Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Beitragvon eddy » Sonntag 14. Dezember 2014, 15:12

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Zum 3. Advent das Marinejahr 1969.


Marinejahr 1969

10.01.
Festveranstaltung anlässlich des 10. Jahrestages der Gründung der MAK „Friedrich Engels“ in Dresden

11.-16.01.
Die Hubschrauberstaffel der VM unterstützt die Zivilbevölkerung bei der Beseitigung von Unwetterfolgen und versorgt die Insel Usedom aus der Luft.

18.01.
Indienststellung eines weiteren TS-Bootes SHERSHEN (206/4), es erhält den Namen EDGAR ANDRE
Bis Dezember folgen die Boote 206/5 FRITZ HECKERT, 206/6 WILLI BÄNSCH, 206/7 WALTER HUSEMANN, 206/8 ADAM KUCKHOFF, 206/9 WILHELM FLORIN
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845.jpg

03.02.
Das Ergebnis der Umfrage „Armeesportler des Jahres“ wird durch die Zeitung VOLKSARMEE veröffentlicht. Sieger: Leutnant Wolke, Manfred (ASK Berlin, Boxen)
Manfred Wolke.jpg

19.02.
Anordnung des Chefs der Politischen Hauptverwaltung, Admiral Verner, über die militärpolitische Arbeit der NVA in der Öffentlichkeit (Ordnung für Öffentlichkeitsarbeit).

01.03.
Verleihung der Truppenfahne an das Hubschraubergeschwader und das Nachrichtenbataillon der VM
Hubi.jpg
Nachrichten.jpg

17.03.
Tagung des Politisch Beratenden Ausschusses der Warschauer Vertragsstaaten in Budapest.
Neu geschaffen werden das Komitee der Verteidigungsminister, der Militärrat der VSK und das Technische Komitee.

25.03.-28.03.
Operativ-taktische KSÜ mit Nachrichtenmitteln MARS der Stäbe der BRF, der PSKF und der VM.

März/April
Beginn der Dreharbeiten zum Fernsehfilm ROTTENKNECHT, Regier Frank Beyer
1969-1970 Rottenknechte 1.jpg

15.04.
Anordnung des Ministers für Nationale Verteidigung über die Pflege und Wahrung der fortschrittlichen militärischen Traditionen sowie über die Traditionsarbeit in der NVA. (Traditionspflegeordnung)

01.05.
Auf dem Dänholm wird ein Propaganda- und Versorgungszug (PrVZ-18) der Politischen Verwaltung der VM aufgestellt.
Kommandeur:
1969 – 1981: Korvettenkapitän Schütte, Hartmut

08./09.05
VI. Delegiertenkonferenz der FDJ-Organisationen in der NVA und den Grenztruppen der DDR.

17.05.
X. Delegiertenkonferenz der SED in der VM

30.05.-06.06.
6. Raketenschießabschnitt in Baltijsk, Schießen auf bewegliches Ziel und verankertes Ziel, teilnehmende Boote 731, 732, 751, 752, Ergebnis: sehr gut
4. Raketenschießabschnitt der SKA-Abteilung, zwei Raketen geschossen, zwei Treffer

29./30.05.
In der 1. Flottille, FCH Kapitän zur See Heinicke, Lothar, erfolgt die Indienststellung der ersten MSR-Schiffe vom Projekt 89.1 (KONDOR). Die in der Peenewerft Wolgast gebauten Schiffe erhalten Namen von Kreisstädten der DDR. Die ersten drei in Dienst gestellten Schiffe werden GREIFSWALD, BERGEN und ANKLAM genannt. Bis Dezember 1969 folgen weitere sieben Schiffe mit den Namen UECKERMÜNDE, DEMMIN, MALCHIN, ALTENTREPTOW, PASEWALK, TEMPLIN und NEUSTRELITZ
1969 89.1 KONDOR.jpg

Juni
Navigationsbelehrungsfahrt nach Danzig, Teilnehmer sind die UAW-Schiffe RIBNITZ-DAMGARTEN, TETEROW, STERNBERG und BAD DOBERAN
1969 UAW Schiff.jpg

07./08.06.
VII. Delegiertenkonferenz der Parteiorganisationen der SED in der NVA in Berlin

17.-27.06.
Inspektion des Ministeriums für Nationale Verteidigung in der 4. Flottille

30.06.
Außerdienststellung des letzten Torpedofangbootes SPERBER 2 und Abbruch.
1969 SPERBER.jpg

06.07.
Während der Ostseewoche im Bezirk Rostock besucht der ungarische Parteichef Janos Kadar Schiffe und Boote der 6. Flottille in Dranske.

10.-12.07.
Technisches Funkmeßzielschießen der U-Jagd-Abteilung der 1. Flottille

14.-18.07.
Im Seegebiet der Gdansker Bucht östlich Rügen findet die zweiseitige, dreistufige KSÜ TRITON unter Leitung der PSKF statt. Die Stäbe der 1., 4. und 6. Flottille als darstellende Seite trainieren die Organisation und Führung von Kampfhandlungen zur Abwehr der Anlandung von Landungstruppen. Leiter der Übung: Vizeadmiral Studzinski, Z .

19.07.
Erstmalige Übernahme des ständigen Vorpostendienstes durch die MLR-Schiffe STRALSUND und FRANKFURT/ODER der 1. Flottille (Position?)

Mitte Juli
Dem JG-9 in Peenemünde werden die ersten neun MiG-21M zugeführt.
1969 MiG-21M.jpg

21.-27.07.
Auf der Grundlage des Befehl 122/68 des Ministers für Nationale Verteidigung erfolgt die Verlegung der Fakultät „Seestreitkräfte“ vom Standort Dänholm zur MAK „Friedrich Engels“ nach Dresden. Leiter der Fakultät bleibt auch dort Konteradmiral Dr. Nordin, W.

01.-04.08.
Navigationsbelehrungsfahrt von drei MLR-Schiffen nach Leningrad

09.08.
Einheiten der BRF, PSKF und der VM laufen anlässlich der traditionellen Haffwoche in den Hafen von Ückermünde ein.

13.08.
Indienststellung einer Motorisierten Druckerei in Waren/Müritz, sie ist der Politischen Verwaltung der VM unterstellt.
Kommandeur:
1969 – 1976 Korvettenkapitän Wika, Wolfgang
1976 – 1981 Leutnant Hillmann, Manfred

18.-20.08.
Armeegeneral Hoffmann besichtigt in Begleitung des Chefs der VM, Vizeadmiral Ehm, sowie weiterer Generale, Admirale und Offiziere Kampfschiffe und –boote, Lehreinrichtungen der VM sowie eine KBS der 6. GBK.

18.-23.08.
KSÜ PREGRADA der VOF mit darstellenden Kräften zum Thema Minenlegen und –räumen durch Kräfte der drei Flotten. Leiter der Übung: Chef der BRF Admiral Michailin

30.08.
Im Stützpunkt Bug der 6. Flottille wird ein Gedenkstein für die sieben auf See gebliebenen Besatzungsmitglieder des TS-Bootes WILLI BÄNSCH enthüllt.
1969 Gedenkstein.jpg

10.-12.09.
Erstmals wird das ARTUR-BECKER-EHRENBANNER des Zentralrates der FDJ an sieben Truppenteile der NVA und drei Truppenteile der Grenztruppen verliehen. Von der Volksmarine wird die TS-Brigade unter dem Kommando von Korvettenkapitän Poller, Günther ausgezeichnet.
artur becker ehrenbanner.jpg

16.09.
Die 18. Tagung der Volkskammer der DDR verabschiedet das Gesetz über die Zivilverteidigung der DDR.

18.09.
Die 1. Sicherung-Brigade der 1. Flottille wird für hervorragende Leistungen vom Minister für Nationale Verteidigung mit dem ARTUR-BECKER-EHRENBANNER und der ARTUR-BECKER-MEDAILLE ausgezeichnet.
1969-rumpf-ehrenbanner.jpg

21.-28.09.
Manöver ODER-NEISSE-69 in der Volksrepublik Polen unter Leitung von Waffengeneral Jaruzelski
In seiner Anlage und territorialen Ausdehnung ist dieses Manöver das bisher größte Manöver der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Paktes. Insgesamt nehmen 65.000 Mann der Land-, Luft- und Seestreitkräfte teil. An Technik sind eingesetzt: 450 Panzer, 960 SPW, 8.700 Kfz, 330 Rohre Artillerie, 550 Flugzeuge, 140 Schiffe und Boote.

26.09.
Aus Anlass des bevorstehenden 20. Jahrestages der DDR gibt es 16 Beförderungen und Ernennungen von Generalen und Admiralen seit der Gründung der NVA. Darunter ist Kapitän zur See Hesse, Gustav (6. Flottille), der zum Konteradmiral ernannt wird. Er ist damit der erste Konteradmiral in der Dienststellung eines Flottillenchefs.
1969-10-07 Konteradmiral.jpg

Oktober
Indienststellung des Tonnenlegers BUK
1969 Buk.jpg


Tonnenleger BUK
Bauwerft: Stocznia Polnocna im. Bohaterow Westerplatte / Danzig
Länge: 53,26 m / Breite: 9 m / Tiefgang: 2,8 m / Verdrängung: 561 t
Besatzung: 5-6 Mann
Antrieb: 2 x DM = 1.740 PS / 2 Verstellpropeller
Geschwindigkeit: max. 13 kn


04.10.
In Rostock findet eine gemeinsame stehende Flottenparade der VM und der BRF statt. Im Verband der BRF befinden sich der Kreuzer KOMSOMOLEZ, die U-Jagd-Schiffe SLAVNY und OBRASSOWY sowie zwei U-Boote und zwei KSS. Dabei wird das neue Projekt 206, SHERSHEN, erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Kampfschwimmer der VM demonstrieren erstmals Ausbildungselemente in der Öffentlichkeit.
1969-10-04-BA-FP-003.jpg

1969 BRF KOMSOMOLEZ.jpg


Kreuzer KOMSOMOLEZ
Länge: 199 m / Breite: 18,7 m / Tiefgang: 6,9 m / Verdrängung: Standard 11.130 t / Einsatz: 14.100 t
Besatzung: 1.184 Mann
Geschwindigkeit: 32,5 kn
Bewaffnung:
12 x 152 mm
8 x 100 mm
28 x 37 mm
2 x 5 Torpedorohre 533 mm
68 Minen


07.10.
Ehrenparade in Berlin anlässlich des 20. Jahrestages der DDR

10.10.
Das KSS FRIEDRICH ENGELS wird außer Dienst gestellt,
1969 F.E. aD.jpg

zwei außer Dienst gestellte und umgebaute TS-Boote Projekt 183 werden als schnellen Rettungsboote R 71 und R 72 in Dienst gestellt.

Neuzuführung von Technik:
LKW T-813 TATRA (Transport- und Zugmittel)
1969 T-813.jpg

W 50 mit verschiedenen Spezialaufbauten
1969 W-50 daneben.jpg


:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
Forum der Volksmarine
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Berndt Borrmann, Fregattenkapitän a.D.
1. Vorsitzender Heimatverein Dranske e.V.
Ehrenamtlicher Leiter des "Marinehistorischen- und Heimatmuseums Dranske / Bug"
Vorstandsmitglied der MK Bug 1992 e.V.



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Einheit: 6. Flottille
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Beitragvon eddy » Sonntag 28. Dezember 2014, 19:52

Marinejahr 1970

18.02.
Indienststellung des 11. Schiffes vom Projekt 89.1, es folgen bis 24.12. die letzten zehn Schiffe dieses Typs
MSR.jpg

25.02.
Uraufführung des DEFA-Film „Hart am Wind“
hart am wind.jpg

16.-18.03.
KSÜ KORALLE 70 der VOF
Leitung: Chef des Stabes der PSKF

08.-11.04.
Operatives Kriegsspiel der Rückwärtigen Dienste des MB V -FÄHRE 70-
Erstmalig wird das Zusammenwirken der RFS der Armee sowie der RFG eines Verbandes mit einer operativen Gruppe der RFS der Volksmarine trainiert.

26.04.
An der „Ernst-Moritz-Arndt-Universität“ in Greifswald wird die Fakultät für Militärmedizin gegründet.
Dekan der Fakultät: Generalmajor Prof. Dr. sc. Med. Gestewitz, Hans

08.05.
Der Minister für Nationale Verteidigung erlässt eine Ordnung über die Verleihung von staatlichen Preisen in der NVA. Der „Friedrich-Engels-Preis“ für Einzelpersonen in den jeweiligen Klassen I, II und III mit jeweils 10.000,-; 5.000,- und 2.500,- Mark und für Kollektive mit 25.000,-; 15.000,- und 7.500,- Mark dotiert.
Der „Theodor-Körner-Preis“ wird nur in einer Klasse verliehen und ist für Einzelpersonen mit 5.000,- Mark und für Kollektive mit 15.000,- Mark dotiert.
1970 F.E.P. 3 St..jpg
1970 Th.K.P..jpg

14.05.
die Bedingungen für den Erwerb des neuen „Militärsportabzeichens“ werden bekannt gegeben.
Grundvoraussetzung ist das Sportabzeichen der DDR in Gold.
Pflichtübungen sind:
400-m-Sturmbahn in 4:25 min.;
Handgranatenwurf 48 m,
3.000-m-Lauf in 11:15 min sowie
Schießen und Kleiderschwimmen. Dazu kommt eine waffengattungstypische Wahlübung.

19.05.
Der Minister für Nationale Verteidigung bestätigt mit seinem Befehl 55/70 die Einführung eines Absolventenabzeichens für Offiziere, die während ihrer aktiven Dienstzeit an einer zivilen Hochschule in Diplom erworben haben. Die ersten Abzeichen dieser Art werden 1970 vergeben.
1970 AA zivil.jpg

26.05.-05.06
7. Raketenschießabschnitt in Baltijsk, in Gruppen auf bewegliche Ziele und verankerte Scheibe, teilnehmende Boote 713, 714, 731, 732, 733, 734, 6 Raketen - 5 Treffer sehr gut, 733 gut

01.06.
Der Minister für Nationale Verteidigung erlässt die Mobilmachungsordnung.

05.06.
Eröffnung des Hauses der NVA in Dranske, 6. Flottille
Leiter des Hauses bis 1990: Kapitänleutnant Herz, Dietmar (Korvettenkapitän, Fregattenkapitän)

08.06.
Befehl 71/70 des Ministers für Nationale Verteidigung zur Anerkennung gedienter Jahre
1970 Ehregeschenk 25 Jahre treu gedient.jpg

Die Regelung vom 10.12.1962, für die Dienstzeit in der DGP (Deutschen Grenzpolizei) die eineinhalbfache Zeit auf das Dienstalter anzurechnen, fand nun keine Anwendung mehr. Es galten nur die effektiven Dienstjahre ab Mai 1945. Gültig war diese Regelung ab dem 01.07.1970.
Für 25 Dienstjahre gab es in der NVA, im Gegensatz zur Volkspolizei und dem Zoll, keine Medaille mehr. Es wurden Urkunden, Ehrengeschenke und Geldzuwendungen vergeben. 1970 erhielten erstmals ca. 160 Armeeangehörige und Zivilbeschäftigte in einer zentralen Veranstaltung ein Ehrengeschenk. Ab 01.05.1973 kam dazu eine einmalige finanzielle Zuwendung in Höhe von 2.500 Mark, die sich ab 01.01.1974 auf 5.000 Mark erhöhte.


