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Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Dienstag 23. Dezember 2014, 16:51
von Bootsmann 53
SignalmeisterN hat geschrieben:... dass die Schiffskörper Stabilitätsprobleme hatten war auch beim Projekt 89.2 nicht unbekannt - die 326 z.B. hatte auch Risse in der Außenhaut, so dass immer ein leichter Ölfilm neben dem Schiff zu sehen gewesen sein soll. Für die Grenzschiffe sah es wohl ähnlich aus - es war doch fast immer bei den Grenzern die Flagge N gesetzt und auch nachts rot geschaltet.

Hallo Seefahrer :ahoi:
Das kann man nicht so stehen lassen, liebe Seefahrer. Bei den Schiffen der 1., 2. und 4.GSA wehte die Flagge Nordpol (N) nur zum Auftanken der Schiffe oder zum selbständigen Ölwechsel an Bord (Dienstvorschrift)
Die Außenbeleuchtung im Top rot wurde vom Wachhabenden Schiff angeschaltet, dem Schiff welches den Bootsmann der Wache nebst Pierposten gestellt hat oder es musste Nachts gebunkert werden.
(...)
Bootsmann 53
:mecklenburg-vorpommern:

[Beitrag unter -> -> -> techn. Probleme bei VM-Booten abgetrennt u. neu thematisiert - wozan]

techn. Probleme bei VM-Booten

BeitragVerfasst: Mittwoch 31. Dezember 2014, 21:24
von 14725
Bootsmann 53 hat geschrieben:Die Außenbeleuchtung im Top rot wurde vom Wachhabenden Schiff angeschaltet, dem Schiff welches den Bootsmann der Wache nebst Pierposten gestellt hat oder es musste Nachts gebunkert werden.


Also dass das Schiff, wo der BdW und Postenpier gestellt wurden, die Rote Laterne im Top schalteten ist mir als Signäler neu.
Ist mir völlig unbekannt .
Was haben die da tagsüber gehießt ?? Auch Nordpol ??
Würde ja nachts völlig irretieren !!! Woher wusste man wo der BdW sitzt oder wer bunkert wenn alle die Rote Laterne an hatten.

Wie gesagt mir so nicht bekannt , weder als DdS noch als Schiff mit BdW. Oder doch vergessen ??
Nur beim bunkern Nordpol am Mast oder rote Laterne im Mast .

Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Freitag 16. Januar 2015, 10:30
von hydro_325_344_
Bootsmann 53 hat geschrieben:Die Außenbeleuchtung im Top rot wurde vom Wachhabenden Schiff angeschaltet, dem Schiff welches den Bootsmann der Wache nebst Pierposten gestellt hat oder......

Das hätte mit Sicherheit einen Eintrag im Schiffstagebuch ergeben... An solch einen Eintrag erinnere ich mich nicht ...

Schweißarbeiten wurden auch auf der 325 durchgeführt. Dazu mußte ich in der Meisterkammer an meiner Koje (Ek Koje) die ganze Verkleidung abnehmen. Als ich fragte, warum das nötig sei, bekam ich zur Antwort : Der (Schweißer) macht seine Arbeit nach Vorschrift, er will übernommen werden...

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Freitag 16. Januar 2015, 12:50
von wozan
:finger1: Hallo Männers,

ich glaube, bevor ihr hier weiterhin aneinander vorbeiredet, sollte ihr zuerst einmal in den letzten Beiträgen richtig nachlesen und euch dann einig werden, worüber ihr euch überhaupt "heiß" macht.

Es wurde doch nur gesagt, dass an Bord der Schiffen der GSA "die Flagge Nordpol (N) nur beim Auftanken der Schiffe oder beim selbständigen Ölwechsel" (was auch immer mit "selbstständigem Ölwechsel" gemeint sein soll!?) wehte, bzw. nachts, wenn gebunkert werden musste, ein rotes Toplicht gesetzt wurde. Weiterhin wurde ausgesagt, dass dieses Toplicht sowie tagsüber die entsprechende Flagge "Nordpol" nur vom Wachhabenden des Schiffes gesetzt wurde, welches "den Bootsmann der Wache nebst Pierposten gestellt hat" !!!
Und gemacht wurde diese Aussage nachdem Norbert (SignalmeisterN) davon sprach, dass bei den MSR-Grenzschiffen wegen Stabilitätsproblemen und Rissen in der Außenhaut ein leichter Ölfilm neben den Schiffen zu sehen war und deswegen "fast immer bei den Grenzern die Flagge N gesetzt und auch nachts rot geschaltet" wurde ...

