Namensgebung Volksmarine

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Re: Namensgebung Volksmarine

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Beitragvon Eddy » Mittwoch 29. Januar 2020, 20:18

Nun etwas zu meinen selbst gemachten Erfahrungen mit der Traditionsarbeit.
Als ich das erste Mal mit den Traditionen der 6. Flottille konfrontiert wurde war ich zum Truppenpraktikum in Dranske-Bug, Juni 1973. Wir hatten im 4. Studienjahr ja die spezielle Laufbahn für schnell laufende Maschinen als Vorbereitung auf unseren vorgesehenen Einsatz. Von den zehn Ing.-Schülern, die zu den Schnellbooten kommen sollten und eine spezielle Ausbildung auf den M 503 A erhielten, waren auch zwei, die auf M 50 F ausgebildet wurden. Einer davon war ich und unser Einsatzgebiet hieß LTS-Boote.
Im Gespräch mit den Offizieren und Maaten erfuhr ich, dass auf dem Schwimmenden Stützpunkt H-97 eine Mannschaftskammer als Traditionszimmer umgebaut sei. Das machte mich neugierig und ich stelle die Frage nach der Öffnung. Da auch seemännische Offiziersschüler mit im Praktikum waren, also künftige Kommandanten, zeigte man uns das Zimmer. Für mich war vorerst der Inhalt nicht ganz so wichtig aber die bildliche und dokumentarische Gestaltung der Geschichte der Brigade war faszinierend.
Als ich dann am 01.09.1973 meinen Dienst als Leutnant (Ing.) in der Brigade antrat hatte ich vorerst andere Sorgen, nämlich die Menschen und die Technik. Meine Frau wohnte in Glowe und unsere Tochter war unterwegs. Als Jungleutnant fuhr ich auch nicht jeden Tag nach Glowe sondern blieb meist die Woche über an Bord.
Das Traditionszimmer der Brigade war Bestandteil der politischen Erziehung und Bildung. Neu zuversetzte Maate bekamen im Rahmen der Politischen Schulung oder zu FDJ-Veranstaltungen Kenntnis von dem Namensgeber Fritz Globig und den bisher Erreichten der LTSB-Brigade. Da ich Schulungsgruppenleiter der Politschulung bei den LM´s war, musste ich mich also vorher über den Inhalt des Zimmers informieren. Dabei halfen mir die Mitarbeiter der Politabteilung der Brigade.
Im Herbst 1974, also nach einem Jahr erfolgte meine Kommandierung zur Militär-Politischen-Hochschule der NVA nach Berlin-Grünau. Nach zehn Monaten kam ich in die Flottille zurück und wurde Politstellvertreter auf dem RS-Boot „PAUL SCHULZ“ der 5. RTSB-Brigade. Mit Unterstützung des Kommandanten und LI´s machte ich mich mit dem Boot, der Besatzung und dem Namensgeber vertraut. Im Steuerbord – Seitengang, direkt neben der Brücke innen war das Namensschild angebracht. Auch hier wurde der Namensgeber in der Politschulung und Eingewöhnung von neu zuversetzten Besatzungsmitgliedern verwendet. Im Traditionsbuch des Bootes, beim Kommandanten aufbewahrt, wurden die Ziele und Ergebnisse des sozialistischen Wettbewerbes sowie die Erfüllung der militärischen Hauptaufgaben eingetragen. Ein Jahr war ich an Bord des Bootes eingesetzt und habe viele Höhen und Tiefen der Schnellbootsfahrerei mitgemacht, die sehr einprägsam waren. 1976, nun schon Oberleutnant erfolgte meine Versetzung vom Boot in die Politabteilung der Brigade, ich wurde als Oberinstrukteur für Parteiarbeit in der 5. RTSB-Brigade befohlen. Diese Planstelle sollte ich meine ganze Dienstzeit über bis zum 30.09.1990 inne haben, natürlich in verschiedenen Brigaden bzw. den Rückwärtigen Diensten.
So erfolgte 1978 meine Versetzung in die 7. LTSB-Brigade „Fritz Globig“, also dorthin, wo ich eigentlich herkam. Nur mit dem Unterschied, es gab keine LTS-Boote mehr sondern nur noch KTS-Boote und ich war nicht als Ing. dort sondern als Politoffizier. Der Unterschied war nicht so groß aber wir hatten nun in den Besatzungen auch Matrosen. Einige von den Steuermännern und Motorenmeistern waren auch Berufsunteroffiziere, also ganz andere Bedingungen in der Arbeit mit den Menschen. Zu diesem Zeitpunkt war die 7. LTSB-Brigade immer noch die einzige Brigade mit Traditionszimmer.
Ich beschäftigte mich intensiver mit dem Leben vom Namensgeber Fritz Globig.
Fritz Globig

