Re: EK-Bewegung und alles was dazu gehört

:steuermann: Hier ist der Platz für Anekdoten (Begebenheiten) aus der aktiven Zeit bei der VM, die nicht in Vergessenheit geraten sollten

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Re: EK-Bewegung und alles was dazu gehört

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Beitragvon Torpedomechaniker » Donnerstag 19. März 2015, 22:51

:ahoi:Heinz,
ich habe damal eine Frage.Du schreibst,daß du die Bilder gemacht hast.
Wie wurde denn damals die Bootsnummer wegretuschiert?Bei vielen
Bildern von Schiffen und Booten der VM sind keine Nummern zu sehen. :grübel:



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Re: EK-Bewegung und alles was dazu gehört

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Beitragvon hewe541 » Freitag 20. März 2015, 12:13

Hallo Torpedomechaniker, bis Oktober 1964 sind wir ohne Kennummern gefahren, denn wir liefen unter Geheimhaltung. Erst nach der Flottenparade am 7. Oktober 1964 in Warnemünde wurden an die RS-Boote Kennnummern angebracht! Da kein anderes Foto mit Kennnummer vorhanden war, haben wir ein älteres Foto ohne Kennnummer zur Verabschiedung verwendet. Es wurden fast 2 komplette Mannschaften am 3.April 1965 verabschiedet und es wären vielleicht auch Einige beleidigt gewesen. So war es mit dem Foto ohne Kennnummer ein guter Kompromiß!



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Re: EK-Bewegung und alles was dazu gehört

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Beitragvon SchikoBAT » Sonntag 19. April 2015, 19:31

Hailo allerseits,

das Thema ist schon interessant zu lesen, vor allen Dingen, weil viele Jahre unterschiedliche Dienstzeit sich über die EK-Bewegung auslassen. Es mag durchaus sein, das es in den sechziger Jahren die EK-Bewegung in der VM nicht, oder nur sehr gering vorhanden war. Die meisten Teilnehmer dieses Beitrages waren auch aktive Fahrensleute auf den Booten und hier mag es noch anders gewesen sein, als bei den Rückwärtigen (na die Jungs, die Euch mit allem versorgt haben und Euch auch im E-Fall den Hafen zum Auslaufen freigehalten hätten :genau: :hehehe: :yes:) . Von den GWD oder anderen Teilnehmern im RD hört und liest man hier im Beitrag wenig und wenn, dann mit der Aussage über die wachsender Stärke und Vorhandensein der EK-Bewegung im Laufe der Jahre. Das mag durchaus sein.

Ich habe in meiner Dienstzeit die Ausbildung in Eggesin absolviert und hier war die EK-Bewagung (trotz Uffz.-Schule) schon seitens der GWD sehr bemerkbar. Eine Vizeklammer oder ein Bandmaß begleitete mich schon hier ein 1/2 Jahr meiner Dienstzeit. Da wurde schon mal durch den Kompaniekraftfahrer mal eine Vizeklammer gezeigt, das war in den ersten Wochen auch kein schöner Anblick. Nach der Versetzung nach Dranske zur VM war ich in der Rangfolge irgendwo bei Schraube oder Mutter. Ich weiß nur noch, das man bei 1,0 - 1,5 Jahren Schäkel war. Bei 1,5-2,0 Jahren Dienszeit = Konter, dann Vize und dann EK.

Durch meine Versetzung in die Baukompanie hatte ich ja auch mit den Jungs von Bord viel zu tun und ja, hier war die Diziplin und der Respekt untereinander (egal ob 3 oder 4 Jahre) wesentlich höher, als in meiner kleinen Einheit. Dieser Respekt -auch vor dem Dienstgrad- und der Zusammenhalt hat mich durchaus beeindruckt. Denn dieser Respekt fehlte an der U-Schule völlig.
Aber ich finde, das auch in den kleinen Einheiten vom RD die EK-Bewegung noch längst nicht so ausgeprägt war wie bei den Landsern (ja, Harald, es ist so). Unsere 6 GWD und unsere 4 Maate waren eine Einheit, da macht man zwar seine EK-Späße ( Bandmaß zeigen usw.), aber letztendlich waren wir 10 Mann aufeinander angewiesen. Hier hatte fast jeder sein eigenes Fahrzeug (ich hatte sogar 2 :yes: ) und benötigte immer wieder mal Hilfe. Das ging auch den Leuten von der KfZ-Kompanie so, oder unseren MItbewohnern der Chemischen Einheit. Und wer welche Reviere in Sachen Reinigung betreut, war mir persönlich schon von Anfang an irgendwie peinlich. Da macht ein Matrose in der Maatenkammer Rein-Schiff. Hat mich überrascht, weil ich es so nicht kannte. Und es war mir nach ein paar Tagen zu doof und so verpisste ich mich immer im Gelände. Von Anfang bis Ende in Dranske. Selbst bei uns im RD kamen die Matrosen unserer Einheit zum Rein-Schiff.

Aber ja, wir haben gemeinsam mit den Chemikern auch unseren EK-Spass gemacht, E-Kugel rollen war ab und an mal immer wieder angesagt. Da wir in einer Standard-DDR-Baracke gewohnt haben (mit gemauerter Naßabteilung für Waschräume, Duschen, WC und Waffenkammer) wurden dann sämtliche Türen auf dem Flur geöffnet, so das die Kugel ganz gepflegt in den Wald rollen konnte. Alle hatten ihren Spaß und es ging nichts kaputt. Saubere Lösung und trotzdem Spaß.

Bis denne

Axel



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