Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

:steuermann: Hier ist der Platz für Anekdoten (Begebenheiten) aus der aktiven Zeit bei der VM, die nicht in Vergessenheit geraten sollten

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Re: Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

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Beitragvon Kennedy » Dienstag 17. November 2015, 19:48

Eddy hat geschrieben:Kommen wir wieder zum maritimen Brauchtum und den Ritualen zurück.

Da haben wir den für Zivilisten relativ unbekannten MITTELWÄCHTER, er wurde schon kurz in der Diskussion angeführt. Nun bei diesem „Wächter“ handelt es sich, wie Ihr alle wisst um keinen Wächter als solchen sondern um eine maritime Mahlzeit.
Gewöhnlich fahren ja die maritimen Fahrzeuge, ob Schiff oder Boot benannt, zur See und haben mitunter wenig Kontakt mit dem Land. Bei Schiffen wird im Zwei- oder Dreiwachsystem gefahren bei Booten im Einwachsystem. Die um Mitternacht beginnende Wache wurde und wird „Hundewache“ genannt, die Gefahr der nachlassenden Aufmerksamkeit ist sehr groß. Deshalb haben sich die sogenannten Altvorderen der Marine den Mittelwächter zur Versüßung dieser Hundewache einfallen lassen. Die Männer, die um 00:00 Uhr auf Wache aufziehen mussten, durften gegen 23:30 Uhr in der Messe erscheinen, wo der Smut einen kleinen Imbiss vorbereitet hatte. Würstchen mit Brot, kleine Steaks, Suppen aller Art, Schmalzstullen und ähnliches dazu Tee oder Kaffee sorgten für eine Auflockerung der Laune der Wachgänger und damit für bessere Aufmerksamkeit.

An Bord der Schnellboote, die ja im Einwachsystem fuhren, gab es da mehrere Varianten von der Suppe bis zur Bockwurst. Am beliebtesten waren aber wohl die Schmalzstullen. Mit unter war es aber nicht so einfach diesen Mittelwächter zu reichen, weil ja eigentlich in See keiner Freiwache oder Bereitschaft hatte, alle waren auf GS. Die Kommandanten fand mit dem Smut aber immer eine Möglichkeit die Truppe um Mitternacht aufzuheitern und wenn nicht anders möglich lieferte der Smut den Mittelwächter frei Haus auf GS. Ich denke aber in der Masse der Fälle der Seeausbildung oder bei Seeaufenthalt, lagen die Boote um Mitternacht auf Stopp oder vor Anker. Lagen sie länger vor Anker, gab es auch Wachwechsel und damit auch die Möglichkeit der Einnahme des Mittelwächters im Deck bzw. in der Messe. Bei LTS oder KTS war das aber ein Problem, da es hier keinen Smut an Bord gab. Diese Besatzungen, wenn sie einmal über Nacht in See blieben, griffen dann zu den Seepäckchen oder auch Komplekten, mit warmen Mahlzeiten war das so eine Sache bei den Schnellsten.
Ihr habt sicher alle Eure Erfahrungen mit diesem Mittelwächter gemacht, denn er gehört zur Marine wie das Schiff oder das Boot.

Brauchtum ist ein großer Begriff und bei den Marinen der Welt traditionell immer noch voll im Gebrauch, trotz Elektronik.
In der Volksmarine hatte man Mitte der 80er Jahre versucht daran etwas zu ändern, allen voran die Militärakademie in Dresden und das Ministerium für Nationale Verteidigung der NVA in Strasberg. Die „kleine zänkische Trachtengruppe“ im Norden hielt schon zu lange an „alten Zöpfen“ fest und das sollte geändert werden. Das ging sogar soweit, dass in Erwägung gezogen wurde, die blaue Uniform gegen grau zu ersetzen. Diese Versuche scheiterten Gott sei Dank an der weltweiten Festhaltung am maritimen Brauchtum, was noch heute in allen Marinen der Welt eine mehr oder weniger ausgeprägte Rolle spielt.