08.-15.06.
Beratung von leitenden Politoffizieren der VOF in Stralsund
1970-06 PO der VOF am Brandenburger Tor.jpg

09.-15.06.
12. Arbeiterfestspiele der DDR im Bezirk Rostock, das Amateurfilmstudio der Volksmarine wird durch den Minister für Kultur, Klaus Gysi, mit dem Preis für künstlerisches Volksschaffen I. Klasse ausgezeichnet.

25.-28.06.
Flottenbesuch der Volksmarine in Gdynia (VR Polen), der Verband besteht aus dem KSS ERNST THÄLMANN, dem MLR ROSTOCK, dem U-Jäger LUDWIGSLUST und dem MAW-Schiff DEMMIN
Chef des Verbandes: Vizeadmiral Ehm, Wilhelm
1970-06 Flottenbesuch in VRP.jpg

16.07.
Indienststellung eines weiteren TS-Bootes 206, es folgen bis 23.12. weitere fünf Boote
1970 übergabe eines TS-Bootes 206.JPG

01.09.
An den Offiziersschulen der NVA (darunter die OS der Volksmarine in Stralsund) wird das Hochschulprogramm eingeführt.

September
In der Volksmarine wird der neue Kampfanzug / Gefechtsuniform eingeführt.
Enganliegende Beinmanschetten und starke Hosenträger, eingearbeitete Schwimmweste in der Jacke, Rettungsgurt und Sicherheitsleine, Sichtfenster auf der linken Brustseite die die Rollennummer, Auftrieb der Schwimmweste 16 Kilopond
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01.09.-31.10.
Umtausch der Parteidokumente und Kandidatenkarten der SED.

07.09.
Der Minister der Streitkräfte Rumäniens, Generaloberst Ionita, Ion, besucht die Volksmarine

16.09.
Verabschiedung des Zivilverteidigungsgesetzes der DDR durch die Volkskammer

12.-18.10.
Manöver WAFENBRÜDERSCHAFT 70 der Warschauer Vertragsarmeen auf dem Gebiet der DDR
Das Manöver wird als zweiseitige, mehrstufige, operativ-taktische KSÜ und TÜ durchgeführt. Erstmalig sind alle sieben Armeen der VS und alle Verbände der VOF sowie Kräfte der Territorialverteidigung der DDR beteiligt.
Leitung: Armeegeneral Hoffmann, Heinz
Die Seestreitkräfte der VOF operieren mit 16.360 Mann, 140 Schiffen und Booten, 384 Gefechtsfahrzeugen und Artilleriesystemen, 764 Spezial-Kfz und 96 Flugzeugen in der mittleren und südwestlichen Ostsee sowie im Bezirk Rostock. Sie führen unter Leitung von Vizeadmiral Ehm eine kombinierte Luft- und Seelandeoperation an der Küste der DDR durch. Durch die SKA-Abteilung 18 werden während der Übung zwei Raketen SOPKA von Peenemünde aus in Richtung See geschossen.
1970 Waffenbrüderschaft 70.jpg

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1970 WBS (2).jpg

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16.10.
Feldparade von teilnehmenden Truppenteilen am Manöver WAFFENBRÜDERSCHAFT 70 auf dem Flugplatz Peenemünde

Mitte Oktober
Aufruf zum sozialistischen Wettbewerb durch das Panzerregiment 21 unter der Losung: „Salut 25 – jederzeit gefechtsbereit!“
1970-1971.JPG
1971 Münze.jpg

01.12.
Zwecks Vorbereitung des Überganges zur Offiziershochschule wird die Flottenschule wieder aus der Struktur der Offiziersschule herausgelöst und als selbstständige Lehreinrichtung aufgestellt.
Der Flottenschule wird der Name WALTER STEFFENS verliehen und sie erhält die Truppenfahne.
Leiter der Flottenschule: Kapitän zur See Thude
TF Flottenschule.jpg
1970 TF an Flottenschule.jpg

Die Schulschiffbrigade wird erneut aufgestellt, im Bestand von:
MLR 3001 BERLIN S-13
MLR 3003 DRESDEN S-11
MLR 3009 POTSDAM S-12
MSR 89.102 BERGEN S-21
MSR 89.103 ANKLAM S-22
MSR 89.104 UECKERMÜNDE S-23
RS-Boot 205/1 MAX REICHPIETSCH S-31
RS-Boot 205/4 RICHARD SORGE S-32
RS-Boot 205/2 ALBIN KÖBIS S-33
TS-Boot 206/3 BERNHARD BÄSTLEIN S-814
TS-Boot 206/7 WALTER HUSEMANN S-815
TS-Boot 206/1 ARTUR BECKER S-816
ab 1971
MSR 89.223 KAMENZ S-24
MSR 89.224 STRALSUND S-25
MSR 89.225 WITTSTOCK S-26
Wohnschiff GROBIAN
Chef der Brigade: Kapitän zur See Thomas
Die Schulschiffbrigade bleibt bis zur endgültigen Auflösung 1981 dem Chef der Flottenschule unterstellt.

10.12.
Erlass des Staatsrates über die Neufassung der Dienstlaufbahnordnung

31.12.
10. Jahrestag des Filmstudios der NVA
1970-12 Armeefilmstudio der VM.jpg


Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
Forum der Volksmarine


Liebe Kameraden,
hiermit haben wir die "Halbzeit" der Dienstjahre der SSK/VM erreicht. Die ersten zwanzig Jahre, 1950 bis 1970, sind im groben Überblick dargestellt. Ich werde nun eine kleine Pause einlegen, um die nächsten zehn Jahre aufzuarbeiten. Bis denne - Eddy
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Online: 17d 2h 34m 12s
Einheit: 6. Flottille
Dienstgrad: Fregattenkapitän
Dienststellung: Stab/Politabteilung
Dienstzeit: 08/69 - 09/90
Resizeit: keine

Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

[33 / 58]

Beitragvon eddy » Freitag 30. Januar 2015, 19:42

Marinejahr 1971

08.01-17.01.
Uraufführung des fünfteiligen Fernsehfilms ROTTENKNECHT im DFF
1969-1970 Film Rottenknechte.jpg

Im Ergebnis der Dreharbeiten wird die 6. Flottille mit dem "Goldenen Lorbeer" ausgezeichnet,
1971 goldener lorber.jpg

08.02.
Indienststellung des Flugsicherungs- und Bergungsschiffes HUGO ECKNER
1971 Hugo Eckner k.jpg

24./25.02.
Auf der Grundlage des Befehls 6/71 Minister für Nationale Verteidigung vom 14. Januar finden an den Offiziershochschulen der NVA und der GT Festveranstaltungen aus Anlass der Verleihung des Status „Offiziershochschule“ (OHS) statt. An der OHS „Karl Liebknecht“ nimmt Admiral Verner teil. Generell werden alle Absolventen zum Leutnant ernannt.

26.02.
Anläßlich des 15. Jahrestages der NVA wird unter anderem an die 7. LTS-Brigade der Name „Fritz Globig“ verliehen.
1971 Namensverleihung.jpg
1971 Fritz Globig Gemälde auf oberen Längsgang H-97.jpg

28.02.
Konteradmiral Wansierski, Stellvertreter Leiter Abteilung Sicherheit des ZK der SED wird aus Anlass des 15. Jahrestages der NVA zum Vizeadmiral befördert. Kapitän zur See Irmscher, Kommandeur der OHS wird zum Konteradmiral ernannt.

07.03.
25. Jahrestag der Gründung der FDJ, Auszeichnung des Jugendverbandes mit dem Kampforden in Gold durch Armeegeneral Hoffmann

30.03.
Indienststellung der auf der Peenewerft gebauten Torpedofangboote FB 65.1 / Projekt 129 „Libben“ und „Strelasund“, diese Boote lösen die Torpedofangboote vom Typ „Sperber“ / Projekt 23 ab.
1971 T-Fänger.jpg

04.04.
Die Motoryacht OSTSEELAND wird in OSTSEELAND II umbenannt und fährt im Auftrag des Rates des Bezirkes Rostock
1971 Ostseeland 1 und 2.jpg

11.04.
Der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Hoffmann erlässt folgende Dienstvorschriften neu: DV 010/0/006 – Disziplinarbefugnisse und disziplinarische Verantwortlichkeit; DV 010/0/003 – Innerer Dienst; DV 010/0/004 – Standort- und Wachdienst

14.04.
Überprüfung der Herstellung der erhöhten und vollen Gefechts- und Mobilmachungsbereitschaft der Volksmarine durch das Ministerium für Nationale Verteidigung – FRÜHLING 71

21.04.-30.04.
8. Raketenschießabschnitt in Baltijsk, teilnehmende Schnellboote: 732, 734, 753, 754 - Auf bewegliche und verankerte Ziele, Ergebnis: sehr gut

01.05.
Konteradmiral G. Hesse übergibt das Kommando der 6. Flottille an Fregattenkapitän Th. Hoffmann (07.10.1971 Kapitän zur See) und wird Chef des Stabes im Kommando VM.
1971 Hesse - Hoffmann.jpg

Mai - Juli
Der US-Flugzeugträger INTREPID mit der Kampfgruppe TG 83.2 unternimmt eine Demonstrationsfahrt durch die Ostsee, mit dabei USS SWORDFISH und USS GREENFISH
Flag_of_the_United_States.svg.png
1968 USS Intrepid.jpg

Flugzeugträger INTREPID
Bauwerft: Newport News Shipbuilding
Stapellauf: 26. April 1943 / Dienstzeit: 16. Aug. 1943 – 22. März 1947 und 9. Feb. 1952 – 15. März 1974 / Museumsschiff
Verdrängung: 27.100 t / Länge: 266 m / Breite in Wasserlinie: 28,4 m / Breite Flugdeck: 45 m /
Tiefgang: 8,8 m
Besatzung: 2.600 Mann
Antrieb: 8 Kessel, 4 Turbinen, 4 Schrauben / Leistung: 150.000 PS
Geschwindigkeit: 33 kn
Bewaffnung: 4 x 127 mm Zwilling, 4 x 127 mm Einzel, 8 x 40 mm Vierling, 46 x 20 mm MK
Flugzeuge: 80 - 100


01.06.
Indienststelllung des ersten Schiffes Projekt 89.2, Typ „Kondor-II“, es erhält den Namen WOLGAST, im gleichen Jahr folgen acht weitere Schiffe, sie erhalten alle Namen von Kreisstädten der DDR
1971 Kondor II Klasse.jpg

07.06.-12.06.
Inspektion des Ministeriums für Nationale Verteidigung in der 6. Flottille; der Verband erhält das Prädikat GUT, die RS-Briagde der Note SEHR GUT

15.06.-19.06.
VIII. Parteitag der SED

24.06.
Die 20. Tagung der Volkskammer der DDR wählt den 1. Sekretär des ZK der SED, Erich Honecker, zum Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der DDR

01.07.
Indienststellung der neuen Motoryacht „OSTSEELAND“ in der Unterstellung des Ministerrates der DDR. Kommandant: Fregattenkapitän Haubold
Operativ und technisch wird das Schiff jedoch von der Volksmarine geführt und diese stellt auch die Besatzung.
1971 Ostseeland 1 k.jpg

06.07.-12.07.
Einseitige operativ-taktische KSÜ SOJUS-71 mit der BRF, der PSKF und der VM im Gebiet der Ostsee unter Leitung des Chefs der BRF Vizeadmiral W.W.Michailin; Beteiligt sind die Stäbe vom Kommando der VM, der 1., 4. Und 6. Flottille, der SKAA und der 6. GBK. Schwerpunkt der Übung: FEK

16.07.
Es werde bis Oktober drei weitere TS-Boote 206 in Dienst gestellt
1971 843 dann 813.jpg
1971 862 dann 832.jpg
1971 841 dann 855.jpg

21.07.
Der Chef der VM, Admiral Ehm empfängt E. Honecker erstmalig in dessen Funktion als Vorsitzenden des NVR im Bereich der VM. Vorführungen von Schnellbooten, UAW-Schiffen und KSS.

03.09.
Indienststellung drei weiterer RS-Boote OSA I mit besserer Ausstattung, sie werden die jeweiligen Führerboote der Brigaden (711 HEINRICH DORRENBACH, 731 OTTO TOST und 753 JOSEF SCHARES)
1971 RSB 711.jpg
1971 RSB 731.jpg
1971 RS-Boot 753.jpg

02.10.
Der Chef der Volksmarine, Admiral Ehm wird zum Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung berufen

12.10.
Armeegeneral Hoffmann würdigt auf einer Festveranstaltung die Leistungen der Armeeangehörigen und Zivilbeschäftigten, die sie im sozialistischen Wettbewerb „Salut 25 – jederzeit gefechtsbereit“ erreicht haben.

18.10.
Aufruf zum sozialistischen Wettbewerb unter der Losung „Für den Schutz der Arbeiter- und- Bauern-Macht – Kampfauftrag 1972“ durch den Fliegertechnischen Truppenteil „Willi Budich“ und den Jagdfliegertruppenteil „Fritz Schmenkel“
1971-1972.JPG

01.11.
Oberst Prof. Dr. med. Lipphart übernimmt die Leitung des MMZ der Volksmarine in Stralsund.

27.11.
Der 6. GBK werden vier Grenzkontrollboote des Projektes G-23 über den Weg: Havel, Oder-Havel-Kanal und Oder nach Sassnitz zugeführt.
1971 G-23 k.jpg

30.11.
Übergabe von sechs MSR-Schiffen (89.1) von der 3. MSR-Abteilung an die 1. Grenzschiff-Abteilung der 6. GBK

01.12.
Die VM übernimmt Aufgaben im „Gefechtsdienst“ der VOF nach Aufstellung einheitlicher Regeln und Handlungen „für das Vorpostenschiff der BRF, PSKF und VM“. Die Volksmarine ist ab sofort für das Gebiet Großer Belt, Kieler- und Mecklenburger Bucht sowie der Kadett-Rinne zuständig.

