alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und anderen

Anekdoten, lustige Begebenheiten die mal so passiert sind oder auch nicht............

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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon oldhenry » Freitag 28. Juli 2017, 17:33

Hallo Lutz!
Da sieht man doch mal, wie wir um solche Erfahrungen besch...n wurden,
denn wir wurden nie an ein LMG heran gelassen, geschweige, dass man uns eins gezeigt hätte.
Den K98 kannte ich aus den wenigen Erzählungen meines Vaters, aber als Ausbildungsobjekt habe ich so etwas nie gesehen.
Und Handgranaten? Attrappen, die so ähnlich aussahen haben wir mal in W.münde beim Sportfest zum Weitwurf verwand...
Um auf die Fett beschmierte, frisch brünierte Waffe, den K44 zurück zu kommen:
genau diese Putzerei, die folgenden Kontrollen mit einem ganzen Zoo im Lauf haben wir aber eben so erlebt.
Im November 59 war meine Kanone dann doch blitzeblank... :zzz:
Mit besten Grüßen vom Heiner aus L. in :sachsen:
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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

[122 / 142]

Beitragvon Neptun » Freitag 28. Juli 2017, 18:15

Hallo alte Säcke!
Die Anfänge waren ja doch recht unterschiedlich, wie hier zum Thema zu lesen ist.
Manchmal sind es aber auch die Erinnerungen, die den Unterschied machen -
das nicht ganz so Nette wird unbemerkt verdrängt, oder eben umgekehrt.
Habe in der 6. schon mal Bemerkungen über meinen „Eintritt“ August 1960 geschrieben,
passt aber hier gut ins Bild - eben weil es abweicht vom Bisherigen:
In Berlin-Grünau lief die letzte 14tägige Vorbereitung auf den Antritt des Ehrendienstes.
Aus Spaß besetzten wir zu den Bezirksmeisterschaften Seesport einen Kutter.
Und wurden Bezirksmeister!
Damit waren wir für die Deutschen Meisterschaften (hieß noch so...) in Warnemünde qualifiziert.
Doch dieser Termin deckte sich über einige Tage mit unserem Antrittstermin in Parow.
Wer das nun wie geregelt hatte, interessierte uns 18jährige nicht, uns war wichtig, dass der
Chef Seestreitkräfte unsere Teilnahme in Warnemünde akzeptierte.
Deutscher Meister wurden wir nicht, und damit wir nicht übermütig wurden,
rollten wir noch am Nachmittag vor der Abschlussveranstaltung auf einem Lkw gen Parow -
in unserer Seesportuniform, mit Bändermütze und phantasievoll zusammengestellten Ärmelaufnähern.
Man wusste mit uns an einem Sonntag nicht besseres anzufangen,
als die ganze Mannschaft in einem der Dachgeschosse (Block 3 ?) unterzubringen,
mit dem Versprechen, dass am nächsten Tag dann alles seinen Gang gehen werde...
Als wir am Abend dann noch völlig orientierungslos in unseren Seesport-Klamotten
durchs Objekt liefen, erschreckten uns lautes „Achtung!“ aus den Raucherecken ebenso
wie exakte Grußerweisungen der „Neuen“.
Bis man uns am nächsten Morgen beim Einkleiden in der BA-Kammer aufklärte:
Die Neuen haben in den paar Tagen das Grüßen gelernt -
und wir hatten ja schon was auf dem Ärmel...
Danach aber hatte uns der Parower-Alltag wie hier im Thema schon beschrieben:
Sinnigerweise wurden wir getrennt, ich bekam meine Grundausbildung in einem
der hinteren Blöcke rechts neben der Messe (mit freiem Blick auf den Explatz).
Nach den (erträglichen) sechs Wochen Umsiedlung in Block 5 (Grützmacher!)
zur Maatengrundausbildung. Da ich bei meiner freiwilligen Meldung darauf
hinwies, unbedingt zu den Tauchern zu wollen, schwante mir Böses, als die
Maatenausbildung nahtlos überging in Richtung Maschine-Mot.
Doch nach wenigen Tagen Technikunterricht stand beim Morgenappell auf dem
kleinen Hügel vor dem Block ein schneidiger Oberleutnant. Und Hauptfeldwebel
Grützmacher ließ mich vortreten, hieß mich meinen Seesack packen und übergab
mich dem Oberleutnat - ab da war ich versetzt ins Kampfschwimmerkommando.
Negatives in Parow? Gab es ganz bestimmt, aber da müsste ich schon tief schürfen...
Gruß @neptun



