Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikationen

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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

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Beitragvon Kulle » Sonntag 13. Januar 2013, 00:24

:hello: ... aus -> -> -> Abzeichen für Große Fahrt abgetrennt und neu thematisiert

Frank 321 hat geschrieben:Hat man bestimmt an langen Abenden und Nächten an Wochenenden oder auf Vorposten schon vorbereitet, um dann nur noch die Variablen einzutragen bzw. konnte sie selbst ergänzen, wie an den unterschiedlichen Schriftarten zu erkennen ist.
War aber eine schöne Tradition, auch wenn es eine "Massenware" geworden sein sollte.

Hallo,
mit anderen Worten war das "Abzeichen für Große Fahrt" nur eine sogenannte "Erinnerungsmedaille" für gefahrene Seemeilen bei gemeinsam durchgeführter Manöver des Warschauer Vertrages (offensichtlich in mehreren Meeren) und hatte somit keinerlei Bedeutung oder Vorteile bei einer eventuell später erfolgten Arbeitsaufnahme bei der DSR.
Die Urkunden dagegen waren sicher nur so eine Tradition/Gag auf Schiffen der VM, ähnlich wie die zu meiner Zeit gezeichneten Schiffstypen mit Fotos von Besatzungsmitgliedern als EK - Entlassungserinnerungen.
Gruß Lutz
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Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikationen

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Beitragvon Kulle » Montag 14. Januar 2013, 14:51

Frank 321 hat geschrieben:Das Abzeichen für Große Fahrt war bestimmt keine Hilfe für die Arbeitsaufnahme bei der DSR. Ich habe bei der DSR gelernt, war auch später noch eine Weile dabei und es gab keinen der auf Grund dieses Abzeichens zur DSR kam.

Hallo Frank,
mit meinem Beitrag wollte ich u.a. auch nur zum Ausdruck bringen, dass z.B. die Bordpraxiszeit (Maschinenpersonal) gewisse Vorteile bei einer Arbeitsaufnahme bei der DSR mit sich brachte.
Nun müsste ja alles geklärt sein, oder?
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Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikationen

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Beitragvon wozan » Montag 14. Januar 2013, 20:22

Kulle hat geschrieben: ... wollte ich u.a. auch nur zum Ausdruck bringen, dass z.B. die Bordpraxiszeit (Maschinenpersonal) gewisse Vorteile bei einer Arbeitsaufnahme bei der DSR mit sich brachte.

Hallo Kulle,

gewisse Vorteile brachte die Bordpraxiszeit bei der VM sicherlich, aber allein der Nachweis derselben, reichte wohl nicht aus. Trotz dreijähriger Bordzeit im Maschinenabschnitt und der Qualispange Stufe II, scheiterte meine Bewerbung bei der DSR wohl daran, dass ich als Pumpenmeister keinerlei Qualifikationen, wie beispielsweise eine Kesselwärterzeugniss oder irgendwelche sonstigen fachlichen Befähigungen nachweisen konnte. Auf´s Knöpfchen drücken, oder einen Schalter zu betätigen, um eine Pumpe anzufahren, bzw. mehrere Rohrleitungssysteme des Schiffes aus dem "eff-eff" zu beherrrschen, hätte wohl gerade mal zum "Schmier-Maxe" gereicht ...
Tja, und so platzten nach unserer Entlassung sicherlich einige "Lebensträume", die man sich aufgrund leerer Versprechungen bei der Einberufung gemacht hatte ... :PDT_37:
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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

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Beitragvon Kulle » Dienstag 15. Januar 2013, 15:57

Hallo Wolfgang,
bitte nicht traurig sein, dass es zu keiner Einstellung bei der DSR kam. Ich war später froh, dass es nicht geklappt hat. Denn einige Länder der Welt habe ich auch über andere Wege kennen gelernt. Und wenn ich mich recht erinnere warst Du doch auch schon mal in China, oder?
Natürlich war es anfangs für jeden Betroffenen ärgerlich und enttäuschend, man hatte gehofft und wollte was erleben, und zwar als Seemann, die Weltmeere befahren. Aber wir zwei waren nicht die einzigen Enttäuschten.
Bild (2).jpg