Die 6. Flottille wird zur Erhöhung des Gefechtswertes zu drei gemischten Brigaden umstrukturiert:
1. Raketen-Torpedoschnellboot-Brigade – 1. RS-Abteilung mit 4 RS-Booten 205 und 1. TS-Abteilung mit 5 TS-Booten 206 dazu zwei Schwimmende Stützpunkte 62.0
3. Raketen-Torpedoschnellboot-Brigade –3. RS-Abteilung mit 4 RS-Booten 205 und 3. TS-Abteilung mit 5 TS-Booten 206 dazu zwei Schwimmende Stützpunkte 62.0
5. Raketen-Torpedoschnellboot-Brigade – 5. RS-Abteilung mit 4 RS-Booten 205 und 5. TS-Abteilung mit 5 TS-Booten 206 dazu zwei Schwimmende Stützpunkte 62.0
Die 7. LTS-Brigade bleibt in ihrem Bestand unverändert mit der 7., 8. und 9. LTS-Abteilung zu je 10 Booten
Die Hubschrauberstaffel der VM in Parow wird in U-Jagd-Hubschrauberstaffel umbenannt.

10.12.
Eröffnung des Zentralen Klubs in der 6. Flottille; Leiterin: Frau Ursula Wittig
1971 Zentraler Klub.JPG

Eine Neuregelung der Besoldung für Offiziere der NVA tritt in Kraft.
Die Dienststellungsvergütung für Zugführer ist neu (450,00 M/DDR), für KC und Gleichgestellte werden 550,00 M/DDR und für Bataillonskommandeure und Gleichgestellte 750,00 M/DDR festgelegt. Ein Zugführer kann jetzt Hauptmann/KL, ein KC Major/KK und ein Bataillonskommandeur OSL/FK werden.

:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
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Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Berndt Borrmann, Fregattenkapitän a.D.
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

[34 / 58]

Beitragvon eddy » Sonntag 14. Juni 2015, 20:24

Das Marinejahr 1972

Januar
Die Zeitschrift „MILITÄRWESEN“ erscheint mit neuem Profil, monatlich in drei Ausgaben:
„A“ - Landstreitkräfte, „B“ - LSK/LV und „C“ - Volksmarine

25.02.-04.03.
Durchführung der theoretisch-operativen Kartenübung „SOJUS 72“ unter Leitung des Oberkommandierenden der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Vertrages, Marschall der Sowjetunion, I.I. Jakubowski
- Vernichtung von Überwasserschiffsgruppierungen Kieler Bucht – Großer Belt
- Unterstützung der in jütländischer Richtung handelnden Westfront der Truppen des WV
- Erweiterung der Operationszone der Volksmarine durch Bildung der Flottenbasis Kieler Bucht
- Unterstützung bei der Einnahme der dänischen Inseln
- Herstellung der Schiffbarkeit des Kieler Kanals
- Bildung der Flottenbasis Deutsche Bucht

29.02.
Verleihung der Truppenfahne an die 5. RTSB-Brigade, die Schulbrigade und das Bergungs- und Schutzdienst-Bataillon der Volksmarine
1972 5. RTSB.jpg
TF SB Parow.jpg
1972 BSD-B VM.jpg

07.03.
Das Politbüro der SED bestätigt eine neue Instruktion für die leitenden Parteiorgane und für die Parteiorganisationen der SED in der NVA (Parteiinstruktion)

09.03.
Indienststellung des Vermessungsschiffes „KOMET“ - FB 65.2
1972 KOMET.jpg

17.03.
Indienststellung von weiteren sechs Grenzbooten GB-23 „1589“

24.03.
Der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann, eröffnet in Dresden das neue Armeemuseum der NVA

24.03.
Indienststellung des MSR „RATHENOW“- 89.2, zehn Schiffe des gleichen Typs folgen im Verlauf des Jahres 1972
1972 MSR Dessau.jpg

05.04.
Im 1. Programm des DDR-Fernsehens wird der Film „Der Regimentskommandeur“ gezeigt
1972 Der Regimentskommandeur.jpg

29.04.
Bis zum Jahresende werden sieben U-Jägern "201 M" außer Dienst gestellt
"ADLER", "FALKE", "ELSTER", "KRANICH", "ALBATROS", "REIHER", "MÖWE"

01.05.
Ein neuer STAN (Stellen-und Ausrüstungsplan) tritt in der NVA in Kraft. Ab sofort wird in den verschiedenen Kommandoebenen die Funktion „Stellv. des Chefs und Chef Ausbildung“ eingeführt.

03.05.
Indienststellung des Vermessungsschiffes „METEOR“- FB 65.2

04.05.
Armeegeneral Heinz Hoffmann besucht die Peenewerft Wolgast. Auf dem Programm steht unter anderem die Besichtigung des KTS-Bootes Typ „LIBELLE“ - Projekt 131

16.05.
20. Jahrestag der Übernahme der Patenschaft der FDJ über die bewaffneten Organe der DDR

30.05.
Indienststellung des ersten, im Oktober 1972 des zweiten KTS-Bootes (Projekt 131.1 und 131.2) als Versuchsboot
1972 Versuchsboot 131.1 W12.jpg

30.05.-06.06.
gemeinsame, zweiseitige KSÜ „BALTIKA-72“ der BF, PSKF und VM.
Thema der Übung: „Vorbereitung und Durchführung einer Operation der vereinten Ostseeflotten zur Erringung der Herrschaft in der Ostsee und zur Vernichtung in die Ostsee eindringender Kräfte des Gegners unter den Bedingungen der Minengefahr und des funkelektronischen Kampfes“.
Trainiert wurde u.a. die gegenseitige Übergabe/Übernahme von Raketen und Torpedos sowie das praktische Starten von 2 Raketen

01.06.
Das „Deutsche Institut für Militärgeschichte“ in Potsdam wird in „Militärgeschichtliches Institut der DDR“ umbenannt

01.06.
Inkrafttreten der neuen Dienstvorschrift DV 010/0/004 („Standortdienst- und Wachvorschrift“)

13.-21.06.
Fidel Castro besucht während des Aufenthaltes der kubanischen Partei- und Regierungsdelegationunter anderem auch die 4. Flottille in Warnemünde. Begleitet wird die Delegation von Werner Lambertz und Konteradmiral Gustav Hesse
1972 f.castro in vm.jpg
Bundesarchiv_Bild_183-L0618-027,_Rostock,_Fidel_Castro_bei_Volksmarine.jpg

30.06.
Um 24:00 Uhr stellte „Deutscher Soldatensender 904“ seine Sendetätigkeit ein.

07.08.
20. Jahrestag der Gründung der GST

August
30.000 Angehörige der NVA helfen vier Wochen täglich bei der Ernte

September
Nach einjähriger Entwicklung und erfolgreicher Erprobung schlägt das WTZ Wolgast ein neues Minen-Kontakträumgerät (Name) zur Einführung in die Volksmarine vor.

19.09.
Bildung der 4. Vermessungsschiffsabteilung in der 4. Flottille (Aufklärungsabteilung). Zur Abteilung gehören die Vermessungsschiffe „HYDROGRAPH“ – D 41, „KOMET“ – D 42 und „METEOR“ – D 43

21.09.
Der Generalsekretär der KP der CSSR, Gustav Husak, besucht die 4. Flottille
1972 Gustav Husak.jpg

22.09.
der Minister für Nationale Verteidigung,Armeegeneral Heinz Hoffmann, erlässt die Direktive 10/72 über die Gefechtsbereitschaft in der NVA.
Hauptforderung ist, „einen solchen Grad der Gefechtsbereitschaft zu erreichen, dass die Stäbe, Verbände und Truppenteile/Einheiten unverzüglich entschlossene Handlungen zur Erfüllung von Gefechtsaufgaben aufnehmen können“.
Dazu gehört die ständige Aufrechterhaltung der Gefechtsbereitschaft durch 85% Verfügbarkeit des Personals und über 90% der technischen Einsatzbereitschaft.

September
Flottenbesuch der Volksmarine in Leningrad (St. Petersburg) mit den MSR-Schiffen „GENTHIN“, „DESSAU“,„BITTERFELD“ und „TANGERHÜTTE“

01.10.
VizeadmiralWilhelm Ehm als Chef der Volksmarine wird zu einem der Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung berufen.

07.10.
Verleihung der Truppenfahne an die 2. Grenzschiffsabteilung
TF 2. GSA.jpg

27.10.
Kommandeurstagung der NVA und der Grenztruppen der DDR – Auswertung des sozialistischen Wettbewerbes für das Ausbildungsjahr 1971/72 und Aufruf für den sozialistischen Wettbewerb für das Ausbildungsjahr 1972/73 unter der Losung: „Kampfkurs X – wachsam und gefechtsbereit“ .
1972-1973 (2).jpg

01.11.
Die Ordnung über das militärische Zeremoniell in der NVA tritt in Kraft (Zeremoniellordnung)

06.11.
Eine Abordnung der Volksmarine unter Leitung von Vizeadmiral Ehm besucht die SFR Jugoslawien.

29.11.
Übergabe der letzten MSR-Schiffe (89.1) der Volksmarine von der 1. MSR-Abteilung an die 4. Grenzschiff-Abteilung der 6. GBK
(genauere Angaben findet Ihr in unserer SIDEBAR unter "Räumschiffe")

30.11.
Die Spezialküstenartillerieabteilung (SKAA-18) wird wegen Veralterung der Technik aufgelöst.

01.12.
Die 1961 gestrichene und am 31.05.72 wieder eingeführte Dienststellung "Stellvertreter des Chefs der Volksmarine und Chef Ausbildung" wird durch Kapitän zur See Lothar Heinicke besetzt.

01.12.
Auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung wird die Führung des Sports den Politorganen übertragen, die Bezirksorganisation Rostock der ASV „Vorwärts“ wird in „Sportorganisation der Volksmarine“ umbenannt.

01.12.
Die Ordnung über die Förderung der Tätigkeit der Neuerer und Erfinder in der NVA (Neuererordnung) und die Ordnung über die militärische Traditionspflege in der NVA (Traditionspflegeordnung) treten in Kraft.

21.12.
In Berlin(Ost) wird der „Vertrag über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik“ abgeschlossen (Grundlagenvertrag).

Weitere Ereignisse:
9. Raketenschießabschnitt in Baltijsk, Teilnehmer: RS-Boot 714, 731 (weitere Teilnehmer?), Ergebnisse: ? Zeit ?

Neue Technik und Ausrüstung:
- MPi KMS-72 (DDR-Lizenz AK-47)
1972 MPi KMS 72.jpg

- ADK 125A
1972-1973 (2) ADK 125.jpg

- Ikarus 250
1972 Ikarus 250.jpg


:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
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K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Beitragvon eddy » Donnerstag 18. Juni 2015, 17:11

Das Marinejahr 1973

03.01.
Erlass der Verordnung über Flaggen, Fahnen und Dienstwimpel der DDR durch den Ministerrat der DDR. Am 09.02. folgt die Anordnung über das Führen von Flaggen und Fahnen in der NVA sowie die Anordnung über Rangabzeichen und Kommandozeichen in der Volksmarine.

28.01.
Durch den Bruch einer Brennstoffleitung kommt es im Maschinenraum des MLR-Schiffes „KARL-MARX-STADT“ zu einem Großbrand. Unter Einsatz seines Lebens schließt Obermaat Bremert das entsprechende Absperrventil und verlässt schwer verletzt die GS erst, als die Gefahr für Besatzung und Schiff gebannt ist.
Was war am 28. Januar 1973, um 16:35 Uhr im Maschinengefechtsabschnitt geschehen?

Stabsmatrose Schaarschmidt, der E-Gast, nahm eine starke Rauchentwicklung in Höhe des Abgasturboladers an der Steuerbordhauptmaschine wahr. Infolge eines Materialfehlers hatte der in einer Pumpe herrschende Druck von Dieselkraftstoff die Dichtung auf einer Länge von 5 mm durchbrochen. Fächerartig sprühte ein DK-Strahl auf die bis zu 380°C erhitzten Teile der laufenden Maschine. Rauch und Brennstoff vermischten sich zu einer undurchsichtigen Wand. Der Stabsmatrose meldete dem Fahrmaaten, Obermaat Hans-Georg Bremert, unverzüglich in klarer und konkreter Form den festgestellten Schaden.
Zu diesem Zeitpunkt sah der Mot-Gast, Stabsmatrose Kretzschmar, an der Abgasleitung einen Feuerschein. Der Dieselkraftstoff, dessen Flammpunkt bei maximal 60°C liegt, hatte sich entzündet. Wie eine Feuerwalze fraßen sich die Flammen im Nu bis zum Fahrstand. Die Augen der drei Genossen im GA-V begannen zu tränen. Atemnot bemächtigte sich ihrer.
Der Wachleiter, Obermaat Bremert, erkannte die ungeheure Gefahr für Schiff und Besatzung, denn Tausende Liter Dieselkraftstoff befanden sich in der Nähe des Brandherdes. Plötzlich kam es zur Verpuffung und schlagartig stand der Maschinenraum von den Flurplatten bis zur Decke in Flammen. Während der Fahrmaat zur Steuerbordmaschine eilte, um sie zu stoppen, befahl er seinen beiden Matrosen, unverzüglich ihre Gefechtsstation zu verlassen. Als sie das Schott öffneten, wurden sie von Feuer und Rauchschwaden begleitet.
Maat Sidon, der in unmittelbarer Nähe seinen Posten als Diensthabender des Schiffes bezogen hatte, beurteilte die entstandene gefährliche Lage sofort richtig. Er wollte zur Telefonhörer greifen, den Hauptbefehlsstand anwählen … doch das schien ihm zu viel Zeit zu kosten. Mit dem Ruf „Feuer im Schiff!“ stürzte er auf die Brücke und meldete dem Kommandanten, Oberleutnant Dziuballa, kurz und exakt. Fünfzehnmal ertönte das Signal „IDA“ durch das Schiff, und ein jeder an Bord wusste, ohne in Panik zu verfallen, was er zu tun hatte, und tat es, rollenmäßig, pflichtgemäß.
Zwei Minuten waren seit dem Ausbruch des Feuers vergangen. Im Maschinenraum kämpfte Obermaat Bremert weiter im Flammenmeer. Nachdem er den Betrieb der Steuerbordmaschine unterbrochen hatte, lief er um den Maschinenblock herum, um das oberhalb der Handkolbenpumpe angebrachte und offenstehende Absperrventil zu schließen und damit die Zufuhr von Kraftstoff in die defekte Leitung zu unterbinden. Seine mit Dieselkraftstoff getränkte Uniform fing Feuer. Aber erst nachdem er seine Pflicht als Wachleiter voll erfüllt hatte, stürzte er, wie eine Fackel am ganzen Körper brennend, aus seiner Gefechtsstation. Noch auf dem Seitengang rief er dem Leitenden Ingenieur, um zu melden, dass sich niemand mehr im Maschinenraum befindet – eine notwendige Information, bevor die Brandbekämpfung mit der Gasfeuerlöschanlage beginnen konnte.
Gleichzeitig hatte Stabsmatrose Kretzschmar, trotz Verbrennungen im Gesicht und an den Händen, die Oberlichter des Maschinenraumes geschlossen und dadurch die Zufuhr von Sauerstoff in den GA-V unterbrochen.
Der LI befahl die notwendigen Maßnahmen zur Brandbekämpfung und lies Teile des Oberdecks, Schottwände und Seitengänge mit Wasser kühlen. Der Farbanstrich an der Außenhaut bildete durch die entstandene Hitze schon Blasen. Das Kommando sah den brennenden Obermaat und richtete sofort die Wasserschläuche an ihn und löschte seine Kleidung.
Die Gasfeuerlöschanlage erstickte den Brand sehr schnell und eine folgenschwere Katastrophe konnte verhindert werden.
Jeder Handgriff saß und alle bewahrten die Ruhe trotz der entstandenen kritischen Situation, jeder wusste worum es geht und das Schiff sowie die Besatzung in Gefahr waren. Der Kommandant ließ sofort nach dem Löschen das Schiff in Richtung Hafen ablaufen, um die Verletzen Besatzungsangehörigen in medizinische Betreuung zu bringen. Während dieser Überfahrt betreute der Sanitätsmaat Ralf Weinhold den schwerverletzten Obermaat Bremert. Dieser hatte schwere Brandwunden, zu 35 % Verbrennungen 3. Grades und zu 25 % 2. Grades. Die Ärzte des Rostocker Bezirkskrankenhauses, die den Schwerverletzten übernahmen, sprachen dem Sanitätsmaat hohe Anerkennung aus.
Bei allen Verletzten, auch bei Obermaat Bremert, verheilten die Wunden und alle konnten ihre Aufgaben wieder erfüllen.