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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

[123 / 142]

Beitragvon Hirsch » Sonntag 6. August 2017, 11:48

Parow, Juli 1959? Nur Durchgangsstation für die "Laufbahnmusterung". Am nächsten morgen ging es weiter nach Kühlungsborn. Das Zusteigen der Frankfurter in den Frontzug beobachteten wir zwar. Aber nur mit einem halben Auge. Der Weg von Dresden hatte schon einiges an Kondition gekostet.
Spaß war die sich anschließende Grundausbildung bestimmt für die wenigsten. Aber Schaden hat sie wohl keinen angerichtet.
Zahme Vögel träumen von Freiheit. Wilde Vögel fliegen.



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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon g.miliezer » Freitag 18. August 2017, 12:54

Ich glaube, dass ich zu den alten Säcken gehöre.
Am 25.11.1955 Abfahrt von Zwickau über Chemnitz nach Saßnitz - C11, 3.Kompanie.
"Reisegepäck ablegen, raustreten zum Backen und Banken" - was ist das? Antreten vor der 3.Kompanie gegenüber der Speisesaal, 3 Runden um diesen, dann Einrücken. Das war mein erster Tag, es folgte die Grundausbildung in C 11.
Wer war um dieser Zeit noch in Saßnitz ? Ich würde mich freuen, wenn einer um diese Zeit dabei war.

Gerhard Militzer
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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon oldhenry » Freitag 10. November 2017, 13:59

Anfang Oktober sah ich im TV eine Sendung mit Marco Schreyl (Wunderschön), die von einer Paddeltour durch Mecklenburg berichtete.
Zum Ende der Sendung sah man die Paddler auf der Oberen Warnow...
Da regten sich doch einige graue Zellen und ehe der Herbststurm sämtliche Erinnerungen im Nirvana des Vergessens davon bläst, berichte ich von einer

Ungewöhnliche Dienstreise.
Ihr wisst, dass ich meinen Dienst als Gen. G. 1959 beim KSSK als Barkassenkutscher auf einer MB 12 begann. Zum täglichen Routinedienst kamen auch andere Einsätze vor.
Ich berichtete von sonntäglichen Fahrten mit Gästen der Seestreitkräfte. Das waren verdiente Genossen und deren Anhang und Gefolge aus der Bezirksleitung zum neu entstehenden Überseehafen, Gewerkschafter mit und ohne Freundin, behinderte Kinder aus Kliniken der Stadt Rostock,usw. usf. mit anschließender "Lustfahrt in See".
Aber da war noch etwas – und das ging so:

Ende März 1960 – KSSK - Hafenkommando – Dienstzimmer des Hafenkommandanten.
„Jenosse Jödigge und Jenossen Graw, hören se ma zu. Se haben morjen früh den Jenossen Oberleitnant Schwiejer an Bord.
Jejen neune wird er bei ihnen an Bord sein un se machen dat wat er will. Feixen se nich un treten se weg...“! :PDT_01
Nächster Tag, Routineprogramm war abgespult, Frühstück vertilgt(warme Nudelsuppe :smutje: , Brot,“Morle“-Margarine oder Marmelade aus dem großen Pappeimer)
und wir warten im Hafen auf unseren Passagier.
Es erscheint pünktlich: :welcome: Schirmmütze mit Mensch drunter in scharf gebügelten Hosen mit riesiger Aktentasche und offensichtlichem Kartenmaterial...
„Dann legen Sie mal ab. Richtung Mühlendammschleuse“. Die war bald erreicht und zeigte GRÜN! Nun kam die erste Einweisung:
wir befahren die Obere Warnow, also bis Schwaan – Bützow. Also rein in die Schleuse, Tor zu, Schleusung, raus und ab ging es und der Tag wurde gut.
Frühlingswetter, mal kein Dienstbetrieb und unsere Neugier, was das heute werden sollte wurde immer größer.
Der Oberleutnant war im Schapp verschwunden, nachdem Herbert ihm die Back vorgerichtet hatte.
„Herbert, was macht denn der?“ „Der hat lauter Karten ausgebreitet und spitzt seinen Stift...“!
Dann kam „er“ raus, breitete Messtischblätter auf der Motorhaube aus und beobachtete das westliche Ufer. Wacklige Angelplätze, feste Stege trug er akribisch in seine Unterlagen ein.
Waren wir Zeitzeuge für die Planung des Gegenschlages gegen den vermeintlichen Agressors, des Klassenfeindes aus dem Westen? Denn nur von dort konnte er ja kommen...!
So ging das nun, immer schön langsam mit halber Fahrt in Richtung Schwaan. Es war und ist ja eine urige Landschaft und wenn man zum ersten Mal auf einem „fremden Gewässer“ unterwegs ist, fühlt man sich sowieso wie Wilhelm der Eroberer.
Auch nach Schwaan in Richtung Bützow schlängelt sich die Warnow durch wildes Mecklenburg.
Obere Warnow -Blick Richtung Bützow.jpg

Kurz vor Bützow wurde unsere Dienstfahrt noch interessanter, denn die „Mütze“ befahl: wir biegen in den Bützow-Güstrow-Kanal ein. Na, wenn er meint!
(Der Bützow-Güstrow-Kanal wurde vor etwa 140 Jahren gebaut, verlor aber bald seine Daseins-Berechtigung. Eine neue Eisenbahnlinie war rentabler...).
Wir bogen also in ein ungepflegtes Gewässer ein, dem Mutter Natur und die Zeit alle Freiheiten gewährt hatte.
Es war Frühjahr und noch wenig Schilf am Kanalufer, aber man ahnte, wie das im Sommer ist.
Bützow-Güstrow-Kanal heute.jpg

Nach einigen Kilometern versperrte eine Brücke(offensichtlich eine Drehbrücke) unsere Weiterfahrt. Die „Mütze“ ließ sich an Land helfen und ging eilig auf eine Gruppe Menschen zu.
Wir beobachteten seine und ihre Gestik. Dann kam er zurück und entrüstete sich, dass die „Bauern“ ihm nicht helfen wollten, die Brücke zu drehen.
Die widerborstigen Herren meinten, dass das nicht mehr ginge, zuviel Kuhsch....,zu viel Dreck und überhaupt. :scheinheilig:
„Na gut, fahren wir zurück. Ich hätte sowieso nie gedacht, dass wir bis hierher kommen“.Aha!!!
Eine 12 m lange Barkasse in einem verkrauteten 15 m breiten Kanal zu wenden ist nicht einfach, aber es gelang.
Bei der Heimfahrt kontrollierte die „Mütze“ seine Eintragungen und am späten Nachmittag passierten wir die Mühlendammschleuse.
Festmachen im Hako!
Nun frage ich Euch: ist einem von Euch ähnliches passiert? Ich meine, wer ist mit einem Schiff oder Boot :schiff1: der Seestreitkräfte der DDR oder der Volksmarine auf der Oberen Warnow als :steuermann: herumgeschippert?
Jedenfalls bekam ich eine Woche später die Führung einer neuen MB-13 übertragen. Danke „Mütze“! :streichel:
BRK .jpg

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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon Neptun » Freitag 10. November 2017, 17:10

