Urlaubserlebnisse

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Re: Urlaubserlebnisse

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Beitragvon Ambrosius » Dienstag 16. September 2014, 09:38

Schon ist die Zeit am Schwarzen Meer vorbei.
Nächste Station ist Velikovo Tarnovo, 300 km.
Wir kommen wieder an Pfirsich-Plantagen vorbei. Überall am Straßenrand gibt es Obststände, Pfirsiche und Melonen, Kartoffeln, Tomaten, Gurken...
Wie die das den ganzen Tag in der Hitze aushalten? An einem Stand halten wir und wollen NUR 2 Pfirsiche, á 1 Lewa. Wir haben aber nur 50 L-Scheine. Und die Frau kann nicht wechseln. Schade, müssen wir weiterfahren. Sie lässt uns aber nicht weiterfahren. UNBEDINGT müssen wir IHRE Pfirsiche probieren, die Besten in ganz BG. Ohne diese gekostet zu haben, wäre man ja gar nicht in BG gewesen. Sie schenkt uns 2 Pfirsiche - wir sollen der ganzen Welt davon berichten. Ihren Namen nennt sie uns nicht.
Also Jungs, ihr wisst Bescheid: irgendwo auf den 60 km zwischen Gurkovo und Veliko Tarnovo gibt es DEN Pfirsichstand!

Angekommen in Veliko Tarnovo. Auch hier wohnen wir mitten in der Altstadt in einem einfach tollen Hotel. Auch hier eine gepflasterte Straße, besser Weg, zum Hotel.
Am Empfang ein "seeeehr netter" junger Mann, Miro. Das hab ich nur im Buch so umschrieben. Eigentlich ist er schwul, mindestens aber metro. Nicht aufdringlich im Gehabe, eher amüsant.
037.jpg
Sibila ist die junge Dame, welche unsere Reise organisierte.
Das kleine Appartement ist wieder klasse, rechts oben der Ausblick vom Balkon über das Tal mit dem Denkmal für die Asen-Zarendynastie.
038.jpg
Mit der Fahne wedele ich von unserem Balkon aus. :hehehe:

Veliko Tarnovo war mal Hauptstadt von Bulgarien. Wir gehen gleich auf Enddeckertour. In die Altstadt, ganz in der Nähe, aber nur bergan ca. 200 Stufen, gerad 100 m gelaufen und vollkommen kaputt. Als erstes gehen wir in eine Kirche (wenn es zu heiß ist, geh in eine Kirche, die sind meist recht angenehm kühl im Klima"). Es ist schon ca. 17:30 Uhr, die alte Frau will missmutig die Kirche verschließen. Ein Pärchen und wir würden aber gern noch einen Blick hineinwerfen. Sie ringt sichtlich mit sich, lässt uns aber dann doch hinein und beginnt voller Inbrunst über das Kirchlein zu erzählen.
Das Pärchen ist ein Norweger und eine Spanierin, sie verstehen kein Wort von der alten Frau. Meine Frau übersetzt vom Bulgarischen ins Englische. Die Spanierin translated vom Englischen ins Schwedische, der Norweger übersetzt für sich vom Schwedischen ins Norwegische.
So haben wir an Sprachen und Nationalitäten: bulgarisch, deutsch, russisch, englisch, spanisch, schwedisch, norwegisch. Die alte Frau ist begeistert, und so dauert die Führung länger als gewollt. Noch begeisterter ist sie, als wir noch Kerzen kaufen und anzünden. (Ich bin nicht gläubig, nutze aber solche Gelegenheiten gern, an meine Eltern zu denken).
039.jpg

Wir schlendern durch eine alte Handwerkergasse "Samovovdska charshiya" mit ganz besonderer Atmosphäre. Kukeri-Kostüme erschrecken die Passanten. Traditionelle Handwerksstätten, Galerien und natürlich auch Souvenirläden.