Die maritime Sprache
Wie erging es den meisten von uns, als sie zum ersten Mal durch das Tor der Ausbildungsstätte bei der Marine gingen. Hier gab es keine Häuser sondern Steinkreuzer, keine Treppen sondern Niedergänge, keine Zimmer sondern Kammern, keine Türen sondern Schotten, keine Fenster sondern Bulleys, kein Bett sondern eine Koje, keinen Schrank sondern einen Spind, kein links und rechts sondern Backbord und Steuerbord, keinen Tisch sondern eine Back, man ging nicht zum Essen sondern zum Backen und Banken – das war plötzlich eine ganz andere Welt, die Welt der Seemänner. Und wer sich schnell dieser Sprache aneignete und auch verstand diese richtig zu sprechen, der hatte schon einen kleinen Gewinn auf seiner Seite, man gehörte schon dazu, zur Marine. An Bord ging es dann weiter, hier nannte man den Kommandant den Alten, den Ersten Wachoffizier I. WO, den leitenden Ingenieur LI, Funker Puster, den Maschinisten Stoker, den Signalgast Signäler, die Matrosen in ihrer Gesamtheit Lords, das Vorderschiff Back, den hinteren Teil Achterschiff, den kleinen Übergang zwischen Pier und Boot Stelling, Saubermachen heißt Reinschiff, dazu braucht man Pütz und Feudel (Eimer und Scheuerlappen), es gibt Tampen und Taue, die aufgeschossen werden und auch brechen können, wenn das Boot in Farbe gesetzt wird, wird gepönt und so weiter.
Bei der Kleidung geht es weiter, es gibt eine Kieler Bluse mit Exkragen, es gibt eine Klapphose und eine Tellermütze. Die Ausgangsuniform ist die 1. Geige, die Dienstuniform die 2. Geige, die Arbeitsuniform Bord blau, die Freizeituniform Bord weiß, der Überzieher für kalte Tage heißt Kulani und die Wintermütze Bärenfotze.
Der Seemann zittert nicht weil er friert sondern vor Wut weil es kalt ist.
Bei der Marine galt und gilt nur die Fachsprache, und nur mit dieser gehörte man dazu und konnte sich schnell verständigen.

:ahoi: Eddy


Guten Abend,

zum Seemannssonntag hier noch eine Information https://de.wikipedia.org/wiki/Seemannssonntag
Auf der GREIF ex WILHELM PIECK hat der Tag Tradition. Auf alle Fälle gibt es zum Frühstück Eier und so kannte ich es auch von der zivilen Seefahrt.
Auf der GREIF steht in der Kombüse (auf See) der Mittelwächter in Form einer Suppe bereit. Gedacht für die Wachen 20.00 - 24.00 Uhr und 00.00-04.00 Uhr

Der Kulani heißt eigentlich Colani, genannt nach einer einst bekannten Kieler Marineschneiderei https://de.wikipedia.org/wiki/Caban_(Jacke)

Gruß

Kennedy



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Re: Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

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Beitragvon Georg » Dienstag 17. November 2015, 21:00

Hallo Kennedy!
Mit der Seemannssprache, die sofort den Fahrensmann von der Landratte unterschied, war es schon so eine Sache. Ich fand es immer Toll zu einer besonderen Truppe zu gehören, es zeugte von Stolz und Verbundenheit.
Als ich bei einem Anlegemanöver die Vorspring an Land bringen wollte und der noch recht unerfahrene Matrose zögerte, wurde ich etwas lauter und befahl "Spring über". Das tat er dann auch und landete im Bach.
Nach dem ersten Schreck gab es ein riesiges Gelächter und anschließend jede Menge Fachvokabular zu Pauken.
:genau: :hehehe: :haiattacke:



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Re: Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

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Beitragvon rolfstralsund » Mittwoch 18. November 2015, 22:07

Hallo Georg,

da hast du uns mit der "Spring über" wohl einen alten "Spruch aufgebunden".
Genau dieses "Erlebnis" soll sich bei der Ausbildung an Bord vor unserer Zeit ereignet haben, dass gleiche Ereignis hat uns schon Stabsobermeister Luther (seem. Ausbildung im Hafen) bei der Ausbildung zum Bootsmann 1964/1965 erzählt.
Aber das gleiche kann sich ja später bei dir an Bord auch ereignet haben.
Nichts für ungut,
Rolfstralsund.
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Re: Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

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Beitragvon rolfstralsund » Mittwoch 18. November 2015, 22:44

Ein Gruß an alle an Bord.

Wie Sir Henry schon schreibt, den Donnerstag als "Seemannssonntag" gab es auch bei den 183ern nicht.
Umso mehr haben wir uns in der Zeit von 1965 bis 1968 auf den Sonntag gefreut. Nur an diesem Tag gab es Bohnenkaffe zum Frühstück.
Einige Male kam es vor, dass der Koch auf dem Wohnschiff irrtümlich das Seeventil geöffnet hatte, um den Kochkessel zu befüllen.
Die Gesichter nach dem ersten Schluck sehe ich heute noch vor mir, die ganze U-Messe hat rebelliert und der Koch hatte keinen guten Tag.
Aber wir haben überlebt, durch diesen "Seemannssonntag" kam ich wieder auf die "Enttäuschungen" am Sonntag.
Allen eine schöne Woche.
Rolfstralsund
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Re: Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

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Beitragvon Bootsmann 49 » Donnerstag 19. November 2015, 06:52

Moin Rolf

Mir ist aufgefallen dass Du auf dem Gruppenfoto ohne Kopfbedeckung
bist und die Unfimorm hast Du mit auch nicht an oder was ist
das für eine Anzugsordnung ??

