"Sturmbahn" an Bord

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Re: "Sturmbahn" an Bord

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Beitragvon Hannes53 » Freitag 25. Mai 2018, 18:24

rolfstralsund hat geschrieben:Zu unserer Zeit bis 1968 war der Dienst im Hafen mit der Erhaltung unserer Holzboote ausgefüllt.
Bei bis zu 15 Seetagen im Monat hatten die Maschinen- und die Decksleute genug zu tun, um alles wieder für Seeeinsätze klar zu machen.
Sicher wurden auch chemische Übungen, Leckwehrübungen und dergleichen durchgeführt, aber "Sturmbahn an Bord" das klingt für mich als Bootsmann eines Kampfbootes als eine Art "Beschäftigungstheorie" für Hafenlieger.
Sicher hat es der körperlichen Ertüchtigung und der Beweglichkeit gut getan und ich werde einen Sturm der Entrüstung auf meinen Artikel erleben. Aber dieses Thema so in den Vordergrund der Wortmeldung zu machen, finde ich "endschuldigt den Ausdruck", Kinderkram.
CCI_000079 (Medium).jpg


Wie waren die Zeiten schön, als die VM noch die TS-Boote aus Holz hatte. Von 15 Seetagen im Monat habe ich und sicher auch viele andere der späteren nicht so harten Generation der Schnellbootsfahrer geträumt. Aber mit 10 bis 15 Motorstunden je Seeausbildung wäre das trotzdem bei 15 Tagen in See recht langweilig geworden. Die ganze Zeit vor Anker oder irgendwo östlich von Rügen treibend mit Rollentraining oder anderen Ausbildungsmaßnahmen sowie Wartung beschäftigt, hätte die Begeisterung für das Schnellbootfahren sicher nicht gesteigert. Selbst bei der normalen Seewache war nur ein relativ kleiner Teil der Besatzung beschäftigt.
Spaß bei Seite. Den Begriff „Sturmbahn“ habe ich vielleicht etwas unglücklich gewählt, „Hindernisbahn“ wäre vielleicht passender gewesen. Eine Beschäftigung nur um die Zeit totzuschlagen, war diese Maßnahme sicher nicht. Während meiner Bordpraktika in der Zeit meines Studiums auf der „Robbe“, KSS „Riga“ oder MSR habe ich bei der Seeausbildung an dieser „MKE“-Aktion teilgenommen. Der Sinn des Laufes war auch recht leicht zu erklären. Der Seemann sollte schnell viele Wege durchs Schiff zurücklegen. Das trainierte die Geschicklichkeit und war während des Rollentrainings von Vorteil. Auf jeden Fall war das keine Maßnahme für den Hafen, sondern wurde nur in See bei Liegezeiten ohne Fahrt ab und an durchgeführt.
Eine Erörterung des Themas finde ich nicht verkehrt, auch wenn es für Kampfbootfahrer „Kinderkram“ ist, wenn man sich mit dem Leben an Bord und tatsächlichen Ablauf der Ausbildung im Hafen und See auf Projekt 206 beschäftigt.
Hannes53



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Re: "Sturmbahn" an Bord

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Beitragvon Nordperd » Freitag 25. Mai 2018, 18:43

rolfstralsund hat geschrieben: .....und ich werde einen Sturm der Entrüstung auf meinen Artikel erleben. Aber dieses Thema so in den Vordergrund der Wortmeldung zu machen, finde ich "endschuldigt den Ausdruck", Kinderkram.
@rolfstralsund


Hallo Rolf, kein Sturm der Entrüstung, aber widersprechen möchte ich Dir zum "Kinderkram" doch. :sorry: Wie Du erkennen kannst, gibt es sehr unterschiedliche Erinnerungen zu dem Thema und immerhin bis hierher 9 Beiträge dazu. Immerhin mal wieder etwas Bewegung im Forum und ich hoffe auf noch mehr Beiträge zu dem Thema, denn ich bin immer noch am Grübeln, ob wir nicht doch so etwas durchführen mussten. Und auch wenn wir "hölzerne Matrosen auf stählernen Booten" waren, um Zeit tot zu schlagen wurden diese Maßnahmen (wenn sie dann statt fanden) sicher nicht durchgeführt.
Dir ein schönes Wochenende und :salut:
11/67 - 10/68 : Flottenschule Parow
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In dieser Zeit u.a.: Schulboot in Parow, Torpedoerprobung Saßnitz, Werft Wolgast



