Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Beitragvon eddy » Montag 7. Dezember 2015, 11:25

Das Marinejahr 1979

01.-15.01.
Winterkatastrophe an der Küste, die Regionen sind stark verweht und tausende Marineangehörige kämpfen an der Seite der Bevölkerung, um Schäden von Mensch und Tier abzuwenden.
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04.01.
Indienststellung des Landungsschiffes „EISENHÜTTENSTADT“

10.01.
Admiral Waldemar Verner scheidet mit Wirkung vom 31.12.1978 aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst der NVA aus. Sein Nachfolger als Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung und Chef der Politischen Hauptverwaltung der NVA wird Generaloberst Heinz Keßler.

26.01.
XIV. Delegiertenkonferenz der SED in der Volksmarine.

14./15.02.
Die XI. Delegiertenkonferenz der Parteiorganisationen der SED in der NVA und den GT der DDR findet in Dresden statt.

15.-20.02.
Zweiter extremer Wintereinbruch an der Küste der DDR. Das HSG-18 ist wieder im Dauereinsatz

19.02.
Die Zeitung VOLKSARMEE 8/79 veröffentlicht das Ergebnis zur Umfrage „Armeesportler des Jahres“ 1978. Der 1. Platz geht erneut an Oberleutnant Udo Beyer ASK Potsdam (Kugelstoßen)
Bundesarchiv_Bild_183-1984-0512-020,_Udo_Beyer.jpg

23.02.-01.03.
Woche der Waffenbrüderschaft in der NVA

06.04.
X. Delegiertenkonferenz der FDJ-Organisationen in der NVA, den GT und der ZV der DDR

18.04.
Nach Einleitung des militärischen Grußzeremoniells durch das RS-Boot „FRITZ GAST“ und das TS-Boot „ADAM KUCKHOFF“ werden auf dem US-Raketenzerstörer „COONTZ“ am Heckdoppelstarter zwei S-S-Raketen des Typs „Standart ER“ ausgefahren und auf die VM-Boote gerichtet.

21.-24.04.
Erste, gemeinsame einseitige, zweistufige Übung der U-Bootabwehrkräfte „POLYGON-79“ unter Leitung des Chefs der Volksmarine, Admiral Wilhelm Ehm.
Thema der Übung: „Die Suche und Begleitung von U-Booten des Gegners bei ihrer Entfaltung in der südwestlichen Ostsee und ihre Vernichtung mit Beginn der Kampfhandlungen durch UAW-Kräfte der Verbündeten Ostseeflotten“. Erstmals wird ein Offizier der Volksmarine der DDR, die als 3. Flotte der VOF handelt, zur Führung aller tatsächlich in See handelnden UAW-Kräfte eingesetzt. Zur Gegnerdarstellung werden Schiffe der VM, U-Boote der BRF und PSKF, Flugzeuge der LSK/LV sowie das BFEK-18 zur elektronischen Kampfführung des Gegners eingesetzt. Beteiligt sind als darstellende Kräfte u.a. die 4. Flottille unter ihrem Chef, Kapitän zur See Kahnt in vollem Bestand, Teile der 1. und 6. Flottille sowie das HSG-18 in vollem Bestand.
1979 polygon.jpg

10.05.
Durch den Chef der Volksmarine, Admiral W. Ehm wird in der 4. Flottille das zweite KSS Projekt 1159 in Dienst gestellt und auf den Namen „BERLIN – HAUPTSTADT DER DDR“ getauft.
Erster Kommandant ist Korvettenkapitän Bernd Kulbe.
1979 KSS BERLIN.jpg

17.05.-03.07.
Das MSS „WILHELM PIECK“ unter Fregattenkapitän Rüdiger Kohl und das Bergungsschiff „OTTO VON GUERICKE“ unter Fregattenkapitän Peter Kühn auf „Große Fahrt“ durch das Mittel- und Schwarzmeer. Kommandeur der Fahr ist Kapitän zur See Lothar Zähler. Offiziersschüler der OHS der Volksmarine erhalten dabei eine praxisnahe Ausbildung in Navigation und Schiffsführung. Angelaufen werden Sewastopol, Constanza und Varna. Insgesamt werden auf dieser Fahrt 10.088 Seemeilen zurückgelegt.

31.05.-01.06.
Rote Ehrenbanner für hervorragende Leistungen im „FDJ-Aufgebot DDR 30“ erhalten u.a.die 9. LTSB-Brigade „Karl Baier“

06.-12.06.
In der Operationszone der Volksmarine wird eine gemeinsame KSÜ der VOF unter Leitung des Stellvertreters des Oberkommandierenden der Vereinten Streitkräfte der WVO für die Seekriegsflotte, Admiral Michailin, durchgeführt. Die VM ist mit operativen Gruppen des KVM sowie der drei Flottillen beteiligt.
Als darstellende Kräfte sind eingesetzt: 3 Landungsschiffe, 5 MSR-Schiffe und zwei UAW-Schiffe der 1. Flottille; 1 KS-Schiff, 3 MSR-Schiffe und 2 UAW-Schiffe der 4. Flottille, 5 RS-Boote und 3 TS-Boote der 6. Flottille sowie 10 Hubschrauber des HSG-18.

15.06.
Indienststellung des Landungsschiffes „GRIMMEN“, Projekt 108

01./02.07.
Übung der Rückwärtigen Dienste „LEITSTERN 79“

04.07.
Inkraftsetzung der Direktive 1/79 des Ministers für Nationale Verteidigung, Armeegeneral H. Hoffmann, über das veränderte Alarmierungssystem in der NVA.
Neu eingeführt wird die Stufe Gefechtsbereitschaft „Kriegsgefahr“ vor der höchsten Stufe „Volle Gefechtsbereitschaft (VG).
Die Auslösung der VG ist immer mit der allgemeinen Mobilmachung verbunden.

14.-31.07.
Die VOF führen ein taktisches Trainings mit Geschoßwerferschießen im Polygon Suur Pakri bei Tallinn durch. Teilnehmer der VM sind die Landungsschiffe „LÜBBEN“, „ANKLAM“ und „EISENHÜTTENSTADT“ der 1. Flottille.

23.07.
Auf Beschluss des Staatsrates der DDR werden mit Wirkung zum 01.09.1979 in der Dienstgradgruppe Fähnrich drei weitere Dienstgrade eingeführt: Oberfähnrich, Stabsfähnrich und Stabsoberfähnrich. Mit dieser Neuerung ändern sich auch die Dienstgradabzeichen der Fähnriche und Fähnrichschüler.
1979 Fähnrichsdienstgrade neu.JPG
1979 Stabsoberfähnrich Mot.JPG

27.-31.07.
Ein Schiffsverband der Volksmarine mit dem KS-Schiff „BERLIN – HAUPTSTADT DER DDR“ und dem MSS „WILHELM PIECK“ unter Führung von Admiral W. Ehm nimmt an den Feierlichkeiten zum Tag der sowjetischen Seekriegsflotte am 29.07. in Tallin (heute Estland) teil.

05.08.
Eine versuchte Entführung eines Schiffes der 6. GBK scheitert.

06.-10.08.
Teilnahme von Schiffen der 1. Landungsbrigade an einem Beladetraining in Prora / Mukran und Tarnewitz.

28.08.-02.09.
Eine vietnamesische Militärdelegation führt Arbeitsgespräche u.a. in der 4. Flottille mit den Besatzungen des MSR „EILENBURG“ und des Bergungsschiffes „OTTO VON GUERICKE“ durch.

29.08.
Teilnahme von Angehörigen der 1. Flottille am Besuchsmeeting des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, auf dem Flugplatz Peenemünde / Karlshagen.

01.09.
In Schwarzenpfost bei Rostock wird eine Küstenraketenabteilung unter Fregattenkapitän Kurt Stippkugel aufgestellt.

07.09.
Indienststellung des letzten Landungsschiffes vom Projekt 108 mit dem Namen „SCHWEDT“

10.-14.09.
Beratung der leitenden Kader der medizinischen Dienste der Flotten des WVO im HdNVA Rostock.

11.-13.09.
Erstmalig findet der Wettstreit der Typenschiffe um den Pokal des Chefs der Volksmarine im Artillerieschießen statt. Die Pokalsieger sind die Besatzungen folgender Schiffe:
1979 – RS-Boot „MAX REICHPIETSCH“
1980 –KMAW-Schiff „UECKERMÜNDE“
1981 – HMAW-Schiff „BERNAU“
1982 – RS-Boot „HEINRICH DORRENBACH“
1983 – HMAW-Schiff „ALTENBURG“
1984 – RS-Boot „OTTO TOST“
1985 – RS-Boot „HEINRICH DORRENBACH“
Ab 1986 wird der Wettbewerb nicht mehr ausgetragen.
1979 Ari-Pokal.jpg

13.-15.09.
Teilnahme des Landungschiffes „NEUBRANDENBURG“ am gemeinsamen Training der Landungskräfte der VOF in Baltijsk.

21.09.
Der Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung und Chef der Politischen Hauptverwaltung, Generaloberst H. Keßler, erlässt eine neue Ordnung 05/9/100 über die politische Schulung und die gesellschaftliche Weiterbildung in der NVA – Politschulungsordnung.

25.09.
Aus Anlass des bevorstehenden 30. Jahrestages der DDR wird befördert:
Konteradmiral Gustav Hesse zum Vizeadmiral.
Zum Konteradmiral werden ernannt: Kapitän zur See Werner Henniger (Stellvertreter des Chefs der Politischen Verwaltung der Volksmarine) und Kapitän zur See Klaus Kahnt (Chef der 4. Flottille).

28.09.
In Anerkennung hervorragender Leistungen im sozialistischen Wettbewerb zu Ehren der DDR werden mit einem Ehrenbanner geehrt: die 6. Flottille unter ihrem Kommandeur Kapitän zur See Hans-Joachim Dönitz.
Mit dem Scharnhorst-Orden: die 4. Flottille unter ihrem Kommandeur Konteradmiral Klaus Kahnt.
Mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold: Kommandant KSS „ROSTOCK“, Fregattenkapitän Günter Senf.

01.10.
Auszeichnung der 1. Flottille mit dem „Scharnhorst-Orden“

03.10.
Indienststellung des Gefechtsversorgers Projekt 109, „NORDPERD“ in der 1. Flottille.
1979 NORDPERD.jpg

07.10.
Ehrenparade der NVA zum 30. Jahrestag der DDR mit zwei Marschformationen der OHS der VM „Karl Liebknecht“. Zeitgleich findet im Stadthafen Rostock eine Flottenparade der Volksmarine mit Vorführungen statt. Als Gäste nehmen teil: von der BRF: Kreuzer OKTJABRSKAJA REVOLJUZIA, die UAW-Schiffe BDITJELNIJ und DRUSHNIJ; von der PSKF das Schulschiff „GRYF“.
1979 FP Rostock (1).jpg
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1979 FP Rostock (7).jpg
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07.10.
Auszeichnung der 4. Flottille mit dem „Scharnhorst-Orden“ durch den Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates, Erich Honecker

26.10.
Eine Militärdelegation aus Tansania besucht die OHS „Karl Liebknecht“ in Stralsund.
Leiter der Delegation: Stellvertreter des Verteidigungsministers, Oberst Seif Bakari

29.10.
Eine Militärdelegation der VR Mocambique besucht die OHS „Karl Liebknecht“ in Stralsund.
Leiter der Delegation: Verteidigungsminister Alberto Joaquim Chipanda

31.10.
Das HSG-18 in Parow erhält die ersten 3 UAW-Hubschrauber des Typs Mi-14PL.
1979 Mi-14PL1.jpg

01.11.
Aufruf zur sozialistischen Wettbewerb für das Ausbildungsjahr 1979/80 unter der Losung:
„Kampfposition 80 – Mit den Waffenbrüdern vereint – stets wachsam und gefechtsbereit!“
1979-1980.JPG

01.12.
Konteradmiral Heinrich Jordt scheidet aus dem aktiven Dienst aus und übergibt das Kommando der 6. GBK an Kapitän zur See Herbert Städtke.

Ich bedanke mich für die Unterstützung bei @wozan und @stolteraa

:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
Forum der Volksmarine
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Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Berndt Borrmann, Fregattenkapitän a.D.
1. Vorsitzender Heimatverein Dranske e.V.
Ehrenamtlicher Leiter des "Marinehistorischen- und Heimatmuseums Dranske / Bug"
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Beitragvon eddy » Dienstag 27. Dezember 2016, 17:38

Das Marinejahr 1980

Im Laufe des Jahres 1980 beginnt der Neuaufbau einer Küstenraketenabteilung (KRA-18). Dazu wird aus der UdSSR das mobile Küstenraketensystem „RUBESH-Ä“ eingeführt (Reichweite 80 km). Als Basisfahrzeug dient der sowjetische Achtrad-LKW MAZ-543. Bis 1989 sind zwei Abteilungen einsatzbereit.
Kommandeure:
1980 – 1983 Fregattenkapitän Stippkugel
1983 – 1987 Kapitän zur See Lothar Schmidt
1987 – Januar 1990 Fregattenkapitän Dr. Joachim Dix
Januar 1990 - Oktober 1990 Fregattenkapitän Klaus-Peter Gödde
1980 KR RUBESH.JPG

18.01.
Der Oberkommandierende der sowjetischen Seekriegsflotte, Flottenadmiral S.G. Gorschkow, besucht die 1. Flottille und die Peenewerft Wolgast.

21.02.
Eröffnungsveranstaltung der „Woche der Waffenbrüderschaft“ im MSR-9 in Torgelow.
Die diesjährige Woche der Waffenbrüderschaft steht im Zeichen des 110. Geburtstages von W.I. Lenin, des 35. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus sowie des 25. Jahrestages des Warschauer Vertrages.

23.02.-01.03.
Woche der Waffenbrüderschaft in den Einheiten der NVA

26.02.
Im Rahmen der Woche der Waffenbrüderschaft findet an der OHS „Karl Liebknecht“ der Volksmarine in Stralsund ein Treffen mit Abordnungen der OHS „Michail Frunse“ der Seekriegsflotte der UdSSR aus Leningrad und der OHS „Helden der Westerplatte“ der Polnischen Seekriegsflotte aus Danzig statt.

26.02.
Indienststellung des Gefechtsversorgers SÜDPERD, Projekt 109.2
1980 SÜDPERD.jpg

06.-13.03.
Eine Militärdelegation der Volksrepublik Guinea unter Leitung von Armeegeneral Lansana Diane besucht u.a. die OHS „Karl Liebknecht“ der VM in Stralsund.

