WAS - WÄRE - Wenn (Spekulationen)

:steuermann: Hier ist der Platz für Anekdoten (Begebenheiten) aus der aktiven Zeit bei der VM, die nicht in Vergessenheit geraten sollten

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WAS - WÄRE - Wenn (Spekulationen)

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Beitragvon Eddy » Dienstag 17. Februar 2015, 13:00

Hallo Männer,
ich habe das Thema mal aus der Diskussion zur "GESCHICHTE DER 6. RTA" abgetrennt und hier neu eröffnet, da es etwas weiter fassbar ist als nur zur RTA-6 und diese nicht zerrissen wird.
Eddy
"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Berndt Borrmann, Fregattenkapitän a.D.
1. Vorsitzender Heimatverein Dranske e.V.
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Re: Geschichte der RTA-6

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Beitragvon Brotteröder » Dienstag 17. Februar 2015, 13:46

Hallo Diedrich,

deine Frage ...wenn ? .. erübrigt sich.

Bis 10 Tage Bau war Dranske zuständig, ansonsten stand das schöne Städtchen an
der Oder zur Auswahl. :allesgut:

Bis dahin... :ahoi:
Grüße Peter v. d. 2. RTK - RTA 16,i maginato magis valet quam scientia, nam haec est finita ( Phantasie ist wichtiger als Wissen,
denn Wissen ist begrenzt )



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Re: Geschichte der RTA-6

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Beitragvon Dietrich Lücke » Dienstag 17. Februar 2015, 13:55

Stimmt genau Peter! Wir wären bei Befehlsverweigerung Mode gewesen und nicht diejenigen, die diesen Irrsinn befohlen haben.
Gruß Dieter



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Re: Geschichte der RTA-6

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Beitragvon Lapeng » Dienstag 17. Februar 2015, 19:40

Hallo Zusammen ,danke Dietrich für deinen ausführlichen Bericht über den Transport der Raketen von Tilzow nach Dranske und zurück.
Einiges hatten wir ja schon am Telefon besprochen. Erstaunt war ich auch über die Aussage von Brotteröder über die Anzahl der in
Tilzow gelagerten Raketen.Da hätten ja sämtliche RS-Boote vier bis fünfmal ausgerüstet werden können. Bei uns ging damals hinter
vorgehaltener Hand das Gerücht das gar nicht damit gerechnet wurde das im E-Fall alle Boote ein-oder mehrmals zurückkommen würde.
Bei so einer grossen Anzahl an Raketen stellt sich mir die Frage ob auch vorgesehen war gegebenenfalls auch sowj. oder polnische Boote
durch die RTA-6 zu versorgen.Wäre es technisch möglich gewesen bzw.wurde es auch mal geübt oder durchgeführt ?
Evtl. waren ja noch die orginalen Übernahmeeinrichtungen irgendwo eingelagert. Bis dahin Gruss Lapeng



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Re: Geschichte der RTA-6

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Beitragvon Horst A. » Mittwoch 18. Februar 2015, 11:36

Brotteröder und Dietrich,
macht es euch nicht so einfach so nach dem Motte, "wir wären wegen Befehlsverweigerung" abgegangen.
Ich war Militärschöffe am MOG Neubrandenburg und am MG Rostock.
Ich erinnere mich sehr gut an Fälle,wo wir Militärkraftfahrer nicht verurteilt haben weil Vorgesetzte Befehle gegeben haben die so oder so ähnlich nicht zu erfüllen waren
oder gegen bestehende Dienstvorschriften verstoßen haben.
Die Gerichte haben dann die entsprechenden Fälle an die Vorgesetzten der Verantwortlichen zur entsprechenden Auswertung übergeben und auch entsprechende
Auflagen erteilt.
Gruß Horst A.
" Respice Finem" (Beachte das Ende) v.Bothmer



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Re: Geschichte der RTA-6

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Beitragvon Brotteröder » Donnerstag 19. Februar 2015, 16:24

Hallo Horst A.

ich habe es mir nicht einfach gemacht - nur allgemein gehalten. In die Militärgerichtsbarkeit hatte ein normal Sterblicher
sowieso keinen Einblick. Man hat ja im Internet nach der Wende viel über dieses Thema ( speziell Schwedt ) referiert. Nur
bin ich der Mensch, der nur glaubt was er sieht. Deswegen auch meinerseits zu diesem Thema keinen Kommentar mehr.

