Berichte VM im TV

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Berichte VM im TV

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Beitragvon SteuermannV382 » Mittwoch 25. April 2018, 12:23

http://www.ardmediathek.de/tv/Nordmagaz ... d=50569572

NDR.JPG

Interessant gemacht - ohne "politische" Färbung, aber schaut es selbst mal an.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Euer SteuermannV382



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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Hein » Donnerstag 26. April 2018, 09:44

Moin, Moin,
meiner Meinung nach in sehr interessanter Beitrag mit Fakten, die bisher nur einem geringen Kreis bekannt sein dürften. Ich hatte Kurze Ausschnitte schon im Nordmagazin gesehen, aber leider die Quelle nicht wieder gefunden. Danke @SteuermannV382 für den Hinweis.

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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon peenemolli » Donnerstag 26. April 2018, 11:03

Selbst nach so vielen Jahren kommt mir die Galle hoch , wenn ich sehe , wie mit den Kameraden umgesprungen wurde ! Da war kein Dank , keine Anerkennung , keine Unterstützung für die Zeit danach . Wie viele Kameraden , vorallem Offiz. und Längerdienende " hingen" plötzlich in der Luft . Aber was will man schon von so einem Pfarrer wie Eppelmann erwarten . Für diesen Menschen war es doch ein " innerlicher Vorbeimarsch " nun diese verhasste Armee " abwickeln " zu können. Da zählten auch keine christlichen Werte , wie Nächstenliebe und Tolleranz , Haupsache ...WEG WEG WEG ! Ich weiss , warum ich schon in jungen Jahren aus der Kirche ausgetreten bin . Peenemolli



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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Bootsmann 53 » Sonntag 29. April 2018, 18:25

Hallo in die Runde, :ahoi:
sehr guter Beitrag und ohne Schönfärberei. Dass die NVA so abgewickelt wurde lag auch an den ehemaligen Bürgern der DDR. Die hat es überhaupt nicht interessiert was aus den NVA Angehörigen wurde. Dem Grundgesetz nach und anderen Verwaltungsvorschriften hätten die NVA Angehörigen die ausscheiden mussten ordentlich begleitet werden müssen. Aber die Hardliner aus dem Westen hatten die Oberhand und als Revanche wurde eben gerade dies nicht gemacht und somit wurde die Masse noch vor der Wiedervereinigung durch Eppelmann und Co entlassen. Wir kannten uns im Rechtssystem nicht aus und von der Bevölkerung war nichts zu erwarten. Ja wir durften Jahrelang in Wirtschaftseinsätzen dem Volk zur Seite stehen (Winter Braunkohle / Landwirtschaft Ernte / Werft Schiffbau / Deutsche Reichsbahn Gleisbau) und so weiter. Als Dankeschön der Tritt in den Arsch. Auch wen ich zu den wenigen gehörte die übernommen wurden menschlich bin ich nie schlecht behandelt worden. Was man aber mit den Berufssoldaten der NVA gemacht hatte war nicht sauber und auch nicht Fair Ihnen gegenüber Punkt. Wen nur Geld die Welt regiert dann setzt eben der Verstand aus, bei Politikern und auch Bürger. Vom WIR in der DDR zum ICH in der BRD. Das ist meine heutige Lebenserfahrung. Irgendwann läuft diese Karre an die Wand.


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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Bootsmann 49 » Montag 30. April 2018, 07:34

Hallo Rainer @ Bootsmann 53

Ein sehr guter Beitrag den Du da geschrieben hast.
Du hast mir aus den Herzen gesprochen, insbesondere die letzten 2 Sätze.
Aber in dieser Gesellschaftsordnung geht es halt nur um´s Geld das hat wohl nun fast ein jeder von uns
begriffen.

Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche.

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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Hummsel » Donnerstag 3. Mai 2018, 20:09

Hallo Bootsmann 53
Gr.hummsel :genau:



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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Motor » Freitag 4. Mai 2018, 07:47

Hallo Kameraden,

in der DDR haben wir auf der Grundlage von Marx und Engels die Theorie des Kapitalismus gelehrt bekommen.
Heute haben wir in der BRD die Praxis

MfG Günter( Motor )



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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Thommy206 » Montag 7. Mai 2018, 09:23

peenemolli hat geschrieben:[...]
Aber was will man schon von so einem Pfarrer wie Eppelmann erwarten...
[...]

Ich glaube, dass der Pfarrer nie MfAV geworden wäre, wenn er in dieser historisch einmaligen Situation an "christlichen Tugenden" oder dergleichen fest und unverbrüchlich im Glauben festgehalten hätte.
Dann hätte den "Job" eben ein anderer gemacht. Dass die Menschen in der ex.-DDR mit ihren eigenen Soldaten nicht so recht was anzufangen wussten, lag vielleicht auch daran, dass die NVA nie so wirklich die "Armee des Volkes" war, als die sie sich immer gerne propagandistisch darstellen lies.
Politik ist und war schon immer zu 100% Machtausübung, der "Masterplan" zur deutschen Einheit wurde schon von anderen Leuten im Kaukasus besiegelt - incl. der Aufgabe der (ost)deutschen militärischen "Souvernität" - sie war ja auch eigentlich gar keine.
Durch die russ. Abhängigkeit bei den wesentlichen Waffensystemen und waffentechnischen Strukturen war es sehr wohl logisch, diese Armee incl. ihrer AA zu günstigsten Kursen nachhaltig bis heute zu eleminieren.
Denn eine Integration in den Reservistenverband der Bw gibt es wohl meines (allerdings sehr beschränkten) Wissens wohl noch immer nicht, oder ??
Soweit ich auf Stand bin, sind ehemalige NVA-Soldaten (und die NVA-Reservisten wohl erst recht), die nicht mindestens als SaZ 2 ab 1991 gedient haben, bis heute KEINE Reservisten der Bundeswehr geworden.
Selbst wenn sie das denn gewollt geworden wären, dann wohl höchstens nur als Freiwillige und i.d.R. mit dem niedrigsten aller Mannschaftsdienstgrade.
Inzwischen sind ja über 26 Jahre ins Land gezogen und da wäre es doch an der Zeit, dass auch den "ungedienten" Reservisten (also alle, die unter "gedient in fremden Streitkräften" geführt werden) die Möglichkeit eingeräumt wird, mit einem vorläufig vergebenen Dienstgrad der Reserve mal zu einer Wehrübung einberufen zu werden wie es jedem anderen ungedienten Bundesbürger auch ermöglicht wird.
mit kameradschaftlichem Gruß
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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon peenemolli » Montag 7. Mai 2018, 10:50

Hallo Tommy , habe deinen Beitrag mit Interesse verfolgt . Bin aber der Meinung das wir Angehörigen der NVA schon eine teilweise feste Bindung und Beziehung zum Volk hatten . Als Beispiel nenne ich nur die Patenschaften , die Hilfe und Unterstützung im Alltag und bei Havarien u.ä. Dingen . Na klar waren wir vom " Großen Bruder" abhängig , aber auch die Bundeswehr hätte ohne westl. Hilfe nicht existieren können . Ist ja zum Teil heute noch so. Außerdem möchte ich nicht ( gleiche Meinung haben auch viele Kameraden , mit denen ich bei gelegentlichen Treffen gesprochen habe ) in den Reservistenverband der BW aufgenommen werden . Genauso verhält es sich mit den , von dir angesprochenen , Wehrübungen. Allen Kameraden ....eine schöne ( Sonnenbrandfreie ) Woche. Peenemolli



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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Kulle » Montag 7. Mai 2018, 14:49

Thommy206 hat geschrieben: Dass die Menschen in der ex.-DDR mit ihren eigenen Soldaten nicht so recht was anzufangen wussten, lag vielleicht auch daran, dass die NVA nie so wirklich die "Armee des Volkes" war, als die sie sich immer gerne propagandistisch darstellen lies.


Ich hab da auch eine andere Meinung und schließe mich der Meinung von "peenemolli" voll an. Wenn auch mit gewissen Druck seitens der WBK bzw. WKK's sind wir (ich) noch vor Einführung der Wehrpflicht, "freiwillig" zur Armee gegangen. Wir waren letztendlich auch ganz schön stolz einen persönlichen Beitrag für die Friedenssicherung in der Welt zu leisten ( nach Ende des II. Weltkrieges bis zur Wende 1989 keine kriegerische Beteiligung). Die Mehrheit der DDR-Bevölkerung stand aus meiner Sicht hinter uns, was die vielen Patenschaften (Betriebe, Schiffe, Boote oder Diensteinheiten) und gegenseitigen Hilfen bei Katastrophen wie Hochwasser, Kältewinter, Stromversorgung oder in der Landwirtschaft, zeigten.

Zusatz: Mit Einführung der Wehrpflicht mag die Stimmung etwas umgekippt zu sein, denn viele ehemaligen "Wehrdienstverweigerer/Drückeberger" wurden dennoch z.T. eingezogen und waren stink sauer was sich durchaus negativ zum NVA - Bild/Meinung zeigte!
Zuletzt geändert von Kulle am Mittwoch 9. Mai 2018, 10:14, insgesamt 4-mal geändert.
Gruß Lutz
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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Hummsel » Montag 7. Mai 2018, 21:09

Hallo Peenemolli u.Kulle
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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Eddy » Donnerstag 10. Mai 2018, 12:43

Hallo Männer,
erst einmal einen schönen Herrentag für Euch alle.
Das mit der Akzeptanz der NVA im Volk ist eigentlich nicht ganz so einfach auf Patenschaften oder Hilfseinsätze zu beschränken, da gehört aus meiner Sicht eine ganze Menge mehr dazu. Warum zum Beispiel musste bei uns alles so scheiß streng geheim sein, selbst die Standorte. Sicher, jede Armee hat Geheimnisse aber die kann man wohl auf ein Notwendiges eingrenzen. Hätten wir z.B. nicht für unsere SaZ, UaZ und BS die Besuchsmöglichkeit für Familienangehörige einräumen können, jeder Stützpunkt hatte seinen Klub bzw. Besucherräume. Selbst der Ausgang im Bereich bei Besuch wäre eine Lösung für mehr Öffentlichkeit gewesen. Aber diese Heimlichtuerei hat uns an der Rand der Unglaubwürdigkeit bei der Masse der Bevölkerung gebracht. Sicher waren die Patenschaftsbeziehungen, die Begegnungen in Schulen oder die Hilfseinsätze immer mit Herzlichkeit verbunden aber die eigentlich notwendige Akzeptanz für die AA war nicht da, siehe 1989/90, als das "Volk" die Kasernen stürmen wollte. Nun muss man da wohl auch noch Unterschiede machen aber im großen und ganzen war es so. Dazu kamen dann noch die Fehlverhalten von einigen wenigen AA in der Öffentlichkeit und schon war das Bild rund. Wobei ich da auch noch Unterschiede bei den einzelnen Teilstreitkräften machen möchte. Marine und Luft waren gern gesehen, die Grenzer hatten es wohl am schwersten und über die Landser brauchen wir nicht reden.
Die letzte DDR-Regierung hat uns letztlich beruhigt und dann verkauft. Ein Sprung ins kalte Wasser ist problemloser als der Wechsel einer Gesellschaftsordnung. Daran sind, mangels fehlender Unterstützung, viele gescheitert und letztendlich vor die Hunde gegangen.
Eddy von der großen Insel
"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

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1. Vorsitzender Heimatverein Dranske e.V.
Ehrenamtlicher Leiter des "Marinehistorischen- und Heimatmuseums Dranske / Bug"
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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Bootsmann 53 » Freitag 11. Mai 2018, 15:55

Hallo Eddy, :ahoi:
deinen Ausführungen ist nichts mehr hinzu zu fügen, alles genau auf den Punkt gebracht. In diesem Sinne schönes Wochenende.

:grillen: :gls:

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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Kulle » Samstag 12. Mai 2018, 15:40

Eddy hat geschrieben:Hallo Männer,
Warum zum Beispiel musste bei uns alles so scheiß streng geheim sein, selbst die Standorte. Sicher, jede Armee hat Geheimnisse aber die kann man wohl auf ein Notwendiges eingrenzen. Hätten wir z.B. nicht für unsere SaZ, UaZ und BS die Besuchsmöglichkeit für Familienangehörige einräumen können, jeder Stützpunkt hatte seinen Klub bzw. Besucherräume. Selbst der Ausgang im Bereich bei Besuch wäre eine Lösung für mehr Öffentlichkeit gewesen. Aber diese Heimlichtuerei hat uns an der Rand der Unglaubwürdigkeit bei der Masse der Bevölkerung gebracht.


Hallo Eddy,
schließe mich den Ausführungen an und bin der gleichen Meinung was dem Geheimnisschutz betrifft.
Meine Frage nur dazu, wer hat denn die übertriebenen Geheimnisschutzbestimmungen festgelegt (sicher das MfNV oder MfS) , aber keiner von uns AA hat sich darüber aufgeregt oder getraut dagegen vorzugehen, nicht mal unsere Vorgesetzten/Offiziere, d.h. es wurde alles so akzeptiert wie festgelegt. Deshalb ist der Hinweis "...hätte, hätte, Fahrradkette...." , nur ein Wunschbild aus heutiger Sicht.
Gruß Lutz
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Re: Berichte VM im TV

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Beitragvon Thommy206 » Sonntag 13. Mai 2018, 13:54

peenemolli hat geschrieben:Hallo Tommy , habe deinen Beitrag mit Interesse verfolgt . Bin aber der Meinung das wir Angehörigen der NVA schon eine teilweise feste Bindung und Beziehung zum Volk hatten . Als Beispiel nenne ich nur die Patenschaften , die Hilfe und Unterstützung im Alltag und bei Havarien u.ä. Dingen...

moin @peenemolli,
ich bin 100%ig bei Dir, wenn es um die Bindung der NVA-AA zum Volk geht, incl. der befohlenen Patenschaften, Einsätze in der Landwirtschaft etc.
Aber die Bindung des Volkes zu ihrer Armee war keine, weil die Nationale Volksarmee eben in meinen Augen keine Armee des Volkes war.
Gekennzeichnet durch den viele Jahre vorherrschenden Militarisierungsgedanken, gefangen in der Hegemonie des Warschauer Paktes unter knallharter und versoffener sowjetischer Militärführung, unter der permanenten Einflussnahme der SED-Führung und einerseits der Zwietracht zwischen einer militärischen Professionalität ihrer Führer und andererseits der immer präsenten politischen Indoktrinierung, war die NVA wohl unbestritten der wesentliche militärische Teil der politischen Führungsriege der SED.
Die Verankerung in der Gesellschaft mit der Wehrpflicht, den bestehenden vor- und teilmilitärischen Organisationen (GST / Kampfgruppen / Zivilverteidigung) und nicht zuletzt durch die politisch gewollten und konsequent gelebten paramilitärischen Strukturen in Erziehungseinrichtungen (Wehrkunde in der Schule) sollten die politische Führungsrolle der SED sichern, festigen und schützen. Die sogenannte "Armee des Volkes" wurde von Anfang an daher in meinen Augen eher als Armee gegen das Volk organisiert. Die DDR gehörte z.B. ab Mitte der 1970'er Jahre zu den am höchsten militarisierten Staaten des Warschauer Paktes (im Verhältnis zur jeweiligen Bevölkerungszahl).
Militärischer Drill, Paraden, Fahnenappelle und Uniformen bestimmten ja zunehmend unseren Alltag als DDR-Bürger. Ich nenne das mal: "100%iger Zwang zur Militarisierung durch die herrschende SED-Führung"

Um den Erfolg der sozialistischen Erziehung in der NVA zu sichern und zu überprüfen, waren in der Armee auch außerordentlich viele Informanten des Ministeriums für Staatssicherheit "tätig", auch diesen "Umstand" sollten wir nicht vergessen !!!
Gleich nach der Gründung der NVA waren schon etwa 10% der Soldaten parallel für das MfS zuständig, später galt das Verhältnis 1:20 als realistisch. Im Vergleich: bei der zivilen MfS-Überwachung war das Verhältnis ca. 1:100.
Das heisst: 1 informeller Mitarbeiter "brauchte nur" 20 Kameraden zu überwachen und ggf. zu verpfeifen.
Ob es nun hierbei in erster Linie die Sicherung und Verteidigung der Grenze, und damit auch der See-Grenze betraf oder eher zur Festigung der Erziehungsdiktatur innerhalb der NVA diente, lasse ich mal dahingestellt.
Immer fraglich bleibt wie bei vielen anderen Diskussionen zum Militär während einer Polit-Diktatur, (und nix anderes war das DDR-Regime) inwieweit ein persönliches Auflehnen gegen das bestehende militärische System überhaupt möglich, gewollt oder im Einzelfall erfolgreich gewesen wäre.
Eine Dienstverweigerung wie zu Bw-zeiten möglich und meist folgenlos, weil: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden“, heißt es im Artikel 4 des Grundgesetzes - verabschiedet vier Jahre nach Kriegsende und sechs Jahre, bevor überhaupt die erste Bundeswehreinheit aufgestellt wurde.
Wozu die Bürger stattdessen gezwungen werden können, folgt acht Artikel später: „Wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden“.
Wie gesagt, "kann", nicht "muss" !!!
Im Falle der NVA, die ja bekanntlich als militärischer Teil des sozialistischen Politapparates gegründet wurde, gab es solche Erfolgsaussichten nach meinem laienhaften Verständnis der Lage wohl eher nicht.
Da drohten wohl eher Knast, Spatenkommandos und andere "Erziehungsmassnahmen", um den Wehrpflichtigen zu disziplinieren.
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