj. Kumpels das Stück erklären. Wie man sich vorstellen kann, verlief das nicht gerade lautlos. Und so gab es einige Ermahnungen. :nein:
Nach der Vorstellung fanden wir den Bus noch an der gleichen Stelle. Was für ein Glück !!!! Die Heim fahrt war gesichert. :prost1:

Nordperd

Re: Erlebnisse aus meiner Dienstzeit

BeitragVerfasst: Sonntag 1. Mai 2016, 15:14
von Hannes53
rainertheo hat geschrieben:Meine Gedanken über die Vergangenheit im Allgemeinen und zu meiner Dienstzeit in der Volksmarine

1967-1971
Im 3. Ausbildungsjahr an der Offz.-Schule wurde ich als Zugführer meiner Ausbildungsgruppe eingesetzt, was meinen ständig gewachsenen Leistungen zu verdanken war. Nach Absolvierung meines Abschlußbordpraktikums im 4. Lehrjahr in der 7.LTSB im Sommer 1971 wurde ich auf Grund meiner Leistungen von allen Abschlußprüfungen befreit und hatte meinen letzten unbeschwerten Sommer während meiner gesamten Dienstzeit in der VM.

- Fortsetzung folgt -

rt


Hallo Rainer,
da ich mit verbundenen und geschienten Fuß zum Stillsitzen verurteilt bin, schaue ich mir einige Beiträge unseres Forums an.
Mich würde die Fortsetzung interessieren. Natürlich nur, wen es Dir angenehm ist.
Danke und Gruß!
hannes