Für das Abendessen empfohlen war das Restaurant Shtastliveca. Wir gönnen uns dort ein Eis und nen Mokka. Tolle Einrichtung, tolles Flair, toller Ausblick über die Altstadt und den Yantra.
Wir gehen zurück in unser Hotel und speisen dort zu Abend, werden von Miro bedient - ein Schauspiel! :totlach: Wie er das Tablett balanciert, wie er die Hand in die Hüften stemmt, wie er mir das Bestellen eines Bieres versagt, weil "Ladies first!".
040.jpg

Ein Riesen-Salat, ein Wasser, 2 1/2l Bier, ein Tarator, ein Schaschlik müssen dran glauben. Laue Abendluft lässt uns verweilen. Und wir bestellen weiter eine Flasche Roten, eine Kleine Weißen, einmal Melone und Miro empfiehlt mir panierten weißen Käse zum Rotwein. Alles verputzt, ich kann nicht mehr.
Abends haben wir dann noch viel Spaß mit einer chinesischen Reisegruppe.
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Re: Urlaubserlebnisse

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Beitragvon Ambrosius » Mittwoch 17. September 2014, 10:40

Am Nächste Tag steht die Festung Tsarevets auf dem Plan. Eigentlich ist es keine Feste, sonder eher eine mittelalterliche Stadt mit hoher Stadtmauer. Wie man auf der Karte sieht, strategisch klug gewählt.
Heutzutage werden die Ruinen des ehemaligen Palastes als Bühne genutzt, die Aufführung einer Oper wird gerade vorbereitet.
041.jpg
041a.jpg
41b.png


Eine einzigartige Attraktion ist das audiovisuelle Spektakel "Klang und Licht", das durch hunderte von Farbenlichtern, Musik, Glockenklang und Laser auf der Festung Momente der bulgarischen Geschichte zeigt.
41.jpg
Leider findet die Veranstaltung nur dann statt, wenn sich eine größere Gruppe angemeldet hat, der Preis liegt bei 400€. Da kann man sich einklinken gegen einen Eintritt von 18 Lewa/P. Wir hatten dies Vergnügen leider nicht. (Das Foto ist nicht meins).

Weiter gehts es nach Arbanasi, einem archaischen Architekturreservat. Das Dorf hat prächtige Architekturdenkmäler aus der Zeit der bulg. Wiedergeburt, alte Kirchen und malerische Höfe, versunken in Blumen und Grünem. Hier machen wir Pause. Und hier stelle ich fest, dass man alkoholfreies bulg. Bier NICHT trinken kann.
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Nach dem Mittag fahren wir zum Frauenkloster "Sveta Troitsa", ein einspuriger 6 km langer Bergpfad führt uns zu diesem am Fuße unzugänglicher Felsen gelegenem Kloster. Jede Menge Smaragdeidechsen sonnen sich auf dem Weg. Meine Frau steigt aus, um einen zu fotografieren und stellt mit Erschrecken fest, dass wir gerade Gegenverkehr haben. Ein Taxi, muss wohl eine Nonne oben abgeliefert haben, denn niemand weiter ist sonst auf dem Weg nach oben zu sehen. Wir stehen uns also wie zwei Ziegenböcke auf ner Brücke gegenüber. Nein, der Taxifahrer steigt aus und dirigiert mich zur Hälfte um sein Fzg. Die Spiegel sind schon eingeklappt, die Flanken haben so knapp 3 cm Abstand, nun schleicht er die andere Hälfte um meinen Polo herum. Puh, geschafft.
Oben am Kloster angekommen ist alles verschlossen, wir bimmeln. Eine etwas schmuddlige Nonne öffnet, wirft einen missbilligenden Blick auf meine Videokamera und führt uns in eine unterirdische Kapelle. Alles verläuft schweigend.
Anschließend fahren wir zum Devicheski Manastir. Die Mutter Oberin führt uns persönlich, sonst ist auch niemand zu sehen. Wir erwähnen, dass wir gerad im "Sveta Troitsa" gewesen seien. "Ah" sagt sie, "da, wo die faulen Nonnen leben!". Nanu, darf die sowas sagen, von ihren Kolleginnen?