Wünsche Dir noch eine schöne Restwoche

Bootsmann 49
Bis demnächst
grüßt Hugo Bootsmann 49



Wenn du Heute aufgibst, wirst du nie wissen
ob du es Morgen geschafft hättest



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Re: Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

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Beitragvon grauer Wolf » Donnerstag 19. November 2015, 09:46

Hallo Rolf :ahoi:
auf Deinem Gruppenfoto habe ich den LI erkannt. Er war wenn ich mich nicht täusche auf der S 33 als LI tätig. Warum er mir in Erinnerung geblieben ist, war sein damaliges Hobby! Er hat Replikate von Vorderladerwaffen gebaut, wenn man von Replikaten sprechen kann wenn Originalteile mitverbaut werden. Er hat sogar einen Duellpistolensatz für einen runden Geburtstag vom BCH der Schulbrigade Dr. T... gebaut. :ok: Auch sonst einer der Vorgesetzten die in guter Erinnerung bleiben. Weißt Du wo er abgeblieben ist ?
recht Herzliche Grüße aus der schönen Residenzstadt Neustrelitz
Hans :mecklenburg-vorpommern:
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Re: Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

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Beitragvon spilli » Donnerstag 19. November 2015, 10:24

Jo Hans,
hast recht links auf dem Bild ist der Li von der s33,
Gruß spilli Bild

Achte auf die Stille und bewahre sie denn sie bringt alle Träume des Menschen

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Re: Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

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Beitragvon Georg » Donnerstag 19. November 2015, 21:33

Hallo Rolfstralsund !
Ich gebe zu meine Geschichte über den Matrosen, der bei dem Kommando " Spring über" in den Bach springt, klingt sehr nach Seemannsgarn, hat sich aber und vielleicht sogar nicht zum ersten Mal genau so zugetragen.

Seemänner sind bekanntlich schon immer sehr abergläubisch gewesen. Ich eher weniger. Aber ein Vorfall hat mich doch etwas, sagen wir mal verunsichert.
Nach abgeschlossener Werftliegezeit, sollten wir wieder zurück nach Dranske verlegen. Bei der Musterung der Besatzung stellte ich fest, daß sich etliche Besatzungsmitglieder nicht rasiert hatten. Das Argument " das bringt Unglück " ließ ich nicht gelten. Wir waren ja schließlich nicht auf See und mußten Wasser sparen - jeder Seemann weiß ja wie wertvoll Trinkwasser auf See ist.
Ich sollte bei der Überfahrt für meine Kommandanten Prüfung üben und nach Befahren den Fahrwassers die Schiffsführung übernehmen. Doch soweit kam es nicht. Während der Revierfahrt hatten wir Grundberührung, alle drei Schrauben sahen aus wie Korkenzieher.
Keiner sagte Etwas, aber so Mancher ging an mir vorbei und strich sich mit der Hand über das glattrasierte Kinn. Ich habe danach vor dem Auslaufen alles Mögliche kontrolliert, nur die Rasur nicht mehr.
:nein: :peinlich:



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Re: Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

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Beitragvon rolfstralsund » Donnerstag 19. November 2015, 23:14

Danke Georg für deine schnelle Antwort.
Als ich den Artikel abgesandt hatte, habe ich mich schon geärgert.
Zum einen wollte ich nicht deine Kompetenz als Kommandant in Frage stellen, wo du dieses Erlebnis ja selbst hattest, aber diese Geschichte von Stabsobermeister Luther hatte sich so in meinem Gedächtnis eingeprägt.
Wir hatten in der seem. Ausbildung gerade das stehende und laufende Gut behandelt, Vor- und Achterleinen sowie die Funktionen der Spring kennen gelernt, als uns SOM Luther von diesem "Spring über" Vorkommnis berichtete.
Deshalb hatte ich im ersten Moment an "Seemannslatein" gedacht.
Hoffentlich nimmst du mir es nicht krumm.
Solltest du bei dem nächsten Treffen der Schnellbootfahrer im Mai 2016 in Stralsund dabei sein, würde ich gerne mit dir anstoßen.
Alles Gute,
Rolfstralsund.
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Re: Maritimes Brauchtum in der Volksmarine / Schnellboote

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Beitragvon rolfstralsund » Donnerstag 19. November 2015, 23:58

Hallo Bootsmann 49,

da hast du gut erkannt , dass ich als Bootsmann nicht korrekt in Uniform bin.
Kurz vor der Foto-Aufnahme zum "besten Boot" der 2. TS-Abteilung hatte ich vor dem Abslipen einen Unfall.
Beim Pönen der Bootsnummer rutschte die Holzleiter weg, ich stürzte ab und knallte mit dem Arm auf die Schiene der Slipanlage.
Der Arm war gebrochen, deshalb der Isländer (Rollkragenpullover).
Grüße an alle,
Rolfstralsund.
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