Und sicherlich wurde durch die Sicherheitsvorschriften das Setzen des Toplicht "rot" bzw. der Flagge "Nordpol" auch bei Schweiß- und anderen feuergefährlichen Arbeiten an Bord gefordert - oder wie wäre Hydro´s letzter Beitrag sonst überhaupt zu verstehen???

Re: techn. Probleme bei VM-Booten

BeitragVerfasst: Sonntag 18. Januar 2015, 13:18
von hydro_325_344_
@ wozan

Sind 2 unabhängige Antworten, deshalb auch der Absatz.
:sorry: wenn das nicht so rüber kommt.

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Donnerstag 22. Januar 2015, 22:15
von juergen-martenka
Moin, Moin Männer

also Wolfgang da muß ich dir widersprechen ein Rotes Toplicht gibt es nicht!
Das ist immer Weiss! Jedoch wurde Nachts beim Bunkern oder auch bei Munitionsübernahme ein
Rotes Zusatzlicht am Signalmast unterm Top aufgezogen, genau da wo tagsüber Stander Nordpol steht. Wie gesagt dies gilt für`s Bunkern und Munitionsübernahme, ob im Hafen oder in See. Auch bei bestimmten Havarien.
Ich habe so eine Haverie miterlebt, falls es interessiert. Würde ich gern später drüber schreiben.
Grüße aus :thueringen: Jürgen

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Freitag 23. Januar 2015, 12:11
von 14725
juergen-martenka hat geschrieben: ... jedoch wurde Nachts beim Bunkern oder auch bei Munitionsübernahme ein Rotes Zusatzlicht am Signalmast unterm Top aufgezogen, genau da wo tagsüber Stander Nordpol steht.

Ein extra rotes Zusatzlicht haben wir nicht gesetzt. Dazu haben wir die NSA (Nachtsignalanlage) auf der Backbordseite genutzt.

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Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Freitag 23. Januar 2015, 12:26
von wozan
juergen-martenka hat geschrieben:... da muß ich dir wiedersprechen ein Rotes Toplicht gibt es nicht!
Das ist immer Weiss! Jedoch wurde Nachts beim Bunkern oder auch bei Munitionsübernahme ein
Rotes Zusatzlicht am Signalmast unterm Top aufgezogen genau da wo tagsüber Stander Nordpol steht.

Hallo Jürgen,

natürlich ist dein Widerspruch berechtigt, auch wenn ich weniger ein 225°abstrahlendes Toplicht, als eher die Lichter im Topp allgemein, bzw. speziell das rote Licht im Topp gemeint hatte. Aber an Bord war ich nun mal kein Oberdecksgärtner, sondern ein Flurplattenindianer. So hatten mich als Masut-Oberochse an Oberdeck allerhöchstens die Heizölübernahme- und peilstellen zu interessieren. Und als ich mich das letzte Mal mit Betonnung, Befeuerung und Lichterführung beschäftigt habe, sind nunmehr auch über vierzig Jährchen vergangen.
Tja ... und ob bei dir das "rote Zusatzlicht" oder der "Stander Nordpol" so wirklich richtig benannt wurde ... ???? :hehehe:
Aber egal, danke dennoch für deine Richtigstellung.

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Freitag 23. Januar 2015, 14:51
von Hein
Moin Jürgen, :ahoi:

ohne aus Flaggen, Stander, Rundum- und Topplichter ein ewig langes Thema zu machen, welches m.E hier nicht reinpasst,

aber Nordpol ist auch kein Stander, :nein:
sondern ein Doppelstander.

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Freitag 23. Januar 2015, 21:16
von Bootsmann 53
Hallo Seefahrer, :ahoi:
das habe ich mit der Lichterführungsanlage sowie der „Chmel 2“ (Infrarot) auf Projekt 89.1 gemeint.

Mast MSR Projekt 89.1

- Foto 1 Projekt 89.1 von achtern aus

Toplichter 3x grün Minenräumen,
1x rot - Bunkern/Munitransport,
1x blau.
weiß ist nicht zu sehen.
Mast Projekt 89.1 um 1980.jpg
- Foto 2 Mast von vorn,

alle Toplichter sind gut zu erkennen.
Mast Projekt 89.1 um 1992.jpg

Ansonsten gibt es dazu nichts weiter zu sagen. Ausgangspunkt war, dass bei einigen Schiffen des Projekt 89.2 Risse in der Schiffsaußenhaut festgestellt wurden. Anzumerken von mir ist diesbezüglich, dass zu meiner Fahrenszeit wir diese Probleme nicht hatten.