Zurück nach Veliko. Wir spazieren noch zum Monument der Asen-Zaren und beobachten dort Kunststudenten beim Errichten sonderbarer "Kunst"-Projekte.
So, genug gesehen. Wir gehen zurück ins Hotel. mein Sonnenbrand quält mich immer noch, deshalb öle ich mich in der Badewanne nochmal richtig ein und rutsche voll aus. Plautz, AU. GSD, nix weiter passiert.
Abendessen wieder im Hotel. Das Schauspiel mit Miro genießen wir gern ein zweites Mal.
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Re: Urlaubserlebnisse

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Beitragvon Ambrosius » Donnerstag 18. September 2014, 10:19

Dălbok Dol, ein Dorf im Oblast Trojan ist unser nächstes Ziel.
Auf dem Weg dorthin machen wir Station in Trojan, treffen ein paar Deutsche, die hier Fahrradurlaub machen. Wir fragen nach dem Wasserfall Skoka, wo man baden könne, aber sie wissen eigentlich nichts von der Gegend. Komisch, wenn ich mir nichts anschaue, sondern NUR Rad fahre, kann ich dies auch in Deutschland.
Also suchen wir erst mal unsere Unterkunft. Wieder ein Kracher, ein in 7 Jahren vom Besitzer allein restauriertes jahrhundertealtes Bauerngehöft. Außer dem Pool und Teilen der Inneneinrichtung alles in altem Stil. Eine Singer-Nähmaschine steht im Garten.
043.jpg

Das Dorf ist ein typisches Beispiel für das ländliche, touristisch nicht verfälschte Landleben in Bulgarien. Leider stehen viele Gehöfte verlassen und teilweise verfallen. Aber die ehemals Ausgezogenen kehren langsam zurück und machen die Anwesen zu Wochenendgrundstücken. Es gibt derzeit nur 334 Einwohner und also keinerlei Gaststätten. Wir bestellen daher unser Abendessen bei der Gastgeberin.
Nach einem Poolgang machen wir uns in die Spur, um - was wohl? - ein Koster zu besuchen. Das Trojan-Kloster wirkt von außen wie eine Festung, innen zeigen sich die Bauten freundlich mit hölzernen Umgängen und Erkern. Hier befindet sich die wundertätige Ikone der Dreihändigen Gottesgebärerin.
Die Legende erzählt: "Russische Mönche wollten die Ikone von Griechenland nach Russland bringen. Sie übernachteten im Troyan-Kloster und wollten am nächsten Tage ihre Reise fortsetzen. Ihr Pferd aber weigerte sich. Drei Tage versuchten die Mönche das Pferd zu bewegen weiterzugehen. Am letzten Tag sprang das Tier in den Fluss - dies war das Zeichen für die Mönche, dass die Ikone im Kloster bleiben solle."
044.jpg

Nach Besuch des Klosters suchen und finden wir den Skoka-Wasserfall. Die Anfahrt wieder sehr abenteuerlich, ein löcheriger Waldweg. Zwischenzeitlich hat es geregnet und wir erkennen daher nicht wie tief die Schlaglöcher wirklich sind. Egal, einfach drauflos. Unterwegs fragen wir einen Wanderer, ob wir richtig sind, er antwortet auf deutsch.
045.jpg