Anbei meine Bordzeitbestätigung als Mot.-Gast auf Schiffen der VM.
Grundlage für Bewerbungen bei der DSR und Anerkennung zur sofortige Einstellung als Maschinenassistent.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruß Lutz
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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

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Beitragvon Frank 321 » Mittwoch 16. Januar 2013, 08:32

Hallo Lutz,
ich hatte das Glück eine Ausbildung und später Tätigkeit bei der DSR zu haben. Wie hier schon festgestellt wurde, sind viele junge Menschen mit einer Vielzahl von Versprechungen zur Volksmarine gelockt worden, welche hinterher nicht eingehalten wurden bzw. nicht aufgehen konnten.
Einerseit war es die Fahrzeitbestätigung die keinen großen Vorteil brachte, dann waren es spezielle Einsatzbereiche (Funker) bei denen man mit Sperren für das Ausland belegt wurde und zum Schluss gab es da noch so ein großes Ministerium was über den Einsatz bei der DSR das letzte Wort hatte.
Dies ist nun Vergangenheit und man kann sich die Welt auch so ansehen. Wobei die Seefahrerronatik doch etwas anderes ist als die auf einem Kreuzfahtschiff.

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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

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Beitragvon peenemolli » Montag 17. Juni 2013, 18:13

Moin Moin Seemänner!
Ja, ja Kamerad "WOZAN" , da kann ich auch ein Liedchen davon singen. Hatte mich nach meiner Lehre (Elektromonteur) bei der DSR beworben. Man schrieb mir daraufhin ; "... wunderbar, wir würden ja, ...aber die Vorschriften!" Ich sollte doch bitte erst meinen Wehrdienst ableisten, dann würde es bestimmt(!) klappen, und da man mir bei einem eventuellen Dienst bei VM die Zeit bei der DSR angerechnet werden würde, kam auch gleich noch der Rat bei der VM anzuheuern. Gesagt - getan, für seine Träume tut man ja (fast) alles. Dann aber schlug die Liebe zu und meine damalige Freundin (mit der ich nun mittlerweile 44 Jahre verheiratet bin) hatte dafür überhaupt kein Verständnis und ich musste eine Entscheidung treffen. Ihr könnt mir glauben, es war eine der schwersten Entscheidung meines Leben`s ! Meine Frau hat gewonnen und ich bin vom heutigen Standpunkt aus gesehen recht froh darüber und bereue es keine Minute. Die Welt (ein paar kleine Teile davon) haben wir uns auch so angesehen.
Ich glaube es wird viele Kameraden mit gleichem Lebenslaufteilen geben. Jung´s, wir haben alles richtig gemacht !!!
:ahoi: :sachsen: Gruß PEENEMOLLI



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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

[7 / 24]

Beitragvon Foxderringer » Montag 17. Juni 2013, 18:28

:ahoi: Seemänner ! Im übrigen wurde die Dienstzeit bei der NVA in der DDR in jeden Betrieb angerechnet.
Nicht nur bei der DSR. :salut: :berlin:

Tja, aber hier ging´s eigentlich um die Anerkennung von Bordzeiten, Bordpraxis
und erworbene Kenntnisse bei der VM, weniger um die abgeleistete Dienstzeit ...
wozan
Wenn sie dich ins Grab legen,wurdest du zum letzten Mal reingelegt.