25.01.1892 als Sohn eines Schneidermeisters in Leipzig geboren, er hatte noch zehn Geschwister
Als Vierjährigen verlor er seinen rechten Unterarm bei einem Straßenbahnunfall
1906 – 1910 Lehre als Chemigraph mit anschließender Wanderschaft nach Stuttgart, Dresden und Genf
Mit Kriegsausbruch zurück nach Berlin, aktiv in der Jugend der Spartakusgruppe
Teilnahme am Gründungsparteitag der KPD,
als Journalist bei mehreren kommunistischen Zeitungen
1919 Hochzeit mit Marta
1919 – 1921 Sekretär und Referent der KPD-Zentrale in Berlin
1921 Geburt von Sohn Hans
1923 – 1926 Chefredakteur der „Arbeiterzeitung“ in Bremen, gleichzeitig Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender der KPD in der Bremer Bürgerschaft
1926 – 1929 Redakteur der „Sächsischen Arbeiterzeitung“ in Leipzig
1930 Reise in die Sowjetunion mit mehrmaliger Rückreise nach Deutschland
1931 Frau und Sohn folgen Fritz in die SU
1932 Fritz wird Mitglied der KPdSU
1937 vom NKWD verhaftet und zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt, Grund war „konterevolutionäre Tätigkeit“
1941 Sohn Hans kommt die berüchtigte „Arbeitsarmee“ und wart nie mehr gesehen
1943 doppelseitige Lungenentzündung und TBC
1943 Scheidung von Marta
1948 – 1955 Schlosser im Schacht 36 in Karaganda
1955 Rückkehr in die DDR
1957 – 1961 politischer Mitarbeiter der SED-Bezirksleitung Leipzig
1958 Buch „… aber verbunden sind wir mächtig“
1960 Teilnahme an der Namensverleihung „Volksmarine“
1962 Karl-Marx-Orden
F. Globig gehörte zum Autorenkollektiv der achtbändigen „Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung“
24.02.1970 verstorben

Das war auch gut so, denn bereits am 24.01.1979 fuhren der BCH, zwei Stabsmatrosen und ich für drei Tage nach Leipzig zum jährlichen Treffen der Namensträger. Treff war bei der FDJ-Grundorganisation der Bezirksverwaltung des Zolls der DDR. Es kamen Vertreter von der Kampfgruppeneinheit Nauen und von einer Brigade der Kirow-Werke Leipzig, die alle den Namen FRITZ GLOBIG trugen. Mit dabei war immer Erich Globig, der Bruder von Fritz und der war sehr unterhaltsam. Der 25.01. war der Geburtstag von Fritz Globig und an diesem Tag erfolgte jährlich eine Kranzniederlegung am Grab von Fritz in Leipzig. Anschließend lud die FDJ-GO zum gemeinsamen Gespräch ein und es fand eine kleine Feier statt. Tief beeindruckt von diesen Tagen fuhren wir nach Dranske zurück. Am 01.03., den Tag der NVA waren wir dann die Gastgeber für alle Namensträger. Auch hier traf Erich Globig mit als Gast ein. Ich holte ihn und die anderen Vertreter mit einem B-1000 in Bergen vom Bahnhof ab. Nach der Musterung fanden sich alle Gäste und einige der Besatzungsmitglieder in der Offiziersmesse des Schwimmenden Stützpunktes zusammen, um gemeinsam zu feiern. Das Traditionszimmer wurde dazu mit einbezogen. Wir stellten fest, dass der Zustand des Zimmers nicht mehr aktuell war und viele Fotos und Dokumente waren verblast. Fazit, nicht mehr zeigenswert. In Absprache mit dem BCH machten wir uns als Politabteilung an eine neue Ausgestaltung. Die Mitglieder des Fotozirkels wurden mit eingespannt und schon bald hatten wir ein neues und aussagekräftiges Traditionszimmer, wo auch das Original vom „Karl-Marx-Orden“ von Fritz Globig gezeigt wurde. Zur Eröffnung des neu gestalteten Zimmers im Juni 1979 kam auf Einladung des BCH der FCH, Kapitän zur See Dönitz und der Leiter der Politabteilung der Flottille, Kapitän zur See Riedel, beide ehemalige Angehörige der Führung der 7. LTSB-Brigade.
1979-06 Neueröffnung Tradzi an Bord (2).jpg
1979-06 Neueröffnung Traditionszimmer.jpg