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Re: "Sturmbahn" an Bord

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Beitragvon Dietrich Lücke » Freitag 25. Mai 2018, 19:10

Ich habe als Kraftfahrer der "Rückwärtigen" von dieser Sache nicht die geringste Ahnung. Aber ich halte sie für die Ausbildung auf gar keinen Fall für "Kinderkram". Wenn ich ehrlich zurückdenke, dann waren wir "Rückwärtigen", wenn wir uns schon mal dienstlich oder mit dem Kabarett auf einem Wohnschiff oder RS-Boot bewegen mussten ziemlich ungelenk und langsam. Superschnell und ohne sich zu verletzten über und durch die Schiffe zu flitzen war für die Besatzungen meines Erachtens jedenfalls eine Art Überlebensfrage. Es so zu träinieren wie Hannes es angedeutet hat, halte ich nach wie vor für äußerst sinnvoll und eben nicht für "Kinderkram".

Gruß, Dieter :ahoi: aus :sachsen-anhalt:



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Re: "Sturmbahn" an Bord

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Beitragvon rolfstralsund » Freitag 25. Mai 2018, 20:55

Habe ich es doch gewusst, dass sich bestimmte Leute mit viel Erfahrung zu Wort melden.
Das aber die nicht mal den Artikel richtig lesen, ist schon bemerkenswert.
Hatte extra noch mal auf die körperliche Ertüchtigung und der Beweglichkeit an Bord hingewiesen
und dieses ist ja auch an Bord sehr wichtig.
Kinderkram meine ich damit, dass es nicht bloß einmal sachlich erwähnt wird, sondern in so vielen Beiträgen immer weiter in die Breite gezerrt wird,
obwohl sich viele nicht mehr richtig daran erinnern können.
Haben wir nicht viel wichtigere Dinge in unserer Dienstzeit erlebt?
Unsere Marinekameradschaft trifft sich dieses Wochenende in Breege und wir werden interessante Ereignisse von vor 1945 vom Bug erfahren.
Trotzdem allen Fahrensleuten ein schönes Wochenende,
wünscht @rolfstralsund



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Re: "Sturmbahn" an Bord

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Beitragvon Horst A. » Samstag 26. Mai 2018, 11:59

Als Bootsmann eines Kampfbootes mit der unendlich langen Dienstzeit von drei Jahren, die restliche Zeit hast du ja auf der Schulbank verbracht, sollte
man auch die Meinung von "bestimmten" Leuten akzeptieren.
Wem steht es zu eine Entscheidung zu treffen, dieses Thema ist wichtig und dieses nicht.
Ob es Sturmbahn, Kampfbahn oder sonst wie heißt ist doch vollständig schnuppe.
Alleine die Bewegung ist doch entscheidend und wenn vor Anker mehrmals Flagge Lucie zu unterschiedlichen Tag und Nachtzeiten und mit all seinen
Facetten trainiert wurde , hat man sich über derartige begriffe gar keine Gedanken machen müssen. Bewegung und Beweglichkeit wurden trainiert. !!
Gruß Horst A.
"Am Arsch vorbei geht auch ein Weg" A. Reinwarth



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Re: "Sturmbahn" an Bord

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Beitragvon Hannes53 » Samstag 26. Mai 2018, 12:53

rolfstralsund hat geschrieben:Habe ich es doch gewusst, dass sich bestimmte Leute mit viel Erfahrung zu Wort melden.
Das aber die nicht mal den Artikel richtig lesen, ist schon bemerkenswert.