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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

[8 / 24]

Beitragvon Kulle » Dienstag 18. Juni 2013, 15:34

Foxderringer hat geschrieben::ahoi: Seemänner !Im übrigen wurde die Dienstzeit bei der NVA in der DDR in jeden Betrieb angerechnet.Nicht nur bei der DSR. :salut: :berlin:


Stimmt schon, warum auch nicht!
Hier, bei der Anrechnung der Fahrenszeit auf einem Schiff der Volksmarine, ging es aber bei einer Arbeitsaufnahme bei der DSR um bares Geld! :genau:
So konnte man z.B. mit dem erbrachten Nachweis (wie in meinem Fall) u.U. oder sogar sofort als Maschinenassistent und nicht erst als "Kuli/Abschmierer" angestellt werden und das war im Gehalt ein schöner Unterschied.
Gruß Lutz
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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

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Beitragvon matze gs1/3/1 » Samstag 19. Oktober 2013, 11:25

Moin fahrensluet ! Bin auch der meinung das das mfs der wichtigste faktor fuer eine einstellung bei der DSR war! Da zählten nur verwandtschaftsgrade und beziehungen. Ich weiss noch das unteroffz. Die länger als 4 jahre dienen wollten spezielle scheine machen durften wie z.b.radar, funksprechzeugnisse. Ich bin auch der Meinung das die fahrenszeit bei späteren patenten angerechnet wurde! Wuensche dann noch schönes w.e.! :autofahren: :prost:



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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

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Beitragvon BAZ-m » Sonntag 28. Januar 2018, 18:54

wozan hat geschrieben:
Kulle hat geschrieben: ... wollte ich u.a. auch nur zum Ausdruck bringen, dass z.B. die Bordpraxiszeit (Maschinenpersonal) gewisse Vorteile bei einer Arbeitsaufnahme bei der DSR mit sich brachte.

Hallo Kulle,

gewisse Vorteile brachte die Bordpraxiszeit bei der VM sicherlich, aber allein der Nachweis derselben, reichte wohl nicht aus. Trotz dreijähriger Bordzeit im Maschinenabschnitt und der Qualispange Stufe II, scheiterte meine Bewerbung bei der DSR wohl daran, dass ich als Pumpenmeister keinerlei Qualifikationen, wie beispielsweise eine Kesselwärterzeugniss oder irgendwelche sonstigen fachlichen Befähigungen nachweisen konnte. Auf´s Knöpfchen drücken, oder einen Schalter zu betätigen, um eine Pumpe anzufahren, bzw. mehrere Rohrleitungssysteme des Schiffes aus dem "eff-eff" zu beherrrschen, hätte wohl gerade mal zum "Schmier-Maxe" gereicht ...
Tja, und so platzten nach unserer Entlassung sicherlich e inige "Lebensträume", die man sich aufgrund leerer Versprechungen bei der Einberufung gemacht hatte ... :PDT_37:


Hallo Wolfgang, Du hattest alle nachzuweisenden Kenntnisse, Qualifikationen und praktische Seefahrtzeit, die für den Erwerb des Befähigungszeugnisses "C-2",
Leitender Technischer Offizier mit der Befugnis zur Leitung des technischen Bereiches auf Fahrzeugen mit Maschinenanlagen mit einer Leistung von nicht mehr
als 1000 installierter kW, die erforderlich waren, erworben. Das Befähigungszeugnis war schriftlich zu beantragen. Der Antrag war während Deines aktiven Wehrdienstes an den Kommandeur des Verbandes zu richten, der diesen Antrag direkt an das Seefahrtsamt der DDR weitergeleitet hätte. Als Reservist, der aktiven Wehrdienst geleistet hatte, hättest Du Deinen Antrag auf Ausstellung eines Befähigungszeugnisses über das für Dich zuständige Wehrkreiskommando an das Seefahrtsamt der DDR richten können.
Nachzuweisende Kenntnisse, Qualifikationen und praktische Seefahrtzeit:
Zeugnis über abgeschlossene Unteroffiziersausbildung; Nachweis über abgelegte Facharbeiterprüfung in einem technischen Beruf; 24 Monate praktische Fahrzeit im Schiffsbetriebsdienst; eine Beurteilung.
Rechtsvorschriften: Seeschiffsbesetzungsordnung-SSBO-vom 21.01.1972,Sonderdruck Nr. 727; SSBO vom 25.11.1874, Sonderdruck Nr. 787: Förderungsverordnung
vom 13. 03.1975, GBL. Teil I Nr.13 S. 221, i. V. m. § 28 dieser Förderungsverordnung. Mit kameradschaftlichem Gruß :ahoi: Werner