19.-20.03.
Einseitige, zweistufige KSÜ der 6. GBK (Kapitän zur See H. Städtke) in Verbindung mit dem Mobilmachungsspiel „START-80“.
Leiter der Übung ist Konteradmiral G. Hesse, Stellvertreter des Chefs der VM und Chef des Stabes.
Im Mittelpunkt stehen die Vervollkommnung der Fertigkeiten der Führungsorgane bei der Erarbeitung und Präzisierung von Gefechtsdokumenten.

März
Die „Volksarmee“ 13/80 gibt die Ergebnisse der Leserumfrage nach dem „Armeesportler des Jahres“ 1979 bekannt. Oberleutnant Udo Beyer (ASK Potsdam) gelingt der Hattrick und gewinnt erneut diese Umfrage.

16.-19.04.
Taktische Übung „POLYGON 80“ der UAW-Kräfte der VOF. Leitender ist der Chef der PSKF
Von der VM nehmen vier UAW-Schiffe daran teil.

02.05.
Außerdienststellung des ersten U-Jägers HAI, Bau-Nummer 12.403 WISMAR
214_3.jpg

02.-03.05.
Mit der Frühjahrseinberufung der Wehrpflichtigen wird eine neue Mehrfahrten-Militärfahrkarte mit bis zu 6 Urlaubsfahrten in der NVA eingeführt.

10.05.-04.06.
Das MSS „WILHELM PIECK“, Kommandant Fregattenkapitän Rüdiger Kohl, befindet sich auf „Großer fahrt“ nach Murmansk. Es werden 6.190 Seemeilen zurückgelegt.
Kommandeur der Fahrt: Kapitän zur See Dr. H. Auerbach von der OHS der VM

24.05.-06.06.
Unter Führung von Konteradmiral Dimow, Kommandeur einer Division von Überwasserkräften der BRF, findet die erste Geschwaderfahrt der VOF in die Nord- und Ostsee statt. Teilnehmende Kräfte:
BRF: Raketenzerstörer SLAWNIJ, KSS NEUKROTIMIJ und der Tanker OLEKMA
PSKF: Zerstörer WARSZAWA und das Bergungsschiff PIAST
VM: KSS ROSTOCK und der Tanker POEL
1980 ORP Warszawa.jpg
1980 ORP_Lech_i_ORP_Piast.JPG
1980 Tanker POEL.jpg

09.-14.06.
Gemeinsame Übung der VOF vor Baltijsk. Von der VM nehmen sechs HMAW-Schiffe teil. Leitender der Übung: Chef der Flottenbasis Baltijsk

26.06.-02.07.
Unter Führung vom Chef der Volksmarine, Admiral W. Ehm, weilt ein Flottenverband der VM mit KSS „ROSTOCK“ und MSS „WILHELM PIECK“ zu einem offiziellen Flottenbesuch anlässlich des 35. Jahrestages der PSKF in den polnischen Hafen Gdynia.

14.-18.07.
Besuch des finnischen Minenlegers MSS „POHJANMAA“ – zugleich Schulschiff - unter Führung von Fregattenkapitän Jukka Pajala in Rostock.
1980 Minenleger Pohjanmaa.jpg

19.-23.07.
Erster offizieller Flottenbesuch der Kriegsmarine der Vereinigten Mexikanischen Staaten in Rostock durch MSS „COMODORE MANUEL AZUETA“ unter Führung von Konteradmiral O.F. Marquez. Die Begrüßung leitet Konteradmiral Theodor Hoffmann, Stellvertreter des Chefs des Stabes der VM. Der Marineminister Mexikos, Admiral Ricardo Chazaro Lara nimmt an dieser Veranstaltung auch teil.
Besucht werden während des Aufenthalts die OHS „Karl Liebknecht“ und die 4. Flottille.
1980 ARM Comodore Manuel Azueta.jpg

30.07.
Der Minister für Nationale Verteidigung erlässt den Befehl 75/80 über die langfristige Sicherung des militärischen Berufsnachwuchses und über Maßnahmen zur Verbesserung der Dienst- und Lebensbedingungen der Berufsoffiziere, Fähnriche und Berufsunteroffiziere.

12.08.
Erstmalig läuft der NATO-Verband „Ständige Einsatzflotte Atlantik“ in die östliche Ostsee ein.

16.-22.08.
Erster Besuch einer Militärdelegation der VR Mocambique unter Leitung des Ministers für Nationale Verteidigung, A.J. Chipande, in der NVA. Besucht wird u.a. die OHS „Karl Liebknecht“ der VM.

04.-12.09.
Bisher größtes Manöver der VSK der WVO „WAFFENBRÜDERSCHAFT-80“ auf dem Territorium der DDR. Das Thema des Manövers: „Die Abwehr eines Überfalls des Gegners und der Übergang der Truppen der Front zum Angriff. Die Entwicklung des Angriffs in die Tiefe im Zusammenwirken mit den Flottenkräften.“ Leitender des Manövers. Armeegeneral H. Hoffmann
Von Seiten der Volksmarine sind u.a. operative Gruppen der 1., 4. und 6. Flottille sowie des HSG-18 eingesetzt. Ein Höhepunkt ist die Seeanlandung vor Karlshagen auf der Insel Usedom. Daran nehmen erstmalig auch Luftkissenlandungsschiffe der BRF teil. Zum Abschluss des Manövers finden in Magdeburg ein Feldmeeting und eine Feldparade statt.
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1980 WBS.jpg
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02.10.
Anlässlich des bevorstehenden Nationalfeiertages der DDR wird zum Konteradmiral ernannt: Kapitän zur See Hans-Joachim Dönitz, Chef der 6. Flottille.
Chef 4 Dönitz.jpg

31.10.
Kommandeurstagung im Ministerium für Nationale Verteidigung in Strausberg zur Auswertung des AJ 1979/80 sowie des sozialistischen Wettbewerbes unter der Losung „Kampfkurs 80“.
Ausgezeichnet wird u.a. die Vermessungsschiffsabteilung von Fregattenkapitän K. Hempel.

31.10.
Außerdienststellung des zweiten U-Jäger HAI, Bau-Nummer 12.405 PARCHIM

Anfang November
Aufruf der Wettbewerbsinitiatoren der NVA und GT der DDR zum sozialistischen Wettbewerb unter der Losung „Kampfposition X. Parteitag. Für hohe Gefechtsbereitschaft! Alles zum Wohle des Volkes!“
1980-1981.JPG

05.11.
Außerdienststellung des Tonnen- und Kabellegers DORNBUSCH II beim SHD

27.11.
Am Vorabend des 160. Geburtstages von Friedrich Engels wird u.a. mit dem „Friedrich-Engels-Preis“ geehrt: Konteradmiral Theodor Hoffmann als Einzelperson.

01.12.
Führungswechsel in der 4. Flottille, Konteradmiral K. Kahnt übergibt das Kommando an Kapitän zur See Rolf Rödel

31.12.
Schiffsbestand der Volksmarine
- 15 RS-Boote OSA I
- 18 TS-Boote SHERSHEN
- 31 KTS-Boote LIBELLE (einmal WTZ)
- 8 Räumboote SCHWALBE (konserviert)
- 3 MSR-Schiff KONDOR I (einmal WTZ)
- 30 MSR-Schiffe KONDOR II (einmal WTZ)
- 2 KS-Schiffe KONI
- 11 U-Jäger HAI (einmal WTZ)
- 12 Landungsschiffe FROSCH I
- 1 Schulschiff WILHELM PIECK
- 1 Bergungsschiff OTTO VON GUERICKE
- 1 Flugsicherungs- und Bergungsschiff HUGO ECKENER
- 4 Aufklärungs- und Erprobungsschiffe (einmal WTZ)
- 2 Torpedofangboote
- 9 Schlepper
- 11 Tanker
- 5 Versorger
- 2 Taucherfahrzeuge
- 5 Feuerlöschboote
- 3 Yachten
- 10 Schwimmende Stützpunkte
- 40 Barkassen MB-13
- 49 Barkassen MB-14
- 1 Schwimmkran
- und weitere kleine Sicherstellungsfahrzeuge


:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
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Berndt Borrmann, Fregattenkapitän a.D.
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Online: 17d 2h 34m 12s
Einheit: 6. Flottille
Dienstgrad: Fregattenkapitän
Dienststellung: Stab/Politabteilung
Dienstzeit: 08/69 - 09/90
Resizeit: keine

Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

[43 / 58]

Beitragvon eddy » Dienstag 28. Februar 2017, 18:31

Das Marinejahr 1981

14.01.
Armeegeneral H. Hoffmann würdigt während eines Treffens mit Werktätigen aus Betrieben, die für die Herstellung von Bewaffnung und Technik sowie für die Wartung und Instandsetzung arbeiten, deren Leistung zur Gewährleistung der Gefechtsbereitschaft der NVA. Zu diesen Betrieben gehören das Reparaturwerk Neubrandenburg (RWN), die Peenewerft Wolgast, die Flugzeugwerft Dresden. Diese Betriebe, drei Kollektive und 14 Einzelpersonen werden mit dem Kampforden bzw. mit der Verdienstmedaille der NVA ausgezeichnet

16.02.
Eröffnung der Woche der Waffenbrüderschaft durch Armeegeneral H. Hoffmann und den Oberbefehlshaber der GSSD, Armeegeneral M. Saizew in einem GMSR

18./19.02.
XII. Delegiertenkonferenz der Parteiorganisationen der SED in der NVA und den GT der DDR in Dresden

23.02.
aus Anlass des bevorstehenden 25. Jahrestages der NVA wird die Ehrenschleife „Vorbildliches Regiment“, verbunden mit dem „Kampforden für Verdienste für Volk und Vaterland“ als staatliche Auszeichnung u.a. verliehen an:
1. Küstenraketenabteilung (Kommandeur: Fregattenkapitän Lothar Schmidt)
1. Landungsschiffsbrigade (Chef der Brigade: Fregattenkapitän Lutz Schultze)
1981 25 Jahre NVA.jpg

01.03.
aus Anlass des 25. Jahrestages der NVA wird zum Vizeadmiral befördert:
Konteradmiral Günter Kutzschebauch, Chef der Politischen Verwaltung im Kommando der VM.
Der Ehrenname „KURT BARTHEL“ wird an das HSG-18 der VM verliehen.
Scannen0009.jpg

01.03.
Laut DV 010/0/005 (Bekleidungsvorschrift) ist es Berufssoldaten gestattet den Sommermantel witterungsbedingt vom 01. März bis 30. November zur Dienst-, Stabsdienst-, Ausgangs- und Gesellschaftsuniform zu tragen

03.03.
„Armeesportler des Jahres 1980“ wird laut der Zeitschrift „VOLKSARMEE“ Leutnant Rudi Fink (Boxen)
rudi fink.jpg

16.03.
Verleihung von Ehrenbannern des ZK der SED in Vorbereitung des X. Parteitages für vorbildliche Leistungen im sozialistischen Wettbewerb
durch Admiral Ehm, Chef der Volksmarine, an den Truppenteil von Fregattenkapitän Hans Steinke

28.03.-07.04.
im Rahmen der gemeinsamen operativ-strategischen KSÜ „SOJUS-81“ (17.03. – 09.04. 1981) wird die gemeinsame operativ-taktische KSÜ „VAL-81“ der VOF durchgeführt. Beteiligt sind Kräfte des KVM, die 6. Flottille in voller Stärke, die 6. GBK sowie Einheiten des NB-18, des NBB-18 und des KFZB-18 mit insgesamt 2.200 Mann.
Thema der Übung: „die Abwehr von Schlägen des Gegners von See und die Durchführung der ersten Operation der Flotte auf dem westlichen Kriegsschauplatz". Zum Einsatz kommen 41 Kampfschiffe und –boote, 4 Hilfsschiffe und 14 Hubschrauber.
Auf Grund der ungewöhnlich langen Übungsdauer dieser KSÜ wird angenommen, dass auf Grund der instabilen politischen Lage in Polen verschiedene militärische Optionen eines möglichen Einsatzes von Streitkräften in der VR Polen durchgespielt worden sind.
1981-08 VAL-81 (1).jpg
1981-08 VAL-81 (2).jpg

09.04.
in der 4. Flottille wird das erste von insgesamt 16 UAW-Schiffen des Projektes 133.1 (NATO-Bezeichnung PARCHIM), die „PARCHIM“ in Dienst gestellt. Das Schiff mit der Baunummer 133.102 wurde anlässlich des X. Parteitages der SED in Dienst gestellt, weil die Baunummer 133.101 WISMAR noch in der Erprobungsendphase durch die PWW war. Im Juli folge die Dienststellung der „WISMAR“ und im September die der 133.103 „PERLEBERG“, im Dezember die 133.104 „TZOW“.
Scannen0008.jpg
242.jpg

11.-16.04.
X. Parteitag der SED
Admiral Ehm wird zum Kandidaten des ZK der SED gewählt.

20.04.
Die Kräfte des HSG-18 werden in das Diensthabende System der Luftverteidigung der DDR eingegliedert.

24.04.
XI. Delegiertenkonferenz der FDJ-Organisationen in der NVA und den GT der DDR

27.05.
Befehl 43/81 des Ministers für Nationale Verteidigung zur Einführung des Abzeichens der Volksmarine „Für große Fahrt“
1981 Abzeichen für große Fahrt.jpg

01.-05.06.
Besuch einer rumänischen Militärdelegation unter Leitung vom Minister für Nationale Verteidigung der SRR, Generalmajor C. Oltenanu, in der 1. Flottille

15.-19.06.
Erstmaliges Raketengefechtsschießen der KSS ROSTOCK und BERLIN auf Luftziele

16.06.-06.08.
MSS „WILHELM PIECK“ und das Bergungsschiff „OTTO VON GUERICKE“ laufen während ihrer 6. Großen Fahrt den Schwarzmeerhafen Sewastopol und den jugoslawischen Adriahafen Split an. Insgesamt werden 10.077 sm zurückgelegt.
Kommandeur der Ausbildungsfahrt ist Kapitän zur See Auerbach, OHS „Karl Liebknecht“.
S61-F-1981-06-15-003-MMAblauf.jpg
S61-F-1981-07-10-015-Bosporus-RA.jpg

17.-24.06.
Besuch einer Militärdelegation der DDR in Helsinki, Leitung Chef der 1. Flottille Kapitän zur See Werner Kotte

19.-25.06.
Geschoßwerfertraining der Landungsschiffe 616, 631, 633 und 635 im Polygon vor Tallinn

30.06.
Die Schulschiffe KHASAN (BRF) und WODNIK (PSKF) machen zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Rostock fest.
Schulschiff KHASAN SMOLNY-Klasse.jpg
Schulschiff WODNIK.jpg

30.06.-19.07.
2. Geschwaderfahrt der VOF in die Nord- und Ostsee, den Ostatlantik und den südlichen Teil des Nordmeeres.
Im Bestand:
- der VM sind KSS „BERLIN – HAUPTSTADT DER DDR“, der Tanker „USEDOM“ und der Gefechtsversorger „SÜDPERD“.
- der BRF sind Raketenzerstörer PROZORLIWY, das UAW-Schiff OBRASZOWY und der Tanker LENA
- der PSKF sind Zerstörer WARSZAWA und das Bergungsschiff PIAST
Kommandeur der Fahrt für die Volksmarine ist Konteradmiral Lothar Heinicke, Chef Ausbildung VM.
Alle Teilnehmer erhalten das Abzeichen „Für große Fahrt“ mit Urkunde, aber ohne finanzielle Zuwendungen.
Grundbedingung: entfernte Seegebiete wie Nordmeer, Atlantik oder Schwarzes Meer.
WARSZAWA.jpg
PIAST.jpg

03.07.
Die Ordnung 039/9/002 des Ministers für Nationale Verteidigung über das Führen von Chroniken in der NVA nach einheitlichen Kriterien tritt in Kraft (-Chronikordnung-).