Hallo rolfstralsund,
bitte präzisiere Deine obige Aussage!
Diese Wertung von Beiträgen betrachte ich als eine Diskriminierung von Forumsteilnehmern.
Es steht Dir übrigens frei, die Dir wichtigeren Themen und Probleme zur Geschichte und das Leben in unserer Flottille hier im Forum zur Diskussion zu stellen. Vermutlich werden sich dann viele Mitglieder mit Freude beteiligen.
Auch in Zukunft erlaube ich mir, Kinderkram-Themen zur Sprache zu bringen. Wo sollte ich sonst kompetente Antworten bzw. nützliche Hinweise finden, wenn nicht bei den Kameraden unserer Flottille bzw. Flotte?
Übrigens finde ich es gut, dass die Marinekameradschaft Bug sich mit der Geschichte unseres Standortes vor 1945 beschäftigt, obwohl es auch nur sehr indirekt mit den echten Problemen unserer Flottille zu tun hat. Wünsche dabei viel Spaß!
Hannes53
Zuletzt geändert von Hannes53 am Samstag 26. Mai 2018, 18:40, insgesamt 1-mal geändert.



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Re: "Sturmbahn" an Bord

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Beitragvon SeeStern » Samstag 26. Mai 2018, 14:41

Hallo Kameraden,
Während meiner Dienstzeit auf der "821" und auf der "S42" gab es keine Übungen bei denen es über die Aufbauten
oder gar durch die Decksräume ein "Rennen" gegeben hätte.
Da hätte der Bootsmann St.Ob. Meister J.R. bestimmt Protest eingelegt und auch die Unfallgefahr war nicht zu unterschätzen (!).
Für den GA V auf der 821 allerdings hatte der LI (Obl.J.) ein besonderes "Verknügen" organisiert. Während die seemännische Besatzung beim "Liegen vor Anker" sich oftmals dem "Müsiggang" hingeben konnte, mußten wir Mot-Leute (außer dem "DM") auf dem Achterdeck (über dem U-Deck!) Kokosmatten ausbreiten, die 50 kg Hantel aus der LI-Kammer an Deck holen, und dann wurde ein Krafttraining absolviert was uns nie so recht war, aber einen guten Hintergrund hatte. Unser Ehrgeiz wurde angeregt und die Konti wesentlich verbessert.
Selbst unser Bootsmann konnte dem "Hantelgepolder" über seinem Deck nichts entgegensetzen.
Aber der Zufall kam uns zu Hilfe.
Wir hatten wieder einmal den halbjährlichen Härtetest hinter uns gebracht und unser LI sich dabei einen "Wolf" zugezogen, wodurch er beim nächsten Seetörn noch im Krank war.
Im GA V war Aufbruchstimmung, das das Krafttraining diese Mal nicht stattfinden würde, aber weit gefehlt.
Unser Boot ging vor Anker, die "Freizeit" stand an und uns das Entsetzen in den Gesichtern, als der Bootsmann:
"auf dem Achterdeck antreten - zum Krafttraining" befahl.
Mit sichtlicher Enttäuschung wurde der Befehl ausgeführt, die Kokosmatten ausgelegt und die Hantel aus der LI-Kammer an Oberdeck bucksiert.
Dann der Befehl an den "Schwächsten" von uns die Hantel aufzunehmen. Kaum war sie an den ausgestreckten Armen über seinem Kopf angekommen
ertönte der Befehl: "Zwei Schritt vorwärts, an der Achterdeckskante Aufstellung nehmen und Hantel hinter den Spiegel fallen lassen.
Wir standen in Schockstarre und nur langsam begriffen wir, dass sich unser LI etwas neues ausdenken mußte und das Gepolter über dem Kopf des Bootsmannes wohl ein Ende gefunden hatte. Wir mußten feierlich bezeugen, unter keinen Umständen den Verlust der Hantel in irgend einer Form zu argumentiern, woran wir uns auch tunlichst gehalten haben.(Unser Bootsmann war uns Mutter und Vater zugleich und könnte so als Vertauensbasis geltend gemacht werden.)
Beim nächsten Seetörn kam was kommen mußte, unser LI suchte "seine Hantel" und wir waren alles Unwissende und zutiefst erstaunt, dass unser Trainingsgerät nicht mehr zu finden war. Er hat uns aber durchschaut und die Quittung folgte auf dem Fuße. So viel Reinschiff und PVI wie die nachfolgende Zeit über uns herreinbrach habe ich während meiner späteren Zeit nicht wieder erlebt, aber auch auf diesem Wege viel über meinen GA lernen können.
Erst nach der Wende, bei einem Besuch bei Eddy im Museum, habe ich die Hintergründe für die Konditionsübungen, die er auch beim Sport und der Schutzausbildung von uns forderte, erfahren. Unser damaliger LI war mit der "844 / Willi Bänsch" in Seenot geraten, hatte aber seine Leute des damaligen GA V verloren und nur durch Glück und vielleicht auch körberliche Fitnes, überlebt.
Von heutigem Gesichtpunkt aus hat er eigentlich nur ein für uns wichtiges Ziel mit seinem Training verfolgt, wofür man ihm im Nachhinein eigentlich danken sollte.
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende
SeeStern :sachsen:



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Re: "Sturmbahn" an Bord

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Beitragvon rolfstralsund » Samstag 26. Mai 2018, 23:06

Gerade bin ich vom Treffen unserer Marinekameradschaft aus Breege zurück gekommen und habe das "Echo" auf meinen Beitrag gelesen.
Übrigens @Hannes53, der Vortrag, den unser Mitglied @Eddy über die Vorgeschichte des Bug gehalten hat, beinhaltete die Seefliegerei von 1915/16 an, zeigte die Nutzung in den 20er und den 30er Jahren und die Entwicklung der See-und Landflugzeuge bis zur völligen Zerstörung der Anlagen auf dem Bug. Es ist gut zu wissen, was vor der Nutzung durch die 6. Flottille auf dem Bug geschah.
Was @Eddy da alles erkundet hat, und in Wort und Bild fasste, war eine Mammutaufgabe und er hatte zu Recht riesigen Beifall.

Wer meinen Beitrag richtig gelesen hat, kann erkennen, dass ich die Körperertüchtigung, Fitness und vor allem gute Kondition an Bord befürwortet habe.
Gerade unsere Besatzungen der hölzernen 183er brauchten eine sehr gute Kondition, die wir als Besatzung gemeinsam aufbauten. Bei längeren Läufen, die die Besatzung zusammen mit unseren Kmdt. Ob.Ltn.z.See Dietmar H. des öfteren absolvierten, holten wir uns die Ausdauer für längere Seetörns.
Bei uns auf den TS-Booten mit 14 Mann Besatzung gab es keine Ablösung. Auch wenn wir längere Zeit auf See waren, (ich meine hier nicht bloß einen Seetag) die Besatzung an Oberdeck und auf der Brücke mit dem Wetter, der groben See und mit den Mengen an Seewasser zu kämpfen hatten, dann machte sich die Ausdauer bezahlt.
Bei Ankermanövern, die wir auf der Back per Hand ausführen mussten, beim Schlieren des Patentankers oft bis zu 6 Mal in der Nacht, brauchte wirklich harte Jungs.
Wenn wir warme geschlossene Brücken gehabt hätten, (206er die ich leider nicht mehr erlebt habe) hätte ich bei meiner Einstellung zum Dienst bestimmt auch länger als 4 Jahre gedient.
Meine Kritik richtete sich auf die weite Ausdehnung der Beiträge, in der sich einige User nicht einmal richtig daran erinnern können, ob sie das überhaupt erlebt haben. Da wir alle "ältere Semester" sind, meinte ich, obwohl ich mich vorher schon für den Begriff entschuldigt hatte, es wäre Kinderkram sich solange mit diesen einen Thema zu befassen.
Wenn ihr meine Beiträge immer gelesen habt, konntet ihr ja erkennen, dass ich immer versucht habe korrekt auf die die Themen oder Fragen zu antworten.
Auch du, @Hannes53 hast mir viele aufwendige Fragen über die TS-Boote der 183er gestellt. In vielen Stunden habe ich mich erkundigt und geschrieben, um dir korrekte Antworten zu geben, weil du ja diese Bootsklasse nicht mehr kennenlernen konntest.
Deshalb verstehe ich deine Schärfe in deiner Forderung nach Präzisierung meiner Aussage nicht. Erstens bist du nicht damit gemeint, und zweitens beleidige ich keine User, die meine geschriebenen Worte verdreht wieder geben.
Wenn geschrieben wird, das die Ausbildung von @Hannes53 von ihm nicht für Kinderkram gehalten wird, ist es eine Verdrehung der Worte. Wie kann ich "Akzeptieren und annehmen @Horst H., wenn etwas falsch wieder gegeben wird ? Von dir hätte ich bei deiner langen Dienstzeit ein korrektes Urteil erwartet.
Gruß @rolfstralsund