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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

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Beitragvon wozan » Sonntag 28. Januar 2018, 20:57

wozan hat geschrieben: ... Trotz dreijähriger Bordzeit im Maschinenabschnitt und der Qualispange Stufe II, scheiterte meine Bewerbung bei der DSR wohl daran, dass ich als Pumpenmeister keinerlei Qualifikationen, wie beispielsweise eine Kesselwärterzeugniss oder irgendwelche sonstigen fachlichen Befähigungen nachweisen konnte. ...
BAZ-m hat geschrieben:... Du hattest alle nachzuweisenden Kenntnisse, Qualifikationen und praktische Seefahrtzeit, die für den Erwerb des Befähigungszeugnisses "C-2", Leitender Technischer Offizier mit der Befugnis zur Leitung des technischen Bereiches auf Fahrzeugen mit Maschinenanlagen mit einer Leistung von nicht mehr als 1000 installierter kW, die erforderlich waren, erworben. Das Befähigungszeugnis war schriftlich zu beantragen. ...

Tja, Werner,
dies zu wissen, nutzt mir aber heute, fast 44 Jahre nach der Entlassung, auch nichts mehr ...
Damals wurde die Bewerbung ohne Angabe von Gründen und ohne dass überhaupt jemand nach fachlichen Nachweisen gefragt, oder auf diese hingewiesen hätte, abgelehnt.

Also: Vergangen, vergessen vorüber. Vergangen, vergessen, vorbei - die Zeit deckt den Mantel darüber ...
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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

[12 / 24]

Beitragvon BAZ-m » Dienstag 30. Januar 2018, 21:16

:ahoi: Moin Wolfgang, Du hast natürlich Recht, aber ich wollte Deine Aussage so nicht stehen lassen. Nach meinem Kenntnisstand und der damaligen
Rechtslage warst Du zum Zeitpunkt Deiner Entlassung aus dem aktiver Wehrdienst als Obermaat im Maschinenabschnitt hoch qualifiziert. Das Verhalten der damaligen Personalsachbearbeiter der DSR war völlig inakzeptabel, aber für mich und andere Insider der DSR nachvollziehbar. Da es in diesem Forum ja um "seemännische Fachsimpelei" geht, hätte mich interessiert, ob es jemand aus unserem Forum gelungen war, nach seiner Versetzung in die Reserve mit dem bei der Volksmarine erworbenen Befähigungszeugnis "A 2" bzw. "C 2" oder sonstigen Qualifikationen bei der DSR anzumustern. Ich kann mich an Gespräche mit alten Kapitänen der DSR erinnern, die in den 50iger Jahren als Kommandant mit den kleinen Räumbooten Schifffahrtswege in der Ostsee beräumt hatten, am Ende ihrer Dienstzeit das nautische Patent "Kapitän A 2 T" ausgehändigt bekamen. Mit diesem Befähigungszeugnis konnten sie sofort bei der DSR als Wachoffizier auf den 500er Kümos fahren.
Werner :mecklenburg-vorpommern:



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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

[13 / 24]