Am Wasserfall nehmen wir ein küüüüühüles Bad. Außer den Vögeln und dem Rauschen des Wasserfalls kein Geräusch. Oh, zwei Gewehrschüsse - meine Frau denkt sofort, man hätte unsere Reifen zerschossen, aber dem ist nicht so.
Auf dem Rückweg begegnen wir dem Wanderer erneut und bedanken uns für seinen Hinweis. Er spricht perfekt deutsch und wir fragen wieso. Und erfahren: in diesem Dorf gab es mal eine Deutsch-Spezialschule, dort habe er vor 50 Jahren deutsch gelernt - alle Achtung!
Das Abendessen ist für 19:30 Uhr bestellt, wir sind daher pünktlich zurück, genauso pünktlich wird das Essen geliefert. Der Tontopf-Durchmesser beträgt 38 cm - nur mal wegen der Größenverhältnisse - 10 faustgroße Kartoffeln und die Haxen. Ein Wahnsinn, aber auch wahnsinnig gut, echt lecker.
Die Gegend ist übrigens bekannt für selbstgebrannten Slivova Rakia (Pflaumenschnaps).
046.jpg

Schade, obwohl hier so gut wie nix los ist, würden wir gern noch ein zwei Tage verweilen.
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Re: Urlaubserlebnisse

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Beitragvon Ambrosius » Freitag 19. September 2014, 11:00

Leider geht es nun schon in Richtung letzter Station, nämlich Belogradschik.

Wir fahren durch das Dorf Zlatna Panega. Die Dorfarchitektur unterscheidet sich von den typisch bulgarischen Dörfern - beliebt sind palastartige Häuser mit viel Schmuck. Sie gehören Roma!
zlatnapanega.jpg
(nicht mein Foto)
Auf dem Weg nach Belogradchik machen wir noch einen Abstecher zur Höhle Prohodna. Die Höhle ist eine natürliche Steinbrücke, ca 260 m lang mit zwei riesigen Eingängen und zwei natürlichen Öffnungen in der Decke, die direkt nebeneinander sind und eine auffallende Ähnlichkeit mit riesigen Augen haben, die scheinbar die Besucher anstarren. Kein Zufall, dass sie im Volkes Munde "Gottesaugen" manchmal auch "Teufelsaugen" genannt werden.
Prohodna.jpg

OK, ist ebenfalls NICHT mein Foto. Warum? Als wir ankamen, stand ein Sicherheitsdienst davor und erklärte uns, dass der Höhleneingang auf Grund der Dauerregenfälle eingestürzt wäre. Schade.
In der Nähe gibt es das Peshteren Dom, eine sanierte Berghütte, gehört zu den 100 nationalen touristischen Sehenswürdigkeiten. Sie ist zwischen zwei Felsen gebaut und nutzt quasi die Naturfelsen als Hausmauer. Hier kann man gut essen und einen hervorragenden Ausblick genießen.

Bis Belogradschik sind es noch 174 km. Wir fahren also weiter.
An dieser Stelle muss ich darauf hinweisen, dass die Bulgaren ihren Tankstellen nicht sehr vertrauen. D. h. wir haben von der Leihwagenfirma konkret OMV, Lukoil und shell genannt bekommen, wo wir tanken dürfen.
Wir fahren also so vor uns hin gen Belogradschik. Also, denke ich, auf den nächsten 100 km sollten wir tanken. Auf 50 km keine Tanke, dafür eine Straßensperre mit Polizisten. "Wir wollen hier durch!" - "Nö, der Brückenpfeiler ist wegen der Überschwemmung weggespült! Brücke ist weg!" "Umleitung?" "Sie müssen zurück nach... !" "Was? - da kommen wir gerade her. Wo ist nächste Tanke?" "Genau dort, in 50 km!"
Oh ha, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Gaaanz spritsparend fahre ich die 50 km zurück und nehme die nächste Tanke, egal was die Leihfirma gesagt hat. Und haben nach 100 km immer noch 174 km vor uns. Sch....
047.jpg