Fortan wurden alle Gäste der Brigade im Rahmen ihres Besuches in das Zimmer geführt und trugen sich dort ins Traditionsbuch ein, unter anderen Irina Walkow Weltmeisterin im Fallschirmspringen, Frank-Michael Wahl, Olympiasieger im Handball 1980 in Moskau usw.
Die fünf Jahre, die ich in der 7. LTSB-Brigade, ab Dezember 1982 7. TSB-Brigade als Parteiarbeiter tätig war gab es viele beeindruckende Veranstaltungen mit dem Namen „FRITZ GLOBIG“. So gab es auch seit 01.05.1978 die „Fritz-Globig-Stele“ neben der LTS-Halle im Hafen. Hier wurden am 01.03. immer die Kränze durch die Namensträger abgelegt oder der Fritz-Globig-Gedenklauf wurde durch die Sportorganisation der Flottille ins Leben gerufen. Start und Ziel der ca. 10 km war die Stele im Hafen.
[/table[table]
1979-01 beim Zoll Leipzig (3).jpg
1979-03 Erich Globig.jpg
1979-03 Musterung Tag NVA.jpg

1982-01 Leipzig 90.Geburtstag Fritz Globig (1).jpg
1982-01 Leipzig 90.Geburtstag Fritz Globig (3).jpg
1982-01 Leipzig 90.Geburtstag Fritz Globig (2).jpg

fritzglobig.jpg

Ab 01.12.1983 wurde ich dann in die 1. RTSB-Brigade versetzt und mein BCH wurde Kapitän zur See Zimmer. Mein Einsatz für ein Jahr erfolgte als Leiter der Politabteilung der Brigade m.d.F.b. Somit war ich Stellvertreter des BCH und verantwortlich für die gesamte politische Arbeit und den Freizeitsport. Mir fehlte irgendwie die konkrete Traditionsarbeit in der Brigade und ich sprach beim BCH diesbezüglich vor. Nach Beratungen im Führungsorgan und Absprachen mit der UA Finanzen machten wir uns Ende 1984 daran, ein Traditionszimmer in der 1. RTSB-Brigade aufzubauen. Als Räumlichkeit bekamen wir den Spezialistenraum des Schwimmenden Stützpunktes der 1. TS-Abteilung. Alle Namensträger der Boote wurden eingearbeitet, die Aufgabenerfüllung der Brigade in Bild und Dokument dargestellt. Was in der Waffenkammer blieb, war die Truppenfahne. Nun hatten zwei Brigaden ein Traditionszimmer.
Mit meiner Versetzung 1986 in die Rückwärtigen Dienste, wurde auch dort 1988 ein Traditionszimmer im O-Block hinter dem Stabsgebäude eingerichtet. Das war über zwei verbundene Zimmer gebaut und beinhaltete alle Einheiten der RD der 6. Flottille. Also auch hier hinterließ ich Spuren der Traditionspflege. Von 1990 bis 1999 hielt ich still, dann baute ich mit den Mitgliedern des Heimatvereins Dranske e.V. das Museum in Dranske auf, wo ich mich noch heute viele Stunden beschäftige. Es gibt noch so viele ungeklärte Fragen der Geschichte, speziell zum Bug, dass ich eigentlich genug zu tun habe.
So, nun seit Ihr dran mit Euren Erfahrungen.
Bis denne
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Re: Namensgebung Volksmarine

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Beitragvon Helmut42 » Donnerstag 30. Januar 2020, 12:10

Hallo ,lieber Eddy .
Ich dachte ,das ich zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung und zum antifaschistischen Widerstand ganz
gut im Stoff stehe .
Aber ich muß sagen das mich Deine Berichte ,speziell zu Fritz Globig ,mit den exakten Daten und der Zeittafel
beeindrucken .
Auch wir haben 1981 eine große Formation der Zivilverteidigung in Halle mit dem Ehrenname " Fritz Globig "
ausgezeichnet .An dieser Ehrung nahm der Leiter der ZV Generaloberst Fritz Peter .der Vorsitzende des Rates des Bezirkes sowie nähere Verwande von Fritz Globig teil. Es war eine sehr würdevolle Ehrung an unserer Bezirksschule in Laucha .
Wir hatten auf Initiative meines Stellvertreters für politische Arbeit in dieser Lehreinrichtung ein Traditionskabinett von hoher Qualität . Höhepunkt dieser Ausstellung war ein großes Gemälde eines Künstler aus Halle ( Heino Kuczinsky) mit speziellen Motiven zur Zivilverteidigung in Halle. Es war ein Geschenk vom Rat des Bezirkes zu Ehren des 25.Jahrestages der ZV.
Auch Bilder und z.T. Originaldokumente von Fritz Globig hatten in diesem Kabinett einen würdigen Platz.
Frag mich nicht was nach 1990 aus all den wertvollen Dokumentationen und Bildern geworden ist. Ich kann nur sagen das diese Schule als Unterkunft zur Altenpflege und Asylbewerber genutzt wurde , Viele Zeitdokumente
wurden sicherlich der SERO zugefürt . Unsere Meinung dazu war nicht gefragt !!