MfG
Rainer :reinschiff:
:mecklenburg-vorpommern:

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Samstag 24. Januar 2015, 10:45
von SignalmeisterN
nur der Vollständigkeit halber möchte ich mal ergänzen, dass jedem der abends von Wmde in der Dunkelheit mit der S-Bahn Richtung Rostock fuhr und in den Doppelstockzügen oben saß, die vielen roten Lichter in Richtung der Grenzerpier aufgefallen sein dürften. Ich habe daraufhin nachgefragt -weil ich so viele Schiffe beim Bunkern und - oder Munition übernehmen einfach für unwahrscheinlich hielt - und das vorallem so oft - bis mir dann von unserem 1.WO erklärt wurde, dass es wegen dem Ölfilm auf dem Wasser geschieht, welcher sich dort öfter ausbreitete und auch auf den maroden Zustand der Schiffskörper zurückzuführen war und einfach wegen dem Brandschutz - ganz speziell wegen des damit verbotenen Rauchens an Oberdeck !!!

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Samstag 24. Januar 2015, 14:48
von 14725
juergen-martenka hat geschrieben:da muß ich dir wiedersprechen ein Rotes Toplicht gibt es nicht!
Das ist immer Weiss!

Hallo Jürgen

deine Aussage ist leider falsch.
Es gab sogar 4 Topplampen, zumindest auf MSR-lang.
Die nannten sich Toppmorselampen, zumindestens hießen so die rote und die weiße.
Da gab es die weiße, die rote, die grüne und eine blaue.
Die weiße Topplampe wurde zum Morsen für mehrere Empfänger, die rote (auch Manöverlampe genannt) wurde bei Verbandsfahrten als Ausführungssignal genutzt:
- rot an = Bereitschaft zur Ausführung des Signals,
- rot aus = Ausführung des Signals,
und sie wurde natürlich zum Bunkern angemacht. Die Grüne kam beim Minenräumen ins Spiel, die Blaue wurde zur gedeckten Übermittlung von Signalen genutzt.

text1.jpg
Und dann gab es noch die Infarot-Lichtsignalgerät.

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Samstag 24. Januar 2015, 15:04
von Bootsmann 53
Danke Silvio, :ahoi:
genau das habe ich auch gemeint. Wir hatten aber auch Schiffe im Hafen die Bereitschaft gefahren sind und somit gefechtsbereit zum Auslaufen waren (Bordwaffe mit Munition).
Mastspitze mit Lichterführungsanlage und FFK Projekt 89.1.pdf

Damit, so hoffe ich, ist etwas am Thema vorbei geklärt wurden was zu einem anderen Spezialgebiet gehört. :genau:

Beste Grüße Rainer
:mecklenburg-vorpommern:

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Samstag 24. Januar 2015, 18:24
von wozan
Bootsmann 53 hat geschrieben:... genau das habe ich auch gemeint. Wir hatten aber auch Schiffe im Hafen die Bereitschaft gefahren sind und somit gefechtsbereit zum Auslaufen waren (Bordwaffe mit Munition).
Damit, so hoffe ich, ist etwas am Thema vorbei geklärt wurden was zu einem anderen Spezialgebiet gehört.

Hallo Bootsmann Rainer,

auch wenn du ja schon mehrmals behauptet hattes, dass es nicht mehr dazu zu sagen gäbe ... Jetzt habe ich erst wirklich begriffen, was ihr bisher so mit "Außenbeleuchtung" und "roten Laternen" im Topp gemeint habt, und da beginnt ihr schon wieder, uns zu verwirren ...
So zeigt uns der eine die super Zeichnung der Lichterführungsanlage, und der andere spricht von Toppmorselampen und bringt noch ein Infarot-Lichtsignalgerät , sowie die Nachtsignalanlage ins Spiel.