1973 NVABremert.jpg

Februar
Schiffe der PSKF räumen auf insgesamt 300 sm² im Seegebiet westlich Rügens Minen aus dem 2. Weltkrieg

03.02.
Indienststellung des MSR-Schiffes „RIESA“, 89.2, es folgen bis November neun weitere Schiffe des Typs

09.02.
Fortsetzung der Außerdienststellung von LTS-Booten „HYDRA“, Projekt 68.200,
(09.02.: 68.222, 14.07.: 68.218, 68.221 und 68.224)

12.02.
Die „VOLKSARMEE“ veröffentlicht in der Ausgabe 7/73 das Ergebnis der Leserumfrage nach dem „Armeesportler des Jahres“ von 1972, dem Jahr der Olympischen Spiele in München.
Gewinner der Umfrage wird Leutnant Peter Frenkel (ASK Potsdam) – Olympiasieger in 20 km Gehen. Die Auszeichnung von Leutnant Peter Frenkel und seinem Trainer erfolgt in der 6. Flottille.
1972 Frenkel Olympissieger.jpg
1974 Frenkel in Dranske.jpg

22.02.-01.03.
Woche der Waffenbrüderschaft

26.-31.03.
während der einseitigen, mehrstufigen KSÜ „SEWER-73“ zum Thema: „die Vorbereitung und Führung der Angriffsoperation einer Armee zu Beginn des Krieges entlang der Küste“ werden in das Manöver neben teilnehmenden Truppenteilen der LaSK, LSK/LV und GT sowie darstellenden Kräften der GSSD auch völlig überraschend auch Teile der 1. Flottille der VM einbezogen.

09.-13.04.
einseitige operativ-taktische Flottenübung der VM „TAIFUN-73“ unter Leitung von Vizeadmiral Wilhelm Ehm zum Thema:„Schaffung günstiger Bedingungen zur Führung der ersten Kampfhandlungen im Südteil der Sund-Belt- und in der Vorsund-Belt-Zone durch Kräfte des Gefechtsdienstes der VM und in der Schlussetappe durch U-Kräfte der BRF und PSKF“.
Den Abschluss bildet die taktische Übung „KONTAKT-73“ der Kräfte des Gefechtsdienstes der VM, BRF und PSKF.
1973 KONTAKT.jpg
1973 KONTAKT Teilnehmer.jpg

09.04.
Beginn der Außerdienststellung von sechs LTS-Booten „ILTIS“, 63.300 -
63.302, 63.317, 63.314, 63.316. 63.301, 63.309

24.04.
Der Minister für Nationale Verteidigung erlässt eine neue Militärsportabzeichenordnung mit den 5 Pflichtdisziplinen: Sturmbahn, Handgranatenweitzielwurf, 3.000-m-Lauf, Uniformschwimmen und Schießen, die am 01.06.1973 in Kraft tritt.
Je nach Waffengattung gehören zwei Wahldisziplinen zum Programm, von denen eine erfüllt werden muss.

01.05.
Der bekannte „Achtertest“ zur Überprüfung des körperlichen Leistungsvermögens der Wehrpflichtigen zum Zeitpunkt ihrer Einberufung in die NVA wird auf der niedrigsten Stufe der Normerfüllung der MKE-Normen neu festgelegt:
Alt: 60 m-Lauf 9,5 s / 1.000-m-Lauf 3:50 min / Liegestütze 14mal / Klimmziehen 4mal / Kletterübung 5 m Seil 19 s / Schlussstrecksprung 20mal / Handgranatenwurf 30 m / Sturmbahn 200 m in 2:10 min
Neu: 100 m-Lauf 14,6 s / 3.000 m-Lauf 13:20 min / Liegestütze 20mal / Klimmziehen 6mal / Kletterübung 5 m Seil 19 s / Dreierhopp 6 m / Handgranatenweitzielwurf 32 m / Sturmbahn 400 m in 2:40 min

14.05.
erster direkter Leistungsvergleich des U-Boot-Jägers „TETEROW“ mit dem TS-Boot der BRF „411“ und dem polnischen MLR-Schiff „TUR“ im Flottenstützpunkt der PSKF in Swinoujscie in allen Laufbahnen der Gefechtsabschnitte.

19.05.
Das Segelschulschiff „ESMERALDA“ der chilenischen Seestreitkräfte besucht Rostock / Warnemünde.
1973 Esmeralda 1.JPG
1973 esmeralda 2.jpg

28./29.05.
9. Tagung des ZK der SED

Juni
10. Raketenschießabschnitt in Baltijsk, alle Aufgaben werden mit sehr gut erfüllt.
Teilnehmer: 732; 734; S-31 (unvollständig)

25.06.
Der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann, bestätigt eine neue Organisationsstruktur der ASV „VORWÄRTS“. Sie gliedert sich jetzt in fünf Sportorganisationen: MfNV, LaSK, LSK/LV, VM und GT
Gleichzeitig werden fünf Armeesportklubs gebildet: ASK Oberhof – Wintersport; ASK Potsdam – Leichtathletik, Kanu, Schwimmen; ASK Rostock – Rudern; ASK Frankfurt/Oder – Handball, Ringen, Judo, Boxen, Sportschießen, Gewichtheben, Turnen, Radsport sowie der selbständige Fußballklub ASK Vorwärts Frankfurt/Oder.

26.06.-05.07.
Der Oberkommandierender der VSK des WV, Marschall der Sowjetunion I.I. Jakubowski , leitet die KSÜ „BARRIERE 73“ der Vereinten Streitkräfte des WV als gemeinsame Spezialübung der Rückwärtigen Dienste mit Schwerpunkt Militärtransportwesen

28.06.
Indienststellung des dritten Versuchsbootes „LIBELLE“, 131.3
1973 Versuchsboot 131.3 W11.jpg

03.-07.07.
In Helsinki findet die erste Phase der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa statt.

04.07.
Bildung einer eigenständigen „Gewerkschaftsorganisation der ZB in der NVA
Vorsitzender des Zentralvorstandes wird: Horst Glaeser

05.07.
Eine peruanische Militärdelegation besucht Offiziersschulen der NVA, darunter auch die OHS der Volksmarine in Stralsund. Leiter der Delegation: Divisionsgeneral Artura Cavero Callxto

16.-19.07.
gemeinsame taktische Übung der Minenabwehrkräfte der BRF, PSKF und VM unter der Bezeichnung „PRORYW-73“ . Leitung:Konteradmiral Gustav Hesse.
Thema: „Sicherung des Durchbruches der Flottenkräfte durch Meerengen der Sund-Belt-Zone mit Überwindung von Blockademaßnahmen durch gemeinsame Anstrengungen der MAW-Kräfte der VOF“.

27.-30.07.
Flottenbesuch eines VM – Verbandes unter Leitung von Vizeadmiral Wilhelm Ehm mit den Schiffen KSS „ERNST THÄLMANN“, UAW-Schiff „WISMAR“ und MSR „BERNAU“ in Leningrad mit anschließender Flottenparade auf der Newa.

28.07.-05.08.
X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin
1973 Gruppe WIR an Alex.jpg
1973 Abzeichen WFS.png

01.08.
Der Vorsitzende des Staatsrates der DDR und Mitglied des Politbüros des ZK der SED, Walter Ulbricht ist in Berlin verstorben.

18.08.
Erstmalig werden die Absolventen der Offiziershochschulen nach vollem Hochschulstudium in den Truppendienst entlassen.

30.08.
In Anwesenheit der Familienangehörigen der 1968 auf dem TS-Boot „WILLI BÄNSCH“ tödlich verunglückten Seeleute wird in der 6. Flottille ein neuer Gedenkstein eingeweiht.
Gedenkstein seit 1973.jpg
1973 Einweihung neuer Gedenkstein.jpg

18.09.
DDR und BRD werden auf der XXVII. Tagung der UN-Vollversammlung in New York als 133. und 134. Mitgliedsstaat in die Organisation der Vereinten Nationen aufgenommen.

05.-09.10.
Flottenbesuch der VM in Gdingen. Der Verband besteht aus dem KSS „ERNST THÄLMANN“, den UAW-Schiffen „PARCHIM“ und „STERNBERG“ sowie den MSR-Schiffen „EILENBURG“, „RIESA“ und „RÖBEL“. Chef des Verbandes: Vizeadmiral Wilhelm Ehm

16.10.
Außerdienststellung der MLR-Schiffe des Typs „KRAKE“:
„ROSTOCK“, „DRESDEN“, „POTSDAM“

03.11.
Kommandeurstagung in Strausberg, der Minister für Nationale Verteidigung zieht für das Ausbildungsjahr 1972/73 die Bilanz des Wettbewerbes.
Die Besatzung des TS-Bootes „FRITZ HECKERT“ ruft unter der Losung: „Soldatenauftrag XXV – wie Thälmann kampfentschlossen – jederzeit gefechtsbereit!“zum sozialistischen Wettbewerb für das Ausbildungsjahr 1973/74 auf.
1974-06-26-BA-TS-003.jpg

1973-1974.JPG

28.11.
im Auftrag des Minister für Nationale Verteidigung wird der „Friedrich-Engels-Preis“ unter anderem verliehen an: Vizeadmiral Wilhelm Ehm, Kapitän zur See Dozent Dr. Gerhard Schäfer, KonteradmiralProf. Dr. W. Nordin, Kapitän zur See Dr. W.Wunderlich, FregattenkapitänDipl.-Ing. W. Schubert und Fregattenkapitän Dipl.-Ing. K.-H. Grünberger.

01.12.
Berichtigung Nr. 1 zur DV 010/0/005 (Bekleidungsvorschrift) tritt in Kraft

01.12.
Neu eingeführte einheitliche Gefechtsdokumente ermöglichen es den drei verbündeten sozialistischen Ostseeflotten u.a., die gemeinsame Gefechtsausbildung und die Verteidigungsfähigkeit der Stoß- und Sicherungskräfte weiter zu qualifizieren.

10.12.
Die Anordnung über den aktiven Wehrdienst (Dienstlaufbahnordnung) wird vom Vorsitzenden des NVR, Erich Honecker, erlassen und tritt mit Wirkung vom 01.01.1974 in Kraft. Eine wesentliche Neuerung ist die Einführung des Dienstgrades Fähnrich und des Dienstverhältnisses Offizier auf Zeit (OaZ).

Weitere Ereignisse:
- es wurden außer dem Zielboot Z 85, welches bis 1976 noch als V 41 des WTZ lief, die letzten Torpedoschnellboote vom Projekt 183, die Zielboote Z 84 (183/2 „Edgar Andre“), Z 86 (183/9 „Fritz Behn“) und das Versuchsboot V41 (189/12 „Fritz Lesch“) außer Dienst gestellt

- 1973 wurden der Volksmarine weitere auf der Yachtwerft Berlin gebaute 12 Schleppboote Typ WARNOW, Projekt 1344 zugeführt. Diese Boote kamen bei den Flottillen, dem WTZ, dem SHD, sowie anderen Dienststellen der VM zum Einsatz

Neuzuführung an Technik:
- PKW GAZ 24 „Wolga“
- Kleintransporter UAZ 452
- LKW LO 202 A
- ADK 125 A
- Tatra T 148
- Ikarus 255

:reinschiff: Eddy
Zuarbeiten @wozan

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
Forum der Volksmarine
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"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

[36 / 58]

Beitragvon eddy » Dienstag 15. September 2015, 21:36

Das Marinejahr 1974
01.01.
Für Soldaten im Grundwehrdienst tritt eine Erhöhung des Wehrsoldes in Kraft: für Soldaten von 80,00 auf 120,00 Mark, für Gefreite/Obermatrosen von 90,00 auf 150,00 Mark. Die Grundnorm der Verpflegung ändert sich ebenfalls, von 4,00 auf 4,25 Mark täglich.
In den VOF treten neue Dokumente zum einheitlichen Führungssystem „BALTIKA“ in Kraft. Gleichzeitig setzt die VM die verbindliche Empfehlung des Oberkommandos der VSK zur Bildung von gemischten taktischen Schiffsgruppen aus Stoß-, U-Boot-Abwehr- und Minenabwehr-Kräften um.

03.01.
Die ersten Fähnriche der NVA und der GT der DDR werden durch Generaloberst Heinz Keßler auf einer zentralen Veranstaltung im Ministerium für Nationale Verteidigung ernannt.
IMG_9604.JPG
1= Schulterstücken generell zwei Sterne und mittig das Laufbahnabzeichen
2= Ärmelabzeichen bis 10 Dienstjahre
3= Ärmelabzeichen ab 11 Dienstjahre
4= Ärmelabzeichen ab 16 Dienstjahre
5= Ärmelabzeichen ab 21 Dienstjahre
6= Fähnrichschüler

23.01.
Kommandeursberatung der NVA und der GT der DDR in Strausberg unter Leitung von Armeegeneral Heinz Hoffmann: Schwerpunkt bildet die Beratung zur Umsetzung sozialpolitischer Maßnahmen zur Verbesserung der Dienst- und Lebensbedingungen der Armeeangehörigen in den Standorten.