bis dahin.... :ahoi:
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Re: Geschichte der RTA-6

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Beitragvon Horst A. » Donnerstag 19. Februar 2015, 18:34

Schwedt wäre wieder ein eigenes Thema, aber wie fast überall wird über die"armen" Verurteilten referiert, aber ich lese kaum etwas darüber warum jemand diese
Einrichtung besuchen mußte.
Damit will ich es auch dabei belassen.
Gruß Horst A.
" Respice Finem" (Beachte das Ende) v.Bothmer



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Re: Geschichte der RTA-6

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Beitragvon Dietrich Lücke » Donnerstag 19. Februar 2015, 19:37

Hallo Horst,
ich glaube nicht, dass wir es uns zu leicht gemacht haben mit Peters (Brotteröder) Wortspiel auf die Strafvollzüge in Dranske und Schwedt und auch meiner sehr direkten Antwort darauf. Zunächst danke ich dir aber für deine Reaktion darauf und auf meinen Artikel. Ich hätte einen größeren Aufschrei und Protest erwartet. Die Reaktion war aber eigentlich gleich Null. Nun gut, lassen wir das. Dein Hinweis, dass es in der Militärgerichtsbarkeit zu Freisprüchen gegen Befehlsverweigerer kam, die entweder unter Anklage standen, weil sie bei einer Befehlsausführung Schaden anrichteten, oder Befehlsausführung mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren konnten, finde ich schon bemerkenswert. In unserem geschilderten bzw. angenommenen Fall der Fahrtverweigerung wegen Übermüdung, die es ja nie gegeben hat, bin ich der Überzeugung, dass der Verweigerer bestraft worden wäre. Einmal war dieses Fahrtensystem in das Alarm- und Gefechtssystem der 6. Flottille unumstößlich integriert und es war ja auch noch nie etwas passiert. Einen Freispruch vor einem Militärgericht hätte es vermutlich nur dann gegeben, wenn es so richtig gekracht und der Fahrer zufällig überlebt hätte. Denn dann (und nur dann) wäre eine Gesamtuntersuchung angelaufen, die möglicherweise diesen Teil des Gefechtssystems in Frage gestellt hätte. Lieber Horst, du hast den schönen lateinischen Spruch über den Irrtum unter deinen Beiträgen. Den würde ich jetzt und hier auch zitieren.
Gruß, Dieter



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Re: Geschichte der RTA-6

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Beitragvon Horst A. » Freitag 20. Februar 2015, 12:13

Mit deinen "Überzeugungen" und "Vermutungen" magst Du deine subjektive Meinung in das Forum stellen. Wir am Gericht hatten uns auf Fakten und Tatsachen zu verlassen.
Da spielte es zunächst mal keine Rolle in welchem DHS Verstöße , in welcher Art auch immer, zugelassen wurden. War dies nach den Gesetzen der (ehem.) DDR zu verfolgen
wurde dies auch getan. Die Militärjustiz funktionierte ja nicht im luftleeren Raum sondern basierte auf Strafgesetzbuch und Strafprozessordnung der DDR, natürlich in Teilen
auf die Besonderheiten der Armee zugeschnitten.
Nun mag man in seiner Betrachtungsweise heute vieles anders-besser-klüger bewerten, in der damaligen Zeit war dies so und wurde auch so gehandhabt.
Da ich mehrere Wahlperioden an verschiedenen Gerichten und Gerichtsverhandlungen teilgenommen habe bilde ich mir einfach mal ein hier ein wenig mehr Durchblick zu haben,
und damit beende ich für mich weitere Wortmeldung zu diesem Thema.

Gruß Horst A.
Zuletzt geändert von Horst A. am Samstag 21. Februar 2015, 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: WAS - WÄRE - Wenn (Spekulationen)

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Beitragvon Dietrich Lücke » Samstag 21. Februar 2015, 12:34

Danke Eddy,
ich hätte dich sonst darum gebeten, weil die entstandene Diskussion nichts mit der Geschichte der RTA zu tun hat.
Gruß, Dieter Lücke



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