Einsatzgruppenversorger A-1412 "Frankfurt am Main"

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Einsatzgruppenversorger A-1412 "Frankfurt am Main"

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Beitragvon Thommy206 » Donnerstag 25. Juni 2020, 22:17

Große Probleme beim Umbau vom Marine-Versorger A-1412 „Frankfurt am Main“

EGV A 1412.jpg

Die "Frankfurt am Main" wurde bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft auf Kiel gelegt und am 5. Januar 2001 durch die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth getauft.
Anschließend ging es nach Kiel zu HDW, wo die Endausrüstung stattfand.
Die Indienststellung erfolgte am 27. Mai 2002.
Ihr erster Heimathafen war Kiel, seit dem 26. September 2012 ist sie im Marinestützpunkt Heppenser Groden in Wilhelmshaven stationiert.

Seit fast einem halben Jahr liegt der Einsatzgruppenversorger A-1412 "Frankfurt am Main" an der Nordmole der Werft German Naval Yards in Kiel.
Jeden Morgen zum Sonnenaufgang hisst die verbliebene Mannschaft die Flagge am Heck des 18.000 Tonnen Kolosses. Die Fahne weht im lauen Sommerwind. Ansonsten passiert fast nichts.
Die "Frankfurt am Main" ist eines der drei größten Schiffe der deutschen Marine. Es sollte mit einem neuen Bordkrankenhaus fit für die nächsten Einsätze gemacht werden.
Jetzt steht die "Frankfurt am Main" für eine fast unglaubliche Pleite.
German Naval Yards hatte 2016 sich einen wichtigen Auftrag gesichert. Die Werft sollte ein Krankenhaus auf den Rumpf der "Frankfurt am Main" bauen, genannt iMERZ.
Die Abkürzung steht für "integriertes Marine-Einsatz-Rettungszentrum". Der zweistöckige Stahlbau sollte zwei OP-Säle, Labore und sogar eine Zahnarztpraxis beherbergen.
Das Vorgängersystem, ein modulares Krankenhaus aus 26 Containern, war im Jahr 2015 in einer Bremer Lagerhalle abgebrannt.
Am 18. Februar diesen Jahres bugsieren zwei Schlepper den Koloss der "Frankfurt am Main" langsam an die Nordmole der Werft. Der stählerne Rohbau des iMERZ liegt schon in der Halle bereit.
Nach einigen Vorarbeiten soll(te) der Bau im April mit einem Kran auf das Schiff gehoben und angeschlossen werden. Geplanter Abschluss der Arbeiten: Sommer 2020.

Mittlerweile sind sowohl die Werft als auch der Auftraggeber, das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (BAAINBW) in Koblenz, recht kleinlaut bei dem Projekt geworden.
Offenbar passt das Bauwerk nicht aufs Schiff und muss verschrottet werden. Zusätzlich scheint der Anschluss an das Schiff dermaßen kompliziert zu sein, dass die ursprüngliche Werftmannschaft damit überfordert ist.
Mittlerweile ist der Kieler Projektleiter ausgetauscht. In der Konsequenz kann die "Frankfurt am Main" seit einem halben Jahr nicht zur See fahren, und das Projekt kommt nicht weiter.
Es drohen weitere Probleme. Die "Frankfurt am Main" soll im Herbst in eine längere Werftliegezeit für eine Grundinstandsetzung gehen. Dabei wird sie unter anderem für den neuen Marinehubschrauber umgerüstet.
Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren für diesen Auftrag. Es ist völlig offen, welche Werft den bekommt. Da es eine europaweite Ausschreibung ist, sind auch hier Verzögerungen und Rechtsstreitigkeiten denkbar.
Erst danach kann das neu gebaute iMERZ aufgesetzt werden.
"Die finale Planung für das Aufsetzen des iMERZ ist maßgeblich vom derzeit noch nicht feststehenden Instandsetzungsstandort des EGV abhängig", so BAAINBw in einer Stellungnahme auf Anfrage des NDR Schleswig-Holstein.
Bis die "Frankfurt am Main" also mit einem funktionierenden Krankenhaus in den Einsatz gehen kann, wird es wohl noch bis ins Jahr 2022 dauern.
Vorausgesetzt German Naval Yards bekommt die technischen Probleme bis dahin in den Griff.

Quelle: Schleswig-Holstein Magazin | 24.06.2020 | 19:30 Uhr
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mit kameradschaftlichem Gruß
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Thommy206

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