Ich wünsche Dir auf Deiner Insel alles GUTE und natürlich Dir und Deiner lieben Frau beste Gesundheit
Helmut 42 aus HALLE
Ich bin gespannt auf weitere Berichte von Dir zu den geschichtlichen Abhandlungen .

Viele Grüße an Dich auf Deiner Insel
Bleib gesund und alles Gute auch an Deine nette Frau



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Re: Namensgebung Volksmarine

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Beitragvon Eddy » Donnerstag 30. Januar 2020, 12:40

Helmut42 hat geschrieben:....
Auch wir haben 1981 eine große Formation der Zivilverteidigung in Halle mit dem Ehrenname " Fritz Globig " ausgezeichnet.
An dieser Ehrung nahm der Leiter der ZV Generaloberst Fritz Peter .der Vorsitzende des Rates des Bezirkes sowie nähere Verwande von Fritz Globig teil. Es war eine sehr würdevolle Ehrung an unserer Bezirksschule in Laucha . ...

Hallo Helmut,
das ist mir völlig neu, dass 1981 eine ZV-Einheit in Halle auch den Namen trug. Wieso sind da nie Vertreter beim Treffen der Namensträger mit dabei gewesen, z.B. zum 90. Geburtstag von Fritz Globig im Januar 1982.
(Habe die Fotos dazu nachträglich in meinen Hauptbeitrag mit eingefügt.)
Da ich 1983 die 7. TSB-Brigade "FRITZ GLOBIG" verlassen habe, haben ich nur noch verfolgt, dass das Kleine Raketenschiff 1241-03 den Namen verliehen bekam, das war im Oktober 1985. Wo allerdings der Inhalt der Traditionszimmer der 7. und 1. Brigade nach Indienststellung der neuen Schwimmenden Stützpunkte hingekommen ist, kann ich nicht sagen. Zumindest weiß ich, dass der Karl-Marx-Orden von Fritz Globig mit Urkunde nie auf dem Schiff "FRITZ GOLBIG" war. 1988 anlässlich des 25. Jahrestages der 6. Flottille waren noch einmal Vertreter der Namensträger auf dem Bug und natürlich viele andere Gäste.
Dazu gehört das Bild mit der großen Musterung an der LTS-Halle oben.
1988-04-29 Flottillenmusterung (5).jpg
1988-04-29 Flottillenmusterung (9).jpg

1988-04-29 Flottillenmusterung (11).jpg
1988-04-29 Flottillenmusterung (14).jpg

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Re: Namensgebung Volksmarine

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Beitragvon Fritz Gast » Donnerstag 30. Januar 2020, 13:00

Ahoi Eddy, Ahoi Helmut,
die Pflege der Tradition von Namensträgern wurde ja damals groß geschrieben. Es wurden immer wieder neue Informationen, Dokumente und Fotos ans Tageslicht gebracht.
Gerade wenn man noch Verwandte, Bekannte, Weggefährten und Freunde kontaktieren konnte.
Das war bei unserem " Fritz Gast" ziemlich schwierig.
So gestaltete sich an jedem Festtag fast die selbe Zeremonie und das mit stetiger Wiederholung, weil eben die Informationen ausgeschöpft waren.
Und in den Betrieben wurden doch die Traditionszimmer beseitigt und ausgeräumt, weil es nicht mehr zeitgemäß bzw. nicht mehr der Wahrheit entsprach, siehe Murzys Beitrag zum "Reichpietsch- Köbis- Denkmal" in der 6. Flottille, was es darstellen soll.
Es gab noch ein paar Clevere die vielleicht das ein oder andere Exponat privat mitnahmen und heute über E- bay verkaufen.
Ich habe z.B. eine original unterschriebene Seite unseres Admirals Hoffmann zur Änderung einer Dienstvorschrift vom 29.05.1990. ersteigert.
Gruß Fritz Gast