07.-08.07.
Überprüfungsübung „FRÜHLINGSWOGE-81“ in der 4. Flottille.

16.07.
Besuch einer Militärdelegation der Republik Guinea-Bissau unter Leitung des Ministers der Revolutionären Volksstreitkräfte, Kommanant 1. Ranges P. Correia, besucht die OHS der Volksmarine

24.-27.07.
aus Anlass der Feierlichkeiten des Tages der Seekriegsflotte der UdSSR nimmt ein Schiffsverband unter Führung von Admiral Ehm, Chef der VM Kurs auf Leningrad. Im Bestand sind KSS „ROSTOCK“, UAW „PARCHIM“ und der Gefechtsversorger „NORDPERD“.

25.-29.07.
Besuch einer Militärdelegation der VR Kampuchea unter Leitung von Chan Si, Minister für Nationale Verteidigung, besucht die Volksmarine.

14.-19.09.
einseitige, mehrstufige operativ-taktische KSÜ „Herbstwind-81“ in der Volksmarine.
Thema: „die Führung von Stoß- und Marinehubschrauberkräften durch die Sicherungsflottillen und das Zusammenwirken mit Küstenraketenkräften".
Im Verlauf wird die erstmalig die Unterstellung von Schiffsstoß- und Marinehubschrauberkräften unter die Chefs der Sicherungsflottillen erprobt.
Durchgespielt werden die Mobilmachung vor und nach Beginn der Kampfhandlungen und die Auffüllung personeller Gefechtsverluste.
Die Mobilmachung von zwei Schiffen der Zivilflotte dient der Überprüfung der Projekte und Normen für die Umrüstung dieser Schiffe und ihrer Eingliederung in den Schiffsbestand der Volksmarine.

22.09.
Das RS-Boot ALBIN KÖBIS wird als erstes Boot des Projektes 205 feierlich in der Schulbootsbrigade außer Dienst gestellt.
Albin Köbis.jpg

25.-29.09.
Als erstes Kampfschiff der Volksmarine läuft das KSS „BERLIN – HAUPTSTADT DER DDR“ zu einem offiziellen Flottenbesuch nach Helsinki aus. Kommandeur der Fahrt ist Kapitän zur See Rödel, FCH 4. Flottille.

07.10.
Anlässlich der Ehrenparade zum 32. Jahrestag der DDR wird das Stabsmusikkorps der Volksmarine zum dritten Mal als „Bestes Musikkorps“ ausgezeichnet

16.10.
Festveranstaltung anlässlich des 25. Jahrestages der ASV „Vorwärts“
Auszeichnung der Armeesportvereinigung durch die Regierung der DDR mit dem „Vaterländischen Verdienstorden in Gold

23.10.
Auswertung des Ausbildungsjahres auf einer Kommandeursberatung in Strausberg und Schwerpunktfindung für das AHJ 1981/82

01.11.
Aufruf zum sozialistischen Wettbewerb im AHJ 1981/82 unter der Losung:
„Kampfposition X. Parteitag der SED! Für hohe Gefechtsbereitschaft! Alles zum Wohle des Volkes!“
1981.jpg

04.11.
Außerdienststellung des RS-Bootes PAUL EISENSCHNEIDER im Stützpunkt Bug

08.-10.11.
Militärvisite unter Leitung des syrischen Verteidigungsministers Tlass u.a. an der OHS „Karl Liebknecht“ der VM.

25.11.
die Schulschiffsbrigade der Volksmarine wird aufgelöst und deren Kräfte und Mittel der 1. und 6. Flottille zugeführt. Kommandeure waren:
- 1970-1976 Kapitän zur See Thomas
- 1976-1981 Fregattenkapitän Seidewitz

26.11.
Außerdienststellung des RS-Bootes RUDOLF EGLHOFER im Stützpunkt Bug

01.12.
Inkraftsetzung des STAN 1981-85 in der Volksmarine. Das NB-18 verlegt deshalb aus dem Standort Kühlungsborn in den neugebauten Kasernenkomplex Bad Sülze und wird dort zum NR-18 umstrukturiert. Kommandeur des NR-18 wird Kapitän zur See Olhöft.

Mit Beginn des Ausbildungsjahres wird in der SStA ein fünfter Lehrgang gebildet, Instandsetzungsmechaniker für den Raketentechnischen Dienst und Nachrichten-/Funktechnischen Dienst.

Das IBB-18 wird dem Stellvertreter des Chefs der Volksmarine und Chef der RD führungsmäßig unterstellt.

Aus den selbständigen Strukturelementen PrVZ-18 und MDr-18 wird die Propagandakompanie-18 (PrK-18) gebildet. Direkt der Politischen Verwaltung der Volksmarine unterstellt.

Das HSG-18 wird in MHG-18 „KURT BARTHEL“ umbenannt.

07.12.
Das Ministerium für Nationale Verteidigung bestätigt den „Plan der Überführung der Volksmarine vom Friedens- in den Kriegszustand“
(GVS-Nr.: D 235 856)
Stufen:
- Ständige Gefechtsbereitschaft (SG) = normaler Zustand der Volksmarine, verlangt die Anwesenheit von 85% des Personalbestandes jeder Einheit
- Erhöhte Gefechtsbereitschaft (EG) = 90 Minuten nach Auslösung Arbeitsbereitschaft der Führungsorgane in den TGS hergestellt
- Gefechtsbereitschaft Kriegsgefahr (GK) = aus SG oder EG ausgelöst, nach 2,5 Stunden müssen die gedeckten Führungsstände arbeitsbereit, die Basierungsräume verlassen sein, Auffüllung mit Personal auf Kriegsstärke beginnt
- Volle Gefechtsbereitschaft (VG) = aus allen drei Stufen auslösbar und mit der allgemeinen Mobilmachung verknüpft, Gefechtsdiensteinheiten halten erste gegnerische Handlungen nieder, DZR sind eingenommen, sowjetische Führungsorgane übernehmen


13.12.
Der Ministerpräsident und Erste Sekretär des ZK der PVAP, Armeegeneral W. Jaruzelski, verhängt um 06:00 Uhr über Rundfunk für die VR Polen das Kriegsrecht und verbietet jede Aktivität der Gewerkschaft „Soldarnosc“.

:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

[44 / 58]

Beitragvon eddy » Sonntag 17. Dezember 2017, 18:31

Das Marinejahr 1982

01.02.
Zur engeren Gestaltung der Zusammenarbeit mit den örtlichen Organen in den Standortbereichen der NVA erlässt der Minister für Nationale Verteidigung eine Anordnung, die dazu beitragen soll, die Dienst-, Arbeits- und Lebensbedingungen insbesondere der Berufssoldaten und Zivilbeschäftigten weiter zu verbessern.

08.03.
Die Zeitung VOLKSARMEE 10/82 veröffentlich das Ergebnis zur Umfrage „Armeesportler des Jahres 1981“. Gewinner: Leutnant Frank Ullrich (Biathlon)
Bundesarchiv_Bild_183-1982-0312-031,_Frank_Ullrich.jpg

25.03.
Auf der 4. Tagung der Volkskammer der DDR wird das Gesetz über den Wehrdienst in der DDR auf der Grundlage des Verteidigungsgesetzes vom 13.10.1978 beschlossen. Als Folgebestimmungen werden verabschiedet, der Beschluss des Staatsrates der DDR über militärische Dienstgrade, die Einberufungs- und Reservistenordnung sowie die Dienstlaufbahnordnung der NVA und GT der DDR, die Besoldungsordnung, die Unterhaltsordnung, die Wiedergutmachungsordnung und die Förderverordnung. Die Tagung beschließt weiterhin das Gesetz über die Staatsgrenze der DDR.
1982 Wehrdienstgesetz.pdf

1982 Grenzgesetz der DDR.pdf

28.03.-07.04.
Unter Leitung von Admiral W.W. Michailin findet in der Volksmarine eine umfassende Überprüfung des Ausbildungsstandes und der Gefechtsbereitschaft durch das VOK des WV statt.

18.05.
Der wissenschaftliche Rat der OHS „Karl Liebknecht“ der Volksmarine erhält durch den Minister für Hoch- und Fachschulwesen das Recht zur Verleihung der akademischen Grade Diplomgesellschaftswissenschaftler (Dipl.-Ges.-Wiss.) und Diplomingenieur (Dipl.-Ing.)

01.-08.06.
Unter Leitung des Chefs der Baltischen Flotte der UdSSR, Admiral I.M. Kapitanez führen die RD der VOF die KSÜ „TRANSIT-82“ in der südwestlichen Ostsee durch.
Thema der KSÜ: „Überprüfung der Realität der Dokumente des Zusammenwirkens der VOF zur rückwärtigen Sicherstellung der Kräfte bei der Überführung vom Frieden in den Kriegszustand“. Erstmalig werden dabei Gruppierungen des RD der VOF im Koalitionsbestand geschaffen und unter Führung eines nationalen Flottenkommandos eingesetzt. Im Bestand der Volksmarine handeln alle FO (Führungsorgane) des RD des KVM, aller drei Flottillen, der 6. GBK, des MHG-18 und des KRR-18.
1982 Transit 82 Libben NORDPERD und RS.jpg
1982 V-Punkt bei TRANSIT 82.jpg

02.-15.06.
3. Geschwaderfahrt der VOF unter Führung der PSKF in die Nord- und Ostsee sowie in den Atlantik.
Kommandeur der Fahrt: Kommandor Pjotr Kotodziejczyk.
Im Bestand der VM laufen das KSS „ROSTOCK“, UAW „PERLEBERG“, das Bergungsschiff „OTTO VON GUERICKE“ und der Tanker „USEDOM“. Von der BRF fahren das UAW-Schiff „OBRASSOWIJ“ und der Raketenzerstörer „PROSORLIWIJ“ und von der PSKF der Zerstörer „WARSZAWA“.

22.-25.06.
Das Schulschiff CHASAN der Seekriegsflotte der UdSSR hält sich zu einem Besuch in Rostock auf.

25.06.-07.07.
Die KRA-18 führt erstmalig ein taktisches Raketenschießen unter Leitung vom Chef der KRA, Fregattenkapitän Kurt Stippkugel im Raketenschießgebiet der BRF vor Kap Taran (Brüsterort) durch.
Ergebnis: ausgezeichnet
Start-von-Rampen.jpg
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12.-14.07.
Rostock-Warnemünde ist Gastgeber für einen Schiffsverband der Marine Finnlands unter Führung des Kommandore Juha Tikka. Der Verband besteht aus dem Minenleger „HÄMEENMAÄ“ sowie den Wachbooten „RUISSALO“ und „RÖYTTA“.

09.-14.08.
Offizieller Flottenbesuch eines Schiffsverbandes der BRF unter Führung des Chefs der BRF, Admiral I.M. Kapitanez, in Rostock. Zum Verband gehören der Kreuzer „OKTJABRSKAJA REVOLUZIA“ und das UAW-Schiff „DRUSHNY“. Begegnungen finden in der OHS der VM „Karl Liebknecht“ und in der 4. Flottille statt.

September
Das WTZ Wolgast führt MAW-Erprobungen im Seegebiet Pillau mit drei Erprobungsschiffen durch.

01.09.
In der 6. Flottille beginnt die Umstellung des Heizhauses von Öl auf Braunkohle. ZU diesem Zweck werden aus dem Personalbestand der Flottille ein Operativstab unter Leitung von Kapitän zur See Günter Poller und eine Baueinheit unter Führung von Korvettenkapitän Yorck Lauterbach zusammengestellt (ETU).
1982 ETU Bug (3).jpg

1982 ETU Bug (1).jpg

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1982 ETU Bug (5).jpg
1982 ETU Bug (7).jpg

13.-17.09.
Einseitige, mehrstufige operativ-taktische KSÜ „HERBSTWIND-82“ mit dem Mobilmachungsspiel „HOSPITAL-82“ im Gebiet Kieler Bucht, Sund-Beltzone, Kattegat und Skagerrak sowie im Bezirk Rostock unter Leitung von Chef der Volksmarine, Admiral Wilhelm Ehm.
Thema der KSÜ: „Planung und Organisation zur Wiederherstellung der Kampffähigkeit und der Beseitigung der Folgen des ersten Kernwaffenschlages des Gegners sowie die Fortsetzung aktiver Kampfhandlungen mit den Hauptkräften und die Erfüllung der nächsten Aufgabe“.

17.09.
Auf der Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates steht unter anderem der Beschluss über die Stiftung eines „Militärischen Verdienstordens der DDR“ in drei Klassen und eine „Militärische Verdienstmedaille der DDR“ zu Debatte.
1982-09 Militärischer Verdienstorden der DDR.jpg
1982-09 Mitilärische Verdienstmedaille der DDR.jpg

20.-24.09.
Flottenbesuch der Seestreitkräfte des Königsreiches Schwedens unter Führung von Chef der schwedischen Seestreitkräfte, Vizeadmiral Per Rudberg.
Besucht werden die OHS „Karl Liebknecht“ der Volksmarine und die 4. Flottille sowie der Überseehafen Rostock.
VA Per Rudberg (Schweden).jpg

24.09.
Der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann, erlässt die Direktive Nr. 02/82 über die Führung des sozialistischen Wettbewerbes in der NVA und den GT der DDR. Damit sind der Kampf um die Titel „Bester Gruppenführer“, Bester Hauptfeldwebel“, „Bester Zugführer“ und „Bester Kompaniechef“ festgelegt und möglich.

07.10.
Anlässlich des 33. Jahrestages der DDR werden zu Konteradmiralen ernannt:
Kapitän zur See Hans Heß, Leiter der Politabteilung der OHS; Kapitän zur See Werner Kotte, Chef der 1. Flottille und Kapitän zur See Dr. rer. mil. Joachim Münch, Stellv. Chef RD für Technik und Bewaffnung im KVM.