Mann, Heiner,
ein Erlebnis der besonderen Art...
Und so geschrieben, dass man direkt neben dir steht - prima!
Nun, nicht zu Zeiten, als ich noch mit Mütze (Bändermütze!)
umherlief, aber viele Jahre später habe ich deine Dienstfahrt
auf der Warnow und angrenzenden Gewässern fast nachvollzogen -
allerdings im Kajak, mit Zelt und Schlafsack...
Da aber mein Mitpaddler der ehemalige Obermeister G.F. war,
in den Dienstjahren mein Mittaucher, blieb natürlich die
Volksmarine nicht aussen vor, wenn auch nur in den Gesprächen
am abendlichen Lagerfeuer...
Schönen Abend, alte Säcke!
Gruß Lutze



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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

[127 / 142]

Beitragvon oldhenry » Sonntag 26. November 2017, 12:47

Ostseewoche vom 04.07. - 10.07. 1960 und 900 PS
Motto: "Ostsee" - Meer des Friedens

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KSSK – Hafenkommando Gehlsdorf
Wieder mal so eine Woche mit außergewöhnlichen Fahrten zur „Ostseewoche“ mit Gästen der Herren P. Schmelzer und K. Mewis der Bezirksleitung der SED haben wir vor uns.
Sie hatten sich schon 1958 ausgedacht, dass man an der Ostsee etwas "Phänomenales" durchführen müsse und nannten es Ostseewoche.
Eine Einrichtung, die für das Volk und die Darstellung der DDR wichtig sein sollte und viele Jahre Bestand hatte.
Ostseewoche 1960.jpg

Für 1960 hatten sie sich ausgedacht,
dass der Ministerpräsident der DDR, wenn er schon einmal zur II. Ostseewoche in Rostock weilt, unbedingt eine Seereise machen müsse.
Seebad Binz.jpg

Wollten die Rostocker Genossen sehen, dass und ob es einem Staatsoberhaupt auch mal schlecht wird???
Und weil es so schön aussieht, wenn Genossen Schiffchen fahren, spannen wir die Seestreitkräfte auch noch mit ein und die fahren mit ihren Booten Begleitschutz.
Und so kam, was kommen musste. Mit drei Booten MB-13 ging es nach Warnemünde und zwar auf Reede in Höhe Stoltera.
Dort sollten wir MS "Seebad Binz" in Empfang nehmen (die kutschte ja ihre Gäste nach Kühlungsborn und zurück), in Dwarslinie folgend,
und bis Warnemünde als schmückendes Beiwerk begleiten.
Ich glaube, in einem früheren Beitrag habe ich mich dazu schon geäußert: die Seebad Binz lief etwas scheller als wir( AK??). Peinlich! Da kamen wir nicht mit...
Wie hechelnde Köter, immer hinter her. Aber der Spuk bzw. unser Begleitschutz war bald vorbei und es ging zurück in's Hako.
Aber, es sah wirklich sehr schön aus...
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Neue Aufgabe - gleiches Ereignis - neues Glück:
1960.jpg

Da dröhnt es aus dem Dienstzimmer des Hafenkommandanten in unverwechselbarem ostpreussischen Dialekt:“ Genosse Jödigge, hören Se jut zu.
Se wärd'n sich morjen frieh beim Jenossen Stabsobermeester Schulz meld'n und sich mit dem um de K-Boote kimmern.
Ich weeß, Se verstehen was von sowas..!“ „Un ibrijens – Se fahren ooch, aber des erklärt Ihnen der Jenosse Schultz!“
Das Hafenkommando des KSSK-Gehlsdorf hatte drei Kommandantenboote aus der Reihe 004/Baureihe 0072 der Yachtwerft Berlin-Köpenick in Betreuung und Verwaltung.
Länge: 9,50 m, Breite: 2,32 m, Gewicht: ca. 3.4 t, angetrríeben von einem Maybach HL120 mit 300 PS. Maximale Geschwindigkeit 32 kn.