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Re: Namensgebung Volksmarine

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Beitragvon Helmut42 » Donnerstag 30. Januar 2020, 16:00

Hallo Eddy.
die Verleihung von Ehrennamen wurden ja sehr langfristig und auch bei uns in der ZV .vor allem durch die Politorgane , vorbereitet . Dazu gab es Abstimmungen und Vorlagen zu der BL der SED und bei uns mit der
Hauptverwaltung der ZV in Berlin .
So wie mir nach dieser langen Zeit bekannt ist , waren auch mein Stv. Polit mit einem Vertreter der HV ZV und
den Kdr, der betreffenden Formation 1979 in Leipzig .
Näheres dazu ist mir nicht mehr bekannt .
Ich kann nur sagen ,das in der Phase der Vorbereitung 1980 / 1981 recht umfassende Vorbereitungsaktivitäten
an unserer Bezirksschule in Laucha erfolgten .

Soweit dazu

Helmut42



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Re: Namensgebung Volksmarine

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Beitragvon murzy » Freitag 19. Juni 2020, 10:40

Freitag, 19.06.2020
danke an alle die das Thema so anschaulich bearbeitet haben.

Nachfolgend stelle ich hier die Einladung zur Festveranstaltung der Namensgebung Volksmarine ein.
Eddy, dich bitte ich, diese Einladung weiter zu leiten in die Foren der 1. und 4. Flottille.
Es könnte sein, dass die Einladung auch aus anderen Quellen eingestellt wird. Das ist nicht problematisch. Doppelt hält besser.
Ich hoffe hier auf weitere Erinnerungen an unsere Traditionspflege in den nächsten Monaten. Das wäre dann auch eine Bereicherung auf den 60. JT der VM.

Anlage
Verband zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V.
Org. Komitee 60 Jahre Volksmarine

Liebe Genossen, Kameraden und Freunde,
vor 60 Jahren, am 3.November 1960, beschloss der Nationale Verteidigungsrat der DDR den Seestreitkräften der Nationalen Volksarmee den Ehrennamen „Volksmarine“ zu verleihen.
Die feierliche Namensverleihung erfolgte anlässlich einer Flottenparade im Greifswalder Bodden am 4. November 1960 durch den Minister für Nationale
Verteidigung, Generaloberst Heinz Hoffmann.
Der Verband zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V. plant, in Zusammenarbeit mit den Marinekameradschaften Bug und Peenemünde, am 7. November 2020 in der Zeit von 09.00 Uhr bis 16.30 Uhr eine festliche Veranstaltung zur Erinnerung an die Verleihung des Ehrennamens „Volksmarine“ durchzuführen. Die Veranstaltung findet in Peenemünde, Standort der
1. Flottille, statt.

Für das Treffen am 7. November 2020 ist folgender Ablaufplan vorgesehen:
1. Anreise bis 09.00 Uhr, Parken auf den ausgewiesenen Parkplätzen
2. Bis 09.30 Uhr, Treffen der Teilnehmer am Marinemuseum der 1. Flottille,
vor dem kleinen Raketenschiff 1241, „Hans Beimler“
3. Feierliches Flaggenzeremoniell mit setzen des großen Flaggenschmucks
4. 09.50 Uhr Standortwechsel zum Festsaal im Historischen-Technischen Museum
5. 10.10 Uhr bis 12.00 Uhr
- Eröffnung der Festveranstaltung
- Festreferat durch Konteradmiral a.D. Gerhard Müller
- Grußbotschaften
6. 12.00 Uhr bis 14.30 Uhr Backen und Banken in der Traditionsgaststätte
Zwiebel, Besuch der Museen, des kleinen Raketenschiffes, des Raketen-U-
Bootes und Kameradschaftstreffen
7. 14.30 Uhr bis 15.00 Uhr Vizeadmiral Hendrik Born: Würdigung der Traditionsarbeit in der Volksmarine nach 1990
8. 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr Konzert durch das Wieker Jugendblasorchester
9. 16.30 Uhr Ende der Festveranstaltung.
10. Das Organisationskomitee bereitet für Gäste und Interessenten auf eigene Kosten ab 19. 00 Uhr einen Seemannsabend vor. Der Ort und die Kosten werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Das Org.-Komitee behält sich vor, notwendige zeitliche Präzisierungen vorzunehmen.
Zu dieser festlichen Veranstaltung laden wir Dich (Sie) herzlich ein und bitten um
- Anmeldung zur Teilnahme und
- Überweisung des Teilnehmerbeitrages von 40,00 €
bis spätestens zum 15. August 2020. (siehe Anlage)
Für Übernachtung stehen auf der Insel Usedom Hotel- und Pensionsplätze zur Verfügung. Übernachtungen sind in eigener Zuständigkeit rechtzeitig zu buchen.