Klar sind Lichterführung, Manöversignale und der gesamte Kladderadatsch das Spezialgebiet eines Feudelschwenkers, vielleicht auch so´n bisschen das eines Bootsmanns. Aber ich denke mal, dass wir auch solche "am Thema vorbei " disputierten Diskussionen ins richtige Fahrwasser leiten, zum richtigen Thema machen, und keinesfalls eine noch "brodelnde Suppe" vorzeitig deckeln sollten.

Also mal ran an die Bouletten und verständlich, vor allem abschließend erklärt, was es nun mit der Nachtsignal- und /oder Lichterführungsanlage, sowie den Toppmorselampen auf sich hatte - ... gegebenfalls mache ich auch noch ein neues Thema daraus !
Auch die Aussage des @SignalmeisterN und des @Bootsmann53 wegen den bei Nacht gesetzten "roten Lichtern" der Grenzschiffe sollte man wohl nochmals zusammenbringen und ausdiskutieren ... Ich persönlich mag nämlich nicht so recht daran glauben, dass wegen Rissen in der Außenhaut und demzufolge vorhandenen Ölfilmen um die Schiffe, nachts so viele rote Lichter an der Grenzerpier zu sehen waren. Wahrscheinlicher klingt mir da schon die Aussage, dass das rote Licht im Topp der GBK- bzw. Grenzschutzschiffe gesetzt wurde, weil dies die aufmunitionierten Bereitschaftsschiffe waren.

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Sonntag 25. Januar 2015, 11:20
von 14725
wozan hat geschrieben: Also mal ran an die Bouletten und verständlich, vor allem abschließend erklärt, was es nun mit der Nachtsignal- und /oder Lichterführungsanlage, sowie den Toppmorselampen auf sich hatte - ... gegebenfalls mache ich auch noch ein neues Thema daraus !

Na dann fange ich mal an

Nachtsignalanlage (NSA)

Die Nachtsignalanlage (NSA) besteht aus weißen, roten und grünen Laternen (24 Volt , 25 Watt).
Sie ist ein Mehrzweckgerät und ermöglicht nach den Bestimmungen der Signalbücher und der Seeverkehrsordnung farbige Lichter zu setzen.
Die Rundumsicht der NSA bietet allen Schiffen die Möglichkeit, die gesetzten Signale zu erkennen.

Gab es auf jedem Schiff der Volksmarine.
DIe NSA ersetzte bei Nacht die am Tag gesetzten Signalkörper wie Kegel, Zylinder und Bälle
War auf allen Schiffen an der Backbord Seite vom Mast geführt .

NSA1.jpg
NSA2.jpg

Toppmorselampen

Die Toppmorselampe (24 Volt, 25 Watt, sichtbar rund 1sm) ist nur bei Nacht zu verwenden.
Sie ermöglicht einen Signalaustausch auf kurze Entfernung an ein bestimmtes Schiff, an eine TBK/TBZ oder an mehrere Empfänger zugleich.
Wurde ein Signal an alle im Sichtbereich befindlichen Empfänger gerichtet, so zeigte jeder mit einem langen Blinkzeichen die Bereitschaft zur Aufnahme des Morsesignals an.
Die Toppmorselampe rot (auch Manöverlampe genannt) wurde beim Verbandsfahren als Ausführungssignal verwendet. Sie diente zur Ausführung gemeinsamer Handlungen.
Rot an bedeutete die Bereitschaft zur Ausführung des Befehls, Rot aus bedeutete die Ausführung.

Die Toppmorselampe durfte nur verwendet werden wenn die Geheimhaltung gewährleistet war!!
Gab es auch auf jedem Schiff der Volksmarine.

Topp.jpg


Infrarot Lichterführungsanlage CHMEL-III

Anlage sowjetischer Herkunft , wurde zur gedeckten Führung bei voll abgeblendeten Gefechtseinsatz und Verbandsfahrten genutzt .
Dazu wurden IR Laternen , beim MSR-lang , auf dem Deckshaus (nach vorn strahlend), am Schornstein (nach hinten strahlend) und an der Back- bzw. Steuerbord Seite montiert.

Wurde auf allen Schiffen (lt.literatur) verwendet. Ich selbst kenne es vom MSR-lang und vom U-Jäger Typ Parchim
IR3.jpg
IR1.jpg
IR2.jpg

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Sonntag 25. Januar 2015, 11:30
von 14725
wozan hat geschrieben:Wahrscheinlicher klingt mir da schon die Aussage, dass das rote Licht im Topp der GBK- bzw. Grenzschutzschiffe gesetzt wurde, weil dies die aufmunitionierten Bereitschaftsschiffe waren.