15.10.
Vizeadmiral Günther Kutzschebauch, Stell. des Chefs und Chef der Politischen Verwaltung der VM übergibt an Konteradmiral Hans Heß und wird auf die Übernahme einer Funktion außerhalb der Volksmarine vorbereitet. Leiter der Politabteilung der OHS wird Konteradmiral W. Henninger.

November
Die Zeitung „VOLKSARMEE“ ruft zum sozialistischen Wettbewerb für das ABJ 1982/83 unter der Losung „Kampfposition X. Parteitag – Für hohe Gefechtsbereitschaft! – Alles zum Wohle der Volkes“ auf. Initiator der Volksmarine ist das Landungsschiff EISENHÜTTENSTADT, Kommandant Kapitänleutnant Hubert Flohr.

16.11.
Erstmalig wird zum Abschluss des ABJ in der NVA und den GT der DDR durch den Minister für Nationale Verteidigung der Titel „Bester Truppenteil“ – verbunden mit einer Fahnenschleife zur Truppenfahne – verliehen. Von der Volksmarine sind dabei:
Die 3. RTSB-Brigade, Chef der Brigade Fregattenkapitän Uwe Buck, die 1. Landungsschiff-Brigade, Chef Fregattenkapitän Jänsch.

24.11.
Vizeadmiral Günther Kutzschebauch wird neuer Vorsitzender des Zentralvorstandes der GST.

01.12.
Umbenennung der 7. und 9. LTSB-Brigade in 7. und 9. TSB-Brigade der 6. Flottille in Dranske.

:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
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Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Beitragvon eddy » Sonntag 17. Dezember 2017, 19:38

Das Marinejahr 1983

01.01.
Oberst Partzsch wird mit neuem Dienstgrad Kapitän zur See in die neu geschaffene Dienststellung Chef Marineflieger im Kommando VM eingesetzt.

10.01.
Außerdienststellung des Schiffes 12.412 „TETEROW“
Das Schiff erlitt am 10.12.1982 in der PWW Totalschaden als es beim Verholen eines Landungsschiffes von der Pallung gestoßen wurde
Es folgten im Jahr 1983 noch Projekt 12.3 (WERDAU), 12.401 (GREVESMÜHLEN), 12.402 (GADEBUSCH) und 12.411 (RIBNITZ-DAMGARTEN)

20.01.
Generaloberst Heinz Keßler, Vorsitzender der ASV, zeichnet die Sportorganisation der VM mit dem Ehrenbanner des Präsidiums der ASV aus.

21.01.
Kollission des MS „VÖLKERFREUNDSCHAFT“ der DSR mit dem bundesdeutschen U-Boot „U-26“

27.01.
in der 4. Flottille wird der erste Hochseeversorger vom Projekt 602.131, „DARSS“, in Dienst gestellt.
Es folgen noch 602.132 (MÖNCHGUT), 602.133 (WITTOW), 602.134 (KÜHLUNG) und 602.135 (GRANITZ)
1983 Hochseeversorger 602.131.jpg

27.04.
Kampfschiffe der BRF und PSKF machen anlässlich der „Woche der Waffenbrüderschaft“ in der 1. Flottille fest.
Der Chef der BRF, Vizeadmiral Alepow, besucht die 6. Flottille in Dranske.

02.03.
Die „Volksarmee“ veröffentlich das Ergebnis der Umfrage „Armeesportler des Jahres 1982“
Sieger wiederum Frank Ulrich (Biathlon)

10./11.03.
XII: Delegiertenkonferenz der FDJ-Organisationen in der NVA und GT der DDR

18.-22.04.
Einstufige, mehrseitige taktische Übung der UAW-Kräfte der VOF „POLYGON“ unter Leitung des Chefs der VM, Admiral Ehm.
Thema der Übung: „die Suche und Begleitung von U-Booten des Gegners bei der gedeckten Entfaltung durch U-Bootabwehrkräfte der VOF im Zusammenwirken mit den Küstenverbänden der LV und anderen Flottenkräften sowie ihre Vernichtung mit Beginn der Kampfhandlungen“.
Durch die VOF wird erstmalig die Bildung und Erprobung der vereinten Bereitschafts-U-Bootsuch- und Schlaggruppe (BUBSS) durchgeführt, um erste Erfahrungen über deren Formierung, gemeinsamer Ausbildung und Einsatz für den Gefechtsdienst zu gewinnen.
Beteiligt sind: 2.500 Mann, 39 Kampfschiffe, 7 Hilfsschiffe sowie 50 Flugzeuge und Hubschrauber.

01.05.
Führungswechsel in der 6. Flottille, Konteradmiral Hans-Joachim Dönitz übergibt das Kommando an Kapitän zur See Eberhard Grießbach. Konteradmiral Dönitz wird als Stellv. Chef Ausbildung im Kommando der VM eingestzt.
1983 FCH Grießbach.jpg

11.05.
Indienststellung des UAW-Schiffes Projekt 133.109 „PRENZLAU“, Bord-Nr. 231, durch den Stv. Min. und Chef des hauptstabes der NVA, Generaloberst Fritz Strelitz
Es folgen 1983 noch Projekt 133.110 (LUDWIGSLUST) und 133.111 (RIBNITZ-DAMGARTEN)

16.05.
Außerdienststellung des Trockenleichters 505.1 „E-18“

27.05.
Außerdienststellung des Vermessungsschiffes Projekt 401, „HYDROGRAPH“
1983 HYDROGRAPH.jpg

30.05.-03.06.
Der Chef der Volksmarine, Admiral Ehm besucht mit einer Militärdelegation die Marine des Königreichs Schweden.

30.05.-09.06.
Im Rahmen der gemeinsamen operativ-strategischen KSÜ „SOJUS-83“ setzt die Volksmarine zahlreiche Darstellungskräfte ein:
6 Landungsschiffen und 4 MSR der 1. Flottille, 1 KSS und 5 UAW der 4. Flottille, 4 RS-Boote und 8 TS-Boote sowie 10 KTS der 6. Flottille, 8 Hubschrauber des MHG-18 und eine Startbatterie des KRA-18.
1983 SOJUS-83.jpg

13.06.-18.07.
MSS „Wilhelm Pieck“ läuft zur Ausbildungsfahrt nach Leningrad und Riga aus.
Kommandeur der Hinfahrt ist Kapitän zur See Lothar Zähler, Stv. Kommandeurs für Ausbildung an der OHS. Kommandeur der Rückreise über die finnische Hafenstadt Turku ist Kapitän zur See Rolf Rödel, Stv. Des Chefs und Stabschef der 4. Flottille.

14.06.
Außerdienststellung des Versorgers „TIMMENDORF“
1983 Timme.jpg

22.06.
Außerdienststellung des Trockenleichters 505.2 „E-44“
1983 Leichter 505.2.jpg

01.07.
Beginn der Ausbildung von Kadern für die Übernahme von Kleinen Raketenschiffen des Projektes 1241 RÄ in der SU, Kommandeur der Ausbildungseinheit: Fregattenkapitän Michael Heese

18.-26.07.
Geschosswerferschießen der Landungsschiffe 614, 615, 616 und 635 im Polygon vor Tallinn
Erstmaliges Artillerieschießen auf eine zieldarstellenden Rakete sowie erstes UAW-Torpedoschießen auf zieldarstellende U-Boote
Teilnehmer der VM: KSS „ROSTOCK“, RS-Boote und vier KSS Projekt 133

30.07.-03.08.
Flottenbesuch des griechischen MSS „ARIS“ in Rostock unter Kapitän zur See Glannis Lafoyanni als erster Besuch eines NATO-Kriegsschiffes in den Territorialgewässern der DDR.

01.-30.08.
4. Geschwaderfahrt der VOF in die Nord- und Ostsee sowie den Nordatlantik.
Teilnehmer an der Fahrt
VM: KSS „Rostock“, der Tanker „Usedom“ und der Versorger „Darss“.
PSKF: Raketenzerstörer „WARSZAWA“ und Bergungsschiff „PIAST“
BRF: Raketenzerstörer „NASTOITSCHIWIJ“, UAW-Schiff ROSORLIWIJ“ und die Tanker „LENA“ und „JACHOMA“
Kommandeur der Fahrt ist der sowjetische Kapitän 1. Ranges Kalabin.

20.-26.08.
Operative KSÜ der RD „TESTAT-83“.
Thema der Übung: „Organisation und Führung der rückwärtigen und technischen Sicherstellung der im Koalitionsbestand handelnden Kräfte auf dem Gebiet der DDR zu Beginn und im Verlauf eines Krieges“.
Die Volksmarine handelt in dieser Übung mit folgendem Bestand: 10 Kampfschiffe, 16 Hilfsschiffe, 2 Hubschrauber und ein mobilgemachtes Geschädigtentransportschiff.

30.08.
Indienststellung des Hochseereede- und Hafenschleppers Projekt 498, „A-16“
1983 Schlepper 498.jpg

01.09.
Kapitän zur See Jürgen Harder wird Militär-, Marine- und Luftwaffenattaché in Griechenland.

20.-28.09.
gemeinsame operative KSÜ „OKEAN-83“ der VOF der WVO.
Thema: „Schutz der Zivilschifffahrt bei drohender Kriegsgefahr im Bereich des Atlantischen, Stillen und Indischen Ozeans und das Führen von Kampfhandlungen zur Verteidigung der Seeverbindungswege“. Kommandeur der Übung ist Flottenadmiral Gorschkow.
Beteiligt sind an dieser Übung auch staatliche Ministerien, Kombinate und Schiffseigner.
Die Volksmarine handelt mit folgenden Kräften: operative Gruppe des KVM, die Gruppe Verwaltung Schiffbau, operative Gruppen der GS der Flottillen, die Transportkommandantur See und Hubschrauber des MHG-18 und eine Hafenkommandantur.
Eingesetzte Kräfte: 1.690 Mann, 37 Kampfschiffe, 6 Hilfsschiffe, 3 Hubschrauber.
Aus dem zivilen Bereich: 4 Handelsschiffe, 13 Fischereifahrzeuge und 2 Fahrzeuge des Seefahrtsamtes der DDR.
1983 OCEAN.jpg
1983 OCEAN1.jpg

26.09.-06.10.
Inspektion des Ministeriums für Nationale Verteidigung in der 4. Flottille
Ergebnis: gefechtsbereit, Note „gut“

07.10.
aus Anlass des Nationalfeiertages der DDR wird zum Konteradmiral ernannt:
Kapitän zur See Rolf Rödel, Chef der 4. Flottille

11.-17-10.
Erstmaliges taktisches Training aller MAW-Kräfte der VM.

17.10.
Außerdienststellung des Feuerlöschbootes Projekt 61.3, es folgt noch 1983 Projekt 61.5
1983 Feuer 61.1.jpg

01.11.
Die KR-Abteilung 18 in Schwarzenpfost wird zum KR-Regiment 18 umstrukturiert.
Kommandeur: Kapitän zur See Lothar Schmidt

02.11.
Kommandeurstagung des Ministeriums für Nationale Verteidigung in Strausberg.
Mit dem Titel „Bester Truppenteil“ wird die 1. RTSB-Brigade, BCH Kapitän zur See Werner Murzynowsksi

16.11.
Wettbewerbsaufruf innerhalb der NVA, Initiator der VM ist das KSS „BERLIN –HAUPTSTADT DER DDR“, Kommandant Fregattenkapitän Dieter Dziuballe
Losung: „Kampfposition X. Parteitag – Für hohe Gefechtsbereitschaft! Alles für das Wohl des Volkes!“

02.12.
Das NR-18 übernimmt im Standort Bad Sülze seine neue Kaserne.

29.12
In Anwesenheit des Stv. Min. und Chef der VM, Admiral Ehm, erfolgt nach 15monatiger Bauzeit die Inbetriebnahme des neuen Heizhauses in der 6. Flottille (ETU)
1983 ETU Bug (2).jpg
1983 ETU Bug (1).jpg


:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
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Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

[46 / 58]

Beitragvon eddy » Dienstag 19. Dezember 2017, 14:39

Das Marinejahr 1984

03.01.
Der Minister für Nationale Verteidigung erlässt den Befehl 2/84 über Maßnahmen zur wirksamen vorbeugenden Bekämpfung von Alkoholmissbrauch in der NVA und den GT der DDR. Tritt ab 01.02.1984 in Kraft.
images.jpg

27.01.
Indienststellung eines weiteren Schiffes vom Projekt 133 mit dem Namen „TETEROW“,
es folgen bis September noch zwei weitere Schiffe des Typs

15./16.02.
XIII. Delegiertenkonferenz der Parteiorganisationen der SED in der NVA und der GT der DDR in Dresden.

24.02.
aus Anlass des 20. Jahrestages der Gründung der OHS „Karl Liebknecht“ der Volksmarine (01.03.1964) zeichnet Armeegeneral Hoffmann, Minister für Nationale Verteidigung, die OHS mit dem Scharnhorst-Orden aus.
Scharnhorst-Orden.jpg

27.02.
Ernennung zum Konteradmiral: Kapitän zur See Herbert Städtke, Chef der 6. GBK

28.02.
Außerdienststellung des letzten U-Jägers „HAI“, Projekt 12.404

12.03.
Die „Volksarmee“ veröffentlicht die Armeesportler des Jahres 1983
Sieger: Ob.Ltn. Falk Boden (Radsport)
Bundesarchiv_Bild_183-Z0424-024,_Falk_Boden.jpg

02.-16.04.
Inspektion des Ministeriums für Nationale Verteidigung in der 6. GBK

02.-19.04.
Schöffenwahl in der NVA für die Militär- und Militärobergerichte

10.-19.04.
Taktisches Training aller MAW-Kräfte der VM, Leiter der Übung: Konteradmiral Werner Kotte, Chef der 1. Flottille
Teilnehmer: 1., 2. Und 3. MSR-Abteilung, 1. Grenzschiffsabteilung und eine Einsatzgruppe des KSK-18

03.05.-30.06.
„Große Fahrt“ des MSS „WILHELM PIECK“ und des Hochsee-Versorgers „KÜHLUNG“ mit zwei Kommandoetappen.
Erstes Ziel ist Tripolis unter Kapitän zur See Harald Santen, Stv. Kommandeurs für allgemeine Grundlagen der OHS. Zweiter Zielhafen ist Sewastopol unter Konteradmiral K. Kahnt, der die beiden Schiffe auch auf der Rückfahrt über den Hafen Piräus kommandiert. Insgesamt werden auf dieser Fahrt 10.188 sm zurück gelegt.
S61-F-1984-05-02-003-TripAblauf.jpg
S61-F-1984-06-06-020-HagiaSophia-GS.jpg

S61-F-1984-05-22-051-MW.jpg
S61-F-1984-06-09-034-AthenAkro-GS.jpg

04.05.-06.06.
5. Geschwaderfahrt der VOF unter Konteradmiral Rolf Rödel, Chef der 4. Flottille. Trainiert wird unter anderem das Zusammenwirken der Geschwader in der Ostsee, Nordsee, der norwegischen See und der Barentsee mit abschließendem Einlaufen in Murmansk.
Teilnehmer VM : KSS „BERLIN – Hauptstadt der DDR“, Versorger „WITTOW“, Tanker „USEDOM“.
Teilnehmer PSKF: Raketenzerstörer „WARSZAWA“, Bergungsschiff „PIAST“
Teilnehmer BRF: KSS „NEUKROTIMIJ“, KSS „BODRIJ“, die Tanker „OLEKMA“ und „JACHROMA“

12.06.
Eine Militärdelegation des Königreiches Schweden unter Leitung des Verteidigungsministers Anders Thunborg (zivil), besucht die OHS der VM
thunborg.jpg

01.07.
Außerdienststellung von 15 KTS-Booten und bis Jahresende Zusammenführung der beiden TS-Brigaden
Es werden außer Dienst gestellt:
131.401 / 131.402 / 131.409 / 131.413 / 131.414 / 131.415 / 131.416 / 131.417 / 131.418 / 131.419 / 131.425 / 131.427 / 131.428 / 131.429 und 131.430

934a.jpg

06.-13.07.
Übung der vereinten MAW-Brigade in Baltijsk unter Leitung des Chefs der 64. Sicherungsbrigade der BRF. Von der VM nehmen 4 HMAW-Schiffe der
4. Flottille und ein HMAW-Schiff der 1. Flottille teil.