04.-06.02.
Mit Befehl 22/74 des Ministers für Nationale Verteidigung werden alle Teilstreitkräfte, die GT der DDR sowie das Zentrale Lazarett der NVA mit dem „KARL-MARX-ORDEN“, die 1. Flottille unter ihrem Chef Kapitän zur See Hans Hofmann sowie die OHS der VM unter Leitung von Konteradmiral H. Irmscher mit dem „Vaterländischen Verdienstorden“ in Gold ausgezeichnet.
1974 Urkunde KM-Orden VM.jpg
Diese Urkunde erhielten alle, die 1974 aktiv dienten

18.02.
Die Kapitäne zur See Lothar Heinecke und Heinrich Jordt werden zum Konteradmiral ernannt.

28. Februar
Das LTS-Boot Hydra mit derBau-Nr. 68.215 wird außer Dienst gestellt.

01.03.
Die „Grundsätze der Führung der NVA im Frieden und im Krieg“ treten in Kraft – Schwerpunkt: engere Zusammenarbeit im Warschauer Vertrag, mit operativer Unterstellung der VM unter das Oberkommando der VS bei Auslösung der Alarmstufe „Volle Gefechtsbereitschaft“ (VG).

04.03.
Armeesportler des Jahres 1973 wird der Weltmeister im Skifliegen und Gewinner der Vierschanzentournee, Oberfeldwebel Hans-Georg Aschenbach
1974 H.-G. Aschenbach.jpg

26.03.-04.04.
KSÜ „ELEKTRONIK-74“, bisher umfangreichste Übung der Nachrichtenkräfte der NVA, der anderen bewaffneten Organe sowie der GSSD im Zusammenwirken mit der Deutschen Post

05./06.04.
VIII. Delegiertenkonferenz der FDJ – Organisationen der NVA und der GT der DDR in Eggersdorf – Inhalt: Vorbereitung des 25. Jahrestages der DDR

24.-26.04.
Erster Kongress der Gesellschaft für Militärmedizin der DDR findet unter Teilnahme von Delegationen des Medizinischen Dienstes aller Armeen des WV in Berlin statt. Über 1.200 Ärzte, Zahnärzte und Apotheker nehmen daran teil

23.-25.05.
Durch den Minister für Nationale Verteidigung findet eine Gesamtprüfung der Gefechtsbereitschaft der Volksmarine statt. Tarnname: „HARPUNE-74“. Zusätzliche Teilnehmer dieser sehr umfangreichen Komplexübung sind: MSR-29, Wehrbezirkskommando Rostock, Wehrkreiskommando Rügen, JG-9 und FuTB-73 in jeweils vollem Bestand. Überprüft werden die Durchsetzung des Befehls 100/73 (Ausbildungsbefehl) und der Stand derMobilmachungsbereitschaft.

06./07.06.
Navigationsbelehrungsfahrt der VM nach Kleipeda (Pillau)

06.-19.06.
Gesamtinspektion der 1. Flottille durch das Ministerium für Nationale Verteidigung,
Einschätzung: Gefechtsbereit

29.06.
Gemeinsame Vereinbarung zwischen der DDR und der BRD über Regelungen von Grenzfragen in der Lübecker Bucht.

August
Der U-Jagd-Hubschrauberstaffel werden moderne Mehrzweckhubschrauber vom Typ Mi-8T zugeführt.
Mi-8T 2008 by Srđan Popović - Own work.jpg
Foto: Srđan Popović 2008

01.08.
Der Ehrentitel „Verdienter Militärflieger der DDR“ wird gestiftet, durch den Minister für Nationale Verteidigung verliehen und mit 5.000 Mark honoriert.
1974 Militärflieger.jpg

03./04.08.
Während der 10. Ueckermünder Haffwoche bildet das Anlegen von Schiffen der BRF, der PSKF und der VM im kleinen Hafen der Stadt den Höhepunkt.

08.08.
Die “Medaille für langjährige Pflichterfüllung zur Stärkung der Landesverteidigung der Deutschen Demokratischen Republik“ war einestaatlicheAuszeichnung derDeutschen Demokratischen Republik(DDR), die am 8. August 1974 in vier Stufen, Bronze, Silber und Gold (2 mal) gestiftet wurde. Die Verleihung erfolgte nach einer bestimmten zurückgelegten Anzahl von Dienstjahren.
Im Einzelnen hieß das:
für 40-jährige Dienstzeit: Sonderstufe in Gold (Männer)
für 35-jährige Dienstzeit: Sonderstufe in Gold (Frauen)
für 30-jährige Dienstzeit: in Gold
für 20-jährige Dienstzeit: in Silber
für 10-jährige Dienstzeit: in Bronze.
Ihre Verleihung erfolgte an Werktätige für langjährige Pflichterfüllung sowie vorbildliche Leistungen inVolkseigenen Betriebenund Einrichtungen, die speziell mit der Produktion von Gütern beschäftigt waren, die der Landesverteidigung zugutekamen. Ferner auch für die Erfüllung der militärischen Liefer- und Leistungsaufgaben sowie gesellschaftlicher Verpflichtungen.
1974 Medaille_für_langjährige_Pflichterfüllung.JPG

September
Der Präsident des DTSB, Manfred Ewald, der Leiter der Abteilung Sport im ZK der SED, Rudi Hellmann und der Staatssekretär für Körperkultur und Sport, Günter Erbach und weitere Funktionäre des Sports besuchen Einrichtungen der NVA, unter anderem die 6. Flottille und Dranske
1974 Manfred Ewald.jpg
1974 Hellmann, Rudolf.jpg

03.-13.09.
einseitige, zweistufige KSÜ der VOF mit darstellenden Kräften „VAL-74“ unter der Leitung des Oberkommandierenden der VS des Warschauer Vertrages, Marschall der Sowjetunion I. I. Jakubowski.
Thema : „Das Führen gemeinsamer Angriffshandlungen in Küstenrichtung“. Die VM handelt im Bestand als „3. Flotte“ mit Konteradmiral Hesse als Chef.
Schwerpunkte sind die Anlandung an einer nicht eingerichteten Küste (Nord-Usedom) mit 28 Landungsschiffen, ca. 720 Mann und 128 Schwimmpanzern.
Erstmals erfolgt bei dieser KSÜ der reale Start einer P-15 der „3 Flotten“ außerhalb des regulären Raketenschießgebietes Baltijsk vor der Küste Nord-Usedoms. Insgesamt kommen 107 Kampfschiffe, 67 Hilfsschiffe, 7 Hubschrauber Mi-4, 2 Hubschrauber Mi-8 und ca. 10.800 Mann der VM zum Einsatz.
1974 Urk.jpg
1974 VAL 74.jpg
1974 VAL 74 Marschall Jakubowski.jpg

13.09.
Abschluss der Übung mit einer gemeinsamen Seeparade von Einheiten der VM, der BRF und der PSKF vor Sassnitz.
Einlaufen S-Boote.jpg

01.10.
Kapitän zur See Günter Kutzschebauch wird zum Konteradmiral ernannt.

05.-09.10.
Flottenbesuche der BRF und PSKF in Rostock. Am 07. Oktober gemeinsame Abnahme der Flottenparade zum 25. Jahrestag der DDR durch Vizeadmiral W. Ehm, AdmiralW. W. Michallin (BRF) und Vizeadmiral L. Jancyszyn (PSKF).

07.10.
Flottenparade, auslaufend neuer Strom Warnemünde, an der Spitze das V-Boot Projekt 131.4 „V-11“
(erstmalig wir das neue KTS-Boot der Öffentlichkeit gezeigt). Als Gäste nehmen teil:
1974 KTS-Boot.jpg

Gäste BRF:
Kreuzer SWERDLOW
UAW-Schiff OBRASSOWIJ und STORESHEWOI
Gäste PSKF:
Landungsschiff GRUNWALD
U-Boote ORZEL und SOKOL
Bergungsschiff PIAST

14.10.
In der „Volksarmee“ erscheint der Aufruf der Initiatoren des sozialistischen Wettbewerbs für das AJ 1974/75 unter der Losung: „Soldateninitiative 75 – mit den Waffenbrüdern vereint – kampfstark und gefechtsbereit“. Initiator: 6. Mot-Schützen-Kompanie aus dem MSR-16
1974-1975.JPG

01.12.
Stellvertreter des Chefs der VM und Chef der RD im Kommando der Volksmarine, KonteradmiralF. Scheffler scheidet wegen Erfüllung der Dienstzeit aus der VM aus und übergibt an Kapitän zur SeeHans Hofmann.
Chef der 1. Flottille wird Kapitän zur See Werner Kotte. KonteradmiralRudi Wegner übernimmt als Kommandeur die Flottenschule von Kapitän zur See Egon Nitz, der m.d.F.b war.
Konteradmiral Kutzschebauch wird nach seinem Studium an der Parteihochschule in Moskau als Stellvertreter des Chefs der VM und Leiter der Politischen Verwaltung eingesetzt. Kapitän zur See Theodor Hoffmann wird Stellvertreter des Chefs des Stabes für operative Arbeit im Kommando der VM und übergibt die 6. Flottille an Kapitän zur SeeHans-Joachim Dönitz.

06.11.
Das Forschungsschiff „METEOR“ des Amtes für Meßwesen und Warenprüfung wird als Erprobungsschiff V 84 „RÜGEN“ vom WTZ übernommen, daraufhin wird am 15.11. der ehemalige Versorgungs- und Schullogger und spätere Torpedologger „RÜGEN“ (Logger RL 233) als Schulschiff an die GST-Marineschule übergeben.

01.12.
Der Hauptgefechtsstand (HGS) „RLS-18“ der VM bei Neuhof wird in Betrieb genommen.

09.12
Mit Bau-Nr. 63.303 und 63.321 werden weitere LTS-Boote „ILTIS“, mit Bau-Nr. 68.215 und 68.226 LTS-Boote „HYDRA“ außer Dienst gestellt.

20.12.
Indienststellung des ersten KTS-Bootes Projekt 131, Typ „LIBELLE“, Baunummer: 131.401, Kommandant Oberleutnant Hartmut Grube
Zur Ausrüstung für die gesamte Besatzung: Kommandant, Steuermann, Mot-Meister, E-Gast und Ari-Gast gehören Pilotenhelme.
1974-12-20 iD erstes KTS 990.jpg
1974 Kommandant Grube.jpg


Neuzuführung von Technik:
Kfz: Tatra 148 NT (Sattelzugmaschine),
1974 Tatra 148 NT.jpg
Kfz-Park 6. Flottille :allesgut:
Tatra 148 (T),
Tatra 148 Kran- und Bergefahrzeug
:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Beitragvon eddy » Sonntag 6. Dezember 2015, 18:15

Das Marinejahr 1975

- Der SHD der DDR wird in den Internationalen Seezeichenverband (IALA) aufgenommen.
SHD der DDR.png

- Ausrüstung des Kommandos der Volksmarine und des Hauptgefechtsstandes mit je einer EDV-Anlage.
- Einführung eines Fernübertragungstableaus (FÜ-Tableau) auf den Gefechtsständen der Verbände, der Schulbrigade und des Marinehubschraubergeschwaders. Auf dem HGS des Chefs der VM wird das FÜ-Tableau mit dem Kleinrechner KRS 4200 verbunden. Die Rechnertechnik wird für den Gefechtsdienst eingesetzt.
- 1.518 Flugzeuge und 610 Schiffseinheiten der NATO werden in der Begleitzone der VOF registriert.
- Durchführung umfangreicher Rekonstruktionsarbeiten auf den Leuchtfeuerstationen (1975-1979), in deren Ergebnis die Leuchtfeuer und ihre Anlagen fernwirkgesteuert werden. Erster Abschnitt bis 1977 mit der Fernwirkzentrale Karlshagen und 2. Abschnitt bis 1979 mit der Fernwirkzentrale Warnemünde.
- Zwischen Februar und Dezember werden mit den Baunummern 131.402 bis 131.413 weitere 12 KTS-Boote in Dienst gestellt
- Zwischen 11. März und dem 05. Juni wurden die letzten 6 LTS-Boote „HYDRA“ (68.205, 68.210, 68.212,68.214,68.216 und 68.223) außer Dienst gestellt. Das Boot 68.212 wird als Auflieger an das Museum Dresden übergeben.


01.02.
In der NVA tritt die neue Ordnung über die Stellung, Aufgaben, Arbeitsweisen und Wahl der Militärschöffen in Kraft, sie setzt die Ordnung vom 16. Mai 1967 außer Kraft.

10.02.
Die „Volksarmee“ veröffentlicht die Ergebnisse zur Wahl des „Armeesportler des Jahres“ 1974
Sieger: Major Gerhard Grimmer (zweimaligen Langlauf-Weltmeister)
g. grimmer.jpg

26.02.
Der Stellvertreter des Chefs der VM und Chef der RD, Kapitän zur See Hans Hofmann wird zum Konteradmiral ernannt

01.03.
Die Militär-Medizinische Sektion der Uni Greifswald wird mit dem „Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland“ in Gold ausgezeichnet, den „Theodor-Körner-Preis“ erhält ein Kollektiv der Redaktion der Zeitschrift "Im Klub" unter anderen Fregattenkapitän Heinz Häuser.

01.03.
Die Offiziershochschule „S. M. Kirow“ in Baku (UdSSR) wird laut Befehl Nr. 34/75 des Ministers für Nationale Verteidigung der DDR mit dem Kampforden „Für Verdienste um Volk und Vaterland“ in Gold ausgezeichnet.

15.03.
Einführung neuer, kombinierfähiger Interimsspangen in den bewaffneten Organen der DDR
1975 Spange.jpg

14.05.
Feierliche Einweihung der Plastik „Waffenbrüderschaft“ von Rommel anlässlich des 20. Jahrestages der Gründung des Warschauer Vertrages, auf dem Appellplatz der 1. Flottille im Hafengelände Peenemünde.
Gedenktafel_Zum_Hafen_4_(Peenemünde)_Waffenbrüderschaft_Gerhard_Rommel.JPG

20.05.
Die U-Jäger 201M, Bau-Nr. 201/2 „SPERBER“ und 201/7 „WEIHE“ werden außer Dienst gestellt

05.-14.06.
Inspektion des Ministeriums für Nationale Verteidigung in der 4. Flottille Warnemünde – Hohe Düne,
Einschätzung: Gefechtsbereit

09.-13.06.
Internationales maritimes Symposium in Saltsjömbadeb (Schweden). 15 Länder nehmen daran teil, die Delegation der DDR wird geführt vom Chef der VM, Vizeadmiral W. Ehm.
Inhalt: Eisbrechen und Operationen in Eisfahrwassern, Erforschung und Ausbeutung der Naturvorkommen des Meeres und des Meeresbodens

21.-27.06.
KSÜ „SEWER-75“, neben der VM sind die Führungsorgane des Militärbezirkes V und eine motorisierte Schützendivision der GSSD beteiligt. Ziel: Landungsabwehr an der Küste der DDR

27.06.-01.07.
Flottenbesuch eines Verbandes der VM unter Führung von Vizeadmiral W. Ehm in Gdynia anlässlich des 30. Jahrestages der polnischen Seestreitkräfte. Teilnehmer sind KSS „KARL MARX“, MSR „RÖBEL“ und „SCHÖNEBECK“ sowie der U-Jäger „LUDWIGSLUST“.