Aufmunitioniert waren wir als B-Schiff auch und haben nie die " rote Laterne" gesetzt.
Und das so viele GBK-Schiffe als B-Schiff dalagen halte ich ebenso für unwahrscheinlich.
Und eigentlich hatten ja alle Schiffe einen Kampfsatz an Bord, waren also aufmunitioniert und hätten somit alle eine "rote Laterne" setzen müssen.
Das war aber nicht der Fall.
Nachweislich wurde die Flagge Nordpol (am Tag) oder die rote Laterne (bei Nacht) zum Bunkern/Abbunkern oder zum Auf- und Abmunitionieren gesetzt.

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Sonntag 25. Januar 2015, 22:06
von wozan
Hallo Silvio,
nachdem ich nun die Lichterführungsanlage mit all den Topplampen, Morselampen, den drei grünen des "Räumkreuzes" allmählich unter einen Hut bekam, entzog sich das schon öfters erwähnte Infrarot-Lichtsignalgerät, bzw. die Chmel-Anlage weiterhin der "Aufklärung" ...
Dabei war auch diese Wissenslücke schon längst geschlossen und der Beitrag - bisher unbemerkt :zzz: - um dieses IR-Gerät ergänzt worden.
Dennoch bleiben noch klitzekleine Unklarheiten ... Wenn die drei Doppelleuchten der Nachtsignalanlage backbordseitig in der Rahe angebracht waren, welchen Zweck erfüllte dann beispielsweise die ebenfalls als Doppelleuchten erkennbare Anlage auf der Steuerbordseite ?
Und war die von dir als "Anker und Fahrtlicht" bezeichnete Leuchte nun wirklich "das" Topplicht ? -
das Topplicht strahlte doch über einen Sektor von 225°, während als Ankerlicht sicherlich eine weiße Rundumleuchte vorgeschrieben war.

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Sonntag 25. Januar 2015, 23:07
von Hein
Hallo Wolfgang, :ahoi:
von mir auch ein bißchen Senf dazu.

Natürlich können als Fahrt- und Ankerlicht nicht die gleichen Lampen verwendet werden. Wie Du schon sagst, hat der Sichtbereich des Topplichtes (Fahrtlicht) einen Sektor von 225°.
Ein Fahrzeug vor Anker muss entsprechend der Regel 30 der Kollosionsverhütungsordnung dort, wo sie am besten gesehen werden können, im vorderen Teil ein weißes Rundumlicht, und am Heck ebenfalls ein weißes Rundumlicht (niedricher als das im Bug) zeigen.
Fahrzeuge mit weniger als 50m Länge (für VM-Fahrzeuge i.d.R. zutreffend) dürfen ein weißes Rundumlicht dort führen, wo sie am besten gesehen werden.
Soweit ich mich noch erinnern kann (55 Jahre her), wurde es an der Stb.Rah gezeigt.
Von dem erwähnte Infrarot-Lichtsignalgerät, bzw. der Chmel-Anlage habe ich damals noch nichts gehört.

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Montag 26. Januar 2015, 07:35
von 14725
Hein hat geschrieben:Von dem erwähnte Infrarot-Lichtsignalgerät, bzw. der Chmel-Anlage habe ich damals noch nichts gehört.


Die "Chmel" wurde ab 61/62 auf den Räumpinassen verbaut.

Re: Lichterführung, Lichtsignalanlage ...

BeitragVerfasst: Montag 26. Januar 2015, 07:51
von 14725
wozan hat geschrieben: Wenn die drei Doppelleuchten der Nachtsignalanlage backbordseitig in der Rahe angebracht waren, welchen Zweck erfüllte dann beispielsweise die ebenfalls als Doppelleuchten erkennbare Anlage auf der Steuerbordseite ?

Die von dir erwähnten 3 Doppelleuchten sind nur 3 Einzelleuchten.
Drei Rundumlichter rot-weiß-rot senkrecht übereinander wurden dort wo sie am besten gesehen werden können angebracht und das war, soweit ich mich erinnern kann, auf allen VM-Schiffen die Steuerbordseite gewesen.

Tagsüber: Ball-Rhombus-Ball senkrecht übereinander, bei Nacht rot-weiß-rot senkrecht übereinander, signalisierte ein manövrierbehindertes Schiff.
Unbenannt.jpg