Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Re: Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Beitragvon Foxderringer » Samstag 17. Dezember 2011, 01:09

:ahoi: Seemänner ! DIE GRÜNDUNG DER BUNDESWEHR MIT 1000 FREIWILLIGEN EIN SCHÖNES MÄRCHEN DER FREIHEITLICHEN DEMOKRATEN !!!!! Die Bösen waren stets auf der anderen Seite !!! :salut: :berlin:
Wenn sie dich ins Grab legen,wurdest du zum letzten Mal hereingelegt.



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Re: Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Beitragvon Paul-Richard » Samstag 17. Dezember 2011, 22:50

:ahoi: Hallo Fox, Es ist wirklich Geschichte.! " Nicht der Mörder sondern das Opfer ist schuldig ! "
Ich habe es früher Erfahren 1945 ! Im Wehrtüchtigen Alter !
Grüße Paul-Richard :brandenburg:



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Re: Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Beitragvon Thommy206 » Sonntag 18. Dezember 2011, 17:26

Zeittafel 1961 ( auf die militärischen Aspekte beschränkt !!! )

Januar
20.1. – 4.Sitzung des NVR der DDR: Umgruppierung der Grenzpolizei, um Kräfte von der polnischen und tschechischen an die innerdeutsche Grenze zu verlegen.
21.1. – Staats- und Parteichef W. Ulbricht weist den MfNV GO Hoffmann an, mit dem OK der GSSD, GO I. Jakubowskij militärische Fragen hinsichtlich einer möglichen Krisensituation in der DDR zu besprechen.
Im Januar – nach Angaben des ehem. NVA-Offiziers Klaus N. beginnen in der „Verwaltung Operativ“ im NVA-Hauptstab bereits erste Arbeiten zur Vorbereitung der Abriegelung der Grenze um West-Berlin.
Februar
10.2. – Treffen der GO Hoffmann und Jakubowskij. Daran nimmt auch der OKVS des WV, Marschall Gretschko, teil.
März
28./29.3. – Tagung des Politischen Beratenden Ausschusses der WV in Moskau. Forderung nach der Umwandlung West-Berlins in eine entmilitarisierte freie Stadt. Vorschläge von Walter U. zur Abriegelung der Sektorengrenzen werden allerdings zurück gewiesen.
Mai
3.5. – der NVR der DDR ordnet auf der 5. Sitzung die Aufstellung eines „Sicherungs-kommandos“ der Ostberliner Volkspolizei und einer „Brigade Berlin“ der Bereitschaftspolizei zur verstärkten Grenzsicherung an.
23.-30.5. – gemeinsame Kommandostabs- und Truppenübung von Verbänden der NVA und der GSSD unter Marschall Gretschko.
Juni
5.6. – mit Befehl 21/61 verfügt MdI Maron die Umsetzung der Beschlüsse des NVR vom 3. Mai.
Ende Juni – N. Chruschtschow weist GO Jakubowskij an, die Möglichkeit einer kompletten Grenzabriegelung zu beurteilen.
Juli
1.7. – in Moskau wird der mit dem Kommando der GSSD abgestimmte Plan über „Maßnahmen zur Durchführung einer verstärkten Kontrolle und Bewachung an den Außen- und Innensektoren Groß-Berlins“ bestätigt.
15.7. – der OKVS, Marschall Gretschko, befiehlt die die Erhöhung der Gefechtsbereitschaft der NVA und erteilt GO Jakubowskij als OK der GSSD das Weisungsrecht über die ostdeutschen Streitkräfte.
25.7. – Besprechung zwischen CHSt der GSSD, GL Ariko und dem CHSt NVA, GM Riedel über die Sicherung der Sektorengrenze in Berlin, rund um Berlin und an der „Staatsgrenze West“.
27.7. – Vertreter des MdI und der GSSD arbeiten den konkreten Plan zur Sicherung der Sektorengrenze aus.
31.7. – Befehl vom MdI Maron an den Kommandeur der deutschen Grenzpolizei, Oberst Peter, den verstärkten pioniermäßigen Ausbau der Grenze zu West-Berlin vorzubereiten.
Ende Juli – im MfNV wird lt. GM Horst S. eine Arbeitsgruppe gebildet, die aktiv mit den Planungen für eine Grenzabriegelung beginnt und Anfang August mit zur Gipfelkonferenz nach Moskau reist, um sich mit den sowjet. Militärs zu beraten.
August
1.8. – Beginn von Materialtransporten (18.200 Betonsäulen, 150 to. Stacheldraht, 5 to. Bindedraht und 2 to. Krampen) für die ersten Absperrmaßnahmen an den West-Berliner Außen- und Sektorengrenzen nach Ost-Berlin.
3.-5.8. – in Moskau findet eine Sitzung der Verteidigungsminister des WV statt, auf der die militärischen Fragen der Grenzabriegelung beraten werden. Parallel dazu beginnt die Verlegung von 3 sowjet. Divisionen in den Berliner Raum.
9.8. – die operative Gruppe des MfNV tritt auf Schloss Wilkendorf bei Strausberg zur Endphase der militärischen Vorbereitungen der Grenzschließung zusammen. Am 10. verlegt die Gruppe in das „Haus am See“ in Strausberg.
10.8. – die 1. MSD (Potsdam) und die 8. MSD (Schwerin) werden alarmiert und unter dem Vorwand der Überprüfung der Gefechtsbereitschaft in vorbereitete Bereitstellungsräume nahe Berlin verlegt. Zeitgleich übernimmt Marschall Konew den Oberbefehl über die GSSD.
12.8. – Offiziere der PVNVA bereiten den Druck der Erklärung der Regierungen der WV-Staaten, der Beschlüsse von Volkskammer und Ministerrat und die „Bekanntmachung“ des Magistrats von „Groß-Berlin“ vor.
12.8.
Ab15.00 Uhr – der CHSt der Deutschen Grenzpolizei GM Helmut B. weist den den Kommandeur der DGP Oberst Erich P. in die Pläne des MdI ein und übergibt die erarbeiteten „Einsatzdokumente“ von der operativen Gruppe des MdI. Inspektion der 1. Und 8. MSD durch die Generäle Kurt W. und Siegfried W. Den Verbänden wird ab 15.00 Uhr „Ruhe“ befohlen.
Ca. gegen 16.00 Uhr unterzeichnet der Vorsitzende des NVR Walter U. die Einsatzbefehle und beauftragt Erich H. mit der beschlossenen Durchführung. Die „operative Gruppe“ der NVA unter GM W. bezieht den gemeinsam mit der GSSDeingerichteten vorgeschobenen Gefechtsstand in Berlin-Karlshorst.
20.00 Uhr – der DGP am „Ring um Berlin“ wird verstärkter Grenzdienst befohlen.
Ab 20.00 Uhr treffen die Kommandeure und PV-vertreter der 1. Und 8. MSD in Strausberg ein.
Um 21.00 Uhr erläutert MfNV Hoffmann und der CHHSt. Riedel den bevorstehenden Einsatz.
Ab 23.00 Uhr – die Politstellvertreter werden zur Alarmierung ihrer Verbände in Marsch gesetzt.