Beitragvon BAZ-m » Donnerstag 1. Februar 2018, 00:35

:guckstduhier: Moin Kameraden, hier zur Erinnerung; Die allgemeinen Ansprüche, die Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere auf Zeit während des aktiven Wehrdienstes erworben hatten: " vorrangige Zulassung zum Studium; berufliche Förderung; Anrechnung der Dienstzeit; bevorzugte Wohnraumzuweisung; Erwerb eines Befähigungszeugnisses /eines Berechtigungsscheines". Den Angehörigen der Volksmarine wurde auf dem Gebiet der Seeschifffahrt anerkannt;" die Seefahrtzeit und erworbenen Qualifikationen", z.B die Dienstzeit als Soldat auf Zeit in der Maschinenlaufbahn bei Nachweis über abgelegte Facharbeiterprüfung in einem technischen Beruf und 24 Monate Seefahrtzeit im Maschinendienst; Maschinenassistent/Seemaschinenführer "C". (Seeschiffsbesetzungsordnung -SBO- vom 29.Novenber 1965 (GBL II Nr. 120 S. 805). Die Dienstzeit als Unteroffizier auf Zeit in der Verwendung Funk, Navigation oder Maschine als vollwertige Voraussetzung zum Erwerb entsprechender Befähigungszeugnisse; Kleinpatente: "A-1" / "A-2" ; "C-1" / "C-2" und " Funksonderzeugnis". Die vorgenannten Ansprüche waren im Zeitraum von 1953 bis 1990 insgesamt in ( 6 ) " Förderungsverordnungen " - über die" Förderung der aus dem aktiven Wehrdienst entlassenen Angehörigen der Nationalen Volksarmee" und denen dazu erlassenen ( 9 ) " Durchführungsbestimmungen " zur" Förderungsverordnung " sowie ( 7 ) " Anordnungen über die Besetzung von Seeschiffen " - (SBO / SSBO) - rechtlich definiert. :mecklenburg-vorpommern: :ahoi:



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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

[14 / 24]

Beitragvon BAZ-m » Donnerstag 1. Februar 2018, 21:49

:guckstduhier: Moin Kameraden, soweit die Voraussetzungen, die zum Erwerb von Befähigungszeugnissen während des aktiven Wehrdienstes erfüllt wurden, mussten die Befähigungszeugnisse durch die Angehörigen der Volksmarine schriftlich beantragt werden. Diese Anträge mussten mindestens 1 Jahr vor der Entlassung aus dem aktiven Wehrdienst an den Kommandeur des Verbandes / Gleichgestellte eingereicht und von diesem direkt an das Seefahrtsamt der DDR weitergeleitet werden. Sowohl die Nautischen Offiziere als auch die Technischen Offiziere mussten vor der Anmusterung Zusatzqualifikationen erwerben:
"Kapitäne A 2": Befähigungsnachweis über die erforderlichen Kenntnisse auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes und der technischen Sicherheit - Fachrichtung - Seeschifffahrt; Erwerb der Zulassung zum Rettungsbootsmann; Erwerb der Zulassung zum Feuerschutzmann; Seefunksprechzeugnis, Berechtigung zum Radarnavigator II, ein Gesundheitspflegezeugnis. " Leitender Technische Offiziere C 2": Befähigungsnachweis über die erforderlichen Kenntnisse auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes und der technischen Sicherheit - Fachrichtung - Seeschifffahrt, Erwerb der Zulassung zum Rettungsbootsmann; Erwerb der Zulassung zum Feuerschutzmann. :ahoi:



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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

[15 / 24]

Beitragvon BAZ-m » Freitag 2. Februar 2018, 19:59

:guckstduhier: Moin Kameraden, wer entsprechend den interpretierten Verfahrensregeln gehandelt hatte, der konnte am Ende seiner Armeezeit als Unteroffizier auf Zeit, das angestrebte Befähigungszeugniss mit nach Hause nehmen.
Fallbeispiel: Unteroffizier a. Z . in der Verwendung Navigation = 24 Monate > Nautischer Offizier " A 1" > weitere 12 Monate mit " A 1 " > Kapitän " A 2 ".
Dieses Befähigungszeugnis war keine Einbahnstrasse. Anschlussqualifikation zum Kapitän Mittlere Fahrt " A 4 ", gem. NVA- Förderungsverordnung zum nächstmöglichen Termin bevorzugt möglich. Immatrikulation an der "Ingenieurshochschule für Schifffahrt Warnemünde/Wustrow" (Schulteil Ingenieursschule.
Werner Seeleute Rostock0006.jpg

:ahoi: :mecklenburg-vorpommern:
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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

[16 / 24]

Beitragvon Kulle » Freitag 2. Februar 2018, 20:58

Hallo BAZ-m,
hierzu habe ich folgende Frage:

Liegen Dir z.B. auch Erkenntnisse vor, welche Kriterien für Bewerber (vor der Wehrpflicht, also "Freiwilligenzeit") bei der DSR erfüllt werden mussten, um eine Anrechnung der Bordpraxis/Fahrenszeit zu erzielen. Zu meiner Zeit, so wurde immer argumentiert, benötigte man nur eine schriftliche Bestätigung, dass man eine 3jährige Bordpraxiszeit vorweisen musste?
So hätte u.U. ein Maschinengast mit dem Nachweis einer dreijährigen Bordzeit (egal welcher Dienstgrad) die Chance gehabt als Maschinenassistent eingestellt zu werden.
Gruß Lutz
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07/1959 - 12/62 Seestreitkräfte/Volksmarine; 4. Flottille/Warnemünde.
10/1959 - 12/59 als Mot.-Gast auf MLR - Krake-(Nr. nicht mehr bekannt).
12/1959 - 12/62 als Mot.-Gast u. Schiffstaucher auf MLR-Habicht 780, Schiff "Cottbus".



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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

[17 / 24]

Beitragvon BAZ-m » Samstag 3. Februar 2018, 21:20

:ahoi: Moin Lutz, bin noch bei der Recherche. Bis bald.
Werner :mecklenburg-vorpommern:



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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

[18 / 24]

Beitragvon BAZ-m » Sonntag 4. Februar 2018, 11:12

:steuermann: Moin Kameraden, moin Lutz, von wem auch immer Dir gesagt wurde, mit der Entlassungsurkunde vom der VM und einer Fahrzeitbescheinigung könntest Du bei der DSR anheuern, der hatte sich geirrt.

Anmustern bei der DSR konnte nur der Bewerber, der den Erwerb des für die jeweilige Funktion vorgeschriebene Befähigungszeugnis, Berechtigungsschein oder sonstigen Qualifikationsnachweise vorlegen konnte.

Gemäß der NVA-Dienstlaufbahnordnung vom 24.Januar 1962 sind die "Grundwehrdienstleistenden",
die "freiwilligen Dienstleistenden" und die ständigen Kader der NVA, alle "aktive Wehrdienstleistende".

Für die aus dem aktiven Wehrdienst ausscheidenden Angehörigen der Volksmarine (D`grad unerheblich)
galten für die Zuerkennung von Qualifikationen, Befähigungszeugnissen und Berechtigungsscheinen für die Seeschifffahrt die Förderungsverordnung vom 24.Januar1962 und die dazu erlassenen Durchführungsbestimmungen, sowie die Schiffsbesetzungsordnung- SBO - vom 28.August 1954.

Nach Deinem aktiven Wehrdienst hattest Du gute Einstellungschancen als " Maschinenwärter " bei der DSR. Der " Maschinenwärter " war ein Schiffsmann mit abgeschlossener Berufsausbildung als Maschinenbauer, Maschinenschlosser, Motorenschlosser oder Kraftfahrzeugschlosser und einer 24monatigen Seefahrtzeit im Maschinendienst. Außerdem hattest Du die Voraussetzungen für den Befähigungsschein "Seemaschinenführer III" erfüllt.

Soweit die Voraussetzungen, die zum Erwerb eines Befähigungszeugnisses, Berechtigungsscheines oder sonstiger Qualifikationen erfüllt waren, musste ein schriftlicher Antrag während des aktiven Wehrdienstes an den Kommandeur des Verbandes eingereicht und von diesem dann direkt an das Seefahrtsamt weitergeleitet werden. Nach der Entlassung aus dem aktiven konnte der Antrag auch noch über das zuständige Wehrkreiskommando an das Seefahrtsamt der DDR weitergeleitet werden.

Der "Maschinenassistent" war ein Maschinenwärter, der sich zur Ausbildung und Vorbereitung auf den Fachschulbesuch an Bord befindet und eine abgeschlossene Berufsausbildung als Maschinenbauer, Maschinenschlosser, Motorenschlosser, Kraftfahrzeugschlosser oder entsprechende Fachkenntnisse im Schiffsmaschendienst nachweist.
Werner :mecklenburg-vorpommern:



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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

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Beitragvon Kulle » Montag 5. Februar 2018, 12:21

BAZ-m hat geschrieben:Nach Deinem aktiven Wehrdienst hattest Du gute Einstellungschancen als " Maschinenwärter " bei der DSR. Der " Maschinenwärter " war ein Schiffsmann mit abgeschlossener Berufsausbildung als Maschinenbauer, Maschinenschlosser, Motorenschlosser oder Kraftfahrzeugschlosser und einer 24monatigen Seefahrtzeit im Maschinendienst. Außerdem hattest Du die Voraussetzungen für den Befähigungsschein "Seemaschinenführer III" erfüllt.

Soweit die Voraussetzungen, die zum Erwerb eines Befähigungszeugnisses, Berechtigungsscheines oder sonstiger Qualifikationen erfüllt waren, musste ein schriftlicher Antrag während des aktiven Wehrdienstes an den Kommandeur des Verbandes eingereicht und von diesem dann direkt an das Seefahrtsamt weitergeleitet werden. Nach der Entlassung aus dem aktiven konnte der Antrag auch noch über das zuständige Wehrkreiskommando an das Seefahrtsamt der DDR weitergeleitet werden.

Der "Maschinenassistent" war ein Maschinenwärter, der sich zur Ausbildung und Vorbereitung auf den Fachschulbesuch an Bord befindet und eine abgeschlossene Berufsausbildung als Maschinenbauer, Maschinenschlosser, Motorenschlosser, Kraftfahrzeugschlosser oder entsprechende Fachkenntnisse im Schiffsmaschendienst nachweist.
Werner :mecklenburg-vorpommern:


Hallo Werner,
vielen Dank für Deine umfangreichen Recherchen bezüglich meiner Anfrage.
Danach waren bei mir alle Voraussetzungen für die Bewerbung als "Maschinenwärter" bei der DSR erfüllt, jedoch nicht als Maschinenassistent, wie man uns damals offensichtlich falsch informierte. Uns Mot.-Gasten ging es damals darum nicht als "Neuling" oder "Schmiermaxe" eingestellt zu werden, sondern unter Anerkennung unserer Fahrenszeit, was wiederum mit einer Gehaltserhöhung/Anrechnung verbunden war. So war die Rede von einem Anfangsgehalt von ca. 800,00 Mark, was für uns junge Burschen doch sehr verlockend war.
Dass man einen schriftlichen Antrag während des aktiven Wehrdienstes an den Kommandeur des Verbandes einreichen und diesen dann direkt an das Seefahrtsamt weiterleiten musste, wurde uns damals nicht so eindeutig erklärt, erscheint mir heute aber sehr logisch und ob es bei der DSR zu einer Einstellung kam, darüber hatten noch andere Institutionen das Sagen.
Ich bin zwar aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt worden und bin heute froh darüber, dass ich einen anderen Entwicklungsweg eingeschlagen habe.
Dir lieber Werner, nochmals vielen Dank für Deine Bemühungen - hab das Problem zur Kenntnis genommen und abgehakt.
Gruß Lutz
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Re: Anerkennung DSR - Bordpraxis, Erfahrungen, Qualifikation

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Beitragvon BAZ-m » Montag 5. Februar 2018, 22:41

:steuermann: Moin Lutz, die Recherchen habe ich gern gemacht. :guckstduhier: Du hast selbstverständlich Recht, ohne das "Okay" des MfS kam kein Einstellungsvertrag zustande. Die DSR war für das MfS von besonderem Interesse. In den Anfangsjahren der DSR ging es vor allem noch um Spionageabwehr, doch nach dem 13.August 1961 ging es zunehmend um die Überwachung der Seeleute und ihrer Familien. Auf jedem Schiff waren " IM" tätig, die sich das Vertrauen der Besatzungsmitglieder erschlichen und dazu beitrugen, dass die Lebensplanungen vieler Seeleute zerstört wurden und unmenschliche Schicksale ausgelöst wurden.
Werner :ahoi: :mecklenburg-vorpommern:



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