Lt. Navi sind wir nun in unserem Hotel, stehen aber mitten in der Pampa. Also suchen wir nach Beschreibung und geraten in eine Polizeikontrolle. Teufel noch mal, geht denn heut alles schief? Ich lass das Fenster runter und wünsche den Polizisten auf deutsch: "einen wunderschönen Tag". Sie winken uns durch. Endlich beziehen wir unser Zimmer in Janovec.
Etwas Zeit ist noch und um noch was Positives zu erleben, fahren wir zu den Roten Felsen von Belogradschik.
Es ist nichts ungewöhnliches, wenn auf der Straße Geröll liegt. Wenn aber ein kinderkopfgroßer Stein noch rollt, wird man vorsichtig und schaut ob noch mehr kommen könnte. ABER weder links noch rechts ein Hang, wo was runterrollen könnte. Also gaaanz langsam ran. ES IST NE SCHILDKRÖTE". Auf der Gegenspur kommt ein Fahrzeug gerast, ich schnappe mir das Tier und trage es über die Straße. SCHILDKRÖTENRETTUNG, na da fühlt man sich doch gleich etwas besser, endlich mal was Positives heute. :genau:
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Re: Urlaubserlebnisse

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Beitragvon Ambrosius » Samstag 20. September 2014, 19:24

Die Gegend hier gehört zu den ärmsten in Bulgarien.

Die Roten Felsen erinnern ein wenig an das Elbsandsteingebirge, nur dass sie eben ROT sind.
Natürlich hat jede dieser Felsnadeln einen Namen: der Hirte, die Nonne, das Kloster, usw. Und es gibt die entsprechenden Legenden dazu:
"Der Hirte spielte so schön auf seiner Pfeife :zensur: , dass sich die schöne junge :unschuld:e Nonne in ihn verliebte und ihm letzten Endes zu Willen war :ichwarsnich:. Es kam, wie´s kommen musste. Sie gebar ein Knäblein :gottpeinlich:. Und wurde von den hartherzigen Nonnen :verschwör: des Klosters verwiesen. :frechheit: Allerdings in einem anderen Kloster von mitleidigen Mönchen aufgenommen. :danke: Von dem :scheinheilig:en Hirten war keine Rede mehr. Das Knäblein wuchs im Kloster auf :streichel: und ward :kapier: HIRTE! :muahaha: "

Schon im 1. Jahrhundert bauten die Römer hier eine Festung in die Felsen. Belogradtschik heißt auch nur "Weiße Burg". Die geguggen wir nun. Nicht ohne den Hinweis der Oberschlüsselinhaberin, dass um 19 Uhr das Tor verschlossen wird. Also müssen wir uns etwas eilen.
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Re: Urlaubserlebnisse

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Beitragvon Ambrosius » Sonntag 21. September 2014, 13:08

Ambrosius hat geschrieben:Auf der Gegenspur kommt ein Fahrzeug gerast, ich schnappe mir das Tier und trage es über die Straße. SCHILDKRÖTENRETTUNG, na da fühlt man sich doch gleich etwas besser, endlich mal was Positives heute. :genau:


Ach fällt mir gerade ein. Eigentlich war es meine Frau, die das Tier über die Straße geleitet hat:
Katischild1f.jpg
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Re: Urlaubserlebnisse

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Beitragvon Ambrosius » Dienstag 23. September 2014, 12:55

Zurück nach Sofia - leider endet damit unsere Reise.
Wir müssen über einen Bergrücken des Balkan. Hochzu - in einem Dorf sitzen sitzen viele aber immer in Grüppchen zu 2 - 4 alte Leute mit klitzekleinen Verkaufsständen und verkaufen selbst gesammelte Brom- und Himbeeren und Pilze in klitzekleinen 10 x 15 cm Stiegen. Wir halten und kaufen 500g Brombeeren. Meine Frau wird gleich in ein Gespräch verwickelt und muss ihren halben Lebenslauf erzählen. Warum sind wir hier, wo doch NIE Touristen lang fahren, wieso versteht sie bulgarisch, wo soll es denn hingehen, wo wären wir schon gewesen...- ein halbes Stündchen.
049.jpg

10 km weiter kann meine Frau ihren Appetit nicht mehr zügeln und ich halte an einem Gebirgsbach und wir waschen und futtern die Beeren.
Nach dem Gipfel und vielen Serpentinen geht es logischerweise wieder runter.
In einem Dorf sitzen sitzen viele aber immer in Grüppchen zu 2 - 4 alte Leute mit klitzekleinen Verkaufsständen und verkaufen selbstgemachten Honig, Käse und eingelegte Früchte. Alles liegt in der prallen Sonne.