29.06.
Schiffsparade auf der Reede vor Gdynia anlässlich der Feierlichkeiten

15.07.
Republikflucht der Familie W. Gaeth aus Rostock mit der Segelyacht "TORNADO", es kommen von beiden deutschen Seiten mehrere Schiffe und Boote sowie Hubschrauber zum Einsatz. Die Flucht gelingt.

27.07.
Der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral H. Hoffmann, zeichnet den SHD der DDR mit dem Kampforden „Für Verdienste um Volk und Vaterland“ in Gold aus

30.07.-01.08.
Abschlussphase der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. 33 europäische Staaten, darunter die DDR, die USA und Kanada unterzeichnen diese Akte in Helsinki.

05.-07.08.
Gemeinsame einseitige, mehrstufige KSÜ der VOF „DELPHIN 75“ im südlichen Teil der Ostsee, der Vorsundzone und der Sund- und Beltzone unter der Leitung von Vizeadmiral Kossow, Chef des Stabes der Baltischen Flotte.
Die Volksmarine ist mit einer Führungsgruppe des HGS-18, 19 Kampfschiffen und –booten, 2 Hubschraubern und 4 Hilfsschiffen beteiligt.

23.08.
Das Landungsschiff „HOYERSWERDA“ (Typ „ROBBE“, Bau-Nr. 47/4) wird aus dem aktiven Dienst genommen und dient bis 1981 auf der Peenewerft Wolgast als „schwimmendes Lager“

August
Außerdienststellung weiterer 6 LTS-Boote im August und Dezember. Die Boote 63.306, 63.310, 63.320, 63.322, 63.328 und 63.330 werden abgebrochen.

01.09.
Bildung der Fachrichtung Militärmusik an der Technischen Unteroffiziersschule „Erich Habersaath“ in Prora.

22.09.
Das Schulschiff der sowjetischen Seekriegsflotte „GANGUT“ macht zum ersten Mal in Warnemünde fest.

22.-26.09.
KSÜ „MERIDIAN-75“, beteiligte Kräfte: HSG-18, RGS, RFS, Stäbe der 1., 4. und 6. Flottille, der 6. GBK, der UJHS-18 und KSK-18, operative Gruppe der LSK/LV, Wehrbezirkskommando Rostock und Wehrkreiskommandos des Bezirkes Rostock, 134 Kampfschiffe und –boote, 84 Hilfsschiffe, 9 Hubschrauber, 156 Kfz, 1.659 Armeeangehörige;
Leitung: Chef der Volksmarine, Vizeadmiral W. Ehm
1975 MERITIAN.jpg

Oktober
Neue, veränderte Absolventenabzeichen von Akademien und Hochschulen werden eingeführt.
1975 AA MAKFE.jpg
1975 AA MMS.jpg
1975 AA MPHS.jpg

1975 AA TRANS.jpg
1975 AA zivil.jpg

03.10.
Die letzten beiden U-Jäger 201M mit den Bau-Nr. 201/4 „HABICHT“ und 201/11“KORMORAN“ werden außer Dienst gestellt und abgebrochen.

07.10.
Abschluss des Vertrages über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigem Beistand zwischen der DDR und der UdSSR

15.10.
Auswertung des sozialistischen Wettbewerbes für das AJ 1974/75 in Strausberg

18.10.
Das JG-9 in Peenemünde übernimmt 14 Maschinen des Typs MiG 21BIS „LASUR“
1975 MiG-21_BIS.jpg

20.-27.10.
Eine Militärdelegation der CSSR unter der Leitung des Ministers für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Dzúr, besucht die DDR.
Er besucht mit Armeegeneral H. Hoffmann u.a. Truppenteile und Einrichtungen der NVA, in der 1. Flottille besichtigt er die UAW-Schiffe „BAD DOBERAN“, „STERNBERG“ und „RIBNITZ-DAMGARTEN“. Einer der Höhepunkte ist die Beobachtung der Gefechtsausbildung gemischter Schiffsschlaggruppen der Volksmarine.

27.10.
Die „Volksarmee“ veröffentlicht den Aufruf der Initiatoren zum sozialistischen Wettbewerb unter der Losung: „Kampfkurs IX. Parteitag – als Klassenkämpfer bewähren – das Militärwesen meistern – jederzeit gefechtsbereit“. Initiator ist eine Staffel des JG-7 unter Major Beutel.
1975-1976.JPG

28.10.
Der Ministerrat der DDR erlässt die Verordnung über die Stiftung des Ehrentitels „Held der DDR“ als staatliche Auszeichnung

14.11.
Stiftung der Ehrentitel„Verdienter Angehöriger der Nationalen Volksarmee“ und „Verdienter Angehöriger der GT der DDR“ vom Ministerrat der DDR, staatliche Auszeichnungen, die in Form einer Medaille begrenzt verliehen wurden.
1975 Verdienter Angehöriger der NVA.jpg
1975 Verdienter Angehöriger der GT.jpg

01.12.
An der OHS „Karl Liebknecht“ der VM beginnt die Ausbildung ausländischer Militärkader (AMK) der VR Kongo. Einem einjährigen Sprachlehrgang folgt die vierjährige Ausbildung mit dem Ziel der Ernennung zum Offizier.

01.12.
Die Schiffsstammabteilung auf dem Dänholm bildet in folgen Profilen aus:
- Gruppenführer Wacheinheiten
- Geschützführer
- Gruppenführer Kfz
- Unteroffizier Med.-Dienst
- Unteroffizier Verpflegungsdienst
- Marinetaucher
- Torpedomechaniker
- Artilleriemechaniker
- Waffenleitmechaniker
- Feuerwerker GA II und GA III
- Hydroakustik-Mechaniker
- Funkmeßmechaniker
- Schiffstaucher
- Militärkraftfahrer
- Kanonier „STRELA“
- Sonderlehrgänge ausländischer Militärkader

31.12.
Schiffbestand der Volksmarine
• 15 RS-Boot 205
• 18 TS-Boote 206
• 18 LTS-Boote 63.3
• 13 KTS-Boote 131.4
• 4 Räumboote SCHWALBE
• 3 MLR-Schiffe KRAKE
• 2 KMAW-Schiffe 89.1
• 30 HMAW-Schiffe 89.2
• 2 KS-Schiffe RIGA
• 12 U-Jäger HAI
• 12 Landungsboote 46
• 5 Landungsschiffe ROBBE
• 10 Schlepper
• 10 Tanker
• 3 Versorger
• 10 Schwimmende Stützpunkte

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Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
Forum der Volksmarine
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Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Berndt Borrmann, Fregattenkapitän a.D.
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Ehrenamtlicher Leiter des "Marinehistorischen- und Heimatmuseums Dranske / Bug"
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

[38 / 58]

Beitragvon eddy » Sonntag 6. Dezember 2015, 19:21

Das Marinejahr 1976

- Zwischen Januar und November erfolgt die Zuführung weiterer 13 KTS-Boote mit den
Baunummern 131.414 bis 131.426
- Außerdienststellung weiterer elf LTS-Boote „ILTIS“ bis Dezember. Die Boote 63.305, 63.308, 63.311, 63.312, 63.313, 63.315, 63.318, sowie 63.325 bis 63.328 werden abgebrochen.
- Das „Bestenabzeichen der NVA“ und Wiederholungsanhänger werden lackiert und mit einem Polyesterharzüberzug versehen. Wiederholungsanhänger gibt es von 1 bis 25.
altes BA.jpg
1976 BA geharzt.jpg

18.02.
Das Armeefilmstudio der VM wird durch den Chef der PHV, Admiral Verner, mit dem „Theodor-Körner-Preis“ ausgezeichnet.

19.02.
In Wien beginnt die 8. Runde der Verhandlungen zur gegenseitigen Begrenzung der Streitkräfte und Rüstung in Mitteleuropa. Die UdSSR, Polen, CSSR und DDR nahmen daran teil.

20.02.
Auf der Grundlage des Befehls 9/75 des Stellvertreters des Ministers für Nationale Verteidigung und Chefs der RD vom 21. Oktober 1975 erfolgt die etappenweise Einführung der Gesellschaftsjacke, Lackhalbschuhe und Achselschnüre für Generale, Admirale und Offiziere.
1976 Gesellschaftsjacke mit Achselschnur Offiziere.JPG
1976 Ausgangsjacke Vizeadmiral mit Achselschnur.JPG

20.02.
Wegen der bevorstehenden Teilnahme E. Honeckers am XXV. Parteitag der KPdSU finden die Beförderungen von Generalen und die Ernennung zum Generalmajor/Konteradmiral bereits an diesem frühen Termin statt.
Kapitän zur See Walter Kühn, Stellvertreter des Chefs des Stabes für Organisation im KVM wird zum Konteradmiral ernannt.

25.02.
Erstmalige Verleihung des Ehrentitels „Verdienter Angehöriger der NVA“ durch den Minister für Nationale Verteidigung unter anderen an Vizeadmiral Wilhelm Ehm, Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung und Chef der VM

27.02.
Festveranstaltung des Ministeriums für Nationale Verteidigung anlässlich des 20. Jahrestages der NVA im Friedrichstadt-Palast.
1976 20 jahre nva.jpg

01.03.
„Armeesportler des Jahres“ 1975 wird laut „Volksarmee“ erstmalig eine Frau: Leutnant Margit Schumann, dreimalige Welt- und Europameisterin sowie Goldmedaillengewinnerin von Innsbruck im Rennrodeln
1976 margit schumann.jpg

03.03.
XIII. Delegiertenkonferenz der SED in der Volksmarine

Mitte März
Für Angehörige der VM beginnt in der UdSSR zur Vorbereitung der Übernahme einer neuen Generation von KS-Schiffen die Ausbildung für das Projekt 1159.

Mitte März
156 Staaten nehmen an der Tagung der Seerechtskonvention teil. Die VM ist durch Konteradmiral Prof. Dr. Nordin und Fregattenkapitän Möckel vertreten.

24.03.
Als Erwiderung des von einem Boot der VM eingeleiteten Flaggengrußes wird vom S-Boot P 6098 „GEPHARD“ der Bundesmarine, Kommandant Oberleutnant zur See Helmut Erb, an der Saling des Mastes ein Strick mit Schlinge und Henkersknoten aufgezogen.

01./02.04.
X. Delegiertenkonferenz der Parteiorganisationen der SED in der NVA und den GT der DDR in Dresden.

14.04.
Verabschiedung von Vizeadmiral Heinz Neukirchen aus dem aktiven Wehrdienst.

23./24.04.
IX. Delegiertenkonferenz der FDJ-Organisationen in der NVA und den GT der DDR in Eggersdorf

30.04.
Beim SHD wird das Vermessungsschiff „CARL FRIEDRICH GAUSS“, Projekt 136 in Dienst gestellt.
1976 Vermessungsschiff CARL F. GAUSS.jpg

01.05.
Ehrenparade der NVA in Berlin

06.05.
Kosmonaut Oberst Anatoli Filiptschenko ist Gast an der OHS der VM
1976 filipchenko_anatoli_5.jpg

07.05.
Führungswechsel in der 4. Flottille. Der bisherige Stellvertreter des Chefs und Stabschef der 4. Flottille, Kapitän zur See Klaus Kahnt, übernimmt die Flottille von Kapitän zur See W. Richter. Dieser wird Leiter des HGS-18 der VM.

12.-13.05.
Der Minister für Nationale Verteidigung Armeegeneral Heinz Hoffmann überreicht im Rahmen militärischer Zeremoniells u. a. an die 1. Sicherungsbrigade der 1. Flottille unter BCH Kapitän zur See Guido Rumpf Ehrenbanner des ZK der SED für besonders beispielhafte Leitungen, die unter der Losung „Kampfkurs IX. Parteitag“ erbracht wurden.

01.-05.06.
X. Parlament der FDJ im Berliner Palast der Republik. Aus den Reihen der NVA wird unter anderen Oberleutnant Peter Korittke (6. Flottille) in den Zentralrat der FDJ gewählt.

18.-22.06.
Erster Flottenbesuch der Marine Finnlands unter Führung des Chefs der finnischen Marineakademie, Kapitän zur See Johan Erik Torsten Helenius, mit der Fregatte „HÄMEENMAA“ in Warnemünde.
Besuche u.a. in Stralsund an der OHS „Karl Liebknecht“ der VM folgen.
1976 Fregatte HÄMEENMAA.JPG

21.-24.06.
Gemeinsame Übung der Truppen der LV der WVO „GRANIT-76“.
Beteiligte Kräfte der VM sind unter anderem: operative Gruppen des HGS-18, der GS der Flottillen, je Flottille 2 Schiffe bzw. Boote und technische Beobachtungseinheiten.

25.06.-02.07.
Übung „OBERLICHT 76“ der RD der VM unter Leitung ihres Chefs, Konteradmiral Hans Hofmann. Sie dient der Sicherstellung der Handlungen der Kampfschiffe in See sowie der Erprobung von Maßnahmen und Methoden der Wiederherstellung der Einsatz- und Kampfbereitschaft von Schiffen und Booten.
1976 OBERLICHT (1).jpg
1976 OBERLICHT.jpg

06.07.
Das Schulschiff S 61 „WILHELM PIECK“ (Projekt 888/3, Wodnik-Klasse) wird in Dienst gestellt, Kommandant: Korvettenkapitän Klaus Braune
1976 MSS WILHELM PIECK.jpg

08.07.
Konferenz im Ministerium für Nationale Verteidigung zu Fragen der Instandsetzung von Technik und Bewaffnung. Teilnehmer sind alle Bereiche der Stellvertreter für Technik und Bewaffnung der Teilstreitkräfte und GT der DDR, sowie Mitarbeiter des Staatsapparates und Direktoren von Betrieben, die für die Wartung und Instandhaltung von NVA-Technik arbeiten.

23.-29.07.
Ein Schiffsverband der VM im Bestand vom KSS „ERNST THÄLMANN“ und MSS „WILHELM PIECK“ unter Leitung des Chefs der Volksmarine, Vizeadmiral W. Ehm, nimmt an den Feierlichkeiten zum „Tag der sowjetischen Seekriegsflotte“ teil.

August
Mehrtägige Reedeübung der Stoßkräfte der VM unter Teilnahme von Einheiten der BRF und der PSKF. Die Besatzungen der RS- und TS-Boote bewähren sich in See mit sehr guten Ergebnissen bei Artillerie-Schießaufgaben.