Mit kameradschaftlichem Gruß


im Original gezeichnet:

Prof. Dr. Hans Fischer Werner Murzynowski
Fregattenkapitän a.D. Kapitän zur See a.D.

Stralsund/Berlin, am 18. 06. 2020

Einladung 60 Jahre Volksmarine.doc


[Beitrag moderiert, Daten entfernt und als Datei eingestellt Eddy]
mit freundlichen und kameradschaftlichen Grüßen

murzy
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Re: Namensgebung Volksmarine

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Beitragvon sani » Donnerstag 9. Juli 2020, 21:32

Wollt Ihr Organisatoren das wirklich in den Coronazeiten durchführen?
Klar 60. Jahre Namensgebung Volksmarine klingt schon einmal ganz gut.
Aber es ist eine nur eine Jahreszahl,natürlich mit Geschichtlichen Hintergrund .Eine Festveranstaltung kann man auch später durchführen.
Aber ehrlich gesagt ich habe in dieser Pandemie zeit da doch schon bedenken wenn ich Organisator dieser Veranstaltung wäre..
Viele Kameraden habe eine Gesundheitliche Belastung auf Grund des Alters und auch bestimmt einer Gesundheitlichen Vorgeschichte.
Da müssen schon eine Menge Maßnahmen ein-und durchgeführt werden um die Kameraden zu schützen.
Ich möchte nun hier nicht alles schwarz malen.
Aber das Schutzprogram mit Pandemie habe ich früher schon in der Breitenausbildung gelehrt im Rahmen des DRK Zivil-und Katastrophenschutz.
Jetzt haben wir das alles im Land.Und keiner von uns kann vorhersagen wie lange das so noch geht.
.Nur das so einmal aus Sicht eines Sani.
Zuletzt geändert von sani am Samstag 11. Juli 2020, 01:57, insgesamt 1-mal geändert.



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Re: Namensgebung Volksmarine

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Beitragvon Eddy » Samstag 11. Juli 2020, 11:18

Die letzten drei Beiträge verschoben. -> -> -> Mißverständnisse
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Re: Namensgebung Volksmarine

[19 / 32]

Beitragvon Kennedy » Mittwoch 22. Juli 2020, 21:21

sani hat geschrieben:Wollt Ihr Organisatoren das wirklich in den Coronazeiten durchführen?
Klar 60. Jahre Namensgebung Volksmarine klingt schon einmal ganz gut.
Aber es ist eine nur eine Jahreszahl,natürlich mit Geschichtlichen Hintergrund .Eine Festveranstaltung kann man auch später durchführen.
Aber ehrlich gesagt ich habe in dieser Pandemie zeit da doch schon bedenken wenn ich Organisator dieser Veranstaltung wäre..
Viele Kameraden habe eine Gesundheitliche Belastung auf Grund des Alters und auch bestimmt einer Gesundheitlichen Vorgeschichte.
Da müssen schon eine Menge Maßnahmen ein-und durchgeführt werden um die Kameraden zu schützen.
Ich möchte nun hier nicht alles schwarz malen.
Aber das Schutzprogram mit Pandemie habe ich früher schon in der Breitenausbildung gelehrt im Rahmen des DRK Zivil-und Katastrophenschutz.
Jetzt haben wir das alles im Land.Und keiner von uns kann vorhersagen wie lange das so noch geht.
.Nur das so einmal aus Sicht eines Sani.

Daran habe ich auch gedacht. Nach Möglichkeit wollte ich fahren.
Habe aber noch ein Bedenken: Wenn ganz vorn geparkt wird, dann sind die Wege ziemlich lang. Zum RS-Boot-U-Boot-Vortragssaal-Zwiebel. Nicht alle sind mehr gut zu Fuß. Ich weiß nicht , ob an ein Shuttle gedacht worden ist. Wir werden sehen, auch wegen Corona.



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Re: Namensgebung Volksmarine

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Beitragvon Hogo » Donnerstag 23. Juli 2020, 09:10

Shuttle Verkehr wird gewährleistet, auch für Rollstuhlfahrer.



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