11.07.
Armeegeneral Heinz Hoffmann und Generaloberst Heinz Keßler besichtigen Mukran/Rügen. Zur Unterstützung des Bauvorhabens werden auch militärische Kräfte herangezogen, so auch die Baukompanie-18 der Volksmarine.

18.-26.07.
Geschosswerferschießen der Landungsschiffe 612, 631, 633 und 636 im Polygon vor Tallinn

18.-28.07.
Raketenschießabschnitt der Küstenraketentruppen der VM, 1. KRA, Kommandeur Korvettenkapitän Lonitz, zwei Raketen, zwei Treffer

19.-23.07.
An den Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der nationalen Wiedergeburt Polens nimmt ein Verband der VM unter Admiral Ehm, Chef der VM, teil. Die Schiffe KSS „BERLIN – Hauptstadt der DDR“ und MSS „WILHELM PIECK“ laufen in Gdynia ein.

23.-27.07.
Artillerieschießen auf Rakete P-15 durch UAW-Schiffe 231 und 232 sowie die Landungsschiffe 634, 632 und 631 bei Kap Taran.

24.07.
Besuch der Partei- und Staatsführung der DDR bei der VM. An Bord von KSS „BERLIN – Hauptstadt der DDR“ unter Fregattenkapitän Dieter Dziuballe werden die Besucher um E. Honecker mit dem Dienst- und Lebensbedingungen an Bord und der Ausrüstung des KSS bekannt gemacht. RS- und TS-Boote, MSR, Landungsschiffe, UAW-Kräfte und Marineflieger demonstrieren in See vor den Gästen ihr Können.

06.-08.08.
Dem Schiff „SIRIUS“ der Organisation Greenpeace wird die Einlaufgenehmigung nach Rostock verweigert. Darauf hin beginnt außerhalb der Territorialgewässer der DDR seitens des Schiffes ein gewagtes Spiel. Zur Verhinderung des Einlaufens werden 4 KMAW-Schiffe und 5 Grenzkutter der 6. GBK gebunden. In Bereitschaft liegen 3 Schiffe, 4 Schnellboote und ein Hubschrauber.

20.-27.08.
KSÜ „TESTAT-84“ der Rückwärtigen Dienste und spezialfachliche Übung „WESTNIK-84“ des Chemischen Dienstes.

29.08.-03.09.
Eine koreanische Militärdelegation besucht u.a. eine Lehr- und Ausbildungsbasis der 1. Flottille sowie das Landungsschiff „Neubrandenburg“.

September
Umrüstung der Landungsschiffe 631 und 616 auf das Kommandeursvisier Typ WBP-451 M für das Schießen mit den Geschosswerfern.

01.09.
Außerdienststellung von 5 TS-Booten Projekt 206
Es werden außer Dienst gestellt:
206.2 / 206.3 / 206.4 / 206.5 und 206.8

Adam Kockhoff.jpg

01.09.
Konteradmiral Kahnt übernimmt von Vizeadmiral Prof. Dr. rer. mil. W. Nordin das Kommando der OHS der Volksmarine „Karl Liebknecht“.

01.09.
An der OHS der VM beginnt die zweijährige Ausbildung von Fähnrichsschülern mit Fachschulabschluss.
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01.09.
Mit Studienbeginn an der OHS nehmen erstmalig weibliche Armeeangehörige ein vierjähriges Offiziersstudium auf. Hauptrichtungen sind die Profile Politstellvertreter, Nachrichten, Rückwärtige Dienste und Militärisches Transportwesen.

05.09.
Die 6. Flottille übernimmt den ersten auf der Peenewerft Wolgast gebauten Schwimmenden Stützpunkt vom Projekt 162, „VOGTLAND“. Kommandant des Schiffes wird Kapitänleutnant Jürgen Syrbe., im Oktober folgt das zweite Schiff des Typs
marine1.jpg

07.-10.09.
Die Segelschulschiffe „FALKEN“ und „GLADAN“ der Königlich Schwedischen Marine sind in Rostock zu Gast.

10.-14.09.
Zweiseitige, zweistufige operativ-taktische KSÜ „HERBSTWIND-84“ mit Mobilmachungsspiel der Volksmarine unter Leitung des Chefs der VM, Admiral Ehm.
Thema der Übung. „die gedeckte Überführung der Verbände und Truppenteile vom Friedens- in den Kriegszustand und der Einsatz der Kräfte und Mittel zur Zerschlagung von Flottenkräften des Gegners und zur Unterstützung der Landstreitkräfte bei der Landungsabwehr des Gegners“.
Beteiligt sind folgende Kräfte: Org./Mob.-gruppen der OHS „Karl Liebknecht“, der Flottenschule „Walter Steffens“ und der SSTA-18 sowie 51 Kampfschiffe, -boote und Hilfsschiffe, 17 Hubschrauber des MHG-18, 2 Störgruppen des BFEK-18, 2 mobile FuM-Züge der 6. GBK, 2 Einsatzgruppen des KSK-18 sowie Einrichtungen der operativen RD. Außerdem Fischereifahrzeuge des VEB Fischkombinat Rostock und Kräfte der Zivilverteidigung des Bezirkes Rostock.

21.09.-06.10.
Aus Anlass des bevorstehenden 35. Jahrestages der DDR wird folgender Ehrenname verliehen:
an das NR-18 der VM der Name „Johann Wesolek“.

22.09.
Erstmalig wird durch einen Hubschrauber Mi-14 des MHG-18 eine Wasserlandung durchgeführt.

24.09.
Verleihung des Titels „Bester Truppenteil“ und eines Ehrenbanners an die Grenzschiffsabteilung der 6. GBK, Abteilungschef: Fregattenkapitän Pingel

01.10.
Auszeichnungsakt im MfNV aus Anlass des bevorstehenden 35. Jahrestages der DDR. Mit dem Karl-Marx-Orden wird ausgezeichnet: die 6. Flottille unter FCH Kapitän zur See Eberhard Grießbach.
Karl-Marx-Orden 1s.jpg

03.10.
Aus Anlass des 35. Jahrestages der DDR werden zum Konteradmiral ernannt:
Kapitän zur See Helmut Milzow, Stv. Chef Politische Verwaltung VM und Kapitän zur See Herbert Städtke, Chef der 6. GBK.

05.-08.10.
Feierlichkeiten und gemeinsame Flottenparade anlässlich des 35. Jahrestages der DDR in Rostock.
BRF: Raketenkreuzer „GROSNY“, UAW-Schiff „BODRY“, Kommando: Chef der BRF, Admiral Kapitanez
PSKF: Schulschiff „GRYF“, Kleines Raketenschiff „HUTNIK“, MAW-Schiff „GOPLO“, Kommando: Admiral Janscyszyn

07.10.
Verleihung der Truppenfahne an das KRR-18
TF KRR 18.jpg

12.-19.10.
Taktisches Training der MAW-Kräfte der VM unter dem Kommando des Chefs der 4. Sicherungsbrigade.

30.10.
Der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral H. Hoffmann, erlässt eine neue Ordnung über die militärische Traditionspflege, die am 01.12.1984 in Kraft tritt.

31.10.
Übernahme des ersten Kleinen Raketenschiffes Projekt 1241 RÄ von der Sowjetunion in der 6. Flottille. Es erhält den Namen „ALBIN KÖBIS“. Bis 1986 folgen vier weitere Schiffe des Typs.
771.jpg

01.11.
Auf Befehl 77/84 des Ministers für Nationale Verteidigung wird in der 6. Flottille die Raketenschiffsbrigade aufgestellt. Chef: Fregattenkapitän Michael Heese

27.11.
Außerdienststellung des Schwimmenden Stützpunktes Projekt 62.8

27.11.
Aufstellung des Marinefliegergeschwaders 28 in Laage

27.11.
Die „Volksarmee“ ruft zum sozialistischen Wettbewerb unter der Losung:“Soldatentat XI. Parteitag. Jederzeit gefechtsbereit für Frieden und Sozialismus“
Wettbewerbsaufrufer für die VM ist das RS-Boot „OTTO TOST“, Kommandant Ob.Ltn. Hans-Georg Wehner

30.11.
Kapitän zur See Friedrich Elchlepp scheidet als Seekommissar der DDR aus dem aktiven Dienst aus und wird zum Konteradmiral a.D. ernannt. Die Dienststellung übernimmt Kapitän zur See Joachim Weihs.

01.12.
Konteradmiral Werner Kotte, Chef der 1. Flottille übergibt an Fregattenkapitän Hendrik Born und übernimmt als Stv. Chef des Stabes für Organisation im KVM.

01.12.
Entsprechend einer Empfehlung des Stabes der VSK der WVO erlässt Armeegeneral H. Hoffmann den Befehl 119/84. Darin werden die verbindliche Übernahme der in der sowjetischen Seekriegsflotte üblichen Bezeichnungen der Kriegs- und Hilfsschiffe sowie deren Einteilung in Klassen, Unterklassen und Ränge entsprechend der Größe, Aufgaben und Hauptbewaffnung für die Volksmarine und den militärischen Schiffbau der DDR geregelt.

19.12.
Das Stabsmusikkorps der VM, unter Führung von Fregattenkapitän Walter Hoffmann, wird mit dem „Goldenen Lorbeer“ des Fernsehens der DDR ausgezeichnet.
e2164-Goldener-Lorbeer-DDR-Deutscher-Fernsehfunk-Preis-Meissner-Porzellan.jpg


Es gab 1984 Entwürfe für neue bisherige Auszeichnungen unter anderem das Bestenabzeichen und das Militärsportabzeichen. Die Entwürfe wurden so nie realisiert.
1984 Muster Bester NVA.jpg
1984 Muster Bester GT.jpg
Militärsportabzeichen_der_NVA.jpg


:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Beitragvon eddy » Dienstag 19. Dezember 2017, 21:56

Das Marinejahr 1985

01.01.
Entsprechend der Seerechtskonvention der UNO erweitert die DDR ihre Territorialgewässer von bisher drei auf zwölf Seemeilen.
1985-01-01 seegrenze - Kopie.jpg

04.01.
2. Beratung des Chefs der VM mit Kommandanten der Kampfschiffe und –boote.

16.01.
Indienststellung des Kleinen Raketenschiffes 1241 RÄ mit dem Namen „RUDOLF EGLHOFER“

01.02.
Indienststellung des vorletzten UAW-Schiffes 133.115 mit dem Namen „BERGEN“,
am 26.07. folgt das letzte Schiff dieser Serie mit dem Namen „ANGERMÜNDE“

13.02.
Aktivtagung der Parteiorganisationen der SED in der NVA und den GT der DDR.

10.03.
Der Generalsekretär der KPdSU und Vorsitzende des Obersten Sowjets der UdSSR, R. K. Tschernenko verstirbt in Moskau. Das ZK der KPdSU wählt am 11.03. Michael Gorbatschow zum Generalsekretär.
gorbi.jpg

15.03.
XIII. Delegiertenkonferenz der FDJ in der NVA und den GT der DDR in Eggersdorf.

18.03.
Die „VOLKSARMEE“ veröffentlicht die Armeesportler des Jahres 1984.
Sieger: Ob.Ltn. Uwe Hohn (Weltrekordhalter 1984 im Speerwerfen mit 104,80 Meter, die Anzeigetafel war nicht für 100 m vorgesehen))
uwe-hohn.jpg

24.04.
Außerdienststellung des Grenzkutters 210

26.04.
In Warschau beraten die Repräsentanten der Parteien und Regierungen der WVO über die Verlängerung der Gültigkeit des am 14.05.1955 in Warschau abgeschlossenen Vertrages über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand. Der Vertrag wird um weiter 20 Jahre verlängert.

15.05.
Zur Aufklärung von NATO-Aktivitäten innerhalb und außerhalb der eigenen Verantwortungszone der Volksmarine im System der VOF erfolgt in der 4. Flottille die Indienststellung des Projektes 602 „JASMUND“, welches auf der Neptunwerft Rostock gebaut wurde.

27.05.-22.06.
6. Geschwaderfahrt der VOF unter Führung des polnischen FCH der 3. Flottille, Kommodore Gruchala. Die Fahrt geht durch die Ostsee, Nordsee, Norwegensee und den Nordatlantik.
Teilnehmer VM: „ROSTOCK“, UAW-Schiffe „PARCHIM“, „LÜBZ“ undTZOW“, Tanker „USEDOM“ und Hochseeversorger „KÜHLUNG“.
Teilnehmer BRF: KSS „DRUSHINIJ“ und „BODRRIJ“ sowie die Tanker „SCHEKSNA“ und „JACHROMA“
Teilnehmer PSKF: Zerstörer „WARSZAWA“, Bergungsschiff „PIAST“ und das Aufklärungsschiff „HYDROGRAPH“

30.05.-02.06.
Ein Flottenverband der VM unter ihrem Chef Admiral Ehm weilt zu einem Flottenbesuch in Leningrad mit KSS „BERLIN – Hauptstadt der DDR“, dem UAW- Schiff „WAREN“ und Hochseeversorger „DARSS“.