02.-07.08.
Erster Besuch der VM mit einem Schiffsverband, bestehend aus den HMAW-Schiffen „ANKLAM“, „KAMENZ“ und „STRALSUND“, in Finnland.
Der Chef des Verbandes ist Kapitän zur See Kurt Schulz, Kommandeur der OHS der VM.

12.08.
Eine neue Politschulungsordnung tritt in Kraft. Ziel ist eine stärkere Einbindung des aktuellen Stimmungs- und Meinungsbildes und politischer Tagesereignisse in die Themen. Die Qualität der Anleitung der SGL ist zu verbessern.

30.08.
Das Küstenschutzschiff „KARL MARX“ (Bau-Nr. 50/1) wird außer Dienst gestellt, desarmiert und verbleibt als Wohnschiff für die Besatzung der Küstenschutzschiffe des Projektes 1159 „KONI“ im Stützpunkt Hohe Düne.

01.09.
Führungswechsel an der OHS „Karl Liebknecht“ der VM.
Konteradmiral Prof. Dr. rer. Mil. W. Nordin übernimmt von Kapitän zur See Kurt Schulz, der seit dem 30. April m.d.F. beauftragt war.
Kapitän zur See Günther Pöschel wird neuer Kommandeur der Sektion „Seestreitkräfte“ an der MAK „Friedrich Engels“ in Dresden.

Oktober
Verlegung des Propaganda- und Versorgungszuges 18 (Stralsund) und der Motorisierten Druckerei 18 (Waren) in das neu errichtete Objekt in der 4. Flottille

01.-25.10.
Außerdienststellung der letzten MLR „KRAKE“: die Schulschiffe S 11 (3001 BERLIN), S 12 (3008 KARL-MARX-STADT) und S 13 (3010 LEIPZIG).

01.10.
Festveranstaltung zum 20. Jahrestag der Armeesportvereinigung „Vorwärts“ in Berlin

19.-22.10.
Einseitige, zweistufige, operativ-taktische KSÜ „HERBSTWIND- 76“ der Volksmarine unter der Leitung von Vizeadmiral W. Ehm.
Thema der KSÜ: „Die systematischen Handlungen in der Verantwortungszone der Volksmarine in einer Spannungsperiode und mit Beginn der Kampfhandlungen“. Teilnehmende Kräfte und Mittel: KVM, GS der Flottillen, 6. GBK, TT der VM und operative Gruppen der LSK/LV.

26.10.
Die FDJ-Grundorganisation der 1. RTSB-Brigade und andere werden auf Beschluss des Sekretariats des Zentralrates für ihre Leistungen im sozialistischen Wettbewerb ausgezeichnet.

27.10.
Auswertung des sozialistischen Wettbewerbes im AJ 1975/76 in Strausberg. Der Minister für Nationale Verteidigung zeichnet die Initiatorenkollektive aus, von der Volksmarine das MSR „TANGERHÜTTE“
Besatzung MSR 333.jpg
Besatzung 333 Herbst 76.jpg

03.11.
Die „Volksarmee“ veröffentlicht den Aufruf zum sozialistischen Wettbewerb für das AJ 1976/77 unter der Losung „Kampfkurs 77 – stets wachsam, kampfstark und gefechtsbereit“. Initiator für die Volksmarine ist die Besatzung des Tankers „USEDOM“ unter Kapitän Dietrich Widuckel
1976-1977.JPG

12.11.
Das auf der Peenewerft gebaute mittlere Landungsschiff „HOYERSWERDA“ vom Projekt 108 wird in Dienst gestellt.

15.-26.11.
In Leipzig findet die XIX. MMM (Messe der Meister von morgen) statt.
Spitzenexponat ist ein von der OHS „Karl Liebknecht“ entwickeltes Funktionsmodell einer Torpedoziel- und - einstellanlage, das der praxisnahen Ausbildung von Kommandanten leichter TS-Boote dienen soll.

22.11.
Die ersten 5 Landungsboote vom Projekt 46 (46.0 bis 46.3 und 46.5), sowie die Landungsschiffe (Typ Robbe Projekt 47) 47.3 „LÜBBEN“ und 47.5 „EBERSWALDE“ werden außer Dienst gestellt:

30.11.
Festveranstaltung zum 30. Jahrestag der GT der DDR in Berlin.

30.11./01.12.
Der Reedeschlepper „SCHOLLE“, Bordnummer A 21 sowie der Reedeschlepper „SEINER 501“, Bordnummer A 73 werden nach 20 bzw. 24 Dienstjahren außer Dienst gestellt und dem Kombinat Seeverkehrs- und Hafenwirtschaft übergeben. Beide Schlepper waren auch als Eisbrecher bis 10 cm Festeis verwendbar.
1976 Schlepper SCHOLLE.jpg
1976 Schlepper 501.jpg

01.12.
Die U-Jagd-Hubschrauberstaffel 18 der VM wird in Parow zum HG-18 umstrukturiert.
Im Bestand sind zu Beginn des Jahres 1977 5 Mi-4A, 4 Mi-4MÄ und 6 Mi-8T sowie die ersten Mi-8TB. Chef des Hubschraubergeschwaders-18 ist Fregattenkapitän Günter Leithold.
In Hanshagen wird das Bataillon funkelektronischer Kampf (BFEK-18) aufgestellt. Chef des BFEK-18 wird Fregattenkapitän Fred Hirsch.
Das Bau-Pionierbataillon in Dwasieden wird in Ing.-Bau-Bataillon (IBB) der VM umbenannt,
die Marine-medizinischen Untersuchungsstelle des Lazaretts in MMZ der VM.

01.12.
Eine neue Wettbewerbsordnung tritt in Kraft.

01.12.
Bildung der 8. Erprobungsschiffabteilung in Wolgast. Zum Bestand gehören die HMAW-Schiffe „WOLGAST“, „GENTHIN“ und „ROSSLAU“, das KMAW-Schiff „GREIFSWALD“, die Erprobungsschiffe „RÜGEN“, „WERDAU“ und „GRANITZ“ sowie ein Wohn- und Arbeitsschiff

01.12.
Aus der Kommandonachrichtenzentrale (KNZ) wird das Nachrichtenbetriebsbataillon 18 (NBB) gebildet. Kommandeur: Fregattenkapitän Büttner

01.12.
Ehrung der 6. GBK mit dem Kampforden „Für Volk und Vaterland“ in Gold
„Verdienter Angehöriger der Grenztruppen“ werden Konteradmiral Heinrich Jordt, Fregattenkapitän Walter Tesch, Korvettenkapitän Kurt Kerting sowie die Fähnriche Albert Egdorf und Hans-Otto Rohne.

01.12.
Umstrukturierung der der 7. LTSB-Brigade in die 7. LTSB-Brigade „Fritz Globig“, Kommandeur Fregattenkapitän Rolf-Dieter Eichhoff und die 9. LTSB-Brigade, Kommandeur Fregattenkapitän Hans Zimmer

01.12.
Das mittlere Landungsschiff (LSM), Projekt 108, „HAGENOW“ wird in Dienst gestellt.
1976 LSM FROSCH.jpg

15.12.
Der Binnentonnenleger „FREESENDORF“ (Projekt 39) wird beim SHD außer Dienst gestellt und dem
Geologischen Institut Reinkenhagen übergeben.

29.12.
Die VM stellt das Schiffsprojekt 570, Bergungsschiff „OTTO VON GUERICKE“ in Dienst. Die Hauptaufgabe des Schiffes besteht in der bergungs- und rettungsmäßigen Sicherstellung von Kampfschiffen und Kampfeinheiten der VM.
1976 OTTO VON GUERICKE-1.jpg

Dezember
Das letzte TS-BootProjekt 183 (Bau-Nr. 183/4 „RUDI ARNDT“) wird als Erprobungsschiff V 41 des WTZ außer Dienst gestellt.

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Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Beitragvon eddy » Sonntag 6. Dezember 2015, 19:39

Das Marinejahr 1977

- Übernahme des Klubhauses in der 4. Flottille, Leiter: Fregattenkapitän Werner Bauch
- Mit der Einführung neuer Raketenkomplexe wird in der 4. Flottille die RTA-4 gebildet
- Gemeinsamer Ausbildungskomplex der Räumkräfte der VOF in Baltijsk
- im Zeitraum Februar bis Dezember werden weitere vier LSM Projekt 108, (108.3 „FRANKFURT/ODER“, 108.4 „EBERSWALDE/FINOW“ sowie 108.6 „SCHWERIN “ und 108.7 „NEUBRANDENBURG“ in Dienst gestellt
- im Verlauf des Jahres werden beim SHD drei Seezeichenkontrollboote SK 76 ( Projekt 601) in Dienst gestellt

05.01.
Das LTS-Boot mit der Bau-Nr. 63.319 wird außer Dienst und, KTS-Boot 131.427 in Dienst gestellt.

27.01.
Das Sekretariat des Zentralrates der FDJ bestätigt eine neue Instruktion für die FDJ-Organisationen in der NVA und in den GT der DDR.

01.02.
Fregattenkapitän Alfred Häßler wird als Militär-, Marine- und Luftwaffenattaché bei der Botschaft der DDR in Mexiko-Stadt, der Hauptstadt der Vereinigten Mexikanischen Staaten, akkreditiert.

01.03.
Bildung des Institutes für Schiffbautechnik (IST) der VM als zivile Institution und Betrieb der Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) mit Sitz in Warnemünde. Damit wird wieder eine spezielle Forschungs- und Entwicklungsstelle des militärischen Schiffsbaues geschaffen, nachdem am
01.12.1968 das Institut für Schiffbautechnik Wolgast (ISW) aufgelöst worden war. Leiter des IST Warnemünde ist Kapitän zur See Dr. Wolfgang Eckhardt.

04.03.
Einführung des neuen Kampfhubschraubers Mi-8TB im HG-18 der VM in Parow.
Mil_Mi-8TB_NPA.JPG

10.-15.03.
Die gemeinsame, einstufige KSÜ „SEWER-77“ mit Mobilmachungsspiel wird in der DDR durchgeführt. Mit dabei auch eine operative Gruppe des KVM, der 1. Flottille und der 6. GBK. Erstmalig wird bei dieser KSÜ die Spezialpropaganda nach der neuen Ordnung 030/9/115 organisiert.

14.03.
Die „Volksarmee“ veröffentlicht das Ergebnis der Umfrage „Armeesportler des Jahres“ 1976
Sieger: Leutnant Jochen Danneberg (Skispringen)

16./17.03.
Taktische Übung des Zusammenwirkens „FAHRTWIND-77“ der 3. LVD mit LaSK, VM und GT der DDR zum Thema: „Das Zusammenwirken der LSK/LV mit den Luftabwehrmitteln der LaSK und VM bei der Führung von Gefechtshandlungen“. Teilnehmer VM: HGS, GS der Flottillen und der 6. GBK

22.-25.03.
Besuch einer ungarischen Regierungsdelegation in der DDR in Berlin. Am 24.03. wird der neue Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand von Janos Kadar, Vorsitzender der USAP und Erich Honecker, Vorsitzender des Staatsrates der DDR, unterzeichnet.

31.03.
Mit der Außerdienststellung der letzten drei LTS 63.304, 63.307 und 63.302 und der Indienststellung der KTS-Boote 131.428 bis 131.430 wird der Generationswechsel bei den kleinen TS-Booten der Volksmarine abgeschlossen.

April
Die ersten Besatzungen aus der 4. Flottille werden für die neuen KS-Schiffe (Projekt 1159) formiert und beginnen mit der Ausbildung sowie der Vorbereitung der Übernahme.

28.03.-07.04
Eine Militärdelegation unter Leitung des Ministers für Nationale Verteidigung der SR Vietnam, Armeegeneral Vo Nguen Giap, weilt in der DDR. Sie besucht Truppenteile und Einheiten der NVA und GT der DDR. Am 29.03. findet der Besuch in der 6. Flottille statt.
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01.04.
Die neue DV 010/0/005 – Uniformen und ihre Trageweise – tritt in Kraft.

01.-29.04.
Unter Leitung von Kapitän zur See Lothar Zähler, Kommandeur der Sektion Seeoffiziere der OHS „Karl Liebknecht“ der VM läuft MSS „WILHELM PIECK“ zu ihrer ersten großen Fahrt nach Gdynia, Riga und Tallinn aus. Kommandant des Schiffes: Fregattenkapitän Rüdiger Kohl.

01.05.
Fortsetzung der etappenweisen Einführung der verbesserten Trainingsanzüge für Offiziersschüler, Unteroffiziere, Soldaten auf Zeit und Soldaten im Grundwehrdienst bis 01.05.1978.

28.05.
Freundschaftsbesuch einer Partei- und Regierungsdelegation der VR Polen in der DDR, Unterzeichnung des neuen Vertrages über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand durch Edward Gierek, Erster Sekretär der PVAP und Erich Honecker, Vorsitzender des Staatsrates der DDR.

31.05.-07.06.
KSÜ „SAPAD 77“, Teilnehmer sind Stäbe der Land-, Luft- und Seestreitkräfte der NVA, der Polnischen Armee, der Sowjetarmee und der Tschechoslowakischen Volksarmee, Leiter der Übung: Minister für Verteidigung der UdSSR, Marschall der SU D. F. Ustinow. Die Führungsstelle der VM wird im verkürzten Bestand auf dem MSS „WILHELM PIECK“ untergebracht und in die Prorer Wiek verlegt.
Ziel der Übung ist die Erprobung des Zusammenwirkens mit anderen Teilstreitkräften bei der Abwehr einer Aggression.
1977 VAL 77.jpg

Juni
Ausbildungsfahrt des MSS „WILHELM PIECK“ in die Ost- und Nordsee, Kommandeur der Fahrt: Kapitän zur See Birr

Juni
Fregattenkapitän Jürgen Harder wird als Militär-, Marine- und Luftwaffenattaché bei der Botschaft der DDR in der Hauptstadt der Republik Zypern akkreditiert.

13.06.
In der Rekordzeit von fünf Tagen wechselt die Besatzung des TS-Bootes „FRITZ HECKERT“ der 6. Flottille zwei Hauptmaschinen ihres Bootes.

28.06.-08.07.
Gemeinsame operativ-taktische Übung der VOF „VAL-77“ im südlichen Teil der Ostsee unter Leitung des OK der VSK der WVO, Marschall der SU W. G. Kulikow.
Das Thema: „die Vorbereitung und Führung einer Angriffsoperation der Front in Küstenrichtung im Zusammenwirken mit Flottenkräften zur Zerschlagung von Gruppierungen der Land- und Seestreitkräfte und zur Einnahme der Belt- und Sund-Zone“.
Erstmalig werden bei der Anlandung im nördlichen Teil der Insel Usedom Luftkissen-Landungsschiffe eingesetzt und im Hinterland Luftlandetruppen (Fallschirmjäger) der Reserve des OK abgesetzt. Teilnehmer sind: das Kommando der Volksmarine sowie die drei Flottillen mit insgesamt 56 Kampfschiffen und –booten und 27 Hilfsschiffen.
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1977 VAL 77 Anlandung Mot-Schützen Karlshagen (1).jpg

1977 VAL.jpg
1977 urkunde wal77.jpg

21.07.-12.08.
Ausbildungsfahrt des MSS „WILHELM PIECK“ in die Ost- und Nordsee, Kommandeur der Fahrt: Fregattenkapitän Auerbach

02.-08.08.
Flottenbesuch eines Schiffverbandes der VM unter Leitung des Kommandeurs der OHS der VM, Konteradmiral Prof. Dr. rer. Mil. W. Nordin in Helsinki.