13.8. – ab 00.00 Uhr werden die 1. Und 8. MSD in ihren Feldlagern alarmiert und stellen bis 02.00 Uhr Marschbereitschaft sicher. Um 01.00 Uhr ist die sogenannte „X-Zeit“. Die Abriegelung der Sektorengrenze beginnt. U- und S-Bahnverkehr wird unterbrochen. Kampfgruppen, Grenz-, Bereitschafts- und Deutsche Volkspolizei werden mit ca. 14.500 Mann in erster Reihe direkt an der Sektorengrenze eingesetzt. In zweiter Reihe kommen ca. 7.300 NVA-Soldaten zum Einsatz. 06.00 Uhr – „West-Berlin“ ist abgeriegelt. MfNV Hoffmann ordnet die generelle erhöhte Gefechtsbereitschaft für alle Teilstreitkräfte an. Gleiches glit auch für die GSSD.
13.-21.8. – bereits ab 17. August morgens ist klar, „dass der Westen nichts besonderes unternehmen wird“. In dieser Zeit finden 15 Lagebesprechungen des Zentralen Stabes statt.
26.8. – die Volksmarine übernimmt mit Befehl 56/61 des MfNV „den Schutz der Seegrenzen“, wozu ihr die 6. GB „Küste“ der Deutschen Seepolizei zeitweilig unterstellt wird.
28.-30.8. – die 1. MSD (Potsdam) wird bis auf ein MSR in den Heimatstandort zurück verlegt.
September
20.9. – letzter Auftritt des Zentralen Stabes unter Erich H. zu Maßnahmen gegen die hohe Zahl an Flüchtlingen – Schusswaffengebrauch wird explizit angeordnet. MfNV Hoffmann befiehlt die komplette Rückverlegung der Reste der 1. MSD und der 8. MSD in ihre Garnisonen an.
Oktober
09.10. – der Ministerrat der DDR ermächtigt den MfNV, die Dienstzeit von Soldaten der NVA um sechs Monate zu verlängern.
13.10. – im Zusammenhang mit den Spannungen in Berlin werden in der UdSSR die Strategischen Raketentruppen, die Fernbomberverbände, die LV sowie die Jagdfliegerverbände aller Militärbezirke in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, ebenso die im übrigen Ausland stationierten sowjet. Truppen.
25.10. – um 15.00 Uhr fahren US-Panzer am Checkpoint „Charlie“ vor. Die amerik. Garnison in West-Berlin wird alarmiert.
26.10. – am Abend verlegt die GSSD Panzer in die Umgebung des Checkpoint „Charlie“.
November
01.11. – der CHVM wird lt. Befehl 88/61 vom 26.10.1961 des MfNV für die Sicherung der Seegrenzen der DDR „voll verantwortlich“ gemacht.
06.11. – die 6. GB „Küste“, ehemals Teil der DGP/inzwischen Grenztruppen der DDR, wird endgültig dem Kommando der VM unterstellt. Der VM wird damit offiziell die Verantwortung bei der „Bekämpfung von Fluchtversuchen über die Ostsee“ übertragen.
Dezember
05.12. – die erhöhte Gefechtsbereitschaft aller Truppenteile der NVA wird aufgehoben.