Die standen auf Wagen aufgepallt im Bau des Hakos: in weiß - Hochglanzlack - alle Metallteile hart vercromt – und elegant geformt, daß dem jungen Schiffbauer das Herz aufging...
Die mußten also an's Tageslicht gebracht, per Kran zu Wasser gelassen und aufgetankt werden. Das Faß mit VK 79 reichte für die Boote und - was war aber der Grund für diese Schinderei? Nach bohrender Rückfrage erfuhr ich von dem Stabsobermeister, daß Konteradmiral W. Ehm mit Gefolge in Warnemünde erwartet wurden,
um mit dem Ministerpräsidenten, dem trinkfreudigen Herbert W. :prost: vom FDGB und anderen wichtigen Würdenträgern des Bezirkes die II. Ostseewoche in Warnemünde zu feiern.
Und wie kommen unsere Vorgesetzten dort hin? Zu Fuß? Straßenbahn? Auto? Reichsbahn? Nöööö!
Unsere Boote starten morgen früh – und: Sie Genosse G., Sie fahren das Boot drei!!!“ Großkotzig erwidere ich : „Zu Befehl, Genosse Stabsobermeister!“ Und denke, wie soll das gehen..? Keine Ahnung, au Backe! Aber da gab es eben erfahrene Kumpel, die schon etwas länger im Hako dienten und die man fragen konnte und die auch Auskunft gaben.
„Also, Spritzer – Du machst das, was wir Dir vormachen und... der Gen. Dieter B. Fährt ja bei Dir als Maschinist mit. Der weiß, wie es geht!“ Gesagt getan.
Der nächste Vormittag kam, die weiß bemützten und bejackten Offiziere und „Willi“ bestiegen unser Geschwader. Wir hatten uns auch fein machen müssen, d.h. Kieler Bluse weiß.
Start: Knopf drücken, wummmmm! Wendegetriebe auf VORWÄRTS, langsam Gas geben und das Ding fährt tatsächlich dahin, wo ich es will. Plumps und der Stein ist im Wasser.
Ab geht es, Boot auf Boot in KI in Richtung Warnemünde und ich bin mit dabei. Bis zum neuen Seehafen(Becken B) mit großer Fahrt. Ein Mordsgaudi!
Dann – "Schutz bedürftige Werke und Anlagen" und im Hinterkopf, die Seewasserstraßenordnung, also schön langsam. Von meinen Gästen sehe und höre ich nichts, so bin ich bei der Sache. Weiter am Breitling, Pinnegraben, am Tonnenhof vorbei und am neuen Seekanal über Backbordbug zu den Anlegern vis á vis des entstehenden neuen Yachthafens. Festmachen!
Putzmunter und erstaunlich behände gehen die Raupenschlepper von Bord und wir? Sie warten drüben auf neue Befehle und weitere Instruktionen.
„Drüben“ , das sind die Dalben für den damals entstehenden Yachthafen.
(Der jetzige "alte Yachthafen" auf der Warnemünder Mittelmole und der Gebäudekomplex der Sportschule wurden damals anlässlich der Finn-EM 1960 eröffnet).
Also, im Päckchen warten..., aber der Knoten löste sich schnell, den wir bekamen die Anweisung, sofort zum Hako zurück zu kehren.
Und jetzt kommt es! Die Sache mit den 900 PS!
Und das geht so:“ Spritzer pass uff, Boote von einander trennen, ganz leise rückwärts zählen, drei – zwei – eins“ und STARTKNOPP drücken...
Es klappte: neunhundert PS brüllten auf , Wendegetriebe vorwärts – los! Boot auf Boot geht ab, wie Schmitt's Katze.
Aus dem Augenwinkel sieht man die Besucher, Kinder und die flotten Mädchen und wir rauschten „mit dem Gebrüll der Motoren“ und stolz geschwellter Brust
durch den alten Strom und den Seekanal davon. Ach, sahen wir gut aus!
Wie, und ob die Offiziere nach Hause gekommen sind entzieht sich meiner Kenntnis.
Wir alle wissen, dass Willi(manche sagten "Bockwurst-Willi") seinen Laden noch lange im Griff hatte und im November 1987 sogar noch Admiral wurde.
Also, Rückfahrt problemlos. Boote sofort raus und nach Reinigung(bitte einmal waschen und fönen) wieder unter Dach und Fach.
Ein K-Boot habe ich nur noch einmal im Einsatz gesehen und zwar, als der „Chef der Seestreitkräfte“ zur Namensänderung der Seestreitkräfte zur 4. Flottille gefahren wurde, um die frohe Botschaft selbst zu verkünden und als „Chef der Volksmarine“ nach Gehlsdorf zurück zu kehren.
Nun ist aber genug....
Mit besten Grüßen vom Heiner aus L. in :sachsen:

Was aus den K-Booten geworden ist können vielleicht die Kameraden unseres Forums berichten, die ebenfalls im Hako-Gehlsdorf gedient haben.
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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon Bootsmann 49 » Montag 27. November 2017, 07:01

Moin Heiner

Ein sehr toller Beitrag von Dir.
Hier hast Du aufgezeigt wie es damals war. Aber trotzdem herrschte da
noch mehr Ordnung im Lande.
Wenn Du heute hier rein schaust kann Dir übel werden. Da geht es nun schon
Wochenlang um eine Regierungsbildung nehmen wir die bunte " Jamaik "
oder nicht.
Naja ich will das jetzt nicht weiter ausbauen sonst komme ich von eigentlichen Thema ab.
Ich kann nur noch dazu sagen:


Über Rostock lacht die Sonne und über Deutschland die ganze Welt

Bootsmann 49
Bis dahin
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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

[129 / 142]

Beitragvon oldhenry » Montag 27. November 2017, 10:31

Hallo Hugo!
Du hast es doch noch gemerkt: du bist vom Thema abgekommen...
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Beitragvon Hein » Montag 27. November 2017, 11:57

Aber Recht hat er trotzdem.

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Apr.58 bis Okt.58
Okt.58 bis Okt.59
Okt.59 bis Okt.60
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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon Hasso.Ott » Sonntag 4. Februar 2018, 09:55

He , Seeleut
ich fuhr mal auf R-Pi 425 von 1954 -1955, als Maschinenmaat. Ja, lustig war es schon aber es herrschte Ordnung und Disziplin. Was heute in den laden ist ist Chaos hoch 3.
Der Stooker



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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

[132 / 142]

Beitragvon BAZ-m » Montag 12. Februar 2018, 13:51

:guckstduhier: "SSS Wilhelm Pieck", 1966 - Schwarzer Außenhautanstrich ???

Moin ehrwürdige "Alte Säcke", vielleicht kann sich jemand von Euch an diesen Schock noch erinnern ? Ein Nachfolger, des legendären Kapitän Ernst Weitendorf, veranlasste vor einer Auslandsreise die Außenhaut des "SSS Wilhelm Pieck" mit schwarzer Farbe zu streichen. Bei dieser Farbgebung hatte sich der Kapitän ganz offensichtlich an dem russischen Segelschulschiff "Kruzenshern" orientiert. Dieser Farbwechsel missfiel dem Seniorkapitän Weitendorf sehr, denn das SSS "Wilhelm Pieck" war weit über die Grenzen der DDR hinaus als "Weißer Schwan der Ostsee", bekannt.

. :guckstduhier: ... ein Foto ...
25.jpg

:steuermann: :mecklenburg-vorpommern:
[Beitrag moderiert, Foto eingefügt - wozan]
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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

[133 / 142]

Beitragvon Kulle » Montag 12. Februar 2018, 15:35

Hallo ehemalige MLR "Krake - Fahrer" bis etwa zum Ende des Jahres 1959!

Welcher ehemaliger Fahrensmann auf einer "Krake" hat vom nachfolgenden Vorfall gehört bzw. über Umwege ggf. Kenntnis erhalten, um mir bei der Identifizierung der besagten Krake zu helfen ?

Sachverhalt/Vorfall:
Nach meiner Grundausbildung in Parow bin ich im Oktober/November 1959 zur 4. Flottille nach Warnemünde an Bord einer Krake versetzt worden. Ich kann mich aber weder an eine Bordnummer, noch an den Namen der Krake erinnern. Möchte aber gerne in Erfahrung bringen, auf welchem Dampfer ich damals angeheuert habe. Mehrere Anfragen in unseren VM-Foren verliefen bisher negativ.

Auf diesem Dampfer war ich offensichtlich der Jüngste "Popanz", ansonsten fast alle andreren Besatzungsmitglieder, "Altgediente".
Ich bezog auf diesen Dampfer zwar sofort eine feste Koje, aber gefallen hat es mir dort nicht.
Glücklicher Weise nicht lange, denn ich wurde krank (Blinddarm- OP) und anschließend war dieser Dampfer auf See, so dass ich erneut auf den MLR- Habicht-kurz mit der Bordnummer 6-91, ab 01.01.1960 780/"Cottbus" versetzt wurde, auf dem ich dann über 3 Jahre fuhr und dort all meine ehemaligen Kumpels von der Grundausbildung wieder antraf.
Hinweise zur Identifizierung der Bordnummer/Schiffsnamen:
Der Vorgänger meiner festen Koje auf der Krake war Pumpengast und ist am Entlassungstag (vermutlich im Sommer 1959) tödlich verunglückt (soll auf der Heimfahrt aus dem Zug gestürzt sein).
Vielleicht erinnert sich jemand an diesen schrecklichen Vorfall, oder hat über der Koje des Verunglückten das Foto mit Trauerflor in Erinnerung?
Zuletzt geändert von Kulle am Montag 12. Februar 2018, 19:09, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Lutz
Bild
07/1959 - 12/62 Seestreitkräfte/Volksmarine; 4. Flottille/Warnemünde.
10/1959 - 12/59 als Mot.-Gast auf MLR - Krake-(Nr. nicht mehr bekannt).
12/1959 - 12/62 als Mot.-Gast u. Schiffstaucher auf MLR-Habicht 780, Schiff "Cottbus".



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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon Hein » Montag 12. Februar 2018, 15:45

Moin moin,
kann mich noch dunkel an diesen Anstrich erinnern, weiß aber nicht mehr wer der Kapitän war. Gerhard Samuel dürfte es schon nicht mehr gewesen sein. Sein Nachfolger war ja dann m.W. Karl Heinz Schäfer. Ist ja heute auch egal, es ah auf jeden Fall besch... aus.

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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon Rolf » Montag 12. Februar 2018, 19:21

Hallo Hain und BAZ-m. :ahoi:
Erinnern ? na klar. ! ! ! Habe unser schönes weißes SSS, die "Wilhelm Pieck", selbst mit schwarz angemalt. im Sommer 1966 hatten wir auf unserer Auslandsfahrt nach Leningrad, Klaipeda und Gydinia wegen günstiger Winde am Eingang zum Finnischen Meerbusen noch etwas Zeit. Da haben wir dann unseren "weißen Schwan" schnell mal schwarz gestrichen: :ok: : oder :frechheit:
Wenn ihr auf dem Bild mal genau hinseht, dann seht ihr mich mit zwei anderen Schülern im Beiboot davor mit dem Pinsel in der Hand. :reinschiff: :reinschiff: Kapitän war allerdings immer noch Gerhard Samuel. In allen 3 Häfen hat man uns etwas fragend angesehen ? In Gdynia haben sie uns erst gar nicht richtig erkannt und für voll genommen. Erst am Folgetag hat mann uns dann einlaufen lassen. War aber ansonsten eine ganz tolle Reise. Denke noch gerne daran zurück !
Grüße von Rolf aus :thueringen:



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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon peenemolli » Dienstag 13. Februar 2018, 08:15

Wie kann man denn ein sooo wunderbares weisses Schiff SCHWARZ !!! anpinseln...?? Wer hat denn diesen schwachsinnigen Befehl gegeben und was sollte es denn bewirken ? Gruß Peenemolli



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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon Motor » Dienstag 13. Februar 2018, 09:34

Hallo,Kameraden
19557 war ich auch auf der "W.-Pieck" unter Kapt. Weitendorf, bekannt war, daß er bei grober See seinen Darm nicht unter Kontrolle gehabt hat. Aber sonst war er ein hervorragender Segelschiffkapitän der alten Schule.
Ich erinnere mich immer noch gern an diesen Menschen mit Herz und Verstand sowie seine große Liebe zur Segelschiffahrt.

MfG Motor



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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon Ambrosius » Dienstag 13. Februar 2018, 10:55

Motor hat geschrieben:Hallo,Kameraden
19557 war ich auch auf der "W.-Pieck" unter Kapt.
Weitendorf, bekannt war, daß er bei grober See seinen Darm nicht unter Kontrolle gehabt hat. Aber sonst war er ein hervorragender Segelschiffkapitän der alten Schule.
Ich erinnere mich immer noch gern an diesen Menschen mit Herz und Verstand sowie seine große Liebe zur Segelschiffahrt.

MfG Motor




".....Weitendorf, bekannt war, daß er bei grober See seinen Darm nicht unter Kontrolle gehabt hat...., "sowas gehört sich nicht :nein: , höchstens ins Jahr 19557
II/79 - I/80 Uffz-Schule Frankfurt/Oder
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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon Hummsel » Dienstag 13. Februar 2018, 11:06

Bei der "Schwarzpönerei" der WP hat doch garantiert die " Russenarschkriecherrei" und ideol. Tieffliegerei eine Rolle gespielt. Weil die " Krusenstern " eine schwarze Ausenhaut hatte mußte das doch nach Parteidisziplin nachgeäfft werden. Vieleicht gabs bei Rückkehr einen Orden für den Befehlshaber. Wer ein so schönes Schiff derartig verunstalten lässt gehörte Kiel geholt.
Grüße hummsel



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Re: alte Zeiten - mit alten Säcken wie Willy, Kulle und ande

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Beitragvon BAZ-m » Dienstag 13. Februar 2018, 22:18

(Bild aus der Sammlung von Kapitän a.D. Horst Rickert)
:guckstduhier: Moin, Moin,
die " Wilhelm Pieck " war das bekannteste Schiff der DDR und auch ihr schönstes. " Uns Schipp is doch kein Kahlenprahm ". " Allens Farwversvennung wat sall diese Verännerung ", befand 1966 Kapitän Weitendorf angesichts dieser Farbentgleisung. Hierzu ein Zitat von Kapitän a.D. Horst Rickert: "Wieso Schwarz ?
- und - warum auch nicht ?" Die Begründung für diesen schwarzen Anstrich fand Kapitän a.D. Horst Rickert in einem Artikel einer GST Zeitschrift von Karl Heinz Schaefer, zu jener Zeit 1. Offizier der "Wilhelm Pieck", in dem es hieß: " Die Schiffsleitung hielt die Farbumstellung für erforderlich, weil die Abgase des Schiffsdiesels, die oberhalb der Wasserlinie austraten, für hässliche Flecken auf der Außenhaut sorgten". Am 8.Juni 1966 befahl Kapitän Gerhard Samuel, im Finnischen Meerbusen in Lee der Insel Saiskari zu ankern und einen schwarzen Anstrich aufzubringen. (Zitate aus dem Buch Segelschulschiff "Wilhelm Pieck"- Kapitäne erinnern sich - von Kapitän a.D. Horst Rickert)
Grüße aus Erfurt :thueringen:
:steuermann: Werner :mecklenburg-vorpommern:
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