19.08.
In Anwesenheit von Vizeadmiral Wilhelm Ehm, Chef der VM, wird dem Motorschulschiff der GST von Generalleutnant G. Teller, Vorsitzender des Zentralvorstandes der GST, der Ehrenname „ERNST THÄLMANN“ verliehen.

29.08.
Das letzte KSS vom Projekt 50, die „ERNST THÄLMANN“, wird nach 21 Jahren Fahrenszeit feierlich außer Dienst gestellt.

August bis Oktober
Tausende Armeeangehörige sind in der Getreide- und Hackfruchternte der LPG´n eingesetzt.

13./14.09.
Freundschaftsbesuch einer Partei- und Regierungsdelegation der DDR in der VR Bulgarien, Unterzeichnung des neuen Vertrages über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand durch Erich Honecker und Todor Shiwkow.

03.-05.10.
Besuch einer Partei- und Staatsdelegation der CSSR in Berlin, Unterzeichnung des neuen Vertrages über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand durch Erich Honecker und Gustav Husak.

06.10.
Anlässlich des bevorstehenden Nationalfeiertages der DDR werden befördert: Vizeadmiral Wilhelm Ehm zum Admiral.
Zum Konteradmiral wird ernannt: Kapitän zur See Theodor Hoffmann, Stellvertreter des Chefs des Stabes für operative Arbeit.

07.10.
Ehrenparade der NVA und GT der DDR in Berlin auf dem Marx-Engels-Platz

24.10.
Außerdienststellung der letzten sieben Landungsboote Projekt 46 (46.4, 46.7 bis 46.11)
Die 46.11 wird an die „Weiße Flotte“ übergeben, dort umgebaut und bis 1990 als Transporter „Neuendorf“ in Dienst gehalten. LaBo 46.7 bleibt, wird als Versorger E 30 bis 1981 genutzt.

25.10.
Der Ministerrat der DDR stiftet die „Verdienstmedaille der GT der DDR“ in den Stufen Bronze, Silber und Gold sowie die „Medaille für treue Dienste der GT der DDR“, die in den vier Stufen Bronze, Silber, Gold und XX verliehen wird.
Verdienstmedaille_der_Grenztruppen_der_DDR.jpg
Medaille_für_treue_Dienste_in_den_Grenztruppen_der_DDR.jpg

27.10.
Der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann wertet auf einer Kommandeurstagung in Strausberg die Ergebnisse der Ausbildung und des sozialistischen Wettbewerbes aus und stellt Aufgaben für das ABJ 1977/78. Im Auftrag des Staats- und Ministerrates verleiht er der Flottenschule „Walter Steffens“ der VM in Parow den „Vaterländischen Verdienstorden“ in Gold. Kommandeur der Schule: Konteradmiral Rudi Wegner

01.11.
Beginn des ersten, sechsmonatigen, Heranbildungslehrgangs von Fähnrichen an der OHS der VM.
Ausbildungsprofil: Oberbootsmann

09.11.
Unter der Losung „Soldatenbekenntnis 78 – Für unser sozialistisches Vaterland – wachsam und gefechtsbereit“ ruft u.a. die Besatzung des MSR „TANGERHÜTTE“, Kommandant Kapitänleutnant W. Hoffmann, zum sozialistischen Wettbewerb im ABJ 1977/78 auf.

23.11.
Verleihung des „Friedrich-Engels-Preises“an 14 Kollektive durch den Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann. Zu den Preisträgern gehört ein Forschungskollektiv der VM unter Leitung von Kapitän zur See Eberhard Grießbach.

01.12.
Das HSG-18 beginnt mit der Nachtausbildung unter schwierigen Wetterbedingungen. Gleichzeitig beginnt der Einsatz einer Hubschrauberkette zur Sicherung der Seegrenze.

Ich bedanke mich für die Unterstützung bei @wozan und @stolteraa

:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
Forum der Volksmarine
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Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Berndt Borrmann, Fregattenkapitän a.D.
1. Vorsitzender Heimatverein Dranske e.V.
Ehrenamtlicher Leiter des "Marinehistorischen- und Heimatmuseums Dranske / Bug"
Vorstandsmitglied der MK Bug 1992 e.V.



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Einheit: 6. Flottille
Dienstgrad: Fregattenkapitän
Dienststellung: Stab/Politabteilung
Dienstzeit: 08/69 - 09/90
Resizeit: keine

Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

[40 / 58]

Beitragvon eddy » Sonntag 6. Dezember 2015, 20:10

Das Marinejahr 1978

- Bei der Überprüfung „BRANDUNG 78“ mit anschließender Inspektion durch den Minister für Nationale Verteidigung konnte die 6. Flottille erneut die Einschätzung „gut“ erreichen.

Januar
Die zweite Besatzung für das neue KS-Schiff Projekt 1159 (BERLIN-HAUPTSTADT DER DDR) wird in Baku (Theorie zum Schiff), in Leningrad (Maschinisten) und Broti (Schwarzes Meer) an Bord, auf die Übernahme des Schiffes vorbereitet.
siehe auch hier: http://www.marinekameradschaft-kss.de

23.01.
Auf der Grundlage ihrer Fassung vom April 1969 wird die überarbeitete Ordnung Nr. 030/9/013 des Ministers für Nationale Verteidigung – „Traditionsordnung der NVA“ – erlassen.

03.02.
Außerdienststellung des Landungsschiffes „SCHWEDT“, Projekt 47 (Bau-Nr. 47.0)

23.02.-01.03.
Die Woche der Waffenbrüderschaft steht im Zeichen des 60. Jahrestages der Sowjetarmee und der Seekriegsflotte der UdSSR:

27.02.
Die Zeitung „VOLKSARMEE“ publiziert die Ergebnisse der Leserumfrage nach dem „Armeesportler des Jahres“ 1977. Den ersten Platz belegt Leutnant Udo Beyer (ASK Potsdam/Kugelstoßen)
Bundesarchiv_Bild_183-1984-0512-020,_Udo_Beyer.jpg

01.03.
Verleihung der Truppenfahne an die 9. LTSB-Brigade
TF 9. LTSB.jpg

14.-20.03.
Die UAW-Schiffe der 1. Flottille nehmen am zentralen UAW-Training der VOF teil.

März bis Juli
Indienststellung von drei weiteren Landungsschiffen Projekt 108, 15.03. – 108.05 LÜBBEN, 26.05. – 108.08 COTTBUS, 14.07. – 108.09 ANKLAM

18.-21.03.
Besuch einer Militärdelegation der Republik Kapverden an der OHS „Karl Liebknecht“. Die Delegation wird geleitet vom Minister für Verteidigung und Nationale Sicherheit, Silvino Manuel da Luz.

28.03.-02.04.
Übungen REFORM 78 und STICHPROBE 78 unter Führung des Chefs der Volksmarine, Admiral W. Ehm

29.03.-25.04.
Ausbildungsfahrt des Schulschiffes „WILHEL PIECK“ in die Nord- und Ostsee. Es werden die Häfen Gdynia und Tallinn angelaufen. Kommandeur der Fahrt: Kapitän zur See Birr

06.04.
VI. Sportkonferenz der ASV „Vorwätrs“ in Frankfurt/Oder

08.04.
Eine Delegation der Volksmarine unter Leitung des Chefs der Volksmarine, Admiral W. Ehm, trifft zu einem mehrtägigen Besuch Iraks in Bagdad ein.

12.-16.04.
Zweites zentrales UAW-Training der VOF, unter anderen nehmen die Schiffe GADEBUSCH, GREVESMÜHLEN, PARCHIM, WISMAR, LUDWIGSLUST, PERLEBERG, BAD DOBERAN, RIBNITZ-DAMGARTEN und TETEROW der 1. Flottille teil.

20.05.-15.06.
Ausbildungsfahrt des Schulschiffes der Volksmarine in die Nord- und Ostsee. Es werden die Häfen Gdynia und Leningrad angelaufen. Kommandeur der Fahrt: Kapitän zur See Zähler

15.-20.05.
Zweites Internationales Maritimes Symposium in Helsinki

02.06.
Eine kubanische Militärdelegation stattet dem Kommando der Volksmarine einen Arbeitsbesuch ab. Das Schulschiff „JOSE MARTI“ macht in Rostock fest.

29.06.-07.08.
Erste große Fahrt des MMS „WILHELM PIECK“ unter Führung von Kapitän zur See Baumbach. Im Verlauf der 7.000 Seemeilen langen Fahrt läuft das Schiff mit 75 Offiziersschülern an Bord zum ersten Mal in den Hafen der Nordmeerflotte, Murmansk, ein.

06.07.
Das Schulschiff PERIKOP der BRF trifft mit Offiziersschülern der Leningrader Seeoffiziersschule „M. W. Frunse“ an Bord zu einem Besuch in Rostock ein.

15.07.
Der Stellvertreter des Verteidigungsministers der UdSSR und Chef der Politischen Hauptverwaltung der Sowjetarmee, Armeegeneral Jepischew, weilt zu einem Arbeitsbesuch in der Volksmarine.

25.07.
Durch den Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral H. Hoffmann, wird das erste Küstenschutzschiff des Projektes 1159 unter dem Namen „ROSTOCK“ in Dienst gestellt.
Erster Kommandant ist Fregattenkapitän Günter Senf.
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26.08.-03.09.
Erster gemeinsamer bemannter Weltraumflug UdSSR – DDR mit Sojus 31 zur Orbitalstation Salut 6, Kosmonauten sind Oberst W. F. Bykowski und Oberstleutnant Siegmund Jähn.
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04.09.
An den allgemeinbildenden polytechnischen Oberschulen der DDR wird in den 9. Und 10. Klassen das Unterrichtsfach Wehrkunde eingeführt.

07.-10.09.
Sportfest der Volksmarine in Stralsund

18.-22.09.
Einseitige, mehrstufige operativ-taktische KSÜ „HERBSTWIND-78“ der Volksmarine mit Mobilmachungsspiel und darstellenden Kräften unter Leitung von Chef der Volksmarine, Admiral W. Ehm.
Thema der Übung: „Die gedeckte Überführung der Volksmarine auf die Struktur für den Verteidigungszustand und den Schutz der zivilen Schifffahrt“.
Teilnehmer sind insgesamt ca. 3.890 Mann, 45 Kampfschiffe und –boote und Hilfsschiffe.
Außerdem sind die Generaldirektoren des Kombinates Seeverkehr- und Hafenwirtschaft, der VVB Hochseefischerei und der VVB Schiffbau anwesend.
1978 herbstwind.jpg

05.-10.10.
Anlässlich des 29. Jahrestages der DDR besucht ein Flottenverband der BRF die Hansestadt Rostock. Der Verband besteht aus dem Kreuzer OKTJABRSKAJA REVOLUZIA sowie den UAW-Schiffen SWIREPIJ und NEOKROTIMIJ. Kommandeur: Chef der BRF, Vizeadmiral W. W. Sidorow

06.10.
Außerdienststellung der letzten zwei Landungsschiffe Typ „ROBBE“, Bau-Nr. 47.1 EISENHÜTTENSTADT und 47.2 GRIMMEN

06.10.
Aus Anlass des Nationalfeiertages der DDR erhält die 9. LTSB-Brigade der 6. Flottille den Ehrennamen „KARL BAIER“.

07.10.
Zum Vizeadmiral wird befördert:
Konteradmiral Prof. Nordin, Kommandeur der OHS der VM.

13.10.
Das neugefasste „Gesetz über die Landesverteidigung der DDR“ (Verteidigungsgesetz) wird von der Volkskammer beschlossen. Das Gesetz schafft Voraussetzungen für eine eventuell notwendig werdende Mobilmachung des Landes.

25.10.
Kommandeurstagung im Ministerium für Nationale Verteidigung zur Auswertung des Ausbildungsjahres 1977/78. Als wichtige Initiative wird u.a. der Kampf um die „Gefechtsstation der hohen Zuverlässigkeit“ bewertet. Das MSR „TANGERHÜTTE“ wird als Initiator mit der Verdienstmedaille der NVA geehrt.

26.10.
Der Stellvertreter des Ministers und Chef der Volksmarine, Admiral W. Ehm, trifft zu einem mehrtägigen Besuch der jugoslawischen Marine in Split ein.

01.11.
Die „VOLKSARMEE“ veröffentlicht den gemeinsamen Aufruf zum sozialistischen Wettbewerb für das Ausbildungsjahr 1978/79 unter der Losung „Salut DDR 30 – für unser sozialistisches Vaterland – wachsam und gefechtsbereit“.
1978-1979.JPG

08.11.
Beginn des ersten Einjahreslehrgangs für Fähnriche an der OHS „KARL LIEBKNECHT“ mit dem Ziel des Fachschulabschlusses als Schiffsmaschineningenieur.

15.11.
Durch den Sekretär des Zentralrates der FDJ werden „Artur-Becker-Ehrenbanner“ an vorbildliche FDJ-Grundorganisationen verliehen. Mit dabei die Einheit Prinz der 6. GBK.

01.12.
Auf der Grundlage von Befehlen des Ministers für Nationale Verteidigung treten mit der DV 010/0/003 (Innendienstvorschrift), der DV 010/0/004 (Standort- und Wachdienstvorschrift) und der DV 010/0/006 (Disziplinarvorschrift) neue Grundsatzvorschriftenin Kraft.

17.12.
Der Tonnenleger „DORNBUSCH III“, Projekt 872 wird in Dienst gestellt
1978 Tonnenleger DORNBUSCH III.jpg

Dezember 1978 / Januar 1979
Ungewöhnliche Witterungsbedingungen lassen die Küstenregion, insbesondere die Insel Rügen, unter Schnee und Eis erstarren. Tausende Angehörige der Volksmarine leisten gemeinsam mit der Bevölkerung Außerordentliches, um Menschen und Vieh vor dem Kältetod zu bewahren. Die Angehörigen des HSG-18 starten 139 Versorgungsflüge. Dabei werden 118 Personen transportiert, abgeschnittene Ortschaften mit Lebensmitteln versorgt. 13 Rettungsflüge werden durchgeführt, darunter acht schwangere Frauen, die nach Stralsund geflogen werden.
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:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
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