Meine Frau fährt, es sind 164 km bis Sofia. Ich habe Hunger, aber mein Weib will einfach nicht anhalten. Ich solle mich schon mal wieder auf die Essgewohnheiten zu Hause einstellen. Ich protestiere, NOCH ist der Urlaub nicht zu Ende. Die Beeren können doch nicht alles gewesen sein ?!

Wir übernachten wieder im gleichen Hotel in Sofia. "Im Schrank" sagt man mir an der Reception, "hängt ein Hemd, welches beim letzten Besuch vergessen wurde". Nachmittags gehen wir nochmal in die Stadt, zufällig erleben wir die Wachablösung vor dem Präsidentenpalast. Dann auf den Vitoscha-Boulevard - Schuhe kaufen (nicht für mich).
050.jpg


Abends hauen wir die letzte bulg. Kohle auf´n Kopp - gehen im Grand Hotel Sofia essen - gar nicht bulgarisch, eher Gourmet-Küche. Na gut - Gourmet-Küche bekommt man in Dt. auch nicht so billig, also genießen wir dies trotz des 4x höheren Preises als in anderen Restaurants. Ich entschuldige mir dies mit unserem Hochzeitstag. Also eigentlich wieder preiswert weggekommen.
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Re: Urlaubserlebnisse

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Beitragvon Ambrosius » Dienstag 23. September 2014, 14:40

Damit endet unsere Reise:
Wir hören noch vom Flugkapitän:
"Meeiiiiiiiine srrrrrrrrrrrrrrrvererrrrdennnnnnnnnnDAmunHeeeeeeern, in 10 min....." und schon sind wir wieder in Berlin.
051.jpg


Auf jeden Fall empfehlenswert.
Bei Fragen oder gewünschten Tipps - jederzeit PM.

:ahoi:
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Re: Urlaubserlebnisse

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Beitragvon Paul-Richard » Dienstag 30. September 2014, 23:44

Hallo Roland, grüße Dich, nehme an, Du bist zum Ende einer Sehr Intressanten Urlaubs-Reise gekommen. Da ich früher sehr viel in Bulgarien Urlaub mit
großer Familie machte,kann ich die strecken und Orte die Ihr besucht habt,voll mit Erleben ! Wir waren aber mehr auf die Strände und Ortschaften am
schwarzen Meer Intressiert. Sowie die Länder die wir durchfahren mussten, Sogenannter Teurer Bade Urlaub ! Wir haben es Nie bereut.!
Fliegt mal hin,ohne Strapatzen und Erlebt das Land und die Leute an der Küste. Mich hat Dein Bericht schon inspiriert es nochmal zu wagen. ? Flieger ?
Grüße von Paul-Richard



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Re: Urlaubserlebnisse

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Beitragvon Ambrosius » Mittwoch 1. Oktober 2014, 17:00

moin Paul-Richard,

probiers doch mal wieder. Eigentlich kannst du nix falsch machen. Preiswert ist es immer noch.
Fliegen? - JA. Mit meinem eigenen Pkw würde ich nicht fahren, es sei denn ich wär Rentner und hätte viel Zeit und Geld entsprechende Zwischenstopps einzulegen. Angst um mein Auto hätte ich nicht.

Aber Badeurlaub, ob billig oder teuer, hab ich noch nie gemacht. Badeurlaub kann ich hier am Baggersee haben.
Wenn ich weg fahre, selbst wenn es "nur" die Ostsee ist, dann will ich was sehen und erleben. Ab und an ins Wasser hüpfen gehört schon dazu. Aber so was wie manche Freaks, sich am Pool oder am Strand ne Liege zu reservieren und dann den ganzen Tag dort abzuhängen, ist mir fremd. :genau:

Ambrosius



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