04.06.
Indienststellung des Schwimmenden Stützpunktes 162.03 „HARZ“.
Es folgen am 01.08. Schiff „HAVELLAND“ und am 01.10. Schiff „BÖRDE“

07.-11.06.
Gegenbesuch eines Flottenverbandes der BRF in Rostock-Warnemünde mit dem Raketenzerstörer „GROSNY“ und dem UAW-Schiff „NEUKROTIMY“, unter Leitung des Chefs der BRF, Admiral K. Makarow

Juli
Das MSR-Schiff 315 erhält als erstes Schiff seines Typs die Fliegerabwehrstartanlage FASTA 4M2

01.07.
Konteradmiral Theodor Hoffmann, Stv. Chef des Stabes für operative Arbeit im KVM übernimmt die Dienststellung Stv. Chef VM und Chef Ausbildung von Konteradmiral Lothar Heinecke, der im Februar verstorben war.
Konteradmiral Rolf Rödel, FCH 4. Flottille übergibt an Kapitän zur See Gerhard Müller und übernimmt die Dienststellung Stv. Chef des Stabes für operative Arbeit im KVM.

06.-20.07.
Raketenschießabschnitt der Küstenraketentruppen der VM, 2. KRA Kommandeur Korvettenkapitän Roesner, zwei Raketen, zwei Treffer

15.-17.07.
Eine jugoslawische Militärdelegation unter Leitung von Flottenadmiral Branko Mamula besucht u.a. die 4. Flottille hier die Schiffe „PERLEBERG“ und „KÜHLUNG“ sowie die OHS in Stralsund

18.07.
Artillerieschießen auf Rakete RMP-15 im Schießgebiet vor Baltijsk mit den UAW-Schiffen 232 und 234 sowie den Landungsschiffen 616 und 635.

23.07.
Demonstrationshandlungen von Einheiten der VM auf See vor einer Regierungsdelegation der DDR unter Leitung von Erich Honecker.

15.08.
Außerdienststellung des TS-Bootes 206.16 „ARVID HARNACK“

27.-30.08.
Besuch von Schiffen der VM in Gdynia, VR Polen.

29.08.-07.09.
Die Schiffe des Projektes 89.2 – „KYRITZ“, „RATHENOW“ und „RIESA“ befinden sich mit Offiziersschülern der OHS „Karl Liebknecht“ auf Ausbildungsfahrt nach Stockholm und Helsinki. Kommandeur der Fahrt ist Kapitän zur See Klaus Karnowka.

03.-07.09.
Zum vierten Besuch von Schiffen der VM laufen die MAW-Schiffe „KYRITZ“, „RIESA“ und „RATHENOW“ unter dem Kommando von Kapitän zur See Klaus Karnowka in Helsinki ein.

09.-13.09.
einseitige, mehrstufige operativ-taktische KSÜ „HERBSTWIND-85“ der Volksmarine unter Leitung von Chef der VM, Admiral W. Ehm.
Thema der Übung: „Die Vorbereitung und Durchführung von Kampfhandlungen bei der Erfüllung der nächsten Aufgabe in der Operation der 3. Flotte“.
Raum der Übungshandlungen ist das Gebiet der Ostsee. Schwerpunkte der Ausbildung sind außerdem Fragen der Aufklärung vor und mit Beginn von Kampfhandlungen, vorrangig im Interesse der Marineflieger, der Küstenraketentruppen und der Schiffsstoßkräfte, der Einsatz von UAW-Schiffen und die Organisation von Hilfsführungsstellen.
Beteiligte Kräfte sind u.a.: ca. 3.300 Mann der VM, der HGS der VM, die Gefechtsstände der drei Flottillen, der Gefechtsstand des MHG-18 sowie 34 Kampfschiffe und –boote, 6 Marinehubschrauber, 2 selbstfahrende Startrampen des KRR-18 und eine Kette MiG-21.

23.-26.09.
Eine Militärdelegation der SR Vietnam besucht die DDR. Neben einem Besuch an der MAK in Dresden kommt es am 25.09 zu einem Besuch an der OHS der VM in Stralsund. Konterardmiral K. Kahnt, Kommandeur der Schule, erläutert den Gästen Struktur und Aufgaben der Schule.

04.10.
Anlässlich des Nationalfeiertages der DDR erhält das KRR-18 den Ehrennamen „Waldemar Verner“ und die Schiffsstammabteilung 18 den Namen „Paul Blechschmidt“.

05.10.
Indienststellung des dritten Kleinen Raketenschiffes 1241 RÄ mit dem Namen „FRITZ GLOBIG“

12.-18.10.
Taktisches Training der MAW-Kräfte der Volksmarine.

25.10.
Kommandeurstagung in Strausberg mit Auswertung des Ausbildungsjahres 1984/85. Als „Bester Truppenteil“ wird mit der Fahnenschleife zur Truppenfahne u.a. ausgezeichnet: die 3. RTSB-Brigade unter BCH Kapitän zur See Uwe Buck.
Buck im Gespräch.jpg

02.11.
Mit militärischem Zeremoniell wird der 25. Jahrestag der Verleihung des Namens „VOLKSMARINE“ in den Flottillen und Einheiten begangen.

04.11.
Die „VOLKSARMEE“ veröffentlicht den Aufruf zum sozialistischen Wettbewerb für das ABJ 1985/86 unter der Losung: Soldatentat XI. Parteitag. Jederzeit gefechtsbereit für Frieden und Sozialismus“. Initiator der VM ist das KSS „BERGEN“ unter seinem Kommandant Kapitänleutnant Hans-Jürgen Uske.

09.11.
Admiral W. Ehm weilt mit einer Delegation der VM in der Syrischen Arabischen Republik.

25.11.
Anlässlich des 165. Geburtstages von Friedrich Engels wird durch das Ministerium für Nationale Verteidigung der „Friedrich-Engels-Preis“ verliehen. Dazu gehören u.a. Konteradmiral Theodor Hoffmann (KVM) und Kapitän zur See Wolfgang Scheler (MAK Dresden)

27.11.
Mit Befehl 42/85 des Ministers für Nationale Verteidigung, Armeegeneral H. Hoffmann wird in Laage das MFG-28 in Anwesenheit vom Chef der VM, Admiral W. Ehm und Generaloberst Reinhold, Chef LSK/LV formiert. Kommandeur des MFG-28 wird Oberst Jürgen Roske.

29.11.
Der 6. GBK wird der Ehrenname „Fiete Schulze“ aus Anlass des bevorstehenden Jahrestages der GT der DDR verliehen.

01.12.
Vizeadmiral Gustav Hesse, Stv. des Chefs und Chef des Stabes im KVM, übergibt an Konteradmiral Theodor Hoffmann und wird m.d.F. der Dienststellung Stv. des Chef Ausbildung beauftragt und im Februar 1986 bestätigt.

01.12.
Einführung neugestalteter Besten- und Klassifizierungsabzeichen sowie Schützenschnüre in der NVA und den GT der DDR.
1985-12-01 Bester (1).png
1985-12-01 Bester (2).png

1985-12-01 seemännisch.JPG
1985-12-01 Maschine#.JPG
1985-12-01 Kfz.JPG

1985-12-01 Pi und ChA.JPG
1985-12-01 Quali (3).JPG
1985-12-01 RWTD.JPG

1985-12-01 RD.JPG
1985-12-01 Quali allgemein.jpg

02.12.
Der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann verstirbt infolge akutem Herzversagens. Am 03.12. wird Generaloberst Heinz Keßler unter gleichzeitiger Beförderung zum Armeegeneral auf Beschluss des Staatsrates zum Mitglied des Ministerrates und zum Minister für Nationale Verteidigung der DDR berufen.
Bundesarchiv_Bild_183-1988-0704-410,_Heinz_Keßler.jpg

Dezember
Dem MHG-18 der Volksmarine werden die ersten 6 UAW-Hubschrauber vom Typ Mi- 14 BT zugeführt.
1985 Mi-14BT.jpg

31.12.
Schiffsbestand der Volksmarine und 6. GBK
- 12 RS-Boote 205
- 3 Raketenschiffe 1241 RÄ
- 12 TS-Boote 206
- 15 KTS-Boote 131.4
- 27 MSR-Schiffe 89.2
- 19 MSR-Schiffe 89.1
- 2 KSS 1159
- 16 UAW-Schiffe 133.1
- 12 Landungsschiffe 108
- 10 Schlepper
- 9 Tanker
- 2 Tankleichter
- 8 Versorger
- 7 Schwimmende Stützpunkte 62.0
- 5 Schwimmende Stützpunkte 162.0
- 2 Bergungsschiffe
- 3 Vermessungs- und Aufklärungsschiffe
- 1 Motorschulschiff
- 1 Taucherboot
- 2 Torpedofänger
- 3 Feuerlöschboote
- div. kleine Hilfsfahrzeuge (Barkassen, Schuten, Jachten u.ä.)

:ahoi: Eddy


Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

[48 / 58]

Beitragvon eddy » Dienstag 2. Januar 2018, 20:36

Das Marinejahr 1986

08.01.
Der sechste und letzte Schwimmende Stützpunkt vom Projekt 162 wird mit dem Namen „UCKERMARK“ in Dienst gestellt.

14.01.
XVI. Delegiertenkonferenz der SED in der Volksmarine in der SStA-18 „Paul Blechschmidt“

01.02.
Mit dem Befehl 119/84 des Ministers für Nationale Verteidigung wurde für die VOF eine einheitliche Klassifizierung für die Schiffe und Boote festgelegt. Durch die Anordnung (AO) 44/86 des Chefs der Volksmarine vom 01.02.1986 wurden Umbenennungen bei den Schiffen und Booten der VM vorgenommen. (z.B. wurden aus den Bordnummern 771-773 der Kleinen Raketenschiffe die Nummern 571-573, beim MSS "WILHELM PIECK" wurde aus der S 61 die S 41 u.ä.)
1986-02 AO 44-86 CVM (1).jpg
1986-02 AO 44-86 CVM (2).jpg
1986-02 AO 44-86 CVM (3).jpg

1986-02 AO 44-86 CVM (4).jpg
1986-02 AO 44-86 CVM (5).jpg
1986-02 AO 44-86 CVM (6).jpg

28.01.
Das dritte KSS des Projektes 1159, KSS „HALLE“ wird durch den Chef des Stabes des KVM, Konteradmiral Theodor Hoffmann in Dienst gestellt. Kommandant ist Korvettenkapitän Werner Lukoschat.

12./13.02.
XIV. Delegiertenkonferenz der Parteiorganisationen der SED in der NVA und den GT der DDR in Dresden.

21.02.
Mit dem Scharnhorst-Orden wird ausgezeichnet: der Chef der VM Admiral Wilhelm Ehm,
mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold der SHD der DDR.
Zum Vizeadmiral wird befördert: Konteradmiral Hans Hofmann. Zum Konteradmiral ernannt wird: Kapitän zur See Eberhard Grießbach, FCH 6. Flottille.
Den Karl-Marx-Orden erhalten u.a.: die Flottenschule „Walter Steffens“ der VM unter Kapitän zur See Egon Nietz.

01.03.
Aus Anlass des 30. Jahrestages der NVA werden folgende Ehrennamen verliehen:
„ALEXANDER ABUSCH“ an den SHD der VM, „MARCIN KASPRZAK“ an das WTZ-18, „KARL KITTELMANN“ an das MPiB-18.
1986 30 Jahre NVA.jpg

1986 Jubiläumsmedaille_30_Jahre_NVA.jpg

10.03.
Die „Volksarmee“ veröffentlicht das Ergebnis der Umfrage „Armeesportler des Jahres 1985“:
Sieger Ob.Ltn. Uwe Hohn (Speerwerfer)

06.-08.04.
Übung „HANSE-86“ – Überprüfung der Gefechtsbereitschaft in der 6. Flottille. Ergebnis: gefechtsbereit
1986 HANSE 86 und Schnee (6).jpg
1986 HANSE 86 und Schnee (2).jpg
1986 HANSE 86 und Schnee (1).jpg

07.-09.04.
Einseitige taktische Übung mit Darstellungskräften der 6. GBK „MARMORZEMENT-86“ unter Führung von Konteradmiral Herbert Städtke.
Thema der Übung: „der Einsatz und die Führung der land- und seeseitigen Grenzsicherungskräfte im Zusammenwirken mit Kräften der Seegrenzschiffsbrigade Gdansk bei der gefechtsmäßigen Grenzsicherung“. Beteiligte Kräfte der Volksmarine: GS der 6. GBK, 4. GSA im vollen Bestand, 1., 4. Und 8. GK. Als Darstellungskräfte handeln: Hubschrauber des MHG-18, eine Einsatzgruppe des KSK-18 und 20 Grenzaufklärer aus den Grenzbataillonen.

12.04.
Für hervorragende Leistungen zu Ehren des XI. Parteitages der SED werden Ehrenbanner des ZK der SED u.a. verliehen an: die Küstenschutzschiffbrigade (KSS-Brigade), BCH Korvettenkapitän Ulrich Zumkeller.

13.04.
20. Finale der Armeemeisterschaft im Cross-Fernwettkampf in Plauen, die Mannschaft der Sportorganisation der Volksmarine erkämpft den 2. Platz

17.-21.04.
XI. Parteitag der SED in Berlin, der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Keßler wird zum Mitglied des Politbüros des ZK der SED gewählt.

Mai
Auszeichnung der 6. Flottille mit einem Ehrenbanner der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft“ durch Erich Mückenberger

14.05.
Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte des Königreiches Schweden, General Lennart Ljung, besucht in Begleitung von Generaloberst Fritz Strelitz und Admiral Wilhelm Ehm die OHS der VM.

09.-21.06.
Inspektion des Ministeriums für Nationale Verteidigung in der 6. Flottille. Ergebnis: Verbesserung der taktischen Ausbildung erforderlich.

09.-14.06.
taktische Übung der Landungskräfte der VOF unter Führung von Konteradmiral K. Bossy, Stv. Des Chefs der PSKF im Raum Baltijsk, Swinoujscie und Peenemünde. Thema der Übung: „Anlandung taktischer Seelandungstruppen an eine nicht eingerichtete Küste“.
Die VM handelt mit folgendem Bestand: eine Landungsabteilung mit 6 Landungsschiffen, 3 KSS Projekt 133.1, 4 MSR, 2 RS- und 2 TS-Booten, 6 Hubschrauber Mi- 8 TB des MHG-18 und 900 Mann.

09.06.-05.07.
7. Geschwaderfahrt der VOF durch Nord- und Ostsee, Norwegensee und Nordatlantik.
Kommandeur der Fahrt: Kapitän zur See 1. Ranges I. R. Birjukow/BRF.
Teilnehmer VM: KSS „ROSTOCK“, UAW-Schiffe „LÜBZ“, „WAREN“, Tanker „USEDOM“ und Versorger „KÜHLUNG“.
Teilnehmer BRF: KSS „NEUKROTIMIJ“, großes UAW-Schiff „SLAWNY“, Tanker „SCHEKSNA“, Bergungsschiff SB 912
Teilnehmer PSKF: Kleines Raketenschiff „HUTNIK“ und „GORNIK“, Bergungsschiff „PIAST“ und Aufklärer „NAVIGATOR“

10.06.
Verschrottung der langzeitkonservierten Räumboote „GOTHA“, "JENA" und „PRENZLAU“, es folgen bis zum November noch die Boote „SENFTENBERG“ und „EISLEBEN“

23.-27.06.
Armeegeneral H. Keßler empfängt eine Delegation der sowjetischen Seekriegsflotte unter Leitung deren Oberbefehlshabers, Flottenadmiral Wladimir Tschernawin. Vom 24.-27.06. weilt die Delegation als Gast bei Chef der Volksmarine, Admiral W. Ehm. Besucht werden das UAW-Schiff „WAREN“ in der 4. Flottille und die OHS in Stralsund.

27.06.-01.07.
Die finnische Korvette „TURUNMAA“, Kommandant Fregattenkapitän Risto Rusku, besucht Stralsund.
1986 TURUNMAA finnland.jpg

28.06.
Außerdienststellung des Grenzkutters „LÜBECK“; am 12.09. folgen die Fahrzeuge „THÜRINGEN“ und „HOLSTEIN“

29.06.
Außerdienststellung des Erprobungsschiffes „RÜGEN II“ mit der Bordnummer V-84

01.-19.07.
3. Raketenschießabschnitt der Küstenraketentruppen der VM, 1. KRA, Kommandeur Korvettenkapitän Lonitz, zwei Raketen, zwei Treffer

29.-31.07.
Das Schulschiff der sowjetischen Seekriegsflotte „CHASAN“ macht mit Offiziersschülern am Warnemünder Passagierkai fest.

11.-15.08.
Schießausbildung von MSR-Schiffen zusammen mit den drei KSS „ROSTOCK“, „BERLIN“ und „HALLE“ nordöstlich von Kap Arkona.

16.08.
Feierliche Ernennung der Absolventen der OHS der Volksmarine auf den Leninplatz in Stralsund zum ersten Offiziers- oder Fähnrichsdienstgrad.

01.09.
Bildung des Lehrstuhls „Informatik“ an der OHS der VM – Vorbereitung und schrittweiser Übergang zur Informatikausbildung.

02.-05.09.
Ein schwedischer Schiffsverband unter Führung von Fregattenkapitän Rolf Blomkwist macht im Hafen Stralsund fest. Der Verband besteht aus den drei Minensuchschiffen „NÄMDO“, „BLIDÖ“ und „ARKÖ“.

12.09.
Indienststellung des Wohnschiffes 413 mit der Bordnummer V-88
1986 Wohnschiff 413.jpg

15.-20.09.
Gemeinsame Übung „START-86“ der VOF und Schiffseigner mit Lehrcharakter und Darstellungskräften.
Thema der Übung: „die Kontrolle und der Schutz der zivilen Schifffahrt der Länder der WVO mit Entstehen einer militärischen Bedrohung für die Schifffahrt und im Krieg“.
Leiter der Übung ist der Chef des VM, Admiral Ehm.
Insgesamt nehmen an dieser Übung teil: 21 Admirale und Generale, 1.485 Offiziere, 287 Fähnriche und 1.519 Maate/Unteroffiziere sowie 2.300 Matrosen und Soldaten. 53 Kampfschiffe, 9 Sicherstellungsschiffe, 17 Hubschrauber.
Von ziviler Seite nehmen teil: 8 Handelsschiffe, 14 Fischereifahrzeuge und 5 Inspektionsfahrzeuge mit insgesamt über 700 Mann.
1986 start.jpg

29.09.
Die Schulschiffe „GANGUT“ und „SMOLNY“ machen auf einer Ausbildungsfahrt im Warnemünder Hafen einen Zwischenstopp.
1986 Schulschiff SMOLNY in Warnemünde.jpg

Oktober
Außerdienststellung weiterer 6 TS-Boot 206 in der 6. Flottille
206.1 / 206.6 / 206.7 / 206.11 / 206.12 / 206.15

02.10.
Festveranstaltung zum 30. Jahrestag der Gründung der Armeesportvereinigung „Vorwärts“ in Rostock.

24.10.
Kommandeurstagung in Strausberg zur Auswertung des AJ 1985/86 und Aufgabenstellung für das AJ 1986/87.
Als „Bester Truppenteil“ werden u.a. ausgezeichnet: eine Grenzabteilung der 6. GBK, Kommandeur Fregattenkapitän W. Hackenschmidt und der Basierungsstützpunkt Sassnitz, Kommandeur Ulrich Griebenow

28.11.
Das fünfte und letzte Kleine Raketenschiff 1241 RÄ wird mit dem Namen „HANS BEIMLER“ in Dienst gestellt.
575 in See.jpg
1986 letztes Schiff.JPG

03.11.
In der „Volksarmee“ erfolgt der Aufruf zum sozialistischen Wettbewerb unter der Losung: „Soldatentat XI. Parteitag. Jederzeit gefechtsbereit für Frieden und Sozialismus.“
Initiator der Volksmarine: HMAW-Schiff „JÜTERBOG“, Kommandant Kapitänleutnant Eberhard Schmid

27.11.
Festveranstaltung im Großen Haus des Rostocker Theaters aus Anlass des 40. Jahrestages der Grenztruppen der DDR.

28.11.
Dem Kollektiv um Kapitän zur See Hans Mehl wird der „Friedrich-Engels-Preis“ verliehen.

01.12.
In der NVA tritt ein „Neuer STAN“ (Struktur 90) in Kraft, der eine Reihe von Umstrukturierungen, Umbenennungen, Neuaufstellungen und Auflösungen von Einheiten sowie Standortveränderungen einleitet. Bei der VM orientiert der STAN auf den Ausbau und die Vervollkommnung der Einsatzmittel der Stoß-, Sicherungs-, Landungs- und Sicherstellungskräfte sowie des Marinefliegergeschwaders 28.
1986 Struktur 90 Führung und Brigaden 6. Fl..pdf


:ahoi: Eddy


Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
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Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

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Beitragvon eddy » Mittwoch 10. Januar 2018, 19:24

Das Marinejahr 1987

08.01.
Der OHS der VM „Karl Liebknecht“ wird für langjährige vorbildliche Spendenergebnisse zugunsten des Solidaritätskomitees der DDR eine Ehrenschleife verliehen.

02.02.
Die neue Ordnung 046/9/007 des Ministeriums für Nationale Verteidigung „Das Suchen und Retten in Not geratener Besatzungen und Passagieren von Luft- und Wasserfahrzeugen und der Einsatz von Sicherheitskommandos innerhalb des Hoheitsgebietes der DDR und der Ostsee“ tritt in Kraft.

12.02.
Generaloberst H. Brünner, Stv. Minister für Nationale Verteidigung und Chef der olitischen Verwaltung der NVA verleiht den „Theodor-Körner-Preis“ an Kunst- und Kulturschaffende der DDR, so u.a. an Korvettenkapitän a.D. Günter Neumann.

27.02.
Aus Anlass des 31. Jahrestages der NVA wird zum Vizeadmiral befördert: Konteradmiral Theodor Hoffmann, Stv. des Chefs der VM und Chef des Stabes der VM.
Zum Konteradmiral ernannt wird: Kapitän zur See Egon Nitz, Kommandeur der Flottenschule „Walter Steffens“.

02.03.
Die „Volksarmee“ veröffentlich wie jedes Jahr das Ergebnis der Umfrage „Armeesportler des Jahres 1986“. Sieger der Umfrage: Ob.Ltn. Wolfgang Hoppe und Ob.Ltn Dietmar Schauerhammer (Zweierbob).
AK_12087108_gr_1.jpg

20.03.
XIV. Delegiertenkonferenz der FDJ-Organisationen in der NVA und den GT der DDR.

07.-13.04.
Der Chef der Marineakademie Griechenlands, Konteradmiral Athanasios Kantas, besucht mit einer Militärdelegation die VM der NVA.

23.-28.04.
Offizieller Flottenbesuch der BRF in Rostock. Unter Leitung des Chefs der BRF, Vizeadmiral Witali Iwanow stehen der Raketenzerstörer „GROSNY“ und das UAW-Schiff „SWIREPIY“.
1987 GROSNY in Warnemünde.jpg
1987 SVIREPY Reede Warnemünde einlaufend.jpg

Juni
Erstmaliger Einsatz von Hubschraubern „Mi-14 PL“ des MHG-18 als Fühlungshalter zur Sicherstellung des Raketengefechtsschiessens RS-Boote der 6. Flottille.

01.06.
35. Jahrestag der Gründung des Stabsmusikkorps der VM.

02.-26.06.
8. Geschwaderfahrt der VOF in der Ostsee und im Kattegat.
Kommandeur der Fahrt ist Kapitän zur See Gerhard Müller, Chef der 4. Flottille der VM.
Teilnehmer der VM: KSS „HALLE“, Versorger „DARSS“ und Tanker „USEDOM“
Teilnehmer der BRF: KSS „BDITJELNIJ“ und „DRUSHNIJ“, Tanker „LENA“ und „OLEKMA“
Teilnehmer der PSKF: KRS „HUTNIK“ und „GORNIK“, Bergungsschiff „PIAST“

04.06.-25.07.
Große Ausbildungsfahrt von MSS „WILHELM PIECK“ und Versorger „KÜHLUNG“ mit Offiziersschülern der OHS „Karl Liebknecht“ nach Sewastopol (UdSSR), Constanta (SR Rumänien), Varna (VR Bulgarien)und erstmals in die syrische Hafenstadt Latakia unter Führung von Kapitän zur See Egon Lieder, Kommandeur der Sektion „Seeoffiziere“ der OHS der VM.

08.-19.06.
4. Raketenschießabschnitt KRR-18, zwei Raketen geschossen, zwei Treffer

10.-12.06.
Zweiseitige, operativ-taktische Übung der Stoßkräfte der VOF „SYNCHRON-87“ unter Chef der VM, Admiral W. Ehm in der südlichen Ostsee.
Thema der Übung: „Organisation und Durchführung von Angriffs- und Verteidigungshandlungen“.
Zur Aufklärung dieser Übung werden von Seiten der NATO 62 Flugzeuge/Hubschrauber und 22 Schiffe eingesetzt.

27.06.-05.07.
Die beiden Obermeister Bernd Höft und Falko Bier vom ASK Rostock werden auf dem Revier der Kieler Förde Weltmeister in der 470’er Jolle.
1987 Weltmeisterboot DDR 77.JPG
1987 Falko Bier und Bernd Höft WM.jpg

Juli
Beginn der Ausbildung der ersten Marinefliegerstaffel des MFG-28 über dem offenen Meer in der UdSSR vom Flugplatz Tschkalowsk aus.

09.07.
Feierlicher Appell im Kinderferienlager „Max Reichpietsch“ der VM in Kühlungsborn beginnt für 600 Kinder aus allen Bezirken der DDR und aus der CSSR der Feriensommer 1987.

20.-24.07.
Ein Flottenverband der VM mit KSS „HALLE“ und Bergungsschiff „OTTO VON GUERICKE“ unter dem Chef der 4. Flottille, Kapitän zur See Gerhard Müller läuft in die finnische Flottenbasis Kotka ein.

11.-14.08.
Erstmalig wird durch das MSR-Schiff 334 und einem Minenabwehrhubschrauber des MHG-18 von Typ Mi-14 BT das Zusammenwirken bei der Übergabe/Übernahme des Räumgerätes GKT-3W trainiert.

15.08.
Auf dem Leninplatz in Stralsund werden die Absolventen der OHS der VM erstmalig mit Diplomen zum ersten Offiziers- bzw. Fähnrichsdienstgrad ernannt.

17.-21.08.
Eine Delegation der jugoslawischen Kriegsmarine unter Leitung des Chefs der jugoslawischen Marine, Vizeadmiral Bozo Grubisic, ist Gast in Rostock. Besucht wird auch der Standort der 1. Flottille.

28.-31.08.
Eine Militärdelegation der VR Mocambique unter Leitung des Ministers für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Alberto Joaquim Chipande besucht die DDR. Im Programm ist auch ein Besuch der Flottenschule „Walter Steffens“ in Parow.

08.-15.09.
Gemeinsame KSÜ „SOJUS 87“ unter Leitung von Marschall der Sowjetunion Kulikow

09.-18.09.
Taktisches Training der MAW-Kräfte der VM unter Einbeziehung der MSR-Schiffe der 6. GBK und des KSK-18.

11.09.
Eine österreichische Militärdelegation unter Leitung von General Tauschütz, besucht die 1. Flottille.

18.-20.09.
Das Segelschulschiff „FALKEN“ der Königlichen Schwedischen Marine legt im Rostocker Hafen an,
Kommandant: Fregattenkapitän Bengt Malm
HMS-Falken.jpg

28.09.
Anlässlich des bevorstehenden 38. Jahrestages der DDR wird zum Konteradmiral ernannt: Kapitän zur See Dr. rer. mil. K. Weiß.

01.10.
Eine Delegation der Revolutionären Kriegsmarine der Republik Kuba unter Leitung des Chefs der kubanischen Marine, Konteradmiral Predo Miguel Perez Betancourt, besucht auch Einrichtungen der VM.

02.10.
Verleihung der Truppenfahne an das KSK-18
TF KSK 18.jpg

10.-14.10.
Ein Flottenverband der VM unter Leitung des Chefs de VM Admiral W. Ehm nimmt an den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution in Leningrad teil. Der Verband besteht aus KSS „BERLIN – Hauptstadt der DDR“ und MSS „WILHELM PIECK“.

20.-22.10.
Eine jeminitische Militärdelegation unter Leitung des Ministers für Verteidigung der VDR Jemen, Oberst Saleh Obeed Ahmed, besucht u.a. auch die OHS der VM „Karl Liebknecht“ in Stralsund.

26.-31.10.
Mit dem Titel „Bester Truppenteil“ werden ausgezeichnet: Die 3. RTSB-Brigade unter BCH Kapitän zur See Uwe Buck und die 1. LS-Brigade unter Kapitän zur See Peter Elkan.

01.11.
Konteradmiral Eberhard Grießbach, Chef der 6. Flottille übergibt die Führung an Kapitän zur See Werner Murzynowski und übernimmt als Stv. des Chefs und Chef des Stabes für Ausbildung im Kommando VM.

November
Die „Volksarmee“ veröffentlicht den Aufruf zum sozialistischen Wettbewerb für das Ausbildungsjahr 1987/88 unter der Losung: „Soldatentat XI. Parteitag. Jederzeit gefechtsbereit für Frieden und Sozialismus“.
Initiator der VM ist das RS-Boot „JOSEF SCHARES“, Kommandant Ob.Ltn. Frank Sukowski

02.-06.11.
Überprüfung der Mobilmachungsbereitschaft der 1. Flottille durch das Kommando der VM unter der Bezeichnung „METEOR 87“.

27.11.
Mit dem „Friedrich-Engels-Preis“ für hervorragende wissenschaftliche Leistungen bei der Vervollkommnung der Landesverteidigung der DDR werden geehrt: u.a. das Kollektiv (FEK) von Fregattenkapitän Joachim Dix.

30.11.
Der Chef der VM, Admiral Wilhelm Ehm scheidet aus dem aktiven Wehrdienst aus.
Er bekleidete die Dienststellung des Chefs der Seestreitkräfte / Volksmarine der DDR seit 1959.
Neuer Chef der VM wird Vizeadmiral Theodor Hoffmann. Neuer Stv. des Chefs und Chef des Stabes der VM wird Konteradmiral Rolf Rödel.
Aus Anlass der Verabschiedung des Flottenchefs wird im Breitling und Hohe Düne eine stehende Flottenparade abgehalten.
1987 Verabschiedung Ehm.jpg

1987 Kommandoübergabe.jpg
1987 Kommandoübergabe1.jpg
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1987 Kommandoübergabe3.jpg


04.-12.12.
Taktische Übung der UAW-Kräfte der VM

07.12.
Außerdienststellung des Schwimmenden Stützpunktes Projekt 62.3

Dezember
die Aufstellung und Formierung des MFG-28 ist abgeschlossen.

Neues Absolventenabzeichen für die MAK "Friedrich Engels"
1987-1990 mak.jpg



:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
Forum der Volksmarine
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Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Berndt Borrmann, Fregattenkapitän a.D.
1. Vorsitzender Heimatverein Dranske e.V.
Ehrenamtlicher Leiter des "Marinehistorischen- und Heimatmuseums Dranske / Bug"
Vorstandsmitglied der MK Bug 1992 e.V.



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Einheit: 6. Flottille
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Dienststellung: Stab/Politabteilung
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Resizeit: keine

Re: Seepolizei - Seestreitkräfte - Volksmarine

[50 / 58]

Beitragvon eddy » Freitag 12. Januar 2018, 18:29

Das Marinejahr 1988

Januar
In der 4. Flottille wird ein Kabinett zur Ausbildung des Personals der Führungspunkte Luftabwehr übergeben.

13.01.
An der Flottenschule „Walter Steffens“ in Parow findet eine Kommandeursberatung der VM statt.

08.02.
Die „Volksarmee“ veröffentlicht das Ergebnis der Umfrage „Armeesportler des Jahres 1987“
Sieger: Ob.Ltn. Wolfgang Hoppe / Ob.Ltn. Dietmar Schauerhammer (Bob)

25.02.
Beginn des Abzugs der sowjetischen Raketen des Typs SS-12 aus Waren.

26.02.
Aus Anlass des bevorstehenden 32. Jahrestages der NVA wird zum Konteradmiral ernannt: Kapitän zur See Hans Partzsch, Chef Marinefliegerkräfte VM

27./28.02.
Schiffe der BRF und der PSKF haben im Hafen der 1. Flottille anlässlich der „Woche der Waffenbrüderschaft“ festgemacht. Es finden sportliche und kulturelle Wettstreite zwischen den Waffenbrüdern statt.

01.03.
Verleihung der Truppenfahne an das Marinefliegergeschwader 28 in Laage.
1988 TF MFG 28.jpg

14.-17.03.
KSÜ „Meerschaum 88“

31.03.
Aus Anlass des 30. Jahrestages der Gründung des Sportkomitees der befreundeten Armeen (12.03.1958) findet in Strausberg eine Konferenz über Militärsport statt.
Gründungsmitglieder: VR Bulgarien, ĆSSR, DDR, KDVR, Mongolei, VR Polen, SR Rumänien, UdSSR, Ungarn und VR Vietnam gehören dem SKDA an:
Republik Afghanistan (1980) / VR Angola (1977) / VDR Äthiopien (1978) / Republik Guinea-Bissau (1987) / VDR Jemen (1974) / VR Kampuchea (1983) / Republik Kuba (1969) / VDR Laos (1984) / Republik Mali (1987) / VR Mocambique (1983) / Syrische Arabische Republik (1984)
1988 SKDA.jpg

09.04.
Training der UAW-Kräfte der Volksmarine

12.-16.04.
Eine Delegation der VM unter Leitung des Kommandeurs der OHS, Konteradmiral Klaus Kahnt, weilt auf Einladung des Chefs der Seestreitkräfte Griechenlands, Vizeadmiral Vassilikopoulos, an der griechischen MAK.

25.04.
Das MSS „WILHELM PIECK“ ist von seiner ersten Ausbildungsfahrt 1988 durch Nord- und Ostsee zurück. Kommandeur der Fahrt: Kapitän zur See Dierk Kirschke.

27.04.
30. Jahrestag der Gründung des KSK der VM in Kühlungsborn. Gast während der Festveranstaltung ist der Chef der VM Vizeadmiral Theodor Hoffmann beim Kommandeur der Einheit, Fregattenkapitän Jürgen Knittel.

29.04.
Feierliches Zeremoniell anlässlich des 25. Jahrestages der Gründung der 6. Flottille. Ehrengast ist Admiral a.D. Wilhelm Ehm.
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04.-28.05.
9. Geschwaderfahrt der VOF in die Nord- und Ostsee. Kommandeur der Gefechtsausbildungsfahrt ist Kapitän zur See Lukasik, Chef der 3. Flottille der PSKF.
Teilnehmer VM: KSS „BERLIN“, Hochseeversorger „WITTOW“ und der Tanker „RIEMS“
Teilnehmer BRF: großes UAW-Schiff „SLAWNIJ“, KSS „SWIREPIJ“, Hochseetanker „SCHEKSNA“ und das Bergungsschiff „SB-921“
Teilnehmer PSKF: Raketenschiff „WARSZAWA“ und Bergungsschiff „LECH“

01.05.
25 Jahre Marinehubschrauber-Geschwader 18, Kommandeur Fregattenkapitän Gerd Wilhelm
Die Kommandeure der 27jährigen Geschichte der Einheit:
1963 - 1964 Korv.Kpt. Dieter Bortfeld
1964 - 1970 Korv.Kpt. Lothar Braunsroth
1970 - 1974 Freg.Kpt. Hans Vogel
1974 - 1976 Freg.Kpt. Siegfried Finke
1976 - 1988 Kpt.z.See Günter Leithold
1988 - 1990 Freg.Kpt. Gerd Wilhelm
Scannen0005.jpg

11.05.
Der 1. Stellvertreter des Oberkommandierenden der Seekriegsflotte der UdSSR, Admiral Kapitanez, weilt zu einem Besuch in der 4. und 6. Flottille.

14.05.
In der 4. Flottille wird der MAW-Abschnitt abgeschlossen.

24.-27.05.
Besuch einer rumänischen Militärdelegation unter Generaloberst Vasile Milea, Minister für NV, in der 6. Flottille an Bord des Kleinen Raketenschiffes 573 „Fritz Globig“ und des Wohnschiffes H-72 „BÖRDE“.
1988 KRS 573 am SSP.jpg

30.05.
Außerdienststellung des Grenzkutters „BRAUNSCHWEIG“, am 30.09. folgt der Grenzkutter „GROSS BERLIN“

31.05.-01.06.
Eine Delegation der bulgarischen Seekriegsflotte besucht die 6. Flottille und einen Stützpunkt der 6. GBK in Tarnewitz.

03.06.-15.07.
„Große Ausbildungsfahrt“ des MSS „WILHELM PIECK“ und des Hochseeversorgers „KÜHLUNG“ nach Murmansk, Tallin und Danzig mit über 8.400 sm.
Kommandeur der Fahrt ist Kapitän zur See Harald Santen, Kommandeur der Sektion Allgemeine Grundlagen an der OHS der VM „Karl Liebknecht“. Zum Einlaufen werden die Teilnehmer von Chef der VM Theodor Hoffmann empfangen und mit dem Abzeichen „Für große Fahrt“ geehrt.
1988-06-04 Ablauf der Fahrt MSS -W.P.-.jpg
1988-06-15 Murmansk.jpg

23.-26.06.
Ein Schiffsverband der Marine Finnlands mit der Korvette „TURUNMAA“ und der Minensucher „KUHA 25“ und „KUHA 26“ weilt in Rostock. Er steht unter dem Kommando von Kapitän zur See Kalle Rantanen
1988 Rantanen.jpg

30.06.-06.07.
Einseitige, einstufige KSÜ der VM „LICHTLOCH-88“. Leiter der Übung: Vizeadmiral Theodor Hoffmann
Thema der Übung: „Erprobung und Beladung von Schiffen mit Kampftechnik im Überseehafen Rostock und Umladung der Technik auf Landungsschiffe in See“.
1988 lichtloch.jpg
1988 lichtloch001.jpg

1988 lichtloch002.jpg
1988 lichtloch003.jpg

Juli
5. Raketenschießabschnitt des KRR-18 , zwei Raketen geschossen, zwei Treffer
1988 KRR-18 5.RSA Kap Taran.jpg

17.-20.07.
Gefechtsschießen der Landungsschiffe der Volksmarine vor Tallinn.

18.07.
Der Raketenabzug in Waren wird durch USA-Inspekteure kontrolliert.

23.07.
Das Schulschiff „CHASAN“ der BRF hat in Warnemünde festgemacht.

07.08.-20.12.
Industrieeinsatz von 139 Angehörigen der 6. Flottille in der Volkswerft Stralsund.

09.08.
Die Besatzung des KMAW-Schiffes „DEMMIN“ der 6. GBK rettet den polnischen Bürger Krzysztof Buczynski aus Seenot und übergibt ihn dem Krankenhaus Sassnitz.
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Dank an @Bootsmann 53 für die Unterstützung.
13.08.
Auf feierlichen Apellen werden erstmals auch weibliche Absolventen der OHS der NVA zum Leutnant ernannt und zum Truppen-/Flottendienst verabschiedet.

15.-19.08.
Ein Schiffsverband der VM mit den UAW –Schiffen „PRENZLAU“ und „RIBNITZ-DAMGARTEN“ besucht Schweden und läuft Göteborg an. Kommandeur der Fahrt ist Kapitän zur See Hendrik Born, Chef der 1. Flottille.
1988 Göteburg.jpg

19.08.
Kommandeurstagung der VM in der SStA-18 auf dem Dänholm.

25./26.08.
In Baltijsk findet eine Beratung zu Fragen der Ausbildung der VOF statt.

29.08.-02.09.
Besuch einer Delegation der Königlich-Schwedischen Marine unter Leitung ihres Befehlshabers, Vizeadmiral Bengt Schuback, die auf dem Flugplatz des JG-9 in Peenemünde durch den Chef der VM empfangen wird.
1988 Schuback.jpg

30.08.
Das MSS „WILHELM PIECK“ läuft zu einer mehrwöchigen Ausbildungsfahrt in Nord- und Ostsee aus.

02.09.
An der OHS der VM wird ein Maschinen-Leitstandtrainer übergeben.

06.10.
Aus Anlass des bevorstehenden 39. Jahrestages der DDR werden zum Konteradmiral ernannt:
Kapitän zur See Herbert Bernig, Chef des SHD VM und Kapitän zur See Hendrik Born, Chef der 1. Flottille.

07.10.
Anlässlich des 39. Jahrestages der DDR werden folgende Ehrennamen verliehen:
„Felix Scheffler“ an VAL-18,
„Richard Staimer“ an KSK-18,
„Johannes Vogelsang“ an Funk-Funk-Technisches Störbataillon-18.

Oktober
Durch den Minister für National Verteidigung werden als „Bester Truppenteil“ ausgezeichnet:
Landungsschiffbrigade, Chef Kapitän zur See Peter Elkan
9. RS-Brigade, Chef Kapitän zur See Hartmut Neubauer

24.10.
Aufruf zum sozialitischen Wettbewerb in der „Volksarmee“ unter der Losung „Stets wachsam und gefechtsbereit. Täglich unser Bestes zur Erfüllung des Klassenauftrages. Vorwärts zum 40. Jahrestag der DDR“. Initiator der VM, HMAW „SCHÖNEBECK“, Kommandant Ob.Ltn. Frank Rohde

24.10.
Außerdienststellung Projekt 89.235 „GENTHIN“, Langzeitkonservierung im Nordhafen Peenemünde

01.12.
Vizeadmiral Gustav Hesse scheidet aus dem aktiven Dienst in der Volksmarine aus und übergibt die Dienststellung an Konteradmiral Eberhard Grießbach.
1988 VA G. Hesse.jpg

15.12.
Mit guten und sehr guten Ergebnissen schließen die UAW-Schiffe der 4. Flottille das erste taktische Training im neuen AJ ab. Bestes Schiff ist das MSRTZOW“, Kommandant Fregattenkapitän Siegfried Kühn.

31.12.
Im Zeitraum von 1979 bis 1988 waren insgesamt 3.025 Angehörige der VM im zivilen Wirtschaftbereichen eingesetzt.
Schwerpunkte waren dabei:
- Erdgasleitung Salzwedel – Rostock
- Kombinat Seeverkehr- und Hafenwirtschaft
- Fährhafen Mukran
- Chemische Industrie
- Düngemittelwerk Rostock
- Chemiefaserwerk Premnitz
- Braunkohlenkombinat Bitterfeld
- VEB Stahlgießerei Rothensee
- VEB Traktoren und Dieselmotorenwerk Schönebeck
- VEB Wellpappenwerk Waren
- Überseehafen Rostock
- Militärforstwirtschaft
- Bahnbetriebswerk Rostock
- Schiffswerft Boizenburg
- Volkswerft Stralsund

:ahoi: Eddy

Quellen:
Froh, Klaus, Chronik der NVA, Verlag Dr, Köster, Berlin, 2010
Schäfer, Knut, Chronik der Volksmarine, Preußischer Militärverlag 2002
Mehl / Schäfer, Die Seestreitkräfte der NVA", Motorbuchverlag, 2004
Schäfer / Seemann, DDR-Marine 1949-1990, Motorbuchverlag, 2014
Autorenkollektiv, Zeittafel zur Militärgeschichte der DDR 1949-1988", Militärverlag DDR, 1989
Autorenkollektiv, Armee für Frieden und Sozialismus, Militärverlag der DDR, 1985
Autorenkollektiv, Chronik der TS-Brigade 1959-1971, Teil 1 + 2, 2005/2006
Autorenkollektiv, Raketenschnellboots-Brigade der Volksmarine 1962-1971, 2008
K. und U. Feder, Auszeichnungen der NVA der DDR, Gotteswinder GmbH München, 1994
Private Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Archiv Marinehistorisches- und Heimatmuseum Dranske-Bug
Fotos Archiv MHMD
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