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Re: "Sturmbahn" an Bord

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Beitragvon Hauck » Sonntag 27. Mai 2018, 07:55

Hallo rolfstralsund,


der Vortrag, den unser Mitglied @Eddy über die Vorgeschichte des Bug gehalten hat, beinhaltete die Seefliegerei von 1915/16 an, zeigte die Nutzung in den 20er und den 30er Jahren und die Entwicklung der See-und Landflugzeuge bis zur völligen Zerstörung der Anlagen auf dem Bug. Es ist gut zu wissen, was vor der Nutzung durch die 6. Flottille auf dem Bug geschah.
Was @Eddy da alles erkundet hat, und in Wort und Bild fasste, war eine Mammutaufgabe und er hatte zu Recht riesigen Beifall.


passt zwar nicht zu diesem Thema, aber mach doch ein neues Thema auf und berichtet von diesem Abend der MK,
es wird bestimmt viele auch interessieren.
Ich wäre gern dabei gewesen, aber 1000 Km sind für einen Abend doch zuviel und jünger werden wir alle nicht.

Entschuldigt diesen Zwischenruf,
wünsche allen einen schönen Sonntag

:hello: :sorry:

Gruß
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Re: "Sturmbahn" an Bord

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Beitragvon Hannes53 » Sonntag 27. Mai 2018, 11:08

"Meine Kritik richtete sich auf die weite Ausdehnung der Beiträge, in der sich einige User nicht einmal richtig daran erinnern können, ob sie das überhaupt erlebt haben. Da wir alle "ältere Semester" sind, meinte ich, obwohl ich mich vorher schon für den Begriff entschuldigt hatte, es wäre Kinderkram sich solange mit diesen einen Thema zu befassen."

Hallo rolfstralsund,
vielen Dank für Deine Rückmeldung zum Kameradschaftstreffen. Eddy steht für Qualität .
Für Deine umfangreiche Unterstützung bei der Klärung von Frage bin ich Dir auch sehr dankbar und vermutlich alle achten Deine Bemühungen der Arbeiten zur Chronik der Schnellbootsbrigade.
Ich glaube auch, dass wir Deine Beiträge zum Thema hier richtig verstanden und eingeordnet haben.
Was mich gestört hat, war die Art wie Du bereits nach 9 Beiträgen die Diskussion „abwürgen“ wolltest. Hier im Forum werden oft Themen mit sehr vielen Wortmeldungen gebracht, die in meinen Augen und wahrscheinlich auch bei einigen anderen mit sehr minimalen Sachinhalt laufen und nur Punkte in der Wertung bringen.
Das wir alle nicht mehr in Bezug auf Erinnerung die besten sind, ist mir durchaus klar. Daher gestehe ich anderen auch Irrtürmer zu. Dafür sind wir doch im Forum, dass gerade aus der Masse der Wortmeldungen Erkenntnisgewinn entsteht. @Seestern, @pumpengast und einige andere mehr, haben größere und kleinere Fakten geliefert. So hat sicher auch @HorstA seinen Beitrag verstanden.
Also mehr Geduld mit uns alten KnacKern!
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