Quelle: Ulbricht,Chruschtschow und die Mauer - Schriftenreihe für Zeitgeschichte, Bd.86, S. 194 ff.
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Re: Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Beitragvon buschi » Sonntag 18. Dezember 2011, 18:04

Hallo,

in meinem Beitrag zu diesen Thema (siehe hier -> -> -> Beitrag ) hatte ich schon mal meine Ansicht über den Mauerbau dargelegt. Da lag ich mit meiner Vermutung, dass der Plan des Mauerbau`s von der DDR-Führung eingeleitet wurde, richtig. Die SU stimmte zu und leistete Unterstützung, also war die DDR-Führung nicht nur Befehlsempfänger und konnte auch eigene Ideen durchsetzen.

Gruß Buschi



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Re: Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Beitragvon Thommy206 » Montag 19. Dezember 2011, 08:14

buschi hat geschrieben:..Da lag ich mit meiner Vermutung, dass der Plan des Mauerbau`s von der DDR-Führung eingeleitet wurde, richtig. Die SU stimmte zu und leistete Unterstützung, also war die DDR-Führung nicht nur Befehlsempfänger und konnte auch eigene Ideen durchsetzen...


Ja, @buschi, für die politische Führung mag dies vielleicht so stimmen.
Für die militärische Führung bin ich da sehr im Zweifel, siehe:
15.7. – der OKVS, Marschall Gretschko, befiehlt die die Erhöhung der Gefechtsbereitschaft der NVA und erteilt GO Jakubowskij als OK der GSSD das Weisungsrecht über die ostdeutschen Streitkräfte.


wenn der Oberkommandierende der Vereinten Streitkräfte (OKVS) die "erhöhte Gefechtsbereitschaft der NVA" anordnet und dem Oberkommandierenden der GSSD ein "Weisungsrecht" über die ostdt. Streitkräfte erteilen kann, dann glaube ich nicht an eine militärische Entscheidungsbefugnis der damaligen Armeeführung. Was wohl die Rolle als "Befehlsempfänger" unterstreichen würde. Bei einer eventuellen militärischen Konfrontation mit den westlichen Besatzungsmächten wäre die Rolle der NVA als "Kanonenfutter" klar gewesen - auf eigenem Territorium wohlgemerkt!!! Siehe auch die Situation am Checkpoint "Charlie". Da standen sich auch amerik. und sowjet. Panzer gegenüber, kein einziges ostdt. Panzerfahrzeug war zu diesem Zeitpunkt in das "Muskelspiel" eingebunden.
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Re: Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Beitragvon buschi » Montag 19. Dezember 2011, 09:21

Hallo,
Thommy hat vollkommen recht mit der Feststellung dass die DDR Militärich nicht in der Lage gewesen wäre einen Gegenschlag der Westalliierten zu begegnen. Nicht umsonst wurde gesagt: "Die NVA hat den Feind solange Aufzuhalten bis richtige Soldaten kommen".
Ich war in der Nacht vom 12. zum 13. als Beifahrer eines LKW in Berlin-West. Wir hatten eine Lieferung für das RAW-Wannsee bgeliefert. Auf der Rückfahrt begegneten wir in Berlin-Ost den NVA-Transportern und den Panzern. 02.00 Uhr brachte RIAS-Berlin in den Nachrichten das Westberlin dicht ist. Die SU-Panzer standen in den Bereitschaftsräumen am Stadtrand bereit. Nach außen sollte es wohl so aussehen als wenn es eine DDR-Aktion wäre.
Das Moskau hinter der Sache stand war allen klar. Die Westalliirten hielten sich wahrscheinlich zurück um nicht der Auslöser für einen Krieg dazustehen.
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Re: Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Beitragvon Thommy206 » Montag 19. Dezember 2011, 09:48

der Befehl 67/61 des Ministers für Nationale Verteidigung

Dieser Befehl "regelte" unter anderem die Verlängerung des Wehrdienstes 1961 und die "Kontrollübungen zur Überprüfung der Gefechtsbereitschaft der Schiffe mit faktischer Anwendung der Waffen".

Befehl 67 des MfNV Verlängerung des Wehrdienstes 1961 001.jpg
Befehl 67 des MfNV Blatt2 001.jpg
Befehl 67 des MfNV Blatt3 001.jpg
Befehl 67 des MfNV Blatt4 001.jpg
Befehl 67 des MfNV Blatt5 001.jpg


Quelle: Ulbricht,Chruschtschow und die Mauer, Schriftenreihe für Zeitgeschichte Bd.86, S.153 ff
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Beitragvon Thommy206 » Dienstag 20. Dezember 2011, 16:43

Hallo zusammen.

Während die politische Führungsriege der damaligen Sowjetunion wohl nicht damit rechnete, dass die USA und ihre westlichen Verbündeten auf die beabsichtigte Grenzschließung mit einem bewaffneten Konflikt antworten könnten, wollte die Militärführung unter dem OK der Vereinten Streitkräfte,
Marschall Gretschko „auf Nummer sicher“ gehen. Der OK verlangte !! deshalb von Walter Ulbricht schon am 25. Juli 1961,
dass „unverzüglich“ riesige Mengen an sogenannten „Mobilmachungskapazitäten“ für die GSSD und die NVA bereit zu stellen wären.
U.a. 135.000 to. Treib- und Schmierstoffe, Material und Ausrüstung für 2 Straßenbrückenbau-Brigaden und 4 Flugplatzbau-Bataillone.
Gretschko forderte auch Auszüge aus der Kraftfahrzeug-Hauptkartei der VPKÄ und deren Übergabe an die Wkk’s der NVA für alle zur Verwendung geeigneten Pkw und LKW. Er ordnete weiter an, auch die Aufstellung von 50 Kfz-Kolonnen zu je 250 LKW vorzubereiten. Auch die medizinische Absicherung im Falle eines bewaffneten Konfliktes wurde bedacht. Dazu hatten die DDR-Behörden/Ministerium für Gesundheitswesen eine Aufstellung aller Krankenhäuser und Sanatorien zu machen, die dann kurzfristig in Armeelazarette mit einer Bettenanzahl von ca. 35.000 umgewandelt werden könnten.
Außerdem waren durch die Gesundheitsbehörden der DDR ca. 1.500 Fahrzeuge für den Krankentransport zu erfassen, die innerhalb von 24 Std. in 15 Sanitätstransportkolonnen disloziert werden konnten.
Alle diese Forderungen sollten lt. Gretschko bis zum 10. August 1961 unter strengster militärischer Geheimhaltung abschließend geplant werden.*

*BA-MA, AZN 32612, S. 61-67, Schreiben von AG Hoffmann an Ulbricht nebst diverser Anlagen, 25.07.1961
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Re: Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Beitragvon buschi » Mittwoch 21. Dezember 2011, 08:40

Hallo,
Beim Lesen dieser Aufstellung läuft es einen noch jetzt eiskalt über den Rücken. Der Titel des Buches ist damit "ad Absurdum" geführt. Wir können nur von Glück reden das die Westalliierten die Nerven behalten haben. Diese Vorbereitungen dürften wohl nicht verborgen geblieben sein.
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Re: Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

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Beitragvon Sani » Mittwoch 21. Dezember 2011, 09:43

:genau: Buschi das ist schon der absolute Hammer was da auf Ostdeutscher Seite abging. Nicht nur auf West sondern auch auf Ostseite war die Lage so angespannt. So mussten alle ruhige Nerven behalten. Es ist schon sehr beunruhigend gewesen, wenn man dies so im Nachhinein liest. Da hatten alle großes Glück das es zu keiner Auseinandersetzung kam im Grenzbereich.
es grüßt, der Sani